Frisch aufs Brot: 3 regionale Frühlingsaufstriche zum Selbermachen
Keine Frage – Wintergemüse wie Möhre, Kürbis und Kohl schmeckt großartig. Doch nach einer gefühlten Ewigkeit an Einseitigkeit in der Gemüseküche freut man sich jedes Jahr auf die ersten frischen Kräuter und knackigen Frühlingsgemüse-Sorten. Sie machen eine gute Figur in Salaten als auch in veganen Brotaufstrichen.
Selbst gemachte Aufstriche sind nicht nur gesünder, sondern auch vielfältiger. Nach Möglichkeit kannst du dabei sogar dein eigenes Gemüse vom Balkon und aus dem Garten verarbeiten. Saaten und Nüsse bringen in diesen Rezepten den Extra-Kick an hochwertigen pflanzlichen Proteinen und Fetten.
Exotischer Spinat-Erdnuss-Aufstrich
Dieser ungewöhnliche Aufstrich wird mit frischem Spinat zubereitet, darum hält er sich nur etwa zwei bis drei Tage. Meistens ist er aber schon vorher alle!
Für zwei kleine Gläschen benötigst du folgende Zutaten:
- 150 g frischen Blattspinat
- 75 g Erdnusscreme (oder alternativ selbst gemachte Erdnussbutter)
- 1 kleine Zwiebel
- 6 getrocknete Tomatenhälften (zum Beispiel selbst getrocknet)
So funktioniert es:
- Getrocknete Tomaten fein würfeln.
- Zwiebeln in etwas Öl leicht anbraten.
- Spinat, Erdnusscreme, Zwiebeln, Zucker, Zitronensaft und Gewürze mit einem Pürierstab mixen.
- Getrocknete Tomatenwürfel unterrühren.
- Die Masse in kleine saubere Gläschen füllen, verschließen und kühl stellen.
Falls eine längere Haltbarkeit erwünscht ist, kannst du die befüllten Gläschen im Anschluss noch einkochen. Alternativ ist es auch möglich, alle Zutaten gemeinsam mit den Zwiebeln in der Pfanne anzudünsten, anschließend zu pürieren und noch heiß in saubere Gläser zu füllen.
Dieser Aufstrich lässt sich übrigens prima direkt im Schraubglas einfrieren!

Scharf-pikant: sonniger Dill-Senf-Streich
Zu einem frisch gebackenen Brot oder als Dip zu Gemüsesticks passt ein würziger Senfaufstrich mit Dill ganz hervorragend. Auf der Basis von regionalen Sonnenblumenkernen und frischen Kräutern entsteht im Handumdrehen ein cremiger, rein pflanzlicher Genuss für die gesunde Brotzeit.

Radieschen-Cashew-Creme
Radieschen lassen sich bereits im März aussähen und nach wenigen Wochen ernten. Daher bekommst du sie regional vielerorts bereits zu Beginn des Frühlings. In Scheiben geschnitten und mit etwas Salz und Pfeffer bestreut, sind sie schon ein wahrer Genuss auf jedem Vollkornbrot! Wenn du es lieber etwas cremiger magst, dann versuche es einmal mit diesem leckeren Radieschen-Aufstrich.

Tipp: Radieschen lassen sich auch hervorragend auf dem Balkon anbauen. Die Radieschenblätter kannst du unter anderem zu einem leckeren Pesto verarbeiten.
Mit wenig Aufwand kannst du eine Vielzahl fleisch- und käsefreier Aufstriche selbst herstellen. Durch die Verwendung frischer Zutaten sind die Kreationen zwar nicht allzu lange haltbar, dafür aber umso gesünder. Und wenn’s gut schmeckt, dann ist es ja sowieso in Nullkommanix weg!
Tipp: In der Bärlauchsaison kannst du mit dem gesunden Kraut deine Brotaufstriche verfeinern oder Bärlauch-Hummus damit zubereiten.
Wenn du dein Essen lieber selbst zubereitest, als Fertigprodukte zu nutzen, findest du in unserem Buch jede Menge leckere Alternativen:
Anstatt als Brotaufstrich kannst du diese Rezepte auch wunderbar als Dips zu Gemüse und Ofenkartoffeln anbieten. Vielleicht bei deiner ersten Grillparty in diesem Jahr?
Welche Aufstriche aus frischen Kräutern und Gemüse kannst du empfehlen? Wir freuen uns über weitere Rezept-Inspirationen in den Kommentaren!
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Gesund die Aufstriche bestimmt. Meinen Geschmack trifft jedoch nur die Radieschen-Cashew-Creme. Nichts für ungut.
Danke liebe Silvia.
Das Phytinsäure in geringer Dosis eine antioxidative und antikanzerogene Wirkung hat wußte ich noch gar nicht.
Herzliche Grüße, Anke
Danke für eure tolle Seite smarticular.net und diesen schönen Artikel.
Ich finde aber, dass “Falls du einen sehr guten Pürierstab hast, kannst du dir das Einweichen sparen.” im Aertikel ” Radieschen-Cashew-Creme” etwas einseitig ist, wenn ich bedenke, dass das Einweichen von Nüssen und Kernen in erster Linie nicht dem Schutz der Gerätschaften dient, sondern dem Schutz der Gesundheit; indem durch das Einweichen die Phytinsäure neutralisiert wird.
(Phytinsäure hemmt die Aufnahme von Vitaminen und Proteinen und verhindert die Aufnahme von Mineralstoffen aus den Nüssen – Samen brauchen diese Phytinsäure, da sie sonst nicht das für ihr Wachstum benötigte Phosphat speichern könnten. Ohne Phosphat könnte dann der Keimling nicht sprießen und zu einer Pflanze heranwachsen. Im menschlichen Organismus bindet Phytinsäure aber die lebenswichtigen Mineralien wie Magnesium, Calcium, Eisen und Zink unlöslich. Das bedeutet, dass die Mineralien nicht mehr vom Körper aufgenommen und verwertet werden können sondern ausgeschieden werden. Mittel- und langfristig bedeutet das ein Mineralienmangel für den Körper. Zudem blockiert die Phytinsäure die Verdauungsenzyme, die wir zur Verdauung von Eiweiß benötigen.
Wobei gesagt sei , dass das Einweichen von Nüssen, Samen und Getreide dann Sinn macht, wenn man diese Lebensmittel öfter isst. Was natürlich bei den leckreren Cashewkernen schnell passieren kann ;-)
Herzliche Grüße, Anke
Hallo Anke, danke für deinen Kommenar. Zum Thema Nüsse einweichen und Antinährstoffe haben wir einen eigenen Beitrag https://www.smarticular.net/einweichen-keimdauer-nuesse-saaten-huelsenfruechte-phytinsaeure-lektine/. Die in diesem Rezept genannte halbe Stunde dient tatsächlich nur dazu, die Kerne etwas aufzuweichen, damit sie besser püriert werden können. Wie du auch schreibst, ist das Einweichen vor allem dann sinnvoll, wenn man die genannten Lebensmittel regelmäßig bzw. in größeren Mengen verzehrt – beispielsweise im Rahmen einer veganen Ernährung. Kleine Mengen wie in dem Aufstrich sind hingegen harmlos bis förderlich, denn in geringer Dosis wird Phytinsäure sogar eine antioxidative und antikanzerogene Wirkung und den Lektinen eine antibiotische Wirkung nachgesagt. Liebe Grüße Sylvia