Rasengittersteine statt Betonwüste: unversiegelter Lebensraum für Insekten

Auf Rasengittersteinen statt einer Betonfläche lassen sich Autos und Co. ebenso gut parken. Regenwasser kann weiterhin versickern und Insekten finden Nahrung.

Parkplätze, Zufahrten und Wege, die vollständig betoniert sind, haben für die Natur wenig zu bieten. Hinzu kommt, dass der versiegelte Boden die Regenwasserversickerung verhindert, wodurch der Wasserkreislauf gestört wird, die Böden verkümmern und das Hochwasserrisiko steigt. Eine kleine, aber – wenn immer mehr Menschen mitmachen – dennoch effektive Gegenmaßnahme ermöglichen sogenannte Rasengittersteine.

Rasengittersteine schaffen stabile, befahrbare Flächen, ohne den Boden komplett zu versiegeln. Hier erfährst du, welche Vorteile damit verbunden sind und wie du die umweltfreundliche Alternative sogar zum Blühen bringen kannst.

Vorteile von Rasengittersteinen

Wer sich für Rasengittersteine anstelle einer vollständigen Versiegelung entscheidet, tut nicht nur der Umwelt etwas Gutes. Auch der Geldbeutel lässt sich auf diese Weise entlasten. Dabei gibt es die ökologisch sinnvollen Platten nicht nur im klassischen Rautenmuster, sondern auch in vielen anderen modernen Ausführungen.

Auf Rasengittersteinen statt einer Betonfläche lassen sich Autos und Co. ebenso gut parken. Regenwasser kann weiterhin versickern und Insekten finden Nahrung.

Folgende Vorteile bietet eine wasserdurchlässige Pflasterung mit Rasengittersteinen:

  • Je nach Modell entsteht durch Rasengittersteine zu 30 bis 50 Prozent eine Grünfläche.
  • Mit der entsprechenden Bepflanzung sorgen Rasengittersteine für ein zusätzliches Nahrungsangebot für Insekten.
  • Durch den Grünanteil können Niederschläge wieder an Ort und Stelle versickern, was dem Wasserkreislauf zugute kommt und bei Starkregen dazu beiträgt, die Kanalisation zu entlasten.
  • Rasengittersteine gelten als teilversiegelte Flächen, wodurch weniger Abwassergebühren anfallen.

Auf Rasengittersteinen statt einer Betonfläche lassen sich Autos und Co. ebenso gut parken. Regenwasser kann weiterhin versickern und Insekten finden Nahrung.

Rasengittersteine bepflanzen

Zwar sorgen schon Wildkräuter, die sich von ganz allein in den Zwischenräumen der Rasengittersteine ansiedeln, für Nahrung und Lebensraum. Darüber hinaus kannst du mit ausgewählten Pflanzen aber auch ganz gezielt eine insektenfreundliche Fläche schaffen.

Vor allem, wenn die gepflasterte Fläche regelmäßig betreten oder sogar mit dem Auto befahren wird, empfiehlt es sich, auf robuste Pflanzen zu setzen. Zudem sollten diese auch trockenheitsresistent und winterfest sein, um den Pflegeaufwand möglichst gering zu halten.

Unter anderem eignen sich folgende Pflanzen, um Rasengittersteine (aber auch andere Ritzen und Fugen) zu begrünen und die Zwischenräume zum Blühen zu bringen:

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Noch pflegeleichter, dafür mit geringerem Mehrwert für Insekten, lassen sich die Lochsteine mit schlichtem Rasen und Gräsern begrünen. Einige Samenhandlungen bieten auch spezielle Saatmischungen für stark beanspruchte, pflegeleichte Flächen oder sogar speziell für Rasengitterflächen an. Damit die Bepflanzung gelingt, empfiehlt es sich, solche Arten auszuwählen, die an die Boden- und Lichtverhältnisse (Nährstoffbedarf, sonniger oder schattiger Bereich) angepasst sind, bzw. beim Bau ein entsprechendes Substrat zu verwenden.

Tipp: Für einen insektenfreundlichen Garten auch jenseits befestigter Flächen entscheide dich am besten für bewährte Dauerblüher, die über viele Monate hinweg Nahrung und Lebensraum bieten. Noch mehr Lebensraum für Pflanzen und Tiere kannst du mit einer Dachbegrünung schaffen.

