Vergiss Zucker – Diese 10 gesünderen Alternativen haben es in sich
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Mit diesen Alternativen zu Zucker lebst du gesünder, ohne auf den süßen Geschmack verzichten zu müssen. Die besten Mittel zum Zuckerersatz im Vergleich!

Viele Experten raten dazu, Zucker und Süßspeisen möglichst zu meiden. Insbesondere klassischer Kristallzucker führt zu vielen Problemen wie Karies und extra Gewichtszunahme.

Gekoppelt mit mangelnder Bewegung und anderen ungesunden Essgewohnheiten, kann Zucker zu Übergewicht führen. Dieses geht oft Hand in Hand mit Stoffwechselkrankheiten, insbesondere Diabetes Typ-2.

Da stellst sich die Frage, geht es auch ohne klassischen Zucker? Glücklicherweise gibt es einige Alternativen zu Zucker, die neben ihrem süßen Geschmack auch gesundheitlich sehr vorteilhaft sind. Fast alle Alternativen können genau wie Kristallzucker zum Backen und Süßen verwendet werden.

In diesem Beitrag stellen wir sie vor. Bis auf Honig sind sämtliche Alternativen sogar für die vegane Küche geeignet. Wenn du erst einmal die erstaunlichen Alternativen zu Zucker kennst, wirst du bald keinen Grund mehr haben, auf normalen Haushaltszucker zurückzugreifen.

1. Palmzucker und Kokoszucker

Aus dem Saft der Palmblume hergestellt ist Palm- oder Kokoszucker in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Die Forschungresultate zeigen, dass sein glykämscher Index gegenüber dem raffinierten Zucker viel niedriger ist. Das spielt vor allem bei der Entstehung der Diabetes und Fettleibigkeit eine wesentliche Rolle.

Der Saft der Kokospalme wird dick eingekocht und anschließend getrocknet und gemahlen. Dieses Pulver schmeckt nach Karamell, es enthält viele gesunde Elemente wie Eisen, Zink, Kalzium und Kalium.

Anmerkung: Anders als das Palmöl wird Palmzucker aus der Arenga-Palme gewonnen. Weil sie den Austausch mit anderen Pflanzen benötigt, kann die Arenga-Palme nicht in Monokultur angebaut werden. Dies unterstützt die Biodiversität in den Herkunftsländern.

2. Dattelzucker

Während Kokoszucker aus dem Saft gewonnen wird, kommt der Dattelzucker direkt aus dem Fruchtfleisch von Datteln. Die Früchte werden ebenfalls zuerst getrocknet und dann gemahlen. Infolgedessen hat Dattelzucker genau die gleiche Zusammensetzung wie die Frucht, also viel Vitamin B6, Eisen und Magnesium.

Da es sich aber eigentlich um die fein gemahlene Frucht handelt, wird sich der Dattelzucker nicht in Flüssigkeiten wie Tee oder Kaffee auflösen. Dafür kann man ihn aber sehr gut als Ersatz für braunen Zucker verwenden, und zwar im Verhältnis 1:1 in allen Rezepten, in denen brauner Zucker verwendet wird.

Mit diesen Alternativen zu Zucker lebst du gesünder, ohne auf den süßen Geschmack verzichten zu müssen. Die besten Mittel zum Zuckerersatz im Vergleich!
von Daniel R. Blume [CC-BY-SA-2.0]

3. Ahornsirup

Der Saft aus dem Ahornbaum ist eine dicke, gelbliche Flüssigkeit, die nicht nur süß schmeckt, sondern voller Kalzium, Kalium, Mangan, Phosphor, Magnesium und Eisen steckt. Außerdem enthält er Vitamine B2, B5, B6, Nikotinsäure (Niacin), Biotin und Folsäure. Der Ahornsirup besteht aus 70 % Zucker und hat nur etwa 50 kCal pro Löffel.

Wenn du ein Maximum an Vitaminen und Nährstoffen einnehmen willst, entscheide dich für die dunklere Sorte vom Typ B. Die leichtere Sorte vom Typ A kannst du für einen leckeren Guss auf Pfannkuchen nehmen.

Du kannst aber auch Ahornzucker kaufen, er wird gewonnen, indem die Flüssigkeit aus dem Sirup verdampft wird.#

Wenn du im Garten einen eigenen Ahornbaum hast, kannst du auch versuchen, deinen eigenen Ahornsirup herzustellen.

