Das Ideenportal für ein einfaches und nachhaltiges Leben

Warum ich auf Systemrasierer verzichte – und warum du es auch tun solltest
4.8 5 273
263
10

Diese Alternative zu herkömmlichen Rasierern spart über 90% der Kosten für Klingen. Die Rasur ist angenehmer, gründlicher und schont die Umwelt!

Bisher habe ich bei der Rasur auf so genannte Systemrasierer gesetzt. Das sind diese Nassrasierer mit aufsteckbaren Köpfen, die meist mehrere Klingen haben sowie Schutzbügel und noch einige andere “Extras”. Beim letzten Einkauf habe ich nicht schlecht gestaunt: Fünf Klingen für meinen Rasierer kosten jetzt 30 Euro! Grund genug, endlich mal über eine Alternative nachzudenken.

Abgesehen vom Preis haben die modernen Systemrasierer einige weitere Nachteile. Ich bin eigentlich ein Rasiermuffel, Vollbart ist aber auch nichts für mich. So schreite ich etwa alle 3-7 Tage zur Tat. Zumindest bei mir verstopfen die Klingenköpfe deshalb ziemlich schnell und ich habe einige Mühe, die längeren Stoppeln wieder zwischen den Klingen heraus zu spülen. Schließlich wird für die Komponenten sowie für Verpackung eine Menge Plastik verwendet. Müll, der gut und gern vermieden werden kann.

Die ideale Alternative ist ein klassischer Rasierhobel mit einfachen Rasierklingen. Aus unerfindlichen Gründen ist er in Ladengeschäften nur noch selten anzutreffen, wohingegen fast überall mindestens 20 verschiedene Systemrasierer angeboten werden. Vielleicht hat es ja etwas damit zu tun, dass ein 10-er Pack der klassischen Klingen weniger als zwei Euro kosten?

Der “Hobel” ist nichts weiter als ein präzise gefertigter Halter aus Metall, der eine klassische Rasierklinge aufnimmt. Wie man ihn richtig verwendet und was es noch zu beachten gibt, erkläre ich dir in diesem Beitrag.

Warum Hobelrasur?

Die Rasur mit einem Rasierhobel erfordert etwas Übung. Jedoch wird man mit einer wunderbar glatten Haut belohnt, womit kaum ein Systemrasierer mithalten kann. Klassische Rasierklingen sind in der Regel um einiges schärfer und präziser gefertigt, als die Mehrfachklingen in den Plastikaufsätzen. Neben den anderen Vorteilen wie Plastikvermeidung und den viel geringeren Kosten ist für mich das Hautgefühl der wichtigste Pluspunkt der Hobelrasur.

Aufgrund der Konstruktion des Klingenhalters ist es praktisch nicht möglich, die Klinge mit abgeschnittenen Haaren zu verstopfen. Ich wundere mich wirklich, wieviel unnötige Zeit ich bisher mit dem Ausspülen loser Haare verbracht hatte.

Die Gefahr sich zu schneiden ist bei der Benutzung eines Rasierhobels allgemein höher, da er keine Schutzbügel besitzt. Meiner Erfahrung nach ist das aber einzig eine Frage der Übung, Routine und Achtsamkeit während der Rasur. Bei den ersten beiden Rasuren floss bei mir tatsächlich etwas Blut aufgrund falscher Handhabung. Wenn man den Rasierer aber richtig führt und nicht unbedingt gegen den Strich rasiert, sind Schnitte fast ausgeschlossen.

Welchen Rasierhobel sollte man verwenden?

Mach nicht den Fehler und verwende ein zu einfaches Modell aus Plastik. Dieser Versuch wird womöglich nach hinten losgehen, aufgrund unpräziser Fertigung und nicht durchdachter Konstruktion bleiben darin noch mehr Haare hängen als im Systemrasierer und das Verletzungsrisiko steigt.

Diese Alternative zu herkömmlichen Rasierern spart über 90% der Kosten für Klingen. Die Rasur ist angenehmer, gründlicher und schont die Umwelt!

Stattdessen verwende ich einen professionellen Rasierhobel aus Metall. Diese gibt es bereits in guter Qualität ab ca. 25 Euro, in der Luxusausführung mit Einstellmöglichkeiten für gut 60 Euro. Für mich persönlich ist die einfache Variante völlig ausreichend.

