Halsbonbons und Zahnpflege zugleich – selbst gemacht in wenigen Schritten
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Halsbonbons und Zahnpflege zugleich – selbst gemacht in wenigen Schritten

Der Hals kratzt? Das Schlucken macht Beschwerden? Die Stimme ist heiser?

In diesen Fällen können Hustenbonbons wahre Helfer sein. In jedem Supermarkt findet man sie in verschiedensten Geschmacksrichtungen. Für jeden ist das Passende dabei. Doch – müssen die Bonbons wirklich aus dem Laden kommen? Nein. Man kann sie ganz einfach und schnell zu Hause selber machen.

Mit wenigen Zutaten bereitest du in kurzer Zeit wohltuende Kräuterbonbons, die nicht nur gut schmecken, sondern auch gesund für Zähne und Rachen sind!

Hustenbonbons herstellen

In unserem Rezept verwenden wir anstatt herkömmlichen Haushaltszucker Xylit. Warum? Mit Xylit (auch als Xylitol oder Birkenzucker bekannt) pflegst du ganz nebenbei deine Zähne. (Xylit verwenden wir auch als Zutat für selbstgemachte Zahncreme, Zahnputzpulver und Mundspülung)

Diese Bonbons kannst du mit gutem Gewissen auch mitten in der Nacht genießen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die süßen Helferlein auch nach längerer Lagerung nicht verkleben.

Für die Herstellung benötigst du folgende Zutaten:

So gehst du vor:

  1. Das Xylit bei mittlerer Hitze erwärmen, bis es zu einer transparenten Flüssigkeit wird.
  2. Anschließend den Topf vom Herd nehmen und die Kräuter einrühren.
  3. Die Masse in Bonbongröße auf ein Backpapier tropfen und für ca. eine Stunde erkalten lassen.
  4. Wenn die Bonbons ganz weiß sind, lassen sie sich leicht vom Papier lösen und du kannst sie in einer Dose geschlossen aufbewahren.

Kräuter gegen Halsbeschwerden

  • Salbei – ist vorbeugend bei Erkältungskrankheiten, stärkt und desinfiziert das Zahnfleisch, wirkt entzündungshemmend
  • Thymian – hilft gegen Reizhusten, Keuchhusten und Bronchitis, aktiviert das Immunsystem, wirkt schleimlösend
  • Melisse – beruhigt allgemein und fördert einen wohltuenden Schlaf, hilft gegen Kopfschmerzen, wirkt kräftigend
  • Holunderblüten – stärken das Immunsystem, lindern Heiserkeit und trockenen Husten
  • Lavendel – hat eine desinfizierende Wirkung, ist beruhigend und ausgleichend
  • Malve – wirkt reizmildernd und entzündungshemmend bei Husten und Katarrhen der Atemwege

Halsbonbons und Zahnpflege zugleich – selbst gemacht in wenigen Schritten

Dieses Rezept und viele andere mehr findest du auch in unserem Buch:

Selber machen statt kaufen - Küche: 137 gesündere Alternativen zu Fertigprodukten, die Geld sparen und die Umwelt schonen
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Oder als eBook: kindle - tolino - kobo - iTunes

Welche besonderen Heilkräfte noch in natürlichen Kräutern stecken, erfährst du in diesem wunderbaren Buch:

Die Kräuter in meinem Garten
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Welche Kräuter helfen dir bei Halsbeschwerden? Wir wünschen dir gute Besserung und viel Spaß beim Ausprobieren!

Vielleicht interessieren dich auch diese Themen:

  • Maddy Maus

    etwas zu süß für Husten .. :-), ansonsten echt lecker und einfach

  • Manu Ela

    Voll super, vielen vielen Dank für den Tipp mit den Xylit-Bonbons!!! Mach grad welche mit im Mörser fein geriebenem, getrocknetem Salbei und frischer Orangenschale… Hab schon etwas genascht, das wird mega lecker ? Nachher mach ich noch welche mit frischem Ingwer und Zitronenschale ?

  • Eva

    Ich produziere diese „Bonbons“manchmal sogar zwei Mal in der Woche. Wir sind davon ganz begeistert und von Erkältung keine Spur, obwohl die „Umgebung „hustet und niest. danke für den tollen Tipp

    • Die sehen klasse aus! Da will man Glatt Förmchen besorgen :)

  • Nicole

    Oh toll ich habe schon öfters darüber nachgedacht wie man den Zucker ersetzen könnte, wusste aber nicht ob sich das Xylit genauso verhält wie normaler Zucker. So kann man ja auch sich sehr einfach z.B. Kirschbonbons herstellen :-D

  • Frankie Alan Strathclyde

    Ich finde die Idee super! Würde gerne welche mit Eukalyptus machen, aber ich lese die letzte Zeit immer wieder „nicht zum Verzehr geeignet“, wenn ich etwas bestellen will (hauptsächlich beim ätherischen Öl). Jetzt trau ich mich da gar nicht so richtig ran, hat jemand von euch das schon mal mit Eukalyptus in irgendeiner Form probiert?

