Grillanzünder selbst gemacht – ökologisch aus recycelten Abfällen

Grillanzünder selbst gemacht - ökologisch aus recycelten Abfällen

Grillen ist für mich im Sommer ein Muss! Um die Glut in Gang zu bekommen, benutze ich meist diese kleinen weißen Grillanzünder. Doch was ist da eigentlich drin? Es handelt sich um kleine Chemie-Bombe aus diversen Erdöl-Nebenprodukten, z.B. Kerosin oder Petroleum. Umweltfreundlich ist das nicht gerade.

Anzünder selbst herzustellen ist sehr einfach. Hierfür werden lediglich häufig anfallende Abfallprodukte benötigt.

Alles was du brauchst ist wahrscheinlich schon im Haus:

  • leere Eierkartons
  • Sägespäne (oder ähnliche brennbare Abfälle)
  • Wachsreste von Kerzen

Und so gehst du vor:

  1. Fülle die Mulden des Eierkartons mit Sägespänen und drücke diese etwas fest. Alternativ kannst du auch andere brennbare Materialien verwenden, z.B. Holzwolle, Nuss-Schalen, sogar Haferflocken oder Cornflakes tun ihren Dienst.
  2. Schmelze die Reste alter Kerzen in einem kleinen Topf, bis das Wachs komplett flüssig ist. Teelichter einfach auf die noch warme Herdplatte stellen, um sie zu schmelzen.
  3. Gieße etwas Wachs in jede Mulde, so dass die Sägespäne sich voll saugen und fest zusammen kleben.
  4. Lasse das Ganze für ca. eine Stunde abkühlen.

Fertig sind die selbst gemachten Anzünder für Grill oder Kamin!

Grillanzünder selbst gemacht - ökologisch aus recycelten Abfällen

Bei Bedarf kannst du nun einfach ein Segment abreißen und hast einen ökologischen und kostenlosen Grillanzünder zur Hand. Durch die Kombination von Sägespänen und Wachs brennt der Anzünder lange und mit guter Flamme, so dass sich Grillkohle oder auch das Kaminholz bestens damit entzünden lassen.

Wenn du sicher sein möchtest, dass in deiner Grillkohle keine schädlichen Substanzen enthalten sind, dann sieh dir unseren Trick zum Grillen mit Holz an!

Es gibt viele einfache Rezepte, um Haushaltsprodukte wie Waschmittel oder Abflussreiniger selbst herzustellen.

Vielleicht interessieren dich auch diese Themen:

Welche nützlichen Dinge stellst du mittels Recycling her?

Gefällt dir dieser Beitrag?

Bisher 4.8 von 5 Punkten.
(590 Bewertungen)

15 Kommentare Kommentar verfassen

  1. In den Teelichter ist Paraffin (wird aus Erdöl oder Braunkohle hergestellt). Nicht gerade Gesundheitsfördernd!
    Will ich nicht auf meinem Grillgut.
    Sorry

    Antworten
  2. Johannes R

    Das ist eine tolle Sache – schaut doch mal bei Zirben-Zunder rein…diese riechen noch besonders gut, wenn sie im Wohnzimmer auf Ihre Verwendung im Kaminofen warten…

    Antworten
  3. Nico Müller

    Wie bereits in einem anderen Kommentar erwähnt wurde. Kiefernzapfen und ein Doppelblatt einer handelsüblichen Tageszeitung. Das ganze in ein Anzünderrohr, darüber die Holzkohle– klappte bereits als Feueranzünder in 2 Weltkriegen.

    Antworten
  4. Fand die Idee sehr gut Und auch ausprobiert. Die Sägespäne haben sich leider nicht mit Wachs voll gesaugt sondern das Wachs bildet oben drauf eine Schicht. Werde das nächste mal ins flüssige Wachs die Sägespäne einrühren und erst dann in den Eierkarton füllen.

    Antworten
  5. Bei der Bewertung bin ich leider etwas hingerissen. Grundsätzlich gefällt mir die Idee sehr gut, aber das in der Anleitung dafür Teelichter verbraucht werden, finde nicht nachahmungswürdig. Jeder hat Kerzenreste die man so gleich verwerten kann, aber Teelichter dazu extra verwenden ist völlig uneffektiv.

    Antworten
    • Hallo Ingeborg, da gebe ich dir natürlich Recht. Kerzen die noch in Ordnung sind, sollten eher weiter als Kerzen verwendet werden. Oftmals bricht jedoch der Docht, sodass sie nicht mehr zu gebrauchen sind. Damit man nicht ewig warten muss, bis man genug abgebrochene Teelichter zusammen hat, sollte man eher Kerzenwachsreste dafür nutzen. Vielen Dank für dein hilfreiches Feedback! Liebe Grüße!

    • Benjamin Götz

      Zumal Teelichter auch aus Erdöl, i.e. Paraffin etc. hergestellt werden und wir damit eigentlich bei dem sind was in der Einleitung vermieden werden wollte. Bienenwachs dagegen finde ich zu hochwertig um es nur zu verschüren. Ich finde den Klassiker aus gepressten Sägespänen immer noch am besten.

  6. Hans-Dieter Geißer

    Warum nicht beim nächsten Waldspaziergang Tannen- Fichten- oder Kieferzapfen sammeln. Wenn diese trocken gelagert werden reichen 4-5 Zapfen und eine zusammengeknüllte Zeitungsseite hervorragend als Grillkohleanzünder. Einfach mal ausprobieren. Kostet auch nichts ;-)

    Antworten
  7. Elke Fischer

    Eierkartons nimmt unser Bäcker an.

    Antworten
  8. Dietmar Schäfer

    Ich verzichte gänzlich auf Anzünder,wenn eine Steckdose in der Nähe ist. Habe einen Elektroanzünder, der zum einen sehr schnell und auch sehr umweltfreundlich ist. Trotzdem aber ein guter Tipp!

    Antworten
    • Maximilian Knap

      Hi Dietmar,
      bei diesen Elektro-Anzündern frage ich mich immer, warum man nicht gleich einen Elektro-Grill verwenden könnte ;-) Aber du hast recht, auch ein guter Tipp. Danke dafür!

  9. Beate Berger

    Mark Leder jetzt hab ich ihn gesehen:) Und die Sache mit den Kaffeepads ist echt erprobt sogar mit nassem Holz und bei Nieselregen, da wir mehrmals im Jahr uns ausschliesslich von Essen vom Feuer ernähren, wenn wir zelten sind

    Antworten
  10. Mark Leder

    Wow, super Vorschlag Beate! Müssen wir unbedingt probieren. Kaffeesatz ist schon was tolles! Hast du unseren Beitrag dazu schon entdeckt? http://www.smarticular.net/clevere-dinge-die-du-mit-kaffeesatz-machen-kannst/

    Antworten
  11. Beate Berger

    statt Sägemehl, welches man ja nicht unbedingt im Haus hat, geht ganz prima Kaffesatz. Und für die Kaffeepadsbenutzer, einfach die getrocknenten Pads in Wachs tauchen. Brennt hervorragend

    Antworten

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.