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Essbare Pflanzen, die im Schatten wachsen
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Im (Halb-)Schatten gedeihen mehr Gemüsesorten, als die meisten glauben. Mit ein paar einfachen Tipps kannst du dich auch in einem Schattengarten an einer reichen Ernte erfreuen.

Schattige Bereiche im Garten müssen kein trostloses Dasein mit bienenunfreundlichem Schattenrasen, als Brache oder Abstellplatz für Gartengeräte fristen. Mit ein paar Überlegungen kannst du die weniger mit Licht verwöhnten Areale deines Gartens trotzdem ertragreich bepflanzen, denn viele Gemüsesorten und Obststräucher kommen sehr gut ohne durchgehende Sonneneinstrahlung aus.

Beeren, Gemüse und Wurzeln, die viel Schatten vertragen

Einige Beerenarten, Salatsorten, Wurzelgemüse und Bohnen vertragen es sehr gut, wenn sie nicht von morgens bis abends in der vollen Sonne stehen. Eine grobe Definitionen von “Schatten” und “Halbschatten” findest du weiter unten im Text. Folgende Sorten liefern auch in schattigen Bereichen des Gartens eine gute Ernte:

Tipp: Fast jede Pflanze hat Eigenheiten, die von bestimmten anderen Arten besonders gut ergänzt werden. Solche Pflanzgemeinschaften gedeihen besonders gut und liefern bessere Erträge. Es empfiehlt sich deshalb, das Gartenstück in Mischkultur zu bepflanzen.

Gemüse für Halbschatten und lichten Schatten

Im Halbschatten und in helleren Bereichen ohne direkte Sonneneinstrahlung, etwa unter luftigen Bäumen, hast du eine noch größere Auswahl für den Anbau von Gemüse, Wurzeln und Konsorten. Die meisten Pflanzen aus der obigen Liste (außer Pilzen und Schattenmorellen) kommen auch mit mehr Licht klar.

Bevorzuge am besten diese Sorten für halbschattige Bereiche im Garten:

Achte darauf, die verschiedenen Sorten nicht zu nahe beieinander zu pflanzen oder zu säen, weil sie sich sonst zusätzlich gegenseitig beschatten würden.

Wann spricht man von Vollschatten, Halbschatten oder lichtem Schatten?

Die Definitionen der Begriffe variieren, auch in der Fachliteratur. Die folgenden Beschreibungen können demnach nur als Anhaltspunkt dienen und dir bei der Auswahl passender Pflanzen behilflich sein.

Vollschatten werden lichtarme Bereiche unter Nadelhölzern und größeren Büschen, aber auch an den Nordseiten von Gebäuden genannt: Hier fällt so gut wie kein direktes Sonnenlicht ein. Am besten wachsen hier Pilze und Feldsalat. Von Schatten spricht man, wenn in den Sommermonaten nicht länger als eine bis drei Stunden direktes Sonnenlicht einfällt.

Bei Halbschatten scheint die Sonne auch im Sommer pro Tag nicht mehr als vier bis sechs Stunden am Stück auf ein Areal. Bei lichtem Schatten dringt die Sonne mehr oder weniger gefiltert durch das Blätterdach von Bäumen und höheren Sträuchern.

Entscheidungshilfen für die Pflanzenauswahl: Der Standort

Um auch in sonnenarmen Bereichen deines Gartens gute Erträge zu erhalten, kannst du die folgenden Tipps anwenden. Damit lässt sich häufig mehr erreichen, als man zunächst annehmen würde.

  • Mehr Licht durch Baum- und Strauchschnitt: Bei einem Grundstück, das vorwiegend im Schatten liegt, weil Bäume und Büsche das direkte Sonnenlicht rauben, lohnt es sich in doppelter Hinsicht, die Bäume und Büsche im Herbst zu beschneiden. Je nach Baum- oder Strauchart ist der Schnitt ohnehin sinnvoll, um das Gehölz gesund zu halten. Darüber hinaus bekommt dein Gemüse im Frühling mehr Licht ab für den ersten Wachstumsschub.
  • Reflektierende Wände mit einbeziehen: Selbst wenn sich der Garten an der Nordseite eines Gebäudes oder einer Mauer befindet, kann er durch die Umgebung mehr Licht erhalten. Eine weiß gestrichene Wand beispielsweise an der Westseite, die im Sommer voll beschienen wird, reflektiert Licht und Wärme auch in Richtung der eher schattigen Ecke.
  • Halbschatten ausnutzen: Kohl und Salat lieben Morgensonne, sind aber um Schatten ab mittags nicht böse. Im Gegenteil, beide schießen nicht so in den Himmel, wie sie das auf einem sonnigen Standort tun würden.

Im (Halb-)Schatten gedeihen mehr Gemüsesorten, als die meisten glauben. Mit ein paar einfachen Tipps kannst du dich auch in einem Schattengarten an einer reichen Ernte erfreuen.

Tipps für die Pflege von Gemüse im Schatten

Mit der Auswahl der richtigen Beeren- und Gemüsesorten für die schattigen Bereiche deines Gartens oder Balkons hast du schon viel für den späteren Ernteerfolg getan. Mit etwas weiterer Pflege gedeihen deine Pflänzchen noch besser:

  • Da es Pflanzen im Schatten schwerer haben, die benötigten Nährstoffe aufzunehmen, brauchen sie durchlässige Böden mit vielen Nährstoffen. Düngen mit Kompost belohnt dich deshalb mit üppigem Wuchs.
  • Bäume und Sträucher, aber auch unwillkommene Beikräuter, stehen eventuell mit deinen Nutzpflanzen in Konkurrenz um die Nährstoffe im Boden. Eine Extraportion Dünger und regelmäßiges Jäten helfen, das Angebaute gedeihen zu lassen.
  • Vermeide Staunässe, damit die Wurzeln nicht beginnen zu faulen. Es hilft, wenn du angemessen gießt und dafür sorgst, dass die Luft zwischen und über den Nutzpflanzen gut zirkulieren kann. Das gelingt dir zum Beispiel, indem du die Pflanzen nicht zu dicht aussäst und über dem Beet herabhängende Äste von Bäumen oder Büschen ausdünnst.
  • Schnecken lieben schattige Futterplätze. Kalkuliere am besten von vorneherein einen Schneckenschutz in deine Planungen mit ein.

Im (Halb-)Schatten gedeihen mehr Gemüsesorten, als die meisten glauben. Mit ein paar einfachen Tipps kannst du dich auch in einem Schattengarten an einer reichen Ernte erfreuen.

Für Gemüse ist noch Platz in der schattigsten Ecke

Wenn möglichst viele dieser Maßnahmen befolgt werden, lassen sich auch schattige Bereiche deines Gartens wunderbar für leckeres und gesundes “Grünzeug” nutzen. Du musst nur ein wenig genauer schauen, welche Bedingungen dort herrschen und welche Pflanzen geeignet sind.

Wie bepflanzt du die (halb)schattigen Bereiche deines Gartens? Hast du Tipps, die du mit uns teilen kannst? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

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