    • Maximilian Knap

      Viele naturreine, ätherische Öle sind für die Verwendung in Lebensmitteln geeignet, jedoch immer in sehr hoher Verdünnung! Beispielsweise kann man einen Aromaessig mit einem Tropfen ätherischen Öls auf einen Liter Essig herstellen. Eine Liste von Ölen, die zur Aromatisierung von Speisen geeignet sind, findest sich z.B. hier: http://www.vegaroma.de/de/aromavitalkueche.html

      Zum Eukalyptusöl habe ich jedoch nur Hinweise gefunden, dass es zu den Ölen gehört, die besonders vorsichtig dosiert und immer nur stark verdünnt angewendet werden sollten. Von einer Einnahme, z.B. in Bonbons, würde ich deshalb lieber absehen!

    • Olga Michalski

      es gibt fantastische ätherische Öle, die sehr wohl sicher zum Verzehr geeignet sind, wenn du Infos dazu möchtest, bin ich gerne bereit dir weiter zu helfen,

      Lieber Gruß, Olga ([email protected])

  • Ela

    Bei mir werden die bonbons jetzt nach 4 stunden kaltstellen immer noch nicht weiß:(. Haben die Konsistenz von Gelee-bonbons.. Was könnte ich falsch gemacht haben?

    • Maximilian Knap

      Das klingt nach zu viel Feuchtigkeit, sollte sich aber ganz einfach durch Warten von allein beheben lassen. Am besten an einem warmen Ort trocknen lassen, z.B. in der Nähe der Heizung. Die fertigen Bonbons müssten steinhart sein – zum Lutschen eben ;-)

  • Jessica

    Ich habe die Bonbons vor zwei Tagen das erste Mal hergestellt, mit gemörsertem Salbei, gemörsertem Thymian und pur.
    Lecker sind alle drei Varianten, nur lösen sich die Bonbons bei mir so unglaublich schnell auf, zerfallen nach kurzer Zeit regelrecht im Mund. Hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte? Zu wenig erhitzt? Zu kurz? Zu lang? Zu viel oder zu wenig gerührt?
    Über einen Tipp würde ich mich freuen :-) Danke!

  • Harald

    Habe mir die Bonbons gestern nach Rezept gemacht + die Schale einer Biozitrone daruntergemischt – super lecker die Bonbons, vielen Dank fürs Rezept! Eine Frage: die Bonbons wurden zwar weiss und hart (hat aber über Nacht gedauert), jedoch zerfallen sie relativ schnell im Mund. Hat jemand einen Tipp wie man Hustenbonbons hinkriegt „die auch etwas länger halten“ im Mund, also nicht so schnell zerfallen?

    Vielen Dank!

    • Maximilian Knap

      Gute Frage… mit Rezeptvarianten haben wir leider noch nicht weiter experimentieren können. Vielleicht weiß aber eine andere Leserin oder ein Leser Rat?
      Liebe Grüße

      • Urmel

        Das ist die spezielle Eigenschaft von Xyllitol, er löst sich schnell auf, fördert den Speichelfluss uns ist somit auch ohne weitere Zutaten als heilsame Mundspülung zu nutzen. Für Lutschbonbons natürlich nicht so wünschenwert…

  • jana

    bei mir wurden sie grün

    • Maximilian Knap

      Auch interessant :-) Was für Kräuter hast du verwendet?

  • Jenny

    Gestern hatte ich die ersten 10 Bonbons auf Probe hergestellt und es hat alles auf Anhieb sehr gut geklappt. Ich hatte aber meine Zutaten (Xylit, Salbei, Ingwerpulver) zusammen in der Kaffeemühle pulverisiert und dann wie beschrieben in einem Topf vorsichtig erhitzt. Sobald es anfängt flüssig zu werden, dann den Topf vom Herd nehmen und durch die Wärme schmilzt dann alles weiter. Meine Bonbons wurden dunkelgrün und hart und zerfallen nicht im Mund.