Der Hobel besteht aus vier Teilen: Klinge, Klingenhalter, Klingenabdeckung und Griff. Bei meinem Modell ragt die Klingenabdeckung mit einem Gewinde durch Klinge und Klingenhalter und wird mit dem Griff verschraubt. Eine einfachere und effektivere Konstruktion ist kaum vorstellbar. Andere Modelle besitzen eine ausgeklügelte Mechanik mit einem Klappmechanismus zum Öffnen und Schließen des Rasierklingenfachs.

Rasieren mit dem Hobel – so funktioniert es

Zur Nassrasur gehört immer ein guter Rasierschaum, eine Rasiercreme oder noch besser eine Rasierseife. Der Schaum wird auf der feuchten Haut aufgetragen und soll 2-3 Minuten einwirken. Dadurch quellen die Haare auf und treten aus der Haut hervor, eine Voraussetzung für eine besonders gründliche Rasur. Außerdem gleitet der Rasierer dank Schaum fast ohne Widerstand über die Haut.

Nach dem Einschäumen kannst du beginnen, mit dem Strich über die Wangen, Kinn und Hals zu rasieren. Im richtigen Winkel und mit nicht zu viel Druck gehalten, erwischt der Rasierer schon beim ersten Zug fast alle Haare. Bei Bedarf gehe einfach mehrfach über die gleiche Stelle, solange die Haut feucht ist.

Nach ein paar Zügen wird der Rasierer einfach unter fließendem Heißwasser ausgespült. Es bleibt nichts hängen, alle Haare lassen sich durch die großen Öffnungen unter der Klinge leicht ausspülen, was auch noch Wasser spart.

An den Lippen muss ich besonders präzise arbeiten, weil die Haut sehr dünn ist. Besonders an der Unterlippe ist sonst die Gefahr eines Schnittes groß.

Erfahrene Benutzer schäumen sich nach dem ersten Durchgang gern ein zweites Mal ein, um dann im zweiten Durchgang gegen den Strich zu rasieren. Meine Haut ist dafür zu empfindlich, weshalb ich mich mit dem schon sehr guten Ergebnis nach einer Runde begnüge.

Ein antibakterielles und pflegendes Rasierwasser beruhigt im Anschluss die Haut und verhindert, dass sich Keime in möglichen Mikro-Verletzungen einnisten können.

Varianten und Zubehör

Man unterscheidet zwischen Modellen mit einem geschlossenen Kamm sowie mit einem offenen Kamm. Der offene Kamm ist hilfreich bei besonders langen Haaren, erhöht aber auch das Verletzungsrisiko.

Für den echten Liebhaber gehört zum Rasierhobel eine gute Rasierseife sowie ein Rasierpinsel. Das Aufschäumen der Rasierseife und Auftragen auf der Haut wird zu einer regelrechten Zeremonie, mit der der Tag beginnt. Aber auch konventioneller Rasierschaum aus der Sprühdose funktioniert wunderbar, ist allerdings auch teurer und mit mehr Müll verbunden.

Für welche Variante du dich auch entscheidest, ich bin sicher, du wirst die Umstellung vom “Marketing-Produkt Systemrasierer” hin zum Rasierhobel nicht bereuen. Die Anfangsinvestition in einen guten Hobel hat man in der Regel schon nach wenigen Klingenwechseln wieder drin. Zum Vergleich: für meinen alten Rasierapparat kosten fünf Klingen 30 Euro, für meinen Rasierhobel erhalte ich 10 Klingen für weniger als zwei Euro!

Diese Alternative zu herkömmlichen Rasierern spart über 90% der Kosten für Klingen. Die Rasur ist angenehmer, gründlicher und schont die Umwelt!
von scott feldstein [CC-BY-2.0]
Tipp: Ein solcher, plastikfreier Rasierhobel ist auch ein wunderbares Geschenk für Herren. Ein kleines Wunderwerk, das technikverliebte Männerherzen schnell höher schlagen lässt.

Rasierhobel für Damen?

Auch wenn die Werbung für sensible Damenbeine besondere Pflege vorsieht, kann auch hier der Rasierhobel verwendet werden. Einige Leserinnen haben uns ihre positiven Erfahrungen mitgeteilt. Nach kurzer Umgewöhnungszeit wird auch für sie die Hobel zur günstigen und umweltfreundlichen Alternative. Wenn du unsicher bist, lies den Beitrag von Zora hier.

