Frisch aufs Brot: 3 regionale Frühlingsaufstriche zum Selbermachen

Endlich Frühling! Mit diesen leckeren Gemüse-Aufstrichen holst du dir die ersten Sonnenstrahlen auf die Schnitte.
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Keine Frage – Wintergemüse wie Möhre, Kürbis und Kohl schmeckt großartig. Doch nach einer gefühlten Ewigkeit an Einseitigkeit in der Gemüseküche freut man sich jedes Jahr auf die ersten frischen Kräuter und knackigen Frühlingsgemüse-Sorten. Sie machen eine gute Figur in Salaten als auch in veganen Brotaufstrichen.

Selbst gemachte Aufstriche sind nicht nur gesünder, sondern auch vielfältiger. Nach Möglichkeit kannst du dabei sogar dein eigenes Gemüse vom Balkon und aus dem Garten verarbeiten. Saaten und Nüsse bringen in diesen Rezepten den Extra-Kick an hochwertigen pflanzlichen Proteinen und Fetten.

Exotischer Spinat-Erdnuss-Aufstrich

Dieser ungewöhnliche Aufstrich wird mit frischem Spinat zubereitet, darum hält er sich nur etwa zwei bis drei Tage. Meistens ist er aber schon vorher alle!

Für zwei kleine Gläschen benötigst du folgende Zutaten:

  • 1 TL Rapsöl
  • 1 Prise Zucker
  • 1 TL Limettensaft
  • Salz, Pfeffer, Chili

So funktioniert es:

  1. Getrocknete Tomaten fein würfeln.
  2. Zwiebeln in etwas Öl leicht anbraten.
  3. Spinat, Erdnusscreme, Zwiebeln, Zucker, Zitronensaft und Gewürze mit einem Pürierstab mixen.
  4. Getrocknete Tomatenwürfel unterrühren.
  5. Die Masse in kleine saubere Gläschen füllen, verschließen und kühl stellen.

Falls eine längere Haltbarkeit erwünscht ist, kannst du die befüllten Gläschen im Anschluss noch einkochen. Alternativ ist es auch möglich, alle Zutaten gemeinsam mit den Zwiebeln in der Pfanne anzudünsten, anschließend zu pürieren und noch heiß in saubere Gläser zu füllen.

Dieser Aufstrich lässt sich übrigens prima direkt im Schraubglas einfrieren!

Endlich Frühling! Mit diesen leckeren Gemüse-Aufstrichen holst du dir die ersten Sonnenstrahlen auf die Schnitte.

Scharf-pikant: sonniger Dill-Senf-Streich

Dieser Aufstrich bringt das unvergleichliche Dill-Aroma aufs Brot.

Zutaten für zwei Gläschen:

  • 150 g Sonnenblumenkerne
  • 1 TL Senfsamen (alternativ: 4 TL Senf)
  • 1 Bund Dill (ca. 30 Gramm)
  • 80 g Rapsöl

  • 80 g Wasser
  • 1-2 TL Zitronensaft
  • ½ TL Zucker
  • Salz, Pfeffer

Und so einfach geht’s:

  1. Alle Zutaten in einen hohen Behälter geben und mit einem Pürierstab fein pürieren. Bei Bedarf noch etwas Flüssigkeit zugeben, bis die gewünschte streichfähige Konsistenz entsteht.
  2. Am Ende nochmals mit Salz, Pfeffer und Zitrone abschmecken.
  3. In saubere Gläser füllen und kühl aufbewahren.

Anstelle von Sonnenblumenkernen eignen sich auch Cashews – oder ein Mix aus beidem!

Endlich Frühling! Mit diesen leckeren Gemüse-Aufstrichen holst du dir die ersten Sonnenstrahlen auf die Schnitte.

Radieschen-Cashew-Creme

Radieschen lassen sich bereits im März aussähen und nach wenigen Wochen ernten. Daher bekommst du sie regional vielerorts bereits zu Beginn des Frühlings. In Scheiben geschnitten und mit etwas Salz und Pfeffer bestreut, sind sie schon ein wahrer Genuss auf jedem Vollkornbrot! Wenn du es lieber etwas cremiger magst, dann versuche es einmal mit diesem leckeren Brotaufstrich.

Für zwei Gläschen benötigst du folgendes:

  • 1 Bund Radieschen (ca. 15 Stück)
  • 150 g Cashewkerne
  • 50 ml Rapsöl
  • 1 EL gehackter Schnittlauch und/oder Petersilie
  • Salz, Pfeffer

So wird’s gemacht:

  1. Nüsse eine halbe Stunde lang in Wasser einweichen. Das Wasser abgießen. (Falls du einen sehr guten Pürierstab hast, kannst du dir das Einweichen sparen.)
  2. Radieschen und die Kräuter grob schneiden.
  3. Alle Zutaten fein pürieren, nochmals abschmecken und den fertigen Aufstrich in Gläschen füllen.

