Vollkorntoast selber backen statt kaufen – lecker und ohne Müll

Ein Vollkorntoastbrot selber zu backen, ist ganz einfach! So bestimmst du allein, was drin ist, und sparst zudem Plastikverpackung und unnötige Zusatzstoffe.

Vollkorntoast gehört für viele zum Frühstück dazu wie der morgendliche Kaffee. Meist wird das Brot aber in Plastik verpackt angeboten, was nur unnötig den Müllberg erhöht. Irgendwann ist man vielleicht auch den Geschmack des Brotes leid, weil der bei Industrieware immer gleich bleibt. Wie wäre es stattdessen, Vollkorntoast einfach selber zu backen?

Dann bestimmst du selbst, wie das Brot schmecken soll, und nebenbei erübrigen sich damit auch Plastikverpackung und unnötige Zusatzstoffe. Dafür bringt selbst gebackenes Toastbrot mehr Abwechslung in den Speiseplan, weil es auch mal anders schmecken darf. Damit immer genügend frisches Vollkorntoast zur Verfügung steht, lässt sich das köstliche Brot auch auf Vorrat backen und in Scheiben geschnitten einfrieren.

Vollkorntoast selber backen – das Rezept

Genau genommen ist “Vollkorntoastbrot” der falsche Begriff, denn selbst gekauftes Vollkorntoastbrot besteht nur zu einem Teil aus Vollkornmehl, weil sonst die Luftigkeit des Teigs nicht erreicht werden kann. Deshalb wird auch im folgenden Rezept zur Hälfte helles Auszugsmehl und zur Hälfte Vollkornmehl verwendet. Probiere es gern mit anderen Mischungen (siehe unten) um festzustellen, bis zu welchem Vollkornmehlanteil das Brot noch als Toastbrot zu gebrauchen ist.

Für ein Vollkorntoastbrot, das in eine 30er-Kastenbackform passt, werden benötigt:

Ein Vollkorntoastbrot selber zu backen, ist ganz einfach! So bestimmst du allein, was drin ist, und sparst zudem Plastikverpackung und unnötige Zusatzstoffe.

So wird das Vollkorntoastbrot zubereitet:

  1. Leinsamen und Sonnenblumenkerne grob schroten. Am besten funktioniert das mit einer Kaffee- oder Gewürzmühle. Mehl, Salz, Zucker, Hefe, die geschroteten Körner und die Kleie in einer Schüssel miteinander mischen.
  2. Nach und nach Wasser und 50 ml des Öls mit dem Knethaken eines Handrührgerätes unterrühren.
  3. Wenn die Zutaten gleichmäßig vermischt sind, die Masse aber noch bröckelt, auf einer bemehlten Fläche mit der Hand weiterkneten, bis sich ein geschmeidiger Teig gebildet hat. Den Teig zur Kugel formen.
  4. Die Schüssel sehr dünn mit Öl einpinseln. Die Teigkugel in die Schüssel geben und eine Stunde lang abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen bzw. so lange, bis sich das Volumen des Teigs verdoppelt hat.
  5. Den Teig noch einmal kneten: Dafür das Teigstück in der Schüssel ein wenig auseinanderziehen, den so entstandenen Teig-”Lappen” zusammenklappen und in der Mitte zusammendrücken. Die Schüssel um neunzig Grad drehen, das spitze Ende des gefalteten Teigs (quasi die Falz) auf die gegenüberliegende Spitze legen, den Teig in der Mitte wieder zusammendrücken. Auf diese Art noch zweimal den Teig ziehen, übereinanderlegen und festkneten. Die Teigseiten, an denen die Schichten zu sehen sind, unter den Teig ziehen.
    Ein Vollkorntoastbrot selber zu backen, ist ganz einfach! So bestimmst du allein, was drin ist, und sparst zudem Plastikverpackung und unnötige Zusatzstoffe.
  6. Die Backform ebenfalls sehr dünn einölen. Das Teigstück mit der glatten Seite nach oben in die Backform legen und abgedeckt weitere 30 Minuten gehen lassen.
  7. Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Form mit einem feuerfesten Gegenstand abdecken, zum Beispiel mit einer großen Auflaufform oder dem Boden einer Springform.
    Ein Vollkorntoastbrot selber zu backen, ist ganz einfach! So bestimmst du allein, was drin ist, und sparst zudem Plastikverpackung und unnötige Zusatzstoffe.
  8. Das Brot etwa 30 Minuten lang backen (Stäbchenprobe machen: mit einem ins Brot gestochenen Stäbchen sicherstellen, dass kein Teig mehr am Stäbchen kleben bleibt), aus dem Ofen nehmen und abgedeckt in der Form auskühlen lassen – am besten über Nacht.

