Tomatensaft selber machen – auch für den Vorrat
Was tun mit all den Tomaten, wenn sie im Sommer alle zugleich reif werden? Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Tomatenernte haltbar zu machen, die simpelste ist ein selbst gemachter Tomatensaft!
Beim selbst gemachten Saft weißt du genau, was drin ist, kannst ihn nach Lust und Laune würzen und deinem persönlichen Geschmack entsprechend verfeinern. Der gesunde Trunk lässt sich wunderbar auf Vorrat herstellen, sodass du mit ein bis zwei “Saft-Aktionen” das ganze Jahr über Tomatensaft genießen kannst.
Grundrezept für Tomatensaft
Schwierigkeit: Einfach4
Portionen43
kcal45
MinutenDie Zutaten des Rezepts reichen für etwa einen Liter Tomatensaft. Durch das Erhitzen erhöht sich die Bioverfügbarkeit des antioxidativ wirkenden Pflanzenstoffs Lycopin, wodurch es vom Körper besser aufgenommen werden kann.
Zutaten
etwa 1,5 kg Tomaten
ein Sieb oder ein Passiergerät
saubere Glasflaschen
Zubereitung
- Tomaten waschen und in grobe Würfel schneiden, dabei den Strunk entfernen.
- Tomatenwürfel in einen Topf geben, aufkochen lassen und bei niedriger Temperatur für 10-15 Minuten köcheln lassen.
- Mit einem Stampfer oder einer Gabel die Tomatenstücke zerdrücken, um so viel Saft wie möglich herauszuholen.
- Die Masse durch ein feines Metallsieb streichen oder in ein Passiergerät geben. Wenn du Saft mit Fruchtfleisch bevorzugst, reicht es aus, die Masse mit einem Pürierstab fein zu pürieren.
- Den Saft mit etwas Salz, Pfeffer und ggf. anderen Gewürzen abschmecken.
- Um den Tomatensaft länger haltbar zu machen, anschließend nochmal kurz aufkochen.
- Heiß in saubere Flaschen füllen und fest verschließen.
Heiß abgefüllt und gut verschlossen, ist der Saft bereits für mehrere Monate haltbar. Wichtig ist, dass die Flaschen wirklich sauber und keimfrei sind. Eine dunkle Lagerung schont die Nährstoffe. Wenn der Vorrat länger als nur für einige Monate haltbar sein soll, empfiehlt es sich, den Tomatensaft nach dem Abfüllen noch einmal bei 80-90 °C für ca. 40 Minuten einzukochen.

Tipp: In diesem Beitrag findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und viele Antworten auf typische Fragen beim Einkochen.
Wenn der Saft innerhalb der nächsten Tage verbraucht werden soll, kannst du auf das erneute Aufkochen nach dem Sieben verzichten. Wer einen Tomatensaft in Rohkost-Qualität erhalten möchte, spart sich das Kochen komplett. In diesem Fall einfach die rohen Tomaten mit einem Pürierstab fein zerkleinern, bei Bedarf sieben, würzen und den Rohkostsaft wie einen Smoothie frisch genießen. Die rohe Verarbeitung hat den Vorteil, dass alle Vitamine erhalten bleiben. Der Saft sollte kühl gelagert und innerhalb von einem bis drei Tagen getrunken werden.
Würzige Ideen zur Verfeinerung
Ein wenig Salz und Pfeffer reicht in der Regel schon für ein schmackhaftes Tomatensaft-Erlebnis. Wer jedoch die Abwechslung liebt, versucht es beispielsweise zusätzlich mit folgenden Würz-Ideen:
- Frische oder getrocknete Kräuter, z.B. Basilikum, Thymian oder Petersilie
- Kreuzkümmel
- Chili (wenn du es scharf liebst)
- Sellerie für noch mehr Würze! Einfach eine Stange oder ein Stück Knollensellerie würfeln, pürieren und gemeinsam mit den Tomaten aufkochen.
- Einen Schuss Balsamico-Essig

Der Geschmack des Saftes ist abhängig von Sorte und Reife der Früchte. Auch hier kannst du selbstverständlich experimentieren. Je saftiger und geschmacksintensiver die Tomaten sind, desto aromatischer wird der Saft. Der selbst gemachte Tomatensaft eignet sich auch wunderbar als Grundlage für Suppen, Soßen und für eine würzige Tomaten-Passata gegen Erkältungen. Viel Spaß beim Ausprobieren!
In unserem Büchern findest du viele weitere Tipps und Rezepte:
Wie genießt du Tomatensaft am liebsten? Oder gehörst du zu denen, die ihn nicht ausstehen können? Wir freuen uns über deine Ergänzungen in den Kommentaren!
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Gerade jetzt, wo die eigenen Tomaten längst aufgebraucht sind, ist es toll, auf den selbstgemachten Saft vom Sommer zurückgreifen zu können. Ich friere immer noch etwas kleingeschnittenen Sellerie ein und gebe den dann direkt beim Aufkochen mit dazu, das gibt einen wunderbaren Geschmack!
Das kommt mir bekannt vor! :)
Hab im Spätsommer auch etliche Flaschen in den Keller gerettet und bin jetzt froh drum. Gerade wenns draußen so ungemütlich wirt, ist das eine gute Basis für ne schnelle Suppe. Bei mir kam auch immer etwas Sellerie mit rein, kann ich nur empfehlen.
Habt ihr Erfahrungen mit Saft aus rohen Tomaten. Ob ich den Saft auch einfach einkochen kann, ohne ihn vorher zu kochen ??? Schöne Grüße Betty
Hallo Betty, damit haben wir leider kleine Erfahrung. Gibt es einen bestimmten Grund, warum du von der Methode abweichen möchtest? Liebe Grüße Sylvia
Zu Paradeisern, egal in welcher Form, als Saft oder Sauce, gehört immer ein Schuß Zucker! Genauso wie zu Karotten!
Finde ich nicht
Hallo danke für die Hinweise. Wie lange empfehlt Ihr das Einkochen des Tomaten-Saftes im Backofen? Ich verwende immer die Saftpresse Jupiter juicepresso, da bleibt viel Fruchtfleisch beim schonenenden Pressen.
Circa 40 Minuten bei 80-90 Grad, wie oben beschrieben.
Liebe Grüße
Habe gerade als Mann und Rentner (70) obiges Rezept probiert und ich muss einfach sagen SUPER. Bisschen viel Geschirr, aber hat Riesenspaß gemacht.
Das ist doch die Hauptsache :-) Liebe Grüße Sylvia
Vor einer Stunde habe ich meine gepflückten Tomaten schon in meiner Haushaltsmaschine (Vorwerk) zu Saft umgewandelt. Das geht ganz fix, indem ich sie püriert habe. Anschließend wird der Saft gewürzt und in die Gläser gegossen. Im Moment stehen die Gläser im Einwecktopf und werden haltbar gemacht. Der Tomatensaft wird als Tomatensoße oder auch als Getränk verwendet. Egal für welchen Zweck, der Tomatensaft schmeckt immer zu jeder Jahreszeit.
Liebe Grüße von Bärbel K a m i n s k i
Hallo Bärbel Kaminski,
wer ein solches Gerät hat, spart natürlich Zeit. Vielen Dank für den Tipp!
Liebe Grüße, Annette
Hallo, wie lange läßt DU die Gläser oder FLaschen im Einwecktopf? 100° ist klar, aber wie lange?