Toastbrot ganz einfach selbst backen statt kaufen
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Mit diesem Rezept bäckst du ein einfaches, schnelles und gesundes Toastbrot. Das schmeckt viel besser als die Brote aus dem Supermarkt.
von Sven

Wir sind Toastbrot-Fans und haben uns schon öfter gefragt, ob man Toastbrot nicht auch selbst herstellen kann. Da kam die Mail von Sven gerade recht, denn er hat ein ebenso einfaches wie köstliches Rezept! Schnell wurde es ausprobiert und nach dem Abkühlen der fertigen Brote war klar: Toastbrot werden wir nicht mehr als Fertigprodukt kaufen, sondern ganz einfach selber machen :-)

Frisch im eigenen Ofen gebackenes Brot schmeckt nicht nur gut, sondern es ist auch noch preiswerter als gekauftes Brot. Außerdem schätzen wir daran, dass wir genau wissen, was drin ist – und was nicht. Maschinell verarbeitete Brotteige enthalten nämlich einen Mix verschiedenster Enzyme, damit sie von Maschinen in immer gleich bleibender Weise verarbeitet werden können. Die saisonalen und sortenbedingten Unterschiede verschiedener Mehlsorten werden so eliminiert.

Wenn du es wie wir lieber natürlich magst, dann probiere doch mal das folgende Toastbrot-Rezept.

Toastbrot selbst backen

Folgende Zutaten werden für zwei mittlere Toastbrote benötigt. Wenn du mehrere Kastenformen besitzt, kannst du die Mengen auch verdoppeln und mit einem Mal energiesparend vier Brote backen:

  • 500 g Mehl Typ 550
  • Alternativ 350 g Mehl Typ 550 und 150 g Weizenvollkornmehl
  • 10 g weiche Butter (alternativ Pflanzenöl)
  • 10 g Salz
  • 300 ml Wasser
  • 50 ml Milch (alternativ Getreide-Drink)
  • 1 Tüte Trockenhefe oder ½ Würfel Frischhefe

Die Handarbeit hält sich in Grenzen, so entsteht das eigene Toastbrot:

  1. Alle Zutaten in einer Schüssel gut durchkneten und den Teig ungefähr eine Stunde ruhen lassen
  2. Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche nochmals durchkneten und in zwei Hälften Teilen
  3. In zwei mit Butter eingeriebenen Kastenformen (zirka 25 cm Länge) abgedeckt an einem warmen Ort mindestens eine Stunde gehen lassen, bis der Teig sein Volumen deutlich vergrößert hat
  4. Die Formen mit einer zweiten Form identischer Größe, mit einem Springform-Boden, mit Backpapier oder zur Not mit Alufolie abdecken und im vorgeheizten Backofen bei 220 Grad (Umluft 200 Grad) 25 Minuten backen
  5. Abdeckung entfernen und nochmal fünf Minuten backen, bis die Brote oben leicht Farbe bekommen haben

Nach dem Backen werden die Brote aus den Formen genommen und sollten am besten auf einem Gitterrost auskühlen. So erhältst du schönes, luftig leichtes Toastbrot!

Du kannst einen Teil in Scheiben schneiden und einfrieren, auf diese Weise hast du immer sofort frisches Toastbrot zu Hause, das nur noch im Toaster die letzte Bräunung erhalten muss.

Vielen dank an Sven, der uns schon mit seinem superschnellen Rezept für Mischbrot  vom regelmäßigen Selberbacken überzeugt hat.

Weitere, ausgefallene Brotback-Ideen findest du auch in unserem Buchtipp:

Brot backen: 53 Variationen - Brot für Genießer

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Welche besonders schnellen, einfachen oder originellen Brote und Kuchen backst du am liebsten selbst? Teile deine Ideen und Ergänzungen mit uns und anderen Lesern in den Kommentaren, oder sende uns einen Gastbeitrag!

  • Maria Magdalena

    Besser als Weizenmehl, dass Gluten und zusätzlich kein bischen mehr Urweizen enthält ist Kamut, Dinkel oder Reis. Ich habe es mit Kamut nachgemacht und es schmeckt wunderbar.

    • Maximilian Knap

      Vielen Dank für diesen Tipp, das müssen wir unbedingt auch ausprobieren!