4. Agavensirup

Agavensirup oder auch Agavendicksaft ist ein weiterer natürlicher Zuckerersatz, der aus dem Agavengewächsen in Südamerika gewonnen wird. Oft wird er wegen seines milden Geschmacks und seiner hellen Farbe auch Honigwasser genannt. Zwar ist er dünnflüssiger als Honig, aber auch viel süßer, was du beim Kochen berücksichtigen solltest.

Der Agavensirup hat einen besonders niedrigen glykämischen Index und beeinflusst den Blutzucker praktisch überhaupt nicht. Daher ist er für Diabetiker besonders geeignet, wie auch für Menschen, die Kristallzucker nicht vertragen.

Beachte jedoch: Agavendicksaft ist nicht uneingeschränkt als Zucker-Ersatz zu empfehlen, sondern sollte wie alle anderen Alternativen auch nur in Maßen konsumiert werden. Er enthält wie Honig besonders viel Fructose (Fruchtzucker), deren erhöhter Konsum ebenfalls mit verschiedenen gesundheitlichen Problemen in Verbindung gebracht wird.

5. Stevia – Blattextrakt aus der Steviapflanze

Stevia gilt als eine der besten Zuckeralternativen. Es ist erwiesen, dass Stevia die Funktion der Schilddrüse unterstützt, und auf den gesamten Organismus wirkt. Der Stevia-Zucker hat einen leicht bitteren Beigeschmack, weshalb manche Menschen ihn nicht mögen.

Beim Kochen ist nur eine sehr kleine Menge notwendig – zwischen ¼ bis 1/32 des benötigten Zuckers (abhängig von der Sorte). Stevia ist eines der besten Mittel gegen Karies und hat praktisch null Kalorien.

Der hochkonzentrierte Stevia-Extrakt ist in vielen Bioläden erhältlich. Weil die Dosierung der konzentrierten Süße oft schwer fällt, gibt es auch mit Füllstoffen gestreckte Varianten, die ähnlich wie herkömmlicher Zucker dosiert werden können.

6. Gojibeeren

Die “roten Diamanten”, die ursprünglich wohl aus dem Himalayagebirge kommen, enthalten Polysaccharide, die laut klinischen Forschungen Tumorzellen vernichten, die Sehkraft stärken, freie Radikale bekämpfen und Leber und Bauchspeicheldrüse stärken. Die Polysaccharide in den Gojibeeren helfen beim Abnehmen und liefern einen natürlichen Süßstoff, der den Zucker perfekt ersetzt. Du findest sie im Bioladen, im Onlinehandel oder du baust sie einfach selber an.

7. Birkenzucker (Xylitol bzw. Xucker)

Ein weiterer erstaunlicher Ersatz für Kristallzucker ist der Birkenzucker, auch Xylit, Xylitol oder Xucker genannt. Als natürlicher Zuckeralkohol ist er in vielen Früchten und auch im Holz der Birke enthalten. In der Lebensmittelkennzeichnung trägt er die Bezeichnung E967, es gibt ihn in den meisten Supermärkten oder im Bioladen. Wenn du sicher gehen willst, Birkenzucker aus echten Hölzern (und nicht wie oft aus Gentechnik-Mais) zu erhalten, wirst du am ehesten online fündig.

Das Besondere an Birkenzucker: In zahlreichen Studien wurde die antikariogene Wirkung nachgewiesen. Birkenzucker hilft also, Zahnkaries zu vermeiden, anstatt sie zu verursachen. Das ist auch der Grund, warum viele moderne Zanhpflegekaugummis Xylitol enthalten. Aufgrund seiner Eigenschaften lässt er sich sehr ähnlich wie Kristallzucker einsetzen. Er ist vergleichbar süß, hat dabei aber nur ca. 60 % der Kalorien der gleichen Menge Zucker.

In diesem Beitrag erfährst du, wie du aus Birkenzucker, Natron und Wasser sehr preiswert ein hervorragendes Mundwasser zur Zahnpflege und gegen Karies herstellst.

Auch zur Herstellung unserer eigenen Zahncreme verwendenen wir Birkenzucker.

Eine Einschränkung gibt es jedoch beim Birkenzucker. Die Substanz wirkt toxisch für einige Tierarten, vor allem Hunde und Katzen sollten deshalb nicht damit in Kontakt kommen!

