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Schöne, kräftige Zimmerpflanzen – ohne chemische Helfer
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Zimmerpflanzenpflege geht auch nachhaltig, günstig und ohne Chemie - diese Tipps sind einfach umzusetzen und machen dein Zuhause grüner und schöner.

Zimmerpflanzen verschönern jedes Heim und haben neben dem allgemeinen Wohlfühlaspekt auch einen praktischen Nutzen. Sie befeuchten und filtern die Luft, bereichern in Form frischer Kräuter von der Fensterbank die gesunde Küche und dienen wie im Fall der Aloe vera sogar als universelle, natürliche Hausapotheke!

Im Handel erhältliche Pflanzenpflege-Spezialprodukte erwecken allerdings den Eindruck, dass chemische Düngemittel und Co. für gesunde Zimmerpflanzen unabdingbar seien. Dabei genügen schon einfache Mittel und Handgriffe, damit die Pflanzen sich wohlfühlen und gedeihen. Mit den folgenden Tipps kannst du Zimmerpflanzen nachhaltig pflegen – was nicht nur die Umwelt schont, sondern dein Zuhause auch gesünder und grüner macht.

Zimmerpflanzen nachhaltig pflegen

Große und kleine Zimmerpflanzen freuen sich über eine aufmerksame Behandlung und danken es mit üppigem Wachstum. Es ist empfehlenswert, dabei nachhaltig und ökologisch vorzugehen – dazu genügen bereits einige einfach umzusetzende Punkte:

1. Blumentöpfe aus Ton verwenden: Es empfiehlt sich, Blumentöpfe aus schwer abbaubarem Plastik gegen die nachhaltigere Variante aus unglasiertem Ton auszutauschen. Das offenporige Material reguliert viel besser die Temperatur und Feuchtigkeit im Wurzelballen und verringert die Gefahr von Staunässe. Auch sehen Tontöpfe meist schöner aus, sodass man sich den Übertopf in vielen Fällen sparen kann.

Zimmerpflanzenpflege geht auch nachhaltig, günstig und ohne Chemie - diese Tipps sind einfach umzusetzen und machen dein Zuhause grüner und schöner.

2. Mit Regenwasser statt Leitungswasser gießen: Der hohe Kalkgehalt im Leitungswasser ist auf Dauer für die meisten Pflanzen problematisch, weicheres Regenwasser wird dagegen fast immer besser vertragen. Wenn du keine eigene Regentonne hast, stelle einen weiten Eimer auf den Balkon, um an Regentagen etwas von dem kostbaren Nass aufzufangen.

3. Wasser von oben: Statt regelmäßig den Staub mit einem Lappen von den Blättern zu wischen, kannst du deine Zimmerpflanzen bei Regen einfach ins Freie stellen. Das geht viel schneller und ist preiswerter. Die Naturdusche wirkt auf die meisten Blattpflanzen wie eine Frischzellenkur.

4. Ökologischen Dünger selbst herstellen: Im Handel gibt es viele synthetische Düngemittel mit Inhaltsstoffen, die letztendlich auch ins Grundwasser und somit in den Wasserkreislauf gelangen. Ökologischer und preiswerter ist dagegen die Düngung mit natürlichen Produkten, die sonst in den Abfall wandern würden. Auch die Erde aus einer selbst gebauten Wurmbox oder dem Bokashi-Eimer ist ein kostenloser, umweltfreundlicher Pflanzendünger. Vor allem für Kaffeetrinker interessant: Auf die Blumenerde gestreuter Kaffeesatz versorgt Pflanzen mit vielen Nährstoffen! Beim Entfernen der verwelkten Blätter, Blüten und Stiele ist es ratsam, die abgestorbenen Pflanzenteile gleich für den Kompost zu verwenden. Auf diese Weise gehen sie in den natürlichen Kreislauf und werden zu nährstoffreicher Erde, die du später verwenden kannst.

Zimmerpflanzenpflege geht auch nachhaltig, günstig und ohne Chemie - diese Tipps sind einfach umzusetzen und machen dein Zuhause grüner und schöner.

5. Biologische Alternative gegen Schädlinge: Sind die Pflanzen krank, kannst du statt der im Handel erhältlichen chemischen Helfer ein wirksames Bio-Spritzmittel gegen Schädlinge und Krankheiten einfach selbst herstellen oder andere natürliche Mittel gegen Blattläuse, Schildläuse, Schmierläuse, Wollläuse und Blutläuse anwenden.

6. Pflanzen selbst vermehren statt neu zu kaufen: Viele Pflanzen lassen sich durch Ableger, Teilen oder Aussäen einfach zu Hause aufziehen. Eine schöne Möglichkeit ist es, mit Familie und Freunden die Lieblingspflanzen zu verdoppeln, damit sich auch andere daran erfreuen können. Wie wäre es mit einem selbst gezogenen Avocadobäumchen, einer eigenen Kaffeepflanze oder immer frischem Basilikum auf der Fensterbank?

Tipp: Wer keinen grünen Daumen oder eine eher dunkle Wohnung hat, braucht dennoch nicht auf grüne Mitbewohner zu verzichten. Je nach individuellen Gegebenheiten gibt es eine Vielzahl robuster und pflegeleichter Zimmerpflanzen, die gern bei dir einziehen und sich über nachhaltige Pflege freuen würden.

Zimmerpflanzenpflege geht auch nachhaltig, günstig und ohne Chemie - diese Tipps sind einfach umzusetzen und machen dein Zuhause grüner und schöner.

Welche Pflanze gedeiht prächtig in den heimischen vier Wänden, welche will einfach nicht so recht wachsen? Hast du weitere nachhaltige Pflegetipps? Wir freuen uns über deinen Kommentar!

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