    • Jan Rasky

      Als gesunder Mensch muß ich nicht auf Gluten (Weizenkleber) verzichten. Ist übrigens in allen Getreidesorten drin und macht, daß das Brot die Form behält.

    • Marion Wick

      Kamut ist genauso glutenhaltig wie Weizen (bisschen weniger deswegen schlechtere Backeingenschaft), wie ALLE Getreidesorten aus Süssgräsern. Wenn kein Gluten drin wäre würde das Brot nicht zusammenkleben sondern sofort zerbröseln.

      • energieoase

        Da aber Kamut noch eine Urweizensorte ist, ist er auch bei Glutenunverträglichkeit ohne Nebenwirkungen. Mehr auch bei

        https://www.konaplus.de . Selbst Dinkel und Reis vertragen manche nicht. Buchweizen und andere Hülsenfrüchte gehen bei unverträglichkeit auch.

        • Marion Wick

          Das stimmt nicht! Wer richtig Zöliakie hat (vom ARZT diagnostiziert) der darf überhaut keine Süssgrassamen essen. Das gilt nicht für Allergien auf einzene Eiweisse (die können in Kamut oder Dinkel anders sein als in Weizen) und auch nicht für diese modernen „Unverträglichkeiten“ die Leute bei sich selbst diagnostizieren.. Wer wirklich Zölikaie hat, wird schwer krank wenn er Kamut isst!
          Buchweizen is tübrigens keine Hülsenfrucht sondern ein Knöterichgewächst und hat kein Gluten weil er kein Süssgras ist.. Hülsenfrüchte sind übrigens auch keine Gräser..

  • Bern Stein

    Die Alufolie stört mich dabei – gäbe es Alternativen. Ja ich weiß, dass das hitzebeständig sein muss – nur nervt mich dieses ständige Müll produzieren

    • Maximilian Knap

      Backpapier könnte auch klappen. Die Folie dient eigentlich nur dazu, das Brot oben nicht zu dunkel werden zu lassen, es wird dann richtig gleichmäßig toastbrotartig. Wenn einen das nicht stört, kann man sie auch ganz weglassen. Ich denke, man könnte auch einfach ein zweites Blech oberhalb vom Brot in den Ofen schieben und dadurch die Hitze von oben reduzieren. Müsste man mal probieren :-)

    • Claudia Trube

      Es gibt auch spezielle „Toastbrot-Backformen“ mit Deckel wenn man langfristig Toast selber machen möchte. Der Deckel verhindert außerdem, dass der Teig nicht über den Rand quillt. ?

  • Margrith Broger

    Lecker, lecker, lecker! Habs Brot soeben gefrühstückt. Werd nie wieder Sandwichbrot kaufen. Vielen Dank!

  • Carolin Weemeyer

    Sicher, dass das zwei Brote geben soll? Bei mir ist es genau eines, und ich würde sagen, meine Form ist durchschnittlich groß.
    Naja, bin gespannt auf den Geschmack. Noch fünf Minuten backen und dann abkühlen.

    • Maximilian Knap

      Hallo Carolin, das Toastbrot sollte recht luftig und leicht werden, deshalb ausreichend lange gehen lassen. Es kommt natürlich auch darauf an, wie voll man die Form macht. wenn man es reichlich oben heraustreten lässt durch das Aufgehen beim Backen, dann könnte auch eine große Form reichen :-) Gutes Gelingen und guten Appetit!

      • Carolin Weemeyer

        Es ist an der höchsten Stelle vielleicht gerade zehn Zentimeter hoch, obwohl ich es sogar über Nacht habe gehen lassen. Meinst du, dass war zu lang?
        Es schmeckt lecker, aber so sehr luftig jetzt auch wieder nicht. Dafür extrem salzig, das werde ich nächstes Mal reduzieren.

        • Maximilian Knap

          So lange Aufgehzeiten kenne ich sonst eigentlich nur von richtigen Sauerteigen, die in mehreren Stufen angesetzt werden. Probiere es mal mit einer kürzeren Aufgehzeit, so eine bis maximal zwei Stunden je nach Temperatur sollten ideal sein.