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Was tust du im Alltag, um die Natur und Insekten zu unterstützen? Wir freuen uns auf deine Tipps in einem Kommentar!

Was du dir und der Umwelt noch Gutes tun kannst, erfährst du in diesen Beiträgen:

Auf Rasengittersteinen statt einer Betonfläche lassen sich Autos und Co. ebenso gut parken. Regenwasser kann weiterhin versickern und Insekten finden Nahrung.

11 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Ich habe “Rasengittersteine” aus Alt-Plastik. Die “Steine” sind wesentlich leichter als die aus Beton und trotzdem gleichwertig stabil. Ist ein Stein schief, läßt er sich ohne großen Aufwand neu verlegen. Das Grün wächst genauso wie beim Beton und kann gut gepflegt werden. Nachteil: die Steine sind etwas teurer.

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  2. Beton ist ein Umweltkiller!
    Egal in welcher Form…..
    Der Klimaschaden, der durch die Verwendung von Zement entsteht ist beträchtlich: 2 % der deutschen Treibhausgasemissionen und 8 % der globalen Treibhausgasemissionen werden durch die Zementherstellung verursacht. Verwendet wird Zement für die Herstellung von Beton im Bauwesen.
    Für das Klima aber ist der Wunderstoff ein großes Problem, weil beim Herstellen von einer Tonne Zement rund 700 Kilogramm des Treibhausgases Kohlendioxid in die Luft steigen. Abgesehen von Wasser wird keine andere Substanz auf der Erde so häufig genutzt wie der Zement, der den Beton steinhart werden lässt.

    Und es gibt Alternativen:-))

    Antworten
    • Hallo Steini, danke für deinen Kommentar. Langlebige Rasengittersteine schlagen da wahrscheinlich nicht so sehr zu Buche und sind immer noch besser als eine Komplettversiegelung. Wenn du weitere Alternativen kennst, freuen wir uns, wenn du hier auf sie aufmerksam machst. Liebe Grüße Sylvia

  3. Hallo, danke für eure Ergänzungen. Vielleicht lassen sich die genannten Nachteile ja durch die richtige Befüllung/ Bepflanzung beheben. Ansonsten sind wir immer offen für Alternativen. Dass wir etwas gegen die wachsende Versiegelung tun müssen, ist wohl unumstritten. Liebe Grüße Sylvia

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  4. Leider sind hier nur die Vorteile genannt. Die Nachteile sind aber, dass man sich so einiges brechen kann – besonders alte Menschen. Meist sind diese Steine auf Parkplätzen ausgelegt – und die Zwischenräume leider nicht sorgfältig genug ausgefüllt – damti man gefahrlos drauf treten kann. Hunde mögen’s absolut gar nicht. Was für die Natur gut wäre – sollte aber für Mensch und Tier nicht Hals- und Beinbruch bedeuten. Wäre verbesserunsnötig/fähig – dann brauchbar.

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    • Genau so verhält es sich mit dem Parkplatz von dem ich geschrieben habe!!

    • Eine Alternativ wäre die wassergebundene Decke. Sie ist zwar nicht so wertvoll für die Insekten (sie ist nicht grün) aber sie ist wasserdurchlässig. Auch sie braucht etwas Pflege, aber es gilt wohl für jede Lösung, die lang halten soll.

  5. Die Fläche gehört mir nicht – es ist der Parkplatz vom Ärztehaus hier.
    Aber für die Orthopäden gleich eine Möglichkeit Patienten zu bekommen :) :) :)

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  6. Rein von der Schönheit und vom Aspekt der Grünflächen 100 % richtig, aber wenn man darauf gehen muss, bricht man sich fast die Beine und kippt ständig in die Zwischenräume. Ich habe mir schon den Knöchel verknackst dabei.

    Antworten
    • Dann ist die Fläche dazwischen wohl nicht gut eingeebnet. Wir haben bei uns zuhause auch Rasengittersteine, diese kann ich problemlos betreten. Evtl. können die Unebenheiten mit Sand eingeebnet werden? Viel Erfolg :)

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