Aufbackbrötchen selber machen auf Vorrat – zum Einfrieren und Aufbacken

Statt Aufbackbrötchen aus dem Supermarkt zu kaufen, kannst du sie auch selbst auf Vorrat backen, einfrieren und bei Bedarf schnell aufbacken und genießen.

Frische Brötchen auf den Tisch bringen und trotzdem lange schlafen können? Das scheint ein Widerspruch in sich! Nicht wenige greifen deshalb zu Aufbackbrötchen aus dem Supermarkt oder nehmen einem aufwendigen Gang zum Bäcker auf sich. Doch zum Glück lässt sich auch Selbstgebackenes einfrieren und bei Bedarf in wenigen Minuten aufbacken. Frisch und lecker und viel besser als gekauft!

Im Gegensatz zu Aufbackbrötchen aus dem Supermarkt vermeidest du mit dieser Methode sogar noch unerwünschte Inhaltsstoffe und verzichtest auf jede Menge Verpackungsmüll. Mit diesem Rezept für Vollkornbrötchen zum Einfrieren und Aufbacken wird der Brötchengenuss zu einem besonders vollwertigen Erlebnis.

So gelingen selbst gemachte Aufbackbrötchen

Im Grunde eignen sich zum Einfrieren und Aufbacken alle möglichen Brötchen-Rezepte. Hier sind einige als Inspiration für dich:

Um die tiefgekühlten Backwaren jederzeit vorrätig zu haben, landet dein liebster Brötchenteig nur für zwei Drittel der üblichen Backzeit im Ofen. Das heißt, statt 20 Minuten werden die kleinen Laibe beispielsweise nur 13 bis 14 Minuten gebacken. Lass sie danach kurz auskühlen und friere sie in einer Brotbox (zum Beispiel aus Edelstahl oder Glas) oder Dose ein, sodass möglichst wenig Luft die Brötchen umgibt. So vermeidest du Austrocknung und Gefrierbrand. Vier bis sechs Monate lassen sie sich so bedenkenlos aufbewahren.

Tipp: Eingeschlagen in Wachstücher bleiben Brötchen genauso lange frisch wie in einer Plastiktüte.

Statt Aufbackbrötchen aus dem Supermarkt zu kaufen, kannst du sie auch selbst auf Vorrat backen, einfrieren und bei Bedarf schnell aufbacken und genießen.

Um die aufgewendete Energie für den Backofen möglichst effizient zu nutzen, lohnt es sich, mehrere Bleche Brötchen vorzubacken. So legst du dir gleich einen etwas größeren Vorrat an Aufbackbrötchen zu. Alternativ kann der Brötchenteig auch ungebacken eingefroren werden. Wie das geht, erfährst du ganz unten im Rezept für Morgenmuffel-Sonntagsbrötchen.

Eingefrorene Brötchen fertig backen

Wenn dich zu einem anderen Zeitpunkt dann der Hunger auf frische Brötchen packt, kannst du beliebig viele Brötchen aus dem Tiefkühler nehmen und sie im Ofen schnell frisch aufbacken.

So funktioniert’s am besten:

  1. Backofen auf 230 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Tiefgekühlte Brötchen kurz unter fließendes Wasser halten und direkt in den Ofen geben.
  3. In sieben bis zehn Minuten (je nach gewünschter Bräune) fertig backen.

Statt Aufbackbrötchen aus dem Supermarkt zu kaufen, kannst du sie auch selbst auf Vorrat backen, einfrieren und bei Bedarf schnell aufbacken und genießen.

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Rezept für Vollkornbrötchen zum Aufbacken

Auch Vollkornbrötchen eignen sich dazu, eingefroren und bei Bedarf aufgetaut und aufgebacken zu werden. So wird der Brötchengenuss besonders vollwertig und gesund.

Für etwa 16 Brötchen (zwei Bleche) benötigst du folgende Zutaten:

Statt Aufbackbrötchen aus dem Supermarkt zu kaufen, kannst du sie auch selbst auf Vorrat backen, einfrieren und bei Bedarf schnell aufbacken und genießen.

