
7 Tipps für eine sanfte, natürliche (Körper-)Rasur - ohne Rasurbrand
Eingewachsene Haare, Rasurbrand oder kleine Pickel kennst du ganz bestimmt auch, wenn du ab und zu zum Rasierer greifst, um störende Körperbehaarung zu entfernen. Egal ob Frau oder Mann – gerade sensible Haut, die mehrmals pro Woche oder sogar täglich enthaart wird, braucht eine ganz besonders Pflege. In Drogerien gibt es dafür jede Menge Mittel, doch die meisten enthalten mineralölbasierte Silikone oder Paraffine, die die Haut mehr austrocknen als pflegen, und Konservierungsstoffe, die erst recht dazu beitragen, die Haut zu reizen.
Viel besser zu deiner Haut kannst du sein, wenn du auf einfache Hausmittel zurückgreifst und die folgenden Tipps vor, während und nach der Rasur berücksichtigst. So bleibt die Haut gesund und glatt, und du kannst dir teure Rasiercremes und Aftershaves sparen.
1. Das richtige Werkzeug
Ob du nun einen Haartrimmer, als Mann einen Elektrorasierer oder doch lieber einen Rasierhobel benutzt, eines bleibt in jedem Fall gleich: Die Klingen sollten möglichst scharf sein! Eine stumpfe Klinge neigt viel eher dazu, an den Haaren zu ziehen, anstatt sie sauber zu schneiden, was die Haut unnötig reizt.
Um Entzündungen vorzubeugen, ist zudem wichtig, dass die Klingen des Rasierers sauber sind. Sie mit heißem Wasser abzuspülen reicht dafür meist aus. Generell gilt, dass hochwertige Edelstahlteile weniger keimanfällig sind als verbaute Plastikteile am Klingenaufsatz, ein weiterer Pluspunkt für den plastikfreien Rasierhobel. Ein hochwertiger und langlebiger Pinsel, der zum Beispiel bei der Verwendung von Rasierseife gebraucht wird, ist ebenso sinnvoll, da er den Schaum besser aufnehmen und verteilen kann.
2. Peeling
In vielen Ratgebern zum Rasieren steht, dass die Haut vor der Rasur mit einem Peeling behandelt werden solle, um abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen und so das Gleiten der Rasierklinge zu erleichtern. Das stimmt zwar einerseits, bedeutet andererseits jedoch eine zusätzliche Reizung der Haut. Denn je nachdem, wie “kratzig” das Peeling ist, könnten nicht nur abgestorbene Hautschüppchen entfernt, sondern auch minimale Verletzungen zugeführt werden. Davon braucht die Haut nach dem Peeling erst einmal Erholung!
Am besten ist es, der Haut acht bis zwölf Stunden Ruhe zwischen einem Peeling und der Rasur zu gönnen – also am besten über Nacht. Öfter als einmal die Woche ein Peeling anzuwenden, ist gerade bei sensibler Haut nicht empfehlenswert.
Tipp: Peelings können aus einfachen Küchenzutaten ganz schnell selbst hergestellt werden. Probiere es doch mal mit einem vitalisierenden Peeling aus Kaffeesatz!
3. Wärme und Feuchtigkeit
Wärme öffnet die Poren und entspannt die Muskulatur, wodurch die Haare weiter aus der Haut herausragen. Zusätzliche Feuchtigkeit macht die Haare schön weich, was du durch eine warme Dusche oder einen feuchten Waschlappen auf dem betreffenden Areal erreichst. All das erleichtert das Gleiten der Klinge über die Haut und ermöglicht so ein sanfte Rasur.
Vorsicht: Zu hohe Temperaturen trocknen die Haut eher aus. Auch ein zu langer Kontakt mit Wasser (mehr als zehn Minuten) kann sich ungünstig auf die Rasur auswirken, weil die obersten Hautschichten aufquellen können und die Haare so etwas tiefer unter der Oberfläche liegen.
4. Rasierschaum-Alternativen
Egal wie man es dreht und wendet: Eine sanfte Rasur braucht Zeit! Damit die Haare sich leicht abrasieren lassen und Klinge und Haut geschont werden können, müssen die störrischen Stoppeln erst einmal weich werden. Das geht am natürlichsten mit einer dieser fünf selbst gemachten Rasierschaum-Alternativen, die vor einer sanften Rasur ein paar Minuten einwirken sollte.
5. In Wuchsrichtung rasieren
Zwar nicht ganz so gründlich, aber vor allem bei ohnehin schon gereizter Haut oder wiederkehrenden Problemen mit eingewachsenen Haaren besonders empfehlenswert, ist die Rasur in Wuchsrichtung. Gerade an Stellen, wie zum Beispiel den Beinen, bei denen du vielleicht noch nie auf die Idee gekommen bist, einmal von oben nach unten zu rasieren, kann dieser Tipp wahre Wunder bewirken. Ganz ohne Rötungen und Jucken sind dann auch die winzigen Stoppeln hinnehmbar, die bei einer Rasur in Wuchsrichtung meist verbleiben.
6. Natürliche Pflege danach
Nach der Rasur fängt die eigentliche Pflege erst so richtig an. Denn egal wie sanft du rasierst, danach ist deine Haut strapaziert und braucht extra Feuchtigkeit und Beruhigung. Ein dafür geeignetes Rasierwasser kannst du ganz leicht selbst herstellen – auf der Basis von Alkohol, der desinfiziert, oder mit natürlichem Apfelessig, der besonders viele Pflegestoffe enthält.
Ein einfaches Gel, gewonnen aus dem Saft der Aloe vera, hilft der Haut besonders gut, sich zu regenerieren.
Auch die reine Hautpflege mit Ölen kann für dich geeignet sein. Jojobaöl, das den entzündungsverursachenden Mikroorganismen die Lebensgrundlage entzieht, wirkt besonders effektiv. Zusammen mit einem Basisöl ist es einfach auf noch angefeuchteter Haut anzuwenden.
Willst du empfindliche Entzündungen verhindern, schon bevor sie entstehen, kannst du dir zum Beispiel die Kraft der heilenden Kamille in einer Creme oder einer Tinktur zu nutze machen. Ebenso lindernd wirken die Inhaltsstoffe des Gänseblümchens. Oder du pflegst die frisch rasierte Haut mit einer selbst gemachten Salbe aus Ringelblumen. Alle drei Heilpflanzen haben eine antibakterielle, entzündungshemmende und beruhigende Wirkung und wachsen bestenfalls direkt vor deiner Haustür.
7. Lockere Kleidung
Du hast all die Tipps für eine sanfte Rasur befolgt und trotzdem noch Probleme mit Rasurbrand und Pickelchen? Dann kann es vielleicht sein, dass deine Haut generell nicht genügend Luft zum Atmen hat. Zu enge Kleidung aus synthetischen Stoffen kann auch die Ursache für vermehrte Bakterienbildung sein. Vielleicht kannst du dich ja bei der nächsten Kleiderschrank-Ausräumaktion von den zu engen Teilen trennen?
Welcher Rasiertipp hat bei dir die größte positive Wirkung gezeigt? Schreib deine Erfahrungen unten in die Kommentare!
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