  • Diana Szentarra

    Also ich nehme lieber Honig und Agavendicksaft statt Zucker. Die lassen sich sehr gut lutschen. Ich bin kein Freund von xylit. Und den Honig kaufe ich beim ansässigen Imker.nur sind die bonbons schneller weg als ich produzieren kann. https://uploads.disquscdn.com/images/cac7c7e681fdf2e83f11df1f55e84b4cfc7e7c132e553a72a012b831af9c45f6.jpg

    • Maximilian Knap

      Sind hübsch geworden! Geht man mit Honig genauso vor?

      • Diana Szentarra

        Honig ist etwas langwieriger. Er wird nicht zähflüssig beim einkochen. Aber sobald es heftig schäumt runter vom Herd und Drops auf das Backblech. Ich ziehe dann handschuhe an und forme noch kugeln draus. Allerdings muss ich noch experimentieren, das meine kräuter mehr zum Vorschein kommen. Ich koche nämlich kräutersirup, den ich dann zum Honig hinzu gebe… für viele Menschen ist es nicht angenehm das Pulver im Bonbon zu haben…

    • Monika Buddenkotte

      Hallo, das ist ja toll!
      Ich bin Honigfan. Magst du beschreiben wie du den Honig zu festen Bonbons bekommst?
      Ich hab es schon mal versucht,
      War mir aber nicht gelungen.
      Da wäre wirklich toll.
      LG Monika

  • Diana Szentarra
  • Sandra Horn

    https://uploads.disquscdn.com/images/01b5790336dadddda89636f6050d727ed5aa2c9b15fc70ed8cd91564978263ae.jpg Ich habe heute nach Anleitung mit Xylit Bonbons hergestellt. Zuerst mit Melisse und Lavendel… die sind super geworden und nach kürzester Zeit wurden sie fest und hart. Ich habe den Topf nicht so lange erhitzt. Da am Schluss die restliche Masse im Topf hart wurde, habe ich sie nochmal erhitzt und dann aufs Backpapier getropft. Diese blieben sirupartig und wurden nicht fest. Die folgenden Versuche mit Thymian und Salbei wurden gar nicht hart… nur die letzten Drops der schon abgekühlten Masse. Hat es mit der Temperatur des Xylit zu tun? Ich hatte bei den letzten Versuchen den Topf länger auf dem Herd. Was mache ich, wenn die Bonbons nicht hart werden?

    • Maximilian Knap

      Schwer zu sagen – ich würde erstmal abwarten. Sind sie jetzt nach 12 Stunden immer noch nicht fest?

      • Sandra Horn

        Doch. Sie wurden fest. Ich habe da ein bischen nachgeholfen und die bonbons lagenweise im Ofen bei 75°C eine Stunde getrocknet. Letztendlich brauchten sie fast 18 Stunden, um ganz auszuhärten. Ich habe festgestellt… wenn man die Masse nach dem Schmelzen zu früh aufs Backpapier tropft, dauert es länger. Besser man wartet ca 10 min., bis die Masse etwas dickflüssig wird. Diese Bonbons sind im Verhältnis auch etwas stabiler und zerfallen nicht zu schnell im Mund. Super Rezept. Mache ich gerne wieder. Vielen Dank!

        • Maximilian Knap

          Da hat sich das Experimentieren gelohnt :D vielen Dank für diese schöne Rezept-Verbesserung!

  • Ramona

    Ich habe Bonbons mit dem roten „Xucker“ gemacht und sie sind echt klasse geworden. Hab sie nur mit gemörsertem Salbei gemacht und das Xylit nur auf niedriger Stufe erhitzt bis es gerade so flüssig war – und ich bin noch begeisterter als ich dachte denn die Bonbons zerfallen nicht im Mund wie hier haufig beschrieben wurde und waren blitzschnell ausgekühlt.
    Vielen Dank für das tolle Rezept!

    • Danke für die schöne Rückmeldung! Wir haben die Bonbons auch gerade wieder mit Thymian gemacht und lieben sie :)

  • Nina

    Ich hatte schon sofort steinharte Bonbons und auch Bonbons, die nach zwei Tagen immer noch nicht fest waren. Ich bin zwar noch nicht ganz dahinter gestiegen, warum sie manchmal nicht fest werden, aber:
    Wenn man über die nicht fest werden wollenden Bonbons ein paar Körnchen Xylit krümelt, dann scheinen sie sich daran zu erinnern, wie das Kristallisieren funktioniert. ;)
    Sie zerfallen zwar etwas schneller im Mund als die, bei denen es gleich klappt, aber immerhin werden sie fest und müssen nicht weggeworfen werden.

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