Mit diesen Tipps grillst du nachhaltiger und gesünder

Abfallarmes und gesundes Grillvergnügen statt Fleisch- und Müllberge: Mit diesen Tipps wird der nächste Grillabend nicht nur lecker, sondern schont auch die Umwelt.

Mit den ersten sonnigen Wochenenden im Frühjahr ist er vielerorts wieder allgegenwärtig, der unverwechselbare Geruch nach Holzkohle und Röstaromen. Vielleicht gehörst du auch zur großen Zahl der Grillfans, hast dir aber auch schon Gedanken über den ökologischen Fussabdruck des feurigen Freizeitvergnügens gemacht. Beispielsweise kann Grillkohle aufgrund der fehlenden Kennzeichnungspflicht illegal geschlagenes Tropenholz beinhalten. Grillanzünder bestehen meist aus bedenklichen Paraffinen oder Kerosin, und auch die Aluminium-Grillschalen sind alles andere als gesund.

In diesem Beitrag stelle ich dir zahlreiche ökologische Alternativen vor, mit denen du dein nächstes Grillfest lecker, gesund und umweltfreundlich gestalten kannst.

Auf die Herkunft der Grillkohle achten

Der überwiegende Teil der bei uns im Handel erhältlichen Grillkohle wird schon lange nicht mehr hier produziert, sondern vor allem aus Polen, Paraguay und Nigeria importiert. Woher das zur Herstellung verwendete Holz stammt, lässt sich kaum nachvollziehen. Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass sich in einigen Produkten Tropenhölzer bzw. illegal geschlagenes Holz befinden.

Die bessere Alternative sind Kohle-Produkte aus heimischen Hölzern, wie zum Beispiel Buche, am besten mit einer FSC-Zertifizierung, über die der Hersteller die Verwendung von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft nachweist. Noch umweltfreundlicher grillst du mit Grillkohle aus recycelten Pflanzenresten wie Olivenkernen oder Kokosnussschalen.

Mit einem Elektro- oder Gasgrill, den es wie den Kohlegrill in einer tragbaren Variante gibt, kannst du zusätzlich einen Teil der beim Grillen mit Holzkohle entstehenden Emissionen einsparen.

 Abfallarmes und gesundes Grillvergnügen statt Fleisch- und Müllberge: Mit diesen Tipps wird der nächste Grillabend nicht nur lecker, sondern schont auch die Umwelt.

Tipp: Beim Grillen mit selbstgemachter Holzkohle weißt du genau, aus welchem Holz sie gemacht ist und kannst deinem Grillgut ein ganz besonderes Aroma verleihen.

Grillanzünder ohne Kerosin selber machen

Chemische Grillanzünder enthalten Kerosin, Paraffine und andere für unsere Gesundheit und Umwelt bedenkliche Stoffe. Beim Kauf der kleinen Helfer kannst du besser zu umweltfreundlichen Alternative greifen, zum Beispiel aus in Wachs getränkter Holzwolle. Wenn du regelmäßig grillst, lohnt sich auch die Anschaffung eines Anzündkamins aus Edelstahl. Mit wenig Aufwand kannst du zudem aus alten Eierkartons, Sägespänen und Kerzenresten ökologische Grillanzünder selber machen.

Grillanzünder selbst gemacht - ökologisch aus recycelten Abfällen

Alternativen zum Wegwerf-Grill

Nach einem sommerlichen Wochenende findet man nicht selten in Parks und auf anderen öffentlichen Flächen abgebrannte, zurückgelassene Einweggrills. Meist bestehen sie aus einer dünnen Aluschale, in der die Kohle liegt, direkt darüber dient ein dünnes Gitter als Rost, das das Grillgut nur wenige Zentimeter von der Glut trennt. Das macht die billigen Wegwerfartikel nicht nur zu einem Müllproblem, durch den engen Kontakt zur Glut können auch giftige Stoffe in die Lebensmittel übergehen.

Abfallarmes und gesundes Grillvergnügen statt Fleisch- und Müllberge: Mit diesen Tipps wird der nächste Grillabend nicht nur lecker, sondern schont auch die Umwelt.

Tragbare Camping-Grills stellen eine Alternative ohne Müll dar, sie sind schon für kleines Geld zu haben. Auf Dauer sparst du damit nicht nur viel Abfall, sondern entlastest auch noch deinen Geldbeutel.

Tipp: Noch ressourcenschonender ist die Nutzung öffentlicher Grillplätze, bei denen die entsprechende Infrastruktur schon vorhanden ist. Vielleicht gibt es einen solchen Grillplatz auch in deiner Umgebung?

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Nachhaltige Alternativen zu Alu-Grillschalen

Verwendest du Einweg-Grillschalen, um die Entstehung giftiger Dämpfe durch das Herabtropfen säurehaltigen Marinaden oder des Fleischsaftes zu verhindern? Die preisgünstigen Einweg-Artikel sorgen zwar auch für einen schonenderen Garvorgang, hinterlassen dafür aber bei jedem Grillabend schlecht recycelbaren Abfall und können gesundheitsschädliches Aluminium an das Grillgut abgeben.