Und schließlich kommt hier der Megastar unter den Süßmitteln, nämlich die

8. Zuckerrohrmelasse

Mit diesen Alternativen zu Zucker lebst du gesünder, ohne auf den süßen Geschmack verzichten zu müssen. Die besten Mittel zum Zuckerersatz im Vergleich!
By Rufino Uribe (caña de azúcar) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons
Die Zuckerrohrmelasse ist ein Nebenprodukt bei der Zuckerherstellung aus Zuckerrrohr. Sie enthält sämtliche wertvollen Nährstoffe, die beim Raffinierungsprozess des Zuckerrohrs entfernt wurden. Das sind große Mengen an Eisen, Kalzium, Kalium, Magnesium und Selen sowie sehr viel Vitamin B. Daher kann man die Melasse getrost als die Nummer Eins der alternativen Süßmittel erklären, denn sie hat fast alle für den Organismus notwendigen Nährstoffe in sich.

Jahrelang wurde die Melasse vorwiegend ins Viehfutter gemischt, aber heute gewinnt sie immer mehr Beachtung auch in der menschlichen Ernährung. Es gibt viele Melassearten (z.B. auch aus Zuckerrüben oder Zuckerhirse), doch die Zuckerrohrmelasse ist erwiesenermaßen qualitativ am hochwertigsten. Sie im Laden zu finden, stellt manchmal noch eine Herausforderung dar, alternativ gibt es Zuckerrohrmelasse in Bio-Qualität auch online.

9. Honig

Das Geschenk der Bienen und duftenden Blumen kommt zu uns in vielen verschiedenen Sorten, jede mit einem einzigartigen Geschmack. Vor allem die dunkleren Sorten wie z.B. Kastanienhonig enthalten zahlreiche Antioxidanzien, die freien Radikalen entgegenwirken.

Es ist bekannt, dass freie Radikale die Zellen schädigen. Auch vielen schädlichen Bakterien macht der Honig ein Ende. Untersuchungen haben ergeben, dass man mit Honig beim Sport bessere Resultate erzielt, als mit anderen Kohlenhydraten, da der Körper Honig besonders gut verstoffwechseln kann.

Für Allergiker ist insbesondere lokal produzierter Honig interessant. Durch den Honig nimmt man das ganze Jahr über die lokalen Pollen in geringer Dosis zu sich, wodurch die allergische Reaktion zur Blütezeit in vielen Fällen deutlich gemindert wird.

Mit diesen Alternativen zu Zucker lebst du gesünder, ohne auf den süßen Geschmack verzichten zu müssen. Die besten Mittel zum Zuckerersatz im Vergleich!
von NatalieMaynor [CC-BY-2.0]

10. (Über-)Reife Bananen

Sehr reife Bananen, erkennbar an braunen Sprenkeln auf der Schale, enthalten eine gesunde Süße, die du als Zuckeralternative für Kekse, Kuchen und andere Süßspeisen verwenden kannst.

Braune Bananen solltest du auf keinen Fall wegwerfen, denn sie sind äußerst vitalstoffreich und noch für viele interessante Rezepte zu gebrauchen!
von Whitney (CC-BY-2.0)

Aus dieser Übersicht kannst du sehen, wie leicht es eigentlich ist, vom ungesunden Zucker auf eines dieser sehr gesunden Alternativen umzusteigen. Mehr zum Thema Zucker, Übergewicht und Diabetes findest du auf den Infoseiten der auf europa-apotheek.com.

Mehr Hintergründe zu den gesundheitlichen Implikationen von Zucker, und warum du ihn dringend durch Alternativen ersetzen solltest, erfährst du in unseren Buchtipps:

Echt süß!: Gesunde Zuckeralternativen im Vergleich Mit Ernährungstipps
für Tolino:
Garantiert gesundheitsgefährdend: Wie uns die Zucker-Mafia krank macht
für Tolino:
als Audio-Buch:
 iTunes oder Audible

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Vielleicht verrätst du uns deinen Trick, womit du Zucker ersetzt?

  • Tanja

    Grosses Kompliment an euch für diese super Website – ich bin zufällig über den Natron-Artikel auf eure Website gekommen, und hängen geblieben. Soviele interessante Tipps und Ideen – weiter so und DANKE.