Radieschen lassen sich auch hervorragend auf dem Balkon anbauen. Die Radieschenblätter kannst du unter anderem zu einem leckeren Pesto verarbeiten.

Endlich Frühling! Mit diesen leckeren Gemüse-Aufstrichen holst du dir die ersten Sonnenstrahlen auf die Schnitte.

Mit wenig Aufwand lässt sich eine Vielzahl fleisch- und käsefreier Aufstriche selbst herstellen. Durch die Verwendung frischer Zutaten sind die Kreationen zwar nicht allzu lange haltbar, dafür aber umso gesünder. Und wenn’s gut schmeckt, dann ist es ja sowieso in Nullkommanix weg!

Tipp: Wenn du im Frühjahr Bärlauch findest, kannst du mit dem gesunden Kraut ebenfalls deine Brotaufstriche verfeinern oder Bärlauch-Hummus damit zubereiten.

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Anstatt als Brotaufstrich kannst du diese Rezepte auch wunderbar als Dips zu Gemüse und Ofenkartoffeln anbieten. Vielleicht bei deiner ersten Grillparty in diesem Jahr?

Endlich Frühling! Mit diesen leckeren Gemüse-Aufstrichen holst du dir die ersten Sonnenstrahlen auf die Schnitte.

Welche Aufstriche aus frischen Kräutern und Gemüse kannst du empfehlen? Wir freuen uns über weitere Rezept-Inspirationen in den Kommentaren!

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4 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Annemarie

    Gesund die Aufstriche bestimmt. Meinen Geschmack trifft jedoch nur die Radieschen-Cashew-Creme. Nichts für ungut.

    Antworten
  2. Danke liebe Silvia.
    Das Phytinsäure in geringer Dosis eine antioxidative und antikanzerogene Wirkung hat wußte ich noch gar nicht.
    Herzliche Grüße, Anke

    Antworten
  3. Danke für eure tolle Seite smarticular.net und diesen schönen Artikel.
    Ich finde aber, dass “Falls du einen sehr guten Pürierstab hast, kannst du dir das Einweichen sparen.” im Aertikel ” Radieschen-Cashew-Creme” etwas einseitig ist, wenn ich bedenke, dass das Einweichen von Nüssen und Kernen in erster Linie nicht dem Schutz der Gerätschaften dient, sondern dem Schutz der Gesundheit; indem durch das Einweichen die Phytinsäure neutralisiert wird.
    (Phytinsäure hemmt die Aufnahme von Vitaminen und Proteinen und verhindert die Aufnahme von Mineralstoffen aus den Nüssen – Samen brauchen diese Phytinsäure, da sie sonst nicht das für ihr Wachstum benötigte Phosphat speichern könnten. Ohne Phosphat könnte dann der Keimling nicht sprießen und zu einer Pflanze heranwachsen. Im menschlichen Organismus bindet Phytinsäure aber die lebenswichtigen Mineralien wie Magnesium, Calcium, Eisen und Zink unlöslich. Das bedeutet, dass die Mineralien nicht mehr vom Körper aufgenommen und verwertet werden können sondern ausgeschieden werden. Mittel- und langfristig bedeutet das ein Mineralienmangel für den Körper. Zudem blockiert die Phytinsäure die Verdauungsenzyme, die wir zur Verdauung von Eiweiß benötigen.
    Wobei gesagt sei , dass das Einweichen von Nüssen, Samen und Getreide dann Sinn macht, wenn man diese Lebensmittel öfter isst. Was natürlich bei den leckreren Cashewkernen schnell passieren kann ;-)
    Herzliche Grüße, Anke

    Antworten
    • Hallo Anke, danke für deinen Kommenar. Zum Thema Nüsse einweichen und Antinährstoffe haben wir einen eigenen Beitrag https://www.smarticular.net/einweichen-keimdauer-nuesse-saaten-huelsenfruechte-phytinsaeure-lektine/. Die in diesem Rezept genannte halbe Stunde dient tatsächlich nur dazu, die Kerne etwas aufzuweichen, damit sie besser püriert werden können. Wie du auch schreibst, ist das Einweichen vor allem dann sinnvoll, wenn man die genannten Lebensmittel regelmäßig bzw. in größeren Mengen verzehrt – beispielsweise im Rahmen einer veganen Ernährung. Kleine Mengen wie in dem Aufstrich sind hingegen harmlos bis förderlich, denn in geringer Dosis wird Phytinsäure sogar eine antioxidative und antikanzerogene Wirkung und den Lektinen eine antibiotische Wirkung nachgesagt. Liebe Grüße Sylvia

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