Wenn du regelmäßig grillst, ist die Anschaffung einer Mehrweg-Grillschale aus Edelstahl oder einer Grillpfanne aus Gusseisen eine sinnvolle Alternative. Sie geben im Gegensatz zu Produkten aus Alu keine bedenklichen Stoffe an das Essen ab und lassen sich viele Male verwenden, statt nach einmaliger Nutzung in der Tonne zu landen.

Abfallarmes und gesundes Grillvergnügen statt Fleisch- und Müllberge: Mit diesen Tipps wird der nächste Grillabend nicht nur lecker, sondern schont auch die Umwelt.

Fleischlose Grillalternativen

Immer nur Fleisch zu grillen, ist auf Dauer ziemlich langweilig und auch nicht besonders gesund. Wie wäre es deshalb, stattdessen einmal mit gegrilltem Gemüse, würzigem Halloumi-Käse oder einem farbenfrohen Spieß mit eingelegten Tofu-Würfeln? Dazu kannst du zum Beispiel statt Kartoffelsalat einen vitalstoffreichen Salat mit selbst gesammelten Wildkräutern servieren.

Abfallarmes und gesundes Grillvergnügen statt Fleisch- und Müllberge: Mit diesen Tipps wird der nächste Grillabend nicht nur lecker, sondern schont auch die Umwelt.

Tipp: Selbst als Backanfänger kannst du ein köstliches Brot für den Grillabend ebenfalls ganz leicht selber backen.

Mehrweg- statt Einweg-Geschirr

Einweggeschirr aus Plastik oder beschichteter Pappe ist nur kurz in Gebrauch und hinterlässt eine große Menge Abfall. Greife beim Grillfest zu Hause doch lieber zum bewährten Keramik-Geschirr. Wenn du unterwegs grillen möchtest, findet sich inzwischen eine wachsende Zahl ökologischer Alternativen zu Plastikgeschirr, zum Beispiel kompostierbare Teller aus Palmblättern oder Einwegbesteck aus FSC-zertifziertem Holz anstelle von Plastik.

Haut- und umweltfreundlichen Sonnen- und Mückenschutz

Um dich während des Grillens vor Mücken und anderen Insekten zu schützen, musst du nicht auf chemische Produkte aus dem Handel zurückgreifen. Stattdessen kannst du dir ein haut- und umweltfreundliches Mückenschutzmittel ganz leicht selbst herstellen! Auch das Anzünden einer selbst gemachten Citronella-Kerze hält die stechenden Summer in Schach. Findet das Grillfest zudem noch an einem sonnigen Tag statt, schützt dich die richtige Kleidung sowie eine selbst gemachte Sonnencreme vor Sonnenbrand.

Mit diesen Kerzen machen Mücken einen weiten Bogen um deine Grillparty. Einfach, preiswert und nachhaltig - als Behältnis eignet sich nahezu jedes leere Schraubglas!

Tipp: Wenn deine Haut bei der Grillparty doch einmal zu viel Sonne abbekommen hat, kannst du einen beruhigenden After-Sun-Balsam auf Basis natürlicher Aloe Vera selber machen oder sie mit pflegendem Kokosöl verwöhnen.

Selbstgemachte Limos statt Coca Cola und Co.

Für viele gehören Cola, Fanta und Co. zum Grillfest dazu. Wenn du deinen Gästen zur Abwechslung mal etwas ebenso Gesundes wie Leckeres servieren möchtest, dann probiere doch eines unserer fünf Rezepte für sommerliche Softdrinks!

Abfallarmes und gesundes Grillvergnügen statt Fleisch- und Müllberge: Mit diesen Tipps wird der nächste Grillabend nicht nur lecker, sondern schont auch die Umwelt.

Viele köstliche Rezepte zum Grillen ohne Fleisch findest du in unserem Buchtipp:

Hast du noch weitere Ideen, wie das sommerliche Grillvergnügen gesünder und mit weniger Abfall gestaltet werden kann? Hinterlasse uns und den anderen Lesern einen Kommentar!

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  1. Nach dem Tod meines Vaters mußte ich das Grillen übernehmen. Mit den selbstgemachten Grillanündern dauerte es angangs einige Stunden, bis die Grillkohle glühte. Zum Glück endeckte ich einen elektrischen Grillanzünder, also einfach in die Steckdose mit Verlängerungskabel und in die Grillkohle gegraben. Ist vielleicht nicht so romantisch wie selber Feuer zu machen, aber schnell und ohne bedenkliche Rußstoffe.
    Inzwischen habe ich auch die Kohle aus Olivenkernen, bei uns im Raiffeisenmarkt sehr günstig bekommen und bin begeistert. Das Werbeversprechen, welches besagt, daß sich die Kohle nicht durch heruntertropfendes Fett entzündet stimmt leider nicht aber auf jeden Fall ist diese Kohle sehr raucharm, geruchsneutral und belästigt nicht die Nachbarn.

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