    • Maximilian Knap

      Hallo Tanja, vielen Dank für deine schöne Rückmeldung, das freut uns sehr :-) so richtig gut und nützlich wird smarticular.net erst dadurch, dass Leser die Tricks ausprobieren und ihre eigenen Erfahrungen damit schildern, oder sogar eigene Ideen ergänzen. Vielleicht fällt auch dir beim Lesen noch der eine oder andere Tipp ein :-) Liebe Grüße – Maximilian

  • Volker

    Ein paar kleine Anmerkungen:
    – Dass „Goji-Beeren“ aus dem Himalaya stammen, ist ein reiner Marketingtrick. Die Pflanze (Gemeiner Bocksdorn, Lycium barbarum) ist in Deutschland einheimisch, im Westen aber selten.
    – Stevia hat nicht nur Vorteile, sondern auch ein paar noch nicht näher untersuchte Risiken, auf die man fairerweise auch hinweisen sollte. Abgesehen davon ist es nicht unbedingt gesund, dem Körper Zucker vorzugaukeln.
    – Agaven sind keine Kakteen.

    • Hallo @Raerklynd:disqus, vielen Dank für den Kommentar und die Hinweise! Wir haben den Beitrag entsprechend etwas angepasst. Kannst du etwas näher auf die Risiken von Stevia eingehen?

      • Volker

        Es gibt die Hypothese, dass Stevia erbgutverändernd sein könnte, das scheint aber mittlerweile halbwegs sicher widerlegt zu sein.
        Dazu gibt es Bedenken, dass Stevia die Fruchtbarkeit beeinflussen könnte, was wohl noch nicht ausreichend untersucht wurde.
        Sicher ist da also nix, aber auch solche Annahmen haben natürlich irgendwo eine Grundlage und mildern das allgegenwärtige Loblied über Stevia ein wenig ;)

        Ausführlicher hier zu lesen:
        https://de.wikipedia.org/wiki/Stevia#Kontroverse_.C3.BCber_m.C3.B6gliche_Risiken

        • Danke für die weiteren Details @Raerklynd:disqus . Für mich persönlich versuche ich weitestgehend auf Zucker und auch andere Süßmittel zu verzichten. In diesem Beitrag, wie in fast allen Beiträgen auf dieser Seite geht es uns einfach darum Alternativen aufzuzeigen. In dem Sinne gibt es in diesem Beitrag auch 9 verschiedene Alternativen.

          Ob und welche dieser Alternativen man nutzt, muss jeder für sich selber entscheiden.

  • Dieser Artikel zeugt nicht gerade von wirklichem ernährungsphysiologischem Wissen…siehe: http://nutritionfacts.org/video/the-healthiest-sweetener/

    • Maximilian Knap

      Hallo Steffen, vielen Dank für den Link und die darin beschriebene alternative Herangehensweise zur Beurteilung des gesundheitlichen Wertes von Zuckerarten.
      Deinen Einwand verstehe ich jedoch nicht. Inwiefern widersprechen die Aussagen in deinem Link denen hier im Beitrag? Der „gesundheitliche Wert“ wird in dem verlinkten Video über die antioxidative Wirkung gemessen. Das ist aber nur eine von vielen Möglichkeiten um festzustellen, wie gesund oder ungesund ein Süßungsmittel ist. Diesem Beitrag liegt die Bedeutung der Verstoffwechselung des Zuckers selbst zugrunde, insbesondere des Glykämischen Index (https://de.wikipedia.org/wiki/Glyk%C3%A4mischer_Index). Leider enthalten die meisten modernen Lebensmittel aus Massenproduktion viel zu viele Kohlenhydrate mit hohem glykämischen Index, sie beeinflussen also stark den Blutzuckerspiegel, führen zu einer starken Insulinausschüttung und bei lang andauernder Überbeanspruchung möglicherweise zur Enstehung von Diabetes Typ 2.
      LG Maximilian