Um die Körnerbrötchen für das Einfrieren vorzubereiten, gehe wie folgt vor:

  1. Mehl, Samen, Kerne, Nüsse und Salz in einer Rührschüssel vermischen.
  2. Hefe in 600 Milliliter lauwarmem Wasser auflösen. Zu den trockenen Zutaten geben und verkneten. Ist der Teig zu trocken, noch etwas Wasser hinzufügen.
    Statt Aufbackbrötchen aus dem Supermarkt zu kaufen, kannst du sie auch selbst auf Vorrat backen, einfrieren und bei Bedarf schnell aufbacken und genießen.
  3. Teigkugel mit den Händen einige Minuten weiterkneten. Abgedeckt bei Zimmertemperatur mindestens eine Stunde (für besonders fluffige Brötchen vier bis acht Stunden) gehen lassen.
  4. Ofen auf 230 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Dabei eine hitzebeständige, mit Wasser gefüllte Schüssel auf dem Ofenboden stehen lassen.
    Fürs Sonntagsfrühstück zum Bäcker gehen? Oder etwa früh aufstehen und aufwendig selber backen? Nicht nötig mit diesen drei Varianten für schnell und einfach selbst gemachte Brötchen.
  5. Währenddessen den Teig in 16 gleich große Teigstücke teilen und zu Brötchen “schleifen” (Technik des Brötchenformens). Das geht so: Flach drücken, vier- bis fünfmal die äußeren Ränder einschlagen, wenden und im Hohlraum unter der Hand zwischen Daumen und Handfläche rund rollen.
    Statt Aufbackbrötchen aus dem Supermarkt zu kaufen, kannst du sie auch selbst auf Vorrat backen, einfrieren und bei Bedarf schnell aufbacken und genießen.
  6. Im vorgeheizten Ofen für 16 bis 17 Minuten vorbacken. Auskühlen lassen und möglichst luftdicht einfrieren.
    Statt Aufbackbrötchen aus dem Supermarkt zu kaufen, kannst du sie auch selbst auf Vorrat backen, einfrieren und bei Bedarf schnell aufbacken und genießen.

Diese Vollkornbrötchen sind ebenso wie alle anderen eingefrorenen Brötchen bei 230 °C Ober- und Unterhitze in sieben bis zehn Minuten fertig gebacken. Solltest du die Brötchen gleich genießen und nicht einfrieren wollen, backe sie 25 Minuten lang.

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26 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Jenna hatte ja schon geschrieben, dass sie die fertiggebackenen und dann eingefrorenen Brötchen im Minibackofen für 6 Minuten aufbackt.
    Da ich keinen Minibackofen habe, lege ich die fertiggebackenen, eingefrorenen Brötchen einfach auf den Toaster und lasse jede Seite auf kurz vor der Höchststufe erwärmen. In dieser Zeit tauen sie von innen auf und man erhält wunderbar krosse und von innen fluffige Brötchen. Das erspart das stromverbrauchende Fertigbacken im Ofen und man kann außerdem schnell noch Brötchen „nachbacken“, falls der Wunsch auf Nachschub besteht.

    Antworten
    • Super Tipp mit dem Toaster – vor allem für sehr kleine Mengen an aufzutauenden Brötchen! Danke, Angie. :-)

  2. @Sylvia
    Zitat: „…Auf der anderen Seite findet man im Netz immer die aktuellste Version und zusätzliche Tipps in den Kommentaren…“

    Welche andere Seite meinst Du?

    Danke für die Info
    Ursula

    Antworten
    • Hallo Ursula, ich meine unsere Website im Vergleich zu einem der gedruckten Bücher. Die können eben immer nur auf dem Stand sein, zu dem sie erschienen sind bzw. gedruckt wurden. Liebe Grüße Sylvia

  3. Gute Idee – wenn dein Biobäcker nicht zig Kilometer entfernt ist so wie meiner!!!

    Antworten
  4. Ich backe meine Brötchen und wenn diese abgekühlt sind, dann lege ich sie in meinen selbst genähten Stoffbeutel oder wickle sie in Tücher und friere die Brötchen ein. Und z.B. vor dem Frühstück backe ich diese in meinem Minibackofen für ca. 6 Minuten auf. Die Brötchen schmecken knackig frisch.
    Und wenn ich mir ab und zu mal Vorbackbrötchen kaufe, dann backe ich diese alle auf einmal und dann nach dem abkühlen, kommen sie in den Gefrierschrank. Dann, wenn ich eins oder zwei heraus hole, dann werden diese auch in ca. 6 Minuten aufgebacken.
    Ich glaub, da bin ich doch auch umweltfreundlich und energiesparsam dabei.