Entsorgung der Klingen

Die einzelnen Klingen sind auch nach der Nutzung meist noch sehr scharf. Achte deshalb besonders auf die Entsorgung. Ich packe die geknickten Klingen nach der Nutzung zurück in die Originalverpackung und markiere sie leicht, um neue von alten Klingen unterscheiden zu können.

Diese Alternative zu herkömmlichen Rasierern spart über 90% der Kosten für Klingen. Die Rasur ist angenehmer, gründlicher und hat ein paar weitere Vorteile!

Vielleicht interessieren dich auch diese Beiträge:

Beabsichtigst du auch den Umstieg, oder verwendest schon erfolgeich einen Rasierhobel? Wie sind deine Erfahrungen? Wie immer freuen wir uns auf deine Anregungen und Kommentare!

  • Sheila

    Ich hätte noch eine bessere Alternative:

    Das klassische Rasiermesser!
    Nur einmalige Anschaffungskosten, es kann sogar über mehrere Generationen vererbt werden und eine babyglatte Haut.

    LG
    Sheila

    • Maximilian Knap

      Damit hast du Recht :-) Allerdings erfordert die Handhabung eines Rasiermessers noch sehr viel mehr Übung, und die Verletzungsgefahr ist deutlich höher als beim Hobel. Auch das Schärfen des Messers ist nicht jedermann/fraus Sache. Pauschal empfehlen würde ich das Messer deshalb eher nicht ;-) Wohingegen der Hobel kaum eine Umstellung für vormalige Benutzer der Systemrasierer bedeutet.

      • Tom Lauris

        Man kann auch eine Shavette nehmen (Wechselklingenmesser), die ist immer scharf. Meine hat 3 Euro gekostet.

        Klar muss man das lernen, aber ich nehme sowas auch als Herausforderung. Es hat mehr als 1 Woche gedauert, bis ich mich unfallfrei rasieren konnte, inzwischen mach ich das mit links.
        Die Hobelrasur macht schon Spass, das Messer aber fast noch mehr.

  • Sternchen0903

    Mich würden Erfahrungen von Frauen mit dem Hobel interessieren. Macht das Sinn in Bezug auf Rasierbrand, Irritationen? Rasiermesser wäre mir zu gefährlich, mit meiner gronmotorischen Veranlagung ;-)

    • Cl Lu

      das hab ich mich auch gefragt :-D Einfach mal ausleihen und ausprobieren? ;-)

      • Sternchen0903

        Rasierer gehören zu den Dingen, die ich nicht leihen würde… würde auch nie den von meinem Mann nehmen, mit dem er sich dann wieder im Gesicht rasiert. Nee Nee Nee

        • Cl Lu

          man teilt so einiges :-) warum nicht auch den Hobel? Meinen Mann stört das nicht und mich auch nicht. Minimalistisch nur 1 Rasierer. :-)

          • Zora

            Ich hab seit Jahren einen und will ihn nicht mehr hergeben. Am Anfang war ich ein bisschen ängstlich, und ich hatte das Gefühl, die Haut muss sich dran gewöhnen, aber nach kurzer Zeit hab ich ihn genauso wie den früheren Systemrasierer genutzt. Nur viel, viel günstiger und müllreduzierter. Wenn’s interessiert: http://foolfashion.blogspot.de/2012/12/ersetzt.html

          • Vielen Dank Zora für den Erfahrungsbericht! Da hört ihr Ladies es, keine Ausrede mehr ;)

            Aber im Ernst: vielen Dank @maximilianknap:disqus! Ich habe es auch erst gestern probiert und bin sehr angetan!

        • RD71

          Gute Rasierhobel bekommt man auch mal auf dem Flohmarkt. Da die aus Metall sind, kann man sie abkochen und schon sind die Dinger wieder steril. Wichtig ist eine gute Klinge.

  • Klaus Mueller

    Klingen, Creme und Hobel habe ich vor gut 3 Jahren erstmals günstig bei DM gekauft. Ich bin sehr zufrieden damit. Spart enorm an Kosten und Müll. Die Handhabung fand ich jetzt nicht so anders, als die von Systemrasierern. An Rasiermesser habe ich auch schon gedacht. Wäre mal ein Versuch wert.

    • Cl Lu

      na wenn das nicht so anders ist, dann werd ich meinen Mann mal fragen ob wir umsteigen auf den Hobel :-) Danke für die Info.