      • Was Du nicht an meinen Link verstehst – ich versuche es deutlicher zu formulieren.
        Alle (!) raffinierten Industrieprodukte sind auf Dauer schädlich für die Gesundheit des Menschen (egal ob Zucker oder Fette). Es gibt keine gesunde Alternative zu Zucker. Dattel-Zucker ist kein Zucker, auch wenn er so genannt wird, hierbei handelt es sich „nur“ um geschrädderte getrocknete Datteln aber auch dieser Dattelzucker ist keine Alternative zu Zucker, denn auch von diesem kannst Du viel mehr essen als du frische Datteln essen kannst!
        Ich will es simple erklären zu tief auf den Stoffwechsel des Körpers einzugehen. Es ist bekannt, dass unser Körper kein „Stoppsignal“ für zuviel Zucker oder Fett hat. Es benötigt dies nicht, denn es gibt in der Natur keine raffinierten Produkte. Kohlehydrate und Fette sind wichtige Stoffe die der Körper für die Aufrechterhaltung seiner Funktion benötigt. Aber, diese liegen in der Natur immer nur „verpackt“ vor, so dass gewährleistet wird, dass man a) nicht zuviel mit einem Mal essen kann und b) sie langsam und dem Maße wie vom Körper benötigt abgegeben werden. Ganz simple – wieviel Liter Apfelsaft kannst Du trinken, wenn Du durstig bist? Ich komme auf ca. 1,5 Liter, locker. Wenn ich aber versuchen würde genau so viel Zucker (Fruchtzucker ist auch Zucker) in Form von Äpfeln mit einem Mal zu mir zu nehmen, wäre dies kaum möglich!
        Weil der Körper zwar keine Rezeptoren für zuviel Zuger hat aber Rezeptoren für „genug Nahrung“ aufgenommen…
        Der Beitrag von Dr. Greger sollte nicht zeigen, welche Zuckerersatzstoffe man nehmen kann, er sollte zeigen, dass es keinerlei gesunden Zucker, in welcher Form auch immer gibt.
        Der Glykämische Index ist sehr irreführend und dumm, weil z.B. Kartoffeln, gekocht einen hohen Glykamischen Index haben und die Leute meinen, dieses Lebensmittel meiden zu sollen. Völliger Blödsinn, denn Kartoffeln haben auch Faserstoffe, was Zucker nicht hat, jochmehr haben sie, wenn man die Schale mitverzehrt.
        Alle Getreidesorten haben einen relativ hohen Glykämischen Index sind aber alle, als Vollkorn, sehr gesund und haben einen hohen Anteil an unverdaulichen aber sehr wichtigen Faserstoffen.
        Was ich sagen wollte ist, nochmals, es gibt keine Alternativen zu Zucker!
        Der Mensch braucht keinen (raffinierten) Zucker oder Ersatzzucker.
        Mit der Überbeanspruchung de Bauchspeicheldrüse als möglichen Auslöser von Diabetes II hast DU Recht, aber nicht in Verbindung mit dem Glykämischen Index.
        Wie komme ich darauf? Lies die China Study und die dazu gehörigen Studien. Die ländliche Bevölkerung in China isst traditionell Reis, auch geschälten Reis, der einen hohen glykämischen Index hat, sie kenne aber so gut wie keinen Diabetes (bis vor Jahren, jetzt kommt die westliche Ernährung zu ihnen und das Blatt wendet sich, nicht mal die TCM im eigenen Land kann oftmals mehr helfen)
        Warum schadete dies nicht?
        Weil sie sich erstens mehr bewegten, öfter kleine Portionen aßen, viel Gemüse dazu assen, so gut wie kein (raffiniertes) Fett zusätzlich hatten. Es ist die Verbindung – nicht ein einzelner Stoff. Du musst versuchen es holistisch anzugehen, nicht reduktionistisch, das endet in einer Sackgasse und kann immer mit Gegenbeispielen widerlegt werden. :-)
        Gute, fundierte Literatur findet man bei Dr. Ornish, Dr. Esselstyn, Dr. Bernardt, Dr. Schnitzer at al.
        Lass mich zum Schluss noch ein Wort zum Honig sagen:
        Erstens, wer will eigentlich das Erbrochene von einem anderen essen? ;-) Das nur nebenbei.
        Wichtiger ist aber, der Honig wird den Bienen weggenommen und sie bekommen dafür billiges Zuckerwasser. Die Imker weinen immer, wenn ein Volk durch eine Milbe vernichtet wurde, warum? Milben gab es seit eh und je aber wenn die Imker den Bienen nur minderwertiges Zuckerwasser als Ersatz für ihren Honig füttern, dann haben sie nicht die Abwehrkräfte die sie haben könnten um die Milben abzuwehren oder zu überstehen. Hinzu kommt, dass die Felder durch die Monokulturen als Bienenweide immer weniger taugen, dass die Pflanzengifte die Bienen immer mehr schädigen und die Honige, egal ob „Bio“ (was völliger Schwachsinn ist, denn keiner kann den Bienen sagen fliege nur auf dieses Feld oder diese Wiese) oder nicht – sie sind alle schadstoffbelastet heut zu Tage. Man setzt die Grenzen immer mal ein wenig höher, damit der Honig diese noch erfüllt.
        Lass den Honig bei den Bienen, er gehört ihnen, wir brauchen ihn nicht – die Ausnahme war vielleicht als natürliches Antibiotikum in der Vergangenheit – heute, durch die Gewöhnung des Menschen an die vielen künstlichen Antibiotika, ist die Wirkung zu schwach.

