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Statt Weihnachtsgans und Schmorbraten: 5 pflanzliche Rezepte fürs Fest
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Ohne Braten ist es kein richtiges Weihnachtsfest? Stimmt nicht - hier findest du Ideen für ein fleischloses Weihnachten!

Spätestens zum Festessen wird der Vorsatz, weniger Fleisch zu essen, gern einmal über Bord geworfen. Denn wie soll das gehen, Weihnachtsgans ohne Tier? So ganz Eins zu Eins lässt sich dieses klassische Weihnachtsessen natürlich nicht in ein veganes Gericht umwandeln – muss es aber auch nicht. Passende Alternativen gibt es genügend: Von Seitan- oder Sojabraten über mit Gemüse gefüllte Pasteten bis hin zu einem leckeren Pilzstrudel ist so einiges möglich in der fleischlosen Festtagsküche. Lass dich inspirieren von diesen fünf Rezepten, die (zum größten Teil) mit regionalen, saisonalen und rein pflanzlichen Zutaten auskommen!

Beim Ausprobieren der Rezepte war ich selbst erstaunt, wie preiswert fleischlose Festtagsgerichte im Vergleich zu ganzen Gänsen oder Rinderfilets sein können. Brauchst du noch eine Beilage zu deinem veganen Festtagsbraten? Dann schau gleich hier nach.

1. Pilzstrudel

Eines meiner Lieblingsgerichte ist ein schneller Strudel mit einer würzigen Pilzfüllung. Er lässt sich dann auch hervorragend in der Tischmitte platzieren und gemeinschaftlich anschneiden. Wer will die Keule … ähh … das Randstück?

Für den Strudelteig brauchst du:

Für die Pilzfüllung brauchst du:

Ohne Braten ist es kein richtiges Weihnachtsfest? Stimmt nicht - hier findest du Ideen für ein fleischloses Weihnachten!

Und so bereitest du den Pilzstrudel zu:

  1. Mehl und eine Prise Salz in eine Schüssel geben und eine Mulde formen.
  2. Vorsichtig Öl, Essig und nach und nach das lauwarme Wasser dazugeben. Mit den Händen einen glatten, elastischen Teig formen und etwa 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
  3. Mandelmus und Wasser in einen Topf geben und verrühren. Bei schwacher Hitze einige Minuten köcheln lassen, bis die Mandelsoße eindickt. Mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer abschmecken und beiseitestellen.
  4. Pilze putzen und in Scheiben schneiden. Zwiebeln und Paprika in kleine Würfel schneiden. Walnüsse grob hacken. Alles mit etwas Öl in einer Pfanne anbraten, bis die Zwiebeln glasig sind. Kräuter dazugeben.
  5. Ein Küchentuch mit etwas Mehl bestäuben und darauf den Teig rechteckig ausrollen. Mit den Handrücken zu einem noch größeren Rechteck ausziehen. Die Pilzmischung und die Mandelsoße darauf verteilen. Dabei an allen Seiten einen etwa zwei Zentimeter breiten Rand frei lassen.
  6. Erst an den kurzen Seiten einen drei bis vier Zentimeter breiten Rand einschlagen und dann den Strudel mithilfe des Tuchs von der langen Seite her aufrollen.
  7. Auf ein gefettetes Backblech geben, mit der Pflanzenmilch bestreichen und im vorgeheizten Backofen bei 200 °C für 30 bis 40 Minuten backen. Fertig!

Tipp: Wenn die Pilze beim Anbraten viel Wasser lassen, gieße es ab und verwende es noch weiter für die Zubereitung einer veganen Bratensoße.

2. Seitan-Rouladen mit Maronen-Salbei-Füllung

Dass selbst gemachte Rouladen auch hervorragend ganz ohne Fleisch auskommen, zeigt dieses Rezept für Rouladen aus Seitan, mit einer cremigen, leicht süß-sauren Füllung aus Esskastanien und sauren Gurken.

Für etwa acht kleine Rouladen brauchst du:

Und für die Füllung:

Ohne Braten ist es kein richtiges Weihnachtsfest? Stimmt nicht - hier findest du Ideen für ein fleischloses Weihnachten!

Bereite die Rouladen wie folgt zu:

  1. Glutenmehl, Gewürzpulver und Salz mischen. Wasser dazugeben, kneten und den fertigen Seitanteig zehn Minuten ruhen lassen.
  2. Den Teig in acht gleichgroße Teile teilen und jeweils zu einem steakgroßen Fladen ausrollen, entweder zwischen zwei Lagen Backpapier oder mit einem Antihaft-Teigroller aus Edelstahl.
  3. Einen Topf mit Wasser und der Sojasauce zum Kochen bringen und die Teigfladen hineingeben. Fünf Minuten kochen lassen.
  4. Auf einem Geschirrtuch abtropfen und abkühlen lassen.
  5. In der Zwischenzeit kannst du die Füllung zubereiten. Dafür die vorgegarten Maronen und alle Gewürze und Kräuter in einem Mixer zu einer glatten Masse verarbeiten. Bei Bedarf etwas Wasser hinzugeben.
  6. Zwiebel und Gurken in längliche Streifen schneiden. Je einen Teelöffel der Maronenmasse auf die ausgekühlten Rouladen streichen, mit einem Streifen Gurke und etwas Zwiebel belegen und einrollen. Mit Küchengarn oder Rouladennadeln verschließen.