  • LGrb

    Wenn man den Hobel mit der Klinge noch auf eine Magnet-Bank legt, hält diese noch länger. Danke für den Artikel. LGrb

    • Danke für den Tipp! Kannst du mir erklären, warum das so ist? :)

      • LGrb

        Hierzu heißt es: “Der spezielle Magnet richtet die mikroskopisch feine Schnittkante von Einfach-, Doppel- und Mehrfachklingen aller Bauarten wieder auf und stabilisiert sie – die Lebensdauer einer „Wegwerfklinge“ verlängert sich um ein Mehrfaches; dies belegen Messungen, die von der Universität Erlangen-Nürnberg durchgeführt wurden. Geeignet für alle Klingentypen, auch für Lady Shaver. Um den Erfolg zu garantieren, beginnt man die Behandlung bereits vor dem ersten Gebrauch einer neuen Klinge. Kunststoffhalter mit Magnetblock.” Ob das stimmt weiß ich nicht. Mir kommt es aber so vor… LGrb

        • Vielen Dank, das klingt einleuchtend!

        • Danke für den Tipp!

    • Stefan Brandauer

      Also, das würde mich auch interessieren, welche physikalische Erklärung dahintersteckt :)

  • Stefan Brandauer

    Seit nun mehr als 6 Monaten mit einem klingenneigungswinkelverstellbaren Merkur-Hobel (sorry fürs Product placement, aber was für ein Wort!) unterwegs, nie nie mehr was anderes!
    Kein Plastikgerümpel mehr, kein Geld mehr den Klingenplatzhirschen G oder W in den Rachen stopfen, astreine Rasur, nach 5 Wochen war ich genauso flott mit der Hobelklinge wie mit dem stilfreien Plastikmüll, selbst wider den Strich am Hals vertrage ich besser als früher. Rasierseife von einem lokalen Hersteller dazu komplettiert das Paket

    Wer seines Geldes Feind ist und auch noch jeden Schwachsinn glaubt, den uns die Werbung krampfhaft eintrichtert (zig Klingenköpfe, lustige Gelpolster, etc) kauft weiter den Müll von der Stange, ich bin fertig damit und bereue es keinen Tag :-)

    • Maximilian Knap

      Danke für deinen tollen Erfahrungsbericht und die direkten Worte :-) Ich war am Anfang unsicher, ob meine Haut das vertragen würde, aber im Endeffekt ist der Hobel genauso Sanft zur Haut, wenn nicht sogar sanfter weil viel präziser. Mit scharfer Klinge wird praktisch kein Druck benötigt, und selbst ein längerer (7-Tage-) Bart verschwindet mühelos. Dafür hätte ich mit einem Systemrasierer eine halbe Stunde gebraucht, wegen ewiger Klingenverstopfung, oder hätte mit der Maschine vorher kürzen müssen.

    • Mario Caspari

      Ich bin vor 10 Jahren umgestiegen auf einen Merkur-Rasierhobel. Noch heute freue ich mich auf die Rasur, auf die angenehme, glatte Haut ohne Hautirritationen! Einfach wunderbar!
      Und sieht man hin und wieder mal die Werbung vom allerneuesten Systemrasierer, der soviel besser sein soll als sein Vorgänger, lehnt man sich zurück und lächelt still in sich hinein.

  • Sascha

    Vielen Dank für den Tipp.
    Ich hab mir einen Mühle Hobel mit geschlossenem Kamm zugelegt und gleich eine große Packung Astra Rasierklingen dazu bestellt. Meine laufenden Kosten belaufen sich bei zwei Klingenwechseln pro Woche auf 0,14 €uronen (*hüpf*).
    Anfängliche Irritationen sind um einiges weniger geworden. Für kleine Schnitte, welche auch nur minimal und selten waren, benutze ich Lavendelöl fein bio vom Primavera nach der kalten Gesichtswäsche und dem Abreiben mit Salzstein. Das Öl wirkt antiseptisch und antibakteriell, die Wundheilung begünstigt und zudem das Brennen sofort aufhört. Bei Schnitten wiederhole ich das nochmal abends vorm Zubettgehen. Am folgenden Tag verzeichne ich weder Entzündung noch Druckempflindlichkeit. Positiver Nebeneffekt ist zusätzlich, das Stechmücken für 2-4 Stunden (Lavendel ist Kopf-/Herznote) erstmal einen Bogen um einen machen.
    Ansonsten benutze ich noch einen Pumpzerstäuber mit Apfelessig zum Desinfizieren. Am besten nach dem kalten Wasser ;-)
    Die Rasur ist super gründlich – mit ein wenig Übung wohl gemerkt – und meine Rasur zu einem, sehr angenehmen Morgenritual geworden. Umweltfreundlich, stylish, hygienisch und eine saubere Rasur mit Chilling Effekt. Für mich eine geniale Idee, welcher auch noch im Geldbeutel spürbar ist. Einschränkungslos zu empfehlen.