        • Maximilian Knap

          Es kommt nicht nur darauf an, in welcher Form Zuckerarten aufgenommen werden, sondern auch, wie häufig. Bei Kartoffeln auf den glykämischen Index zu schauen ist tatsächlich Blödsinn, das gilt auch für alle anderen Speisen, die wir zu normalen Mahlzeiten zu uns nehmen. Natürlich braucht der Körper Kohlenhydrate (idealerweise in natürlicher Form – keine raffinierten Industrieprodukte) und ist auch bestens darauf vorbereitet, sie zu verarbeiten. Was jedoch schädlich ist, und hier kommt der glykämsiche Index ins Spiel, ist die ständige Zuckerzufuhr über den Tag verteilt. Eine Tasse Tee mit Zucker, ein Kaugummi, Kaffee mit Zucker, Kekse, Schokolade, Bonbons, die man nebenbei futtert – durch diese ständigen, kleinen Zuckerschübe wird der Blutzuckerspiegel und damit auch die Insulinproduktion auf einem unnatürlich hohen Niveau gehalten. Genau dadurch steigt das Diabetes-Risiko, und nicht etwa durch Kartoffeln.

          Richtig, die Natur hat die Lebensmittel sinnvoll verpackt und mit den natürlichen Produkten wird der Organismus spielend fertig. Das Problem beginnt bei der industrieellen Aufbereitung und Herstellung „unnatürlicher“ Produkte wie Cola, die einen extrem hohen Anteil Zucker enthalten, wovon man beim Trinken noch nicht einmal viel mitbekommt.
          LG Maximilian

  • Liliana

    Leider stimmt hier etwas nicht. Agavensirup/dicksaft ist teilweise noch schlimmer als Zucker selbst! Der darin hohe Anteil an Fruchtzucker (Fructose) füttert nachgewiesen in Studien Krebszellen.

    http://cancerres.aacrjournals.org/content/70/15/6368.abstract
    http://articles.mercola.com/sites/articles/archive/2010/08/27/warning–fructose-feeds-cancer-cells.aspx

    Zucker selbst ist nicht besser, ganz klar, aber Fructose ist genauso schlimm! Man sollte ihn auf KEINEN FALL als Alternative darbieten! :-(
    Die gesündeste Alternative ist, sich von Zucker zu lösen, Schritt für Schritt. Wer darauf nicht verzichten kann, sollte zu Honig greifen oder zu Stevia (und selbst bei Stevia sollte man sich auf max. 50g pro Tag beschränken. Beim Backen von Kuchen ist es was anderes, da sind auch mal 100g erlaubt, aber Stevia sollte man auch nicht in rauen Mengen zu sich nehmen, kommt aber viel gesünder als der Rest).
    Der Anteil an gesunden Nährstoffen in Honig ist sehr gering und macht pro EL einen kaum signifikanten Unterschied, da man schon mehrere Kilo essen müsste, damit es wirklich gesund wäre, wohingegen man dabei aber auch viel Zucker zu sich nimmt, immerhin besteht Honig überwiegend daraus.
    Allerdings ist Honig ein komplett natürlicher, unbehandelter Stoff aus der Natur und damit trotz allem wesentlich besser als Zucker oder Agavendicksaft/sirup.

    Ich hoffte, dass einige auf Agavenmist verzichten. Achtet bitte auf eure Gesundheit. :-)

    • Maximilian Knap

      Danke für diesen wertvollen Hinweis, den wir auch in entsprechender Form im Beitrag ergänzt haben. Es stimmt wohl, dass im Prinzip kein Süßungsmittel als uneingeschränkt empfehlenswert gelten kann, weil sie alle als mehr oder weniger reine Nährstoffe eine viel zu einseitige und für sich genommen ungesunde Nährstoffkonzentration aufweisen.

  • Romy

    Hallo, ist Rübensaft (z.B.: Zörbiger) auch eine gesunde Alternative? Danke für die Antwort

    • Maximilian Knap

      Soweit ich das erkennen kann, besteht Zuckerrübensaft in erster Linie auch aus Saccharose. Anders als Kristallzucker wird er aber nicht raffiniert, sondern behält den Großteil seiner natürlichen Begleitstoffe wie z.B. Eiweiße und Mineralien. Allein deshalb dürfte er schon zumindest besser als reiner Zucker sein. Aufgrund des Zuckers ist er aber trotzdem ein möglicher Verursacher von Karies und ggf. auch Diabetes, wenn er nicht mit entsprechender Zurückhaltung konsumiert wird.

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