    • Franziska

      Hallo Carolin, bei mir ergibt es auch nur 1 Brot in einer 25cm Form. Egal wie lange ich den Teig gehen lasse (Zimmertemperatur Küche unter einer Lampe;-), es kommt nur ein Brot heraus. Allerdings könnte ich mir vorstellen, daß der halbierte Teig tasächlich besser bei 30 Grad abgedeckt im Ofen aufgeht. Dabei quoll mir mal der Teig über den Rand, als ich die gesamte Menge genommen hatte.

  • Julia König

    Eine großartige Seite zum Thema Backen. http://www.hefe-und-mehr.de/
    Für mehr Fluffigkeit einfach ein Eigelb hinzufügen.

  • annie

    ich habe es auch ein paar mal ausprobiert, einmal mit trockenhefe und einmal mit frischem… und beide Male sind meine brote nicht so groß geworden. Lecker, aber klein. Vielleicht nur 6cm hoch. Ich dachte das nächste Mal mache ich einfach nur 1 Brot? Wie warm soll es sein zum gehenlassen? Zimmertemperatur langt oder?

    • Maximilian Knap

      Zimmertemperatur ist im Prinzip ausreichend, man muss es dann ggf. länger aufgehen lassen, bis das gewünschte Volumen erreicht ist. bei 30 Grad geht es eben etwas schneller ;-)

  • Marlies Schneider

    Also ich habe das Brot gestern gebacken. Ich habe die halbe Menge verwendet. Es hat mir ein drittel der Form gefüllt. Das Brot war so ca 6-7 cm hoch, mehr nicht. Ich habe nun die Menge lt. Angabe gemacht. Nun muss der Teig nochmals gehen, aber ich habe den ganzen Teig in eine Form gefüllt. Für zwei reicht das bei mir nicht. Mein Teig ging gestern nicht weiter auf. Luftig war das Brot gestern aber schon und gut.

    • Maximilian Knap

      Sieht doch schon mal schön aus :-) Die Menge laut Rezept ergibt ja ungefähr 850 g Teig. Wie viel davon hast du denn nun in eine Form gebeben – die Hälfte (425) oder alles? Mit 425 g sollte eine 25-cm-Form nach dem Backen mehr oder weniger ausgefüllt sein, wenn der Teig sein Volumen wenigstens verdoppelt hat.

      • Marlies Schneider

        Es hat sich schon verdoppelt. Heute habe ich alles in eine Form gegeben. Nun der Teig geht schön auf. Mal sehen wie es wird. Gestern war es wirklich gut.

  • häusler

    Danke für das Rezept! Ich backte es das 1.mal mit feinem Dinkelmehl!, Es ist total lecker geworden. Aber in Zukunft nehme ich doch lieber ein Dinkel Vollkorn Mehl mit Schale. Ist wegen der Ballaststoffe noch gesünder! Nur 1 Brotform mit 22 cm ging bei mir auch. auch. Da das Toastbrot backen so schnell geht! und sooo viel Freude macht!, werde ich es jetzt immer selber backen, da weiß ich nämlich was drinn ist. Es schmeckt lecker ist billiger und macht Spa? Was will man mehr?!?! Mein Tipp: vor dem genießen toasten, dann ist es auch noch knusprig!! Tausend Dank SVEN!, sie sind ein Schatz!!! Mehr kann ich dazu nicht sagen!

  • häusler

    Ich kann nur jedem Dinkelmehl empfehlen! Es gibt nichts gesünderes! Herr Dr. Hertzka sagte einmal, wenn ich Krebs hätte würde ich mich mit einem Sack Dinkel auf eine Hütte zurückziehen.Lg

    • iHeck

      Nichts für ungut. Aber wenn du nicht gerade selber deinen Dinkel erntest. Würd ich Eher eine alte Weizensorte wie Einkotrn empfehlen.
      Wenn du schon mal Dinkel gedroschen, gelagert und weiterverarbeitet hast, kaufst du nie wieder Dinkel. Ist leider für einen industriellen und Grossmengenabsatz denkbar ungeeignet, da sehr Schädlings/Fäulnissanfällig

  • häusler

    Bitte von mir 5 Sterne! Sonja

  • Lola

    Bei mir ergibt das auch eher EIN Brot (Kastenform), aber ein sehr luftig-leckeres! Mache es schon zum zweiten Mal und mein Sohn, kritischer Toastbrot-Experte, liebt es. Daumen hoch!

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