Ohne Braten ist es kein richtiges Weihnachtsfest? Stimmt nicht - hier findest du Ideen für ein fleischloses Weihnachten!

3. Sellerieschnitzel

Eine knusprige Panade und darunter ein zarter Bissen, das ist der Traum eines jeden Fleischessers! Doch mindestens genauso köstlich geht das Panieren auch mit großen, etwa 0,5 Zentimeter dicken Gemüsescheiben. Sellerieschnitzel sind meine liebste Variante, aber auch Süßkartoffel- oder Auberginenscheiben lassen sich hervorragend panieren. Knollensellerie und Süßkartoffeln dafür am besten etwa fünf Minuten im kochenden Wasser vorgaren.

Ohne Braten ist es kein richtiges Weihnachtsfest? Stimmt nicht - hier findest du Ideen für ein fleischloses Weihnachten!

So gelingt dir die perfekte vegane Panade:

  1. Etwa 100 Milliliter Pflanzenmilch, einen Esslöffel Mehl und einen Esslöffel Sojamehl auf einem flachen Teller zu einem flüssigen Teig verrühren. Nach Belieben Kräuter oder Zitronenschale dazugeben.
  2. Auf einen weiteren flachen Teller Semmelbrösel geben.
  3. Die Gemüsescheiben erst mit Gewürzen einreiben (zum Beispiel Salz, Pfeffer und Paprikapulver), dann in Mehl wenden und abklopfen, danach durch den Sojamehlteig ziehen und zum Schluss noch von allen Seiten mit Semmelbröseln bedecken, ohne die Panade anzudrücken.
  4. In heißem Bratöl von beiden Seiten knusprig braun braten. Auf einem Geschirrtuch abtropfen lassen. Alternativ lassen sich die Gemüseschnitzel auch bei 180 °C im Backofen in etwa 20 Minuten zubereiten.

Tipp: Für eine noch krossere Panade kannst du im Mixer zermahlene Haferflocken anstatt Paniermehl nehmen. Das gibt die gewisse Kernigkeit.

4. Veggie-Buletten

Frikadellen lassen sich auf verschiedene Arten rein vegan zubereiten und vervollständigen so jeden alternativen Festtagstisch. Probiere die Zubereitung mit Haferflocken, mit Kidneybohnen oder auch mit Tofu einfach aus!

Weils nicht immer Fleisch sein muss: 3 Rezepte für vegetarische und vegane Frikadellen, die mindestens genauso lecker sind wie das Original!

5. Würziger Seitanbraten

Eine inzwischen sehr bekannte und vielseitige Fleischalternative ist Seitan. Dabei handelt es sich um gekochten, gedämpften oder gebratenen Würzteig aus reinem Gluten, den du auch ganz leicht selber machen kannst – entweder durch Auswaschen von Weizenmehl oder aus Glutenmehl, das als Seitan-Fix im Bioladen oder online erhältlich ist.

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Für die Herstellung eines “falschen Hackbratens” aus Seitan gehst du wie folgt vor:

  1. 250 Gramm Seitanmehl mit reichlich trockenen Gewürzen (besonders lecker: Umami-Würze) und einer kleingeschnittenen Knoblauchzehe mischen.
  2. 200 Milliliter Gemüsebrühe mit 50 Milliliter Sojasauce mischen und langsam zum Seitanmehl geben. Mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten.
  3. Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C 40-50 Minuten lang backen. Dabei in regelmäßigen Abständen reichlich mit Öl bestreichen, damit die Kruste nicht zu hart wird.

Geeignete Beilagen

Die Beilagen zu deinem Festessen können so vielseitig sein wie die Bratenalternativen selbst. Aus Semmelbröseln lassen sich zarte Semmelknödel selbst herstellen, und auch der klassische Rotkohl lässt sich auch einmal anders servieren – zum Beispiel als Salat in fermentierter Form.

Mein liebstes Saisongemüse ist aber immer noch der Rosenkohl, der zusammen mit Kürbis ein köstliches Pfannengericht abgibt.
Herzhafter Getreideauflauf aus dem Glas sorgt bestimmt auch für das eine oder andere Ahhh und Ohhh am Festtagstisch.

Du kannst gar nicht genug bekommen von den vielen pflanzlichen Alternativen fürs Weihnachtsessen? Vielleicht interessieren dich dann noch diese Buchtipps:

Welches ist deine liebste Bratenalternative? Schreib uns von deinem Festtagsessen unten in den Kommentaren!

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