    • Vielen Dank für den ausführlichen Bericht @Sascha! Ich kann dir nur zurstimmen, nach ein paar Rasuren ist man sehr geübt und es geht sogar leichter als mit den 3-Klingen-Schutzgitter-Köpfen :)

      Den Trick mit dem Lavendelöl werde ich demnächst mal testen!

  • OttoHa

    Hab mir gleich den Edwin Jagger aus dem Artikel gekauft! Und nachdem mein Rasierschaum Vorrat zu ende geht probier ich mal die Rasierseife.

    • Sascha

      Die kann ich empfehlen: http://www.carianaturalsoap.com/product/goat-milk-shave/. Ist frei von Chemie und ist aus sehr pflegenden Ölen gemacht.

    • Maximilian Knap

      Klasse :-) vielleicht magst du ja berichten, wie du nach 5-6 Rasuren damit zurecht kommst. Erfahrungsgemäß dauert die Umgewöhnung etwas, aber wer es einmal “drauf hat” will sich nie wieder anders rasieren. Viel Erfolg!

  • ich hab meinen Erfahrungsbericht zum Rasierhobel gebloggt: https://zaubsie.wordpress.com/2015/08/31/rasierhobel-bericht/ – alle Daumen hoch von mir!

    • Maximilian Knap

      Super Sache :-) Je mehr mitbekommen, wie nutzlos und überteuert diese Systemrasierer im Grunde sind, umso besser :-)

  • Bernd Gregor

    Probiert doch einfach aus den wilkinson Rasierhobel bekommt ihr in der Drogerie oder auch real für 3,99€

    • Mim

      Der Wilkinson ist definitiv Scheiße! Ich habe genau das getan, diesen Billig-Hobel, den jeder Supermarkt anbietet gekauft und ich war sehr unzufrieden mit der Rasierleistung. Die erste Klinge hat nach dreimaliger Rasur nichts mehr bewegt, und nur über nicht ganz zudrehen war die Klinge zum gelegentlichen Haarschnitt zu überreden. Sehr unbefriedigend. Jetzt habe ich einen Raptor 99R für 34,-€, aus Metall und mit Butterfly-Mechanik. Schon das Geräusch bestätigt das Ergebnis: einmal drüber, alles weg!

  • frau boddenliebe

    Danke für den Bericht. Welche Rasierseife für allergische Haut ist zu empfehlen?

    • Maximilian Knap

      Damit kennen wir uns leider nicht so gut aus. Ein Tipp wäre es, in der Apotheke oder Drogerie nach einer für Allergiker geeigneten Seife zu fragen. Viel Erfolg!

  • leberwurst

    Ich rasiere mich seit mehr als einem Jahr ebenfalls mit dem Hobel (Mühle R89), absolut genial. Die überteuerten Systemrasierer sind plötzlich völlig uninteressant geworden, nicht nur wegen der Abzocke mit den Klingen.
    Auf einmal macht das Rasieren wieder Spass und ist keine lästige Pflicht mehr. Der Bart kann gar nicht mehr schnell genug nachwachsen, weil man sich schon auf die nächste Rasur freut.
    Auch die Rasierseifen sind wesentlich besser. Meine letzten Vorräte Dosenschaum habe ich nach dem ersten Mal gleich verschenkt, weil mir sofort klar war, dass ich den im Leben nie wieder benutzen werde.
    Bei Rasierklingen probiere ich noch durch. Zwar habe ich meine Favoriten schon gefunden, aber es gibt ja so viele, die man auch mal probieren will – kostet ja so gut wie nix.
    Manchmal steh ich an der Kasse und grins mir einen, wenn ich mal zufällig wieder die Preise für die überteuerten Super-Schwätz-Laber-Rasierer mit 10 Klingen und eingebautem Vibrator und Taschenlampe sehe. Wie kann man nur so blöd sein. ;-)

    Meinem Neