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Salzgurken und Essiggurken einlegen – so einfach geht’s
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Statt eingelegte Gurken im Supermarkt zu kaufen, kannst du Essig- und Salzgurken mit diesen beiden Rezepten ganz einfach selber machen.

Gurken, insbesondere Einlegegurken, gehören zu den am leichtesten zu kultivierenden Gemüsesorten. Selbst im Kübel auf einem geschützten Balkon oder in einem kleinen Gewächshaus liefern sie in guten Jahren satte Erträge, die man gar nicht alle auf einmal essen kann! Um die erfrischenden Früchte für später zu konservieren, kannst du sie ganz einfach sauer oder salzig einlegen – ein gesunder Snack, der das ganze Jahr über schmeckt!

Von Essig-, Salz- bis Gewürzgurken sind alle Varianten möglich, ohne dass du dafür viele verschiedene Rezepte brauchst. Hinter den Sorten stecken nur zwei verschiedene Arten der Konservierung und unterschiedliche Gewürze. Wie es funktioniert und mit welchen weiteren Zutaten du den Gurken deine ganz persönliche Note verleihst, erfährst du in diesem Beitrag.

Gurken einlegen mit Salz oder Essig

Gurken und andere Sommergemüse wie Zucchini können mit einer Essig- oder Salzlake lange haltbar gemacht werden. Die Säurekonzentration beim Einlegen in Essig ist bereits so hoch, dass Bakterien kaum eine Chance haben. Die auf diese Weise eingelegten Gurken müssen nur etwa eine bis zwei Wochen ziehen, um das Essig- und Gewürzaroma des Suds aufzunehmen und einen kräftig-säuerlichen Geschmack zu entwickeln. Durch das Aufkochen und heiße Abfüllen des Essigsuds werden die Früchte lange haltbar.

Statt eingelegte Gurken im Supermarkt zu kaufen, kannst du Essig- und Salzgurken mit diesen beiden Rezepten ganz einfach selber machen.

Beim Einlegen in Salz findet dagegen eine Michsäuregärung statt, die die Gurken konserviert und ein mildes, säuerlich-salziges Aroma bewirkt. Die Salzlake verhindert dabei eine unerwünschte alkoholische Gärung. Bei der Milchsäuregärung wird Vitamin C gebildet, das die Salzgurken zudem besonders gesund macht, ein idealer Vitaminspeicher für den Winter. Auch bei Sauerkraut und anderem fermentierten Gemüse sorgt die Michsäuregärung für lange Haltbarkeit und die gesunden Eigenschaften.

Rezept für Essiggurken

Um knackige Essiggurken herzustellen, benötigst du folgende Zutaten:

  • 1 kg Einlegegurken
  • 1 Zwiebel
  • 500 ml Tafelessig oder Weißweinessig
  • 1 L Wasser
  • 2 EL Salz

Statt eingelegte Gurken im Supermarkt zu kaufen, kannst du Essig- und Salzgurken mit diesen beiden Rezepten ganz einfach selber machen.

So werden die Gurken eingelegt:

1. Gläser mit kochendem Wasser oder in der Spülmaschine bei hoher Temperatur ohne Spülmittel desinfizieren.

2. Gurken gründlich unter fließendem Wasser putzen, bei Bedarf eine Gemüsebürste zu Hilfe nehmen. Die bitteren Stielenden entfernen. Auf Wunsch in Scheiben oder Spalten schneiden.

Statt eingelegte Gurken im Supermarkt zu kaufen, kannst du Essig- und Salzgurken mit diesen beiden Rezepten ganz einfach selber machen.

3. Dill in kleine Zweige zerteilen und ebenfalls gründlich waschen. Zwiebel in Ringe schneiden.

4. Wasser, Essig und Salz zum Kochen bringen. Währenddessen Gurken, Dill, Zwiebel und Gewürze auf die Gläser verteilen.

5. Das kochende Essigwasser randvoll eingießen und die Gläser verschließen. An einem kühlen, dunklen Ort lagern, zum Beispiel im Keller.

6. Vor dem Genuss mindestens zwei, besser vier Wochen lang ziehen lassen, damit die Gurken den Geschmack des Suds aufnehmen.

Tipp: Gurkenscheiben sind schon nach zwei bis drei Tagen durchgezogen und daher besonders gut für den schnellen Genuss geeignet.

Bei sauberer Zubereitung und entsprechender Lagerung sind die Gurken bis zur nächsten Saison haltbar. Geöffnete Gläser am besten im Kühlschrank aufbewahren und bald verbrauchen.

Statt eingelegte Gurken im Supermarkt zu kaufen, kannst du Essig- und Salzgurken mit diesen beiden Rezepten ganz einfach selber machen.

Rezept für Salzgurken

Um mild-säuerliche, fermentierte Salzgurken herzustellen, benötigst du Folgendes:

  • großes Gurken- oder Bügelglas oder mehrere größere Schraubgläser – die aufrecht stehenden Gurken müssen zum Rand noch etwa fünf Zentimeter Platz haben
  • pro Glas ein Tellerchen oder kleineren Schraubglasdeckel, die durch die Glasöffnung passen, und einen Stein oder anderen waschbaren Gegenstand zum Beschweren der Gurken

Statt eingelegte Gurken im Supermarkt zu kaufen, kannst du Essig- und Salzgurken mit diesen beiden Rezepten ganz einfach selber machen.

So werden die Salzgurken zubereitet:

1. Gläser, Teller und Stein mit kochendem Wasser oder in der Spülmaschine bei hoher Temperatur ohne Spülmittel desinfizieren.

2. Gurken unter fließendem Wasser gründlich putzen, Stielenden entfernen. Dill ebenfalls waschen und in Zweige zerteilen. Zwiebel in Ringe schneiden.

3. Wasser mit Salz zum Kochen bringen.

Statt eingelegte Gurken im Supermarkt zu kaufen, kannst du Essig- und Salzgurken mit diesen beiden Rezepten ganz einfach selber machen.

4. Gurken, Dill, Zwiebel und Gewürze in das oder die Gläser geben.

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Tipp: Um auf der Gurkenoberfläche befindliche Enzyme zu deaktivieren, die die Gurken matschig werden lassen könnten, pro Glas ein tanninhaltiges Wein-, Eichen- oder Kirschblatt oder ein Stück Meerrettich zugeben. Es geht aber auch ohne.

5. Mit kochendem Salzwasser so weit aufgießen, dass die Gurken bedeckt sind, aber noch drei bis vier Zentimeter Platz zur Oberkante bleiben.

6. Um die erwünschte Milchsäuregärung schneller in Gang zu bringen, kann je Glas ein Stück Sauerteigbrot obenauf gelegt werden.

Statt eingelegte Gurken im Supermarkt zu kaufen, kannst du Essig- und Salzgurken mit diesen beiden Rezepten ganz einfach selber machen.

7. Die Gurken mit Teller und Stein beschweren, sodass sie vollständig von Flüssigkeit bedeckt sind.

Statt eingelegte Gurken im Supermarkt zu kaufen, kannst du Essig- und Salzgurken mit diesen beiden Rezepten ganz einfach selber machen.

8. Deckel lose auflegen, aber nicht luftdicht verschließen, damit Gärungsgase austreten können. Bügelverschlussgläser sind so gebaut, dass auch bei geschlossenem Deckel Überdruck entweichen kann. Bei Zimmertemperatur fermentieren die Gurken innerhalb von etwa drei bis vier Tagen, mit Brot eingelegte Gurken etwas schneller. Wer möchte, kann schon jetzt eine erste Kostprobe nehmen.

Hinweis: Niemals direkt mit den Fingern ins Gurkenglas fassen, sondern eine saubere Zange verwenden, um Schimmelbefall zu verhindern. Wenn sich ein grünlicher Belag auf der Oberfläche bildet, die Gurken entsorgen. Eine weißliche Kahmhefe-Schicht ist dagegen unbedenklich.

9. Nun den Deckel fest verschließen und die Gläser kühl lagern, am besten in einem kühlen Kellerraum. Die Gärung schreitet jetzt verlangsamt fort, die Gurken ziehen aber noch durch und entwickeln in den nächsten Wochen mehr und mehr Aroma. Eine Lagerung im Kühlschrank stoppt die Gärung auf Wunsch, ist aber nicht unbedingt notwendig.

10. Mit Brot eingelegte Gurken können gefiltert werden, wenn die Lake, die sich durch die Gärung eingetrübt hat, wieder klarer wird. Dafür Gurken und Flüssigkeit aus dem Glas nehmen. Die Lake durch ein Tuch, einen Nussmilchbeutel oder Sieb zurück ins Glas gießen und die Gurken wieder dazugeben.

Statt eingelegte Gurken im Supermarkt zu kaufen, kannst du Essig- und Salzgurken mit diesen beiden Rezepten ganz einfach selber machen.

Die persönliche Note für Gewürzgurken

Welche Gewürze den eingelegten Gurken zugegeben werden, bleibt letztlich dir überlassen. Wenn du Gurken klassisch würzen möchtest, sind Dillzweige, Senfkörner, Zwiebeln, Koriandersamen, Piment, Wacholder, Lorbeerblätter, Zwiebeln und Pfefferkörner geeignet.

  • Um süß-saure Gurken zu erhalten, kann Zucker oder Honig zugegeben werden. Zu dieser Geschmacksvariante passt auch etwas Ingwer.
  • Besonders würzig werden die Gurken, wenn Knoblauch und Chili mit ins Glas kommen. Eine rote Chilischote ist außerdem ein besonderer Hingucker im Glas.
  • Die Gurken können auch mit weiteren Zutaten wie Paprika, viel Zwiebel, Knoblauch und etwas Zucker kombiniert werden.
  • Eigene Experimente mit den eingelegten Gurken sind natürlich ebenfalls möglich. Wie wäre es zum Beispiel mit Currygurken oder einer arabischen Variante mit Kreuzkümmel, Nelken, Kardamom und Schwarzkümmel?

Tipp: Mit einem hübschen Etikett und eventuell einem Stoffhäubchen gibt ein solches besonderes Gurkenglas ein tolles Mitbringsel aus der Küche ab!

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Auf welche Weise legst du Gurken und andere Gemüsesorten für den Winter ein, und welche Gewürze verwendest du? Wir freuen uns über deine Anregungen und Tipps in einem Kommentar!

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