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Zum Frühstück kannst du das Brot aus der Form stürzen, in Scheiben schneiden, toasten und nach Herzenslust belegen.

Um das Toastbrot portionsweise einzufrieren, schneide den Brotlaib in Scheiben, wickele sie für eine Portion beispielsweise in Wachstuch und verstaue sie im Tiefkühler. Für den frischen Genuss lassen sich die abgepackten Scheiben wunderbar – einzeln auf einen Teller verteilt – auftauen und dann toasten.

Wenn du das Toastbrot nicht einfrieren möchtest, empfiehlt es sich ebenso, das Brot in Wachstuch oder ähnliches einzuschlagen, damit es nicht austrocknet.

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Tipps für das Gelingen des selbst gemachten Vollkorntoasts

Das Toastbrot wird mit folgenden Tipps besonders locker:

  • Je länger der Teig geknetet wird, desto besser geht er später auf. Lass dir deshalb ruhig ein wenig Zeit. Zehn bis fünfzehn Minuten darf das Kneten schon beanspruchen.
  • Den Teig zu falten, bringt zusätzliche Luft in den Teig, gibt ihm noch einmal Struktur, und sorgt dafür, dass er gleichmäßig aufgeht.
  • Die Abdeckung bewirkt, dass mehr Feuchtigkeit im Brot verbleibt, sonst würde es später beim Toasten zu trocken werden. Außerdem bleibt das Brot so rundum schön weich und bildet keine harte Kruste. Ein schwerer Gegenstand wie die Auflaufform als Abdeckung bewirkt zudem, dass sich der Teig nicht nach oben wölbt, und so entsteht die typisch rechteckige Form des Toasts. Allerdings wird der Teig eventuell nicht ganz so luftig, weil er sich weniger ausbreiten kann.
  • Wenn du keine zweite Backform oder Auflaufform hast, um das Brot beim Backen abzudecken, kannst du auch ein wenig mehr Wasser in den Teig kneten und die Oberfläche des Brotes zu Anfang und nach etwa 15 Minuten mit Wasser einpinseln. Dann bildet sich eine festere Kruste, die ebenfalls hilft, mehr Feuchtigkeit im Brot zu halten.

Tipp: Wer öfter Toastbrot backen möchte, kann sich mit einer speziellen Toastbrotform mit integriertem Deckel die Arbeit erleichtern.

Toastbrot-Rezept abwandeln

Das obige Grundrezept lässt sich ohne Probleme in verschiedener Hinsicht variieren:

  • Verändere nach Geschmack die Zusammensetzung der Körner und füge beispielsweise statt Sonnenblumenkernen Kürbiskerne hinzu oder auch eine kleine Menge geriebener Nüsse.
  • Das Brot lässt sich auch mehr würzen, zum Beispiel mit Paprikapulver und einer Spur Bockshornkleesamen für einen noch herzhafteren Geschmack. Eine Prise Brotgewürz eignet sich sehr gut für ein deftiges Vollkorntoastbrot.
  • Auch das verwendete Mehl ist austauschbar, und ebenso lässt sich das Verhältnis von Weizenmehl zu Vollkornmehl verändern. Beachte dabei jedoch bitte, dass die typische Luftigkeit des Toastbrots abnimmt, je mehr Vollkornmehl verwendet wird. Je nach Mehlsorte wird gegebenenfalls unterschiedlich viel Wasser benötigt.
  • Eine verlängerte Gehzeit hat ebenfalls einen Einfluss darauf, wie “fluffig” das Toastbrot am Ende wird.

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Hast du auch schon einmal (Vollkorn-)Toastbrot gebacken? Dann freuen wir uns über deine Tipps und Erfahrungen in den Kommentaren!

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11 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Mein Toastbrot ist zwar saftig, aber bricht schnell ab… was machte ich falsch??? 🤔
    Ich backe in einer Toast Form und das Toast geht wunderbar auf und ist richtig feucht, wenn ich es aus dem Ofen hole.

    Ansonsten super lecker!!!
    Liebe Grüsse
    Nicole

    Antworten
    • Hallo Nicole,
      du könntest mal versuchen, die Kleie wegzulassen. Dann sind zwar weniger Ballaststoffe drin, aber der Teig sollte besser zusammenhalten. (Ist aber bis jetzt nur eine Vermutung von mir, die ich selber noch ausprobieren möchte.)
      Lieben Gruß
      Heike

  2. Deichnixe

    Probiert mal mit weniger Hefe zu backen und den Teig übernacht im Kühlschrank gehen zu lassen. Die Hefe kann um mehr als die Hälfte reduziert werden und das Toastbrot bekommt mehr Geschmack.

    Antworten
  3. AnneTeekanne
    AnneTeekanne

    Eins A Top! Mein VOLLkornTOASTbrot genauso so wie “gekauftes” VOLLkornTOASTbrot.
    Und strikt genommen heißt es ja auch VOLLkornTOASTbrot. Hat schließlich Vollkorn drin. Toast nur mit Vollkornmehl will ich sehen. Will ja kein Stein essen als Toast. Habe das Rezept verdoppelt passte wunderbar in meine große amerikanische Brotkastenform und nehme anstatt der Keile mehr Leinsamen. Einfach nur super als Toastbrot

    Antworten
    • Hallo AnneTekanne,
      Also wenn bei dir ein Stein rauskommt, dann hast du es zu lange gebacken ;) da macht der Vollkornanteil keinen Unterschied.
      Und selbstgebackenes Vollkornbrot ist das beste was ich mir vorstellen kann. Natürlich, es ist nicht so “luftig” wie Toastbrot, aber das brauche ich auch garnicht, es ist wunderbar saftig und, das ist ja das wichtige, wirklich gut sättigend.

      Nichts destotrotz ist es das wichtige das jeder einzelne mit seinem Brot zufrieden ist. Ob luftig oder saftig ist da hinfällig.

      Ich verbleibe mit besten Grüßen und wünsche eine gute Gesundheit
      Bjarne

  4. Kann man die Kleie ersetzen? Evtl. durch weiteres Vollkornmehl?
    Danke für eine Info

    Antworten
    • Hallo Saschi,
      du kannst sie auch einfach weglassen oder durch mehr Leinsamen und Sonnenblumenkerne ersetzen.
      Lieben Gruß
      Heike

    • AnneTeekanne
      AnneTeekanne

      Super, diese Frage hatte ich nämlich auch!!!

  5. Das Rezept dürfte aber nicht Vollkorntoastbrot heißen, dafür ist der Vollkornanteil beim Mehl zu gering.
    Aber das kann man ja leicht ändern in dem man einfach nur Vollkornmehl nimmt, dann evtl. etwas mehr Flüssigkeit dazu.

    Antworten
    • Ja Schulmeister

    • Hallo Nado,
      das steht ja im Text, dass im Rezept zugunsten der Luftigkeit als Kompromiss halb Vollkorn- und halb Weizenmehl verwendet wird, und dass sich dieses Mischungsverhältnis anpassen lässt.
      Lieben Gruß
      Heike

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