    Antworten
    • Klingt super, liebe Jenna. Wie lang backst du deine Brötchen denn etwa, bevor du sie einfrierst? Die vollständige Backzeit? Liebe Grüße Lisa

  5. Gudrun Schmieder

    Man kann den Teig auch in Backpapier wickeln und einfrieren. Glas würde eventuell auch gehen. Man muss es dann mit einem Teigschaber rauspulen. Ich mache es manchmal in hauchdünner Folie.

    Antworten
    • Stimmt Gudrun – wenn dein Biobäcker nicht zig Kilometer entfernt ist…

    • Tut mir leid Gudrun, der Kommentar sollte eine Antwort für Maria sein…

    • Danke für den Tipp, Gudrun. Mit Glasboxen haben wir die Erfahrung gemacht, dass der Teig sich gut rauslöst, wenn man sie etwas mehlt. So kann man eigentlich ganz auf Wegwerfverpackungen verzichten. Liebe Grüße Lisa

  6. Gudrun Schmieder

    Unter ernergiesparsam verstehe ich auch ein wenig was anderes. Ich mache es auch anders. Ich stelle den Teig her, verpacke ihn angemessen und friere ihn ein. Bei Bedarf hole ich ihn abends aus der Gefriertruhe und taue ihn auf und lasse ihn über Nacht bei Zimmertemperatur stehen. Am nächsten Morgen knete ich den Teig noch und forme die Brötchen und lasse die Brötchen noch mal 30 – 60 Minuten gehen. Dann backe ich es mit viel Dampf und gut mit Wasser eingesprüht bei 230°C. Das mache ich auch mit Baguettes, Brot und auch Fougasse. Das ist auch das platzsparende Prinzip in der Gefriertruhe. Man kann sich viel Teigvorrat anlegen. Ebenso Pizzateig oder Mürbeteig(geht auch mit Rührteig) usw. Funktioniert einfach prima. LG, Gudrun :))))

    Antworten
    • smarticular.net

      Hallo Gudrun,
      eigentlich braucht es nicht wesentlich mehr Energie, als wenn man die Brötchen auf einmal fertig backen würde – vor allem dann, wenn man gleich mehrere Portionen Brötchen auf Vorrat vorbackt. Im Vergleich zu der hierdurch ersetzten Alternative, Fertigbrötchen in Plastiktüten, ist das für uns trotzdem eine bessere Alternative!
      Danke für deine schöne Idee, die natürlich auch prima ist! Allerdings auch etwas aufwändiger am Morgen – wenn man ja gerade nicht nochmal 30-60 Minuten weitere Gehzeit haben möchte, bevor man die Brötchen endlich backen kann.
      Liebe Grüße

  7. Unter umweltfreundlich stelle ich mir etwas anderes vor. Da wird erst mal der Backofen aufgeheizt, um die Brötchen vorzubacken, dann kommen sie in die Gefriertruhe und brauchen Energie, dann wird nochmals der Backofen aufgeheizt zum Fertigbacken. Wäre es nicht sinnvoller, sich aufs Fahrrad zu schwingen und beim nächsten Biobäcker frische Brötchen zu besorgen?

    Antworten
    • Liebe Maria, danke für deinen Hinweis. Das ist natürlich eine gute Idee. Nur leider haben nicht alle die Möglichkeit, einen Biobäcker in ihrer Nähe zu erreichen, oder wollen einfach die volle Kontrolle über die Zutaten ihrer Brötchen haben und genießen den Duft aus dem (!) eigenen Ofen. Um die verwendete Energie dann trotzdem möglichst effizient zu nutzen, ist es – wie beschrieben – sicher von Vorteil, gleich eine möglichst große Menge an Aufbackbrötchen vorzubacken. Zum Aufbacken kleinerer Mengen kann ein Mini-Ofen eine energiesparende Lösung sein. Ich hoffe, ich konnte deine Bedenken damit ein bisschen ausräumen. Wenn dich das Thema noch mehr interessiert, ist dieser Beitrag vielleicht interessant:
      https://www.smarticular.net/energie-sparen-in-der-kueche-wie-wir-50-eingespart-haben/
      Liebe Grüße Lisa

  8. Vollkornteig ist ein viel schwererer Teig, als der aus Auszugsmehl und braucht daher eine längere Reifezeit. Geschmacklich lohnt sich der Zeitaufwand allemal. Ich lasse ihn manchmal sogar über Nacht im Kühlschrank langsam gehen. Das verbessert den Teig qualitativ, finde ich.

    Antworten
    • Hallo Gitti, danke für deinen tollen Tipp. Den Teig über Nacht gehen zu lassen, werden wir bei Gelegenheit mal ausprobieren. Liebe Grüße Lisa

  9. Gudrun Schmieder

    Ich empfehle noch Backmalz als Zutat. Gibt es in jedem Bioladen. Damit stimmt das Aroma dann so richtig gut! LG, Gudrun :)))

    Antworten
    • Hallo Gudrun, das klingt spannend. Würden wir gern mal ausprobieren. Kannst du denn ein Backmalz empfehlen (aktives oder inaktives) und wenn ja, in welcher Dosierung? Funktioniert das auch bei Dinkelvollkornmehl? Liebe Grüße Lisa

  10. Alles was ich zum Rezept brauche gibt es auf der Seite zum kopieren in eine Textverwaltung und dann druck es mir einfach aus. Manchmal braucht es einfach bisschen Zeit und Eigeninitiave um zum ZIel zu kommen. Danke an smarticular für die ZUrfügungstellung.

    Antworten
    • Hallo Babs.
      Könntest Du uns bitte mitteilen, was und wo die Textverwaltung sich befindet?
      Ich kann hier leider auch nie etwas korrekt originalmäßig drucken. Es ist immer sehr umständlich die Texte wieder „lesbar“ zu machen und dann drucken zu können.

    • Hallo Ursula, ich nehme an, Babs meint ein Textverarbeitungsprogramm. Wir arbeiten an einer Verbesserung der Druckmöglichkeiten. Auf der anderen Seite findet man im Netz immer die aktuellste Version und zusätzliche Tipps in den Kommentaren. Liebe Grüße Sylvia

  11. Es ist schade, dass man dieses Rezept nicht ausdrucken kann. Es würde das Nachbacken wesentlich erleichtern.
    Weiterhin wird auf das Buch „Selber machen statt kaufen“, aber das Rezept ist nicht drin!
    (Ich habe nämlich das Buch)
    Wer soll das verstehen?

    Antworten
    • Hallo Gertrud, danke für deinen Kommentar. Das Rezept ist nach dem Buch erschienen und deshalb leider nicht enthalten. Zum Ausdrucken kannst du den Text zum Beispiel kopieren und in ein Word-Dokument einfügen. Wir arbeiten an einer besseren Druckansicht. Liebe Grüße Sylvia

  12. Stimmt die relativ lange Gehzeit bei den Vollkornbrötchen? LG

    Antworten
    • Liebe Rosie, vielen Dank für deinen Hinweis. Tatsächlich ist die Hefe – vor allem in Kombination mit Vollkornmehl – bei Zimmertemperatur etwas „langsam“. Es geht aber auch, wenn man den Teig kürzer gehen lässt. Die Brötchen sind dann halt nur nicht ganz so fluffig. (Das habe ich im Beitrag ergänzt.) Bei für die Hefe optimalen 27 °C reichen sogar 40 Minuten Gehzeit. Viel Spaß beim Ausproieren! Liebe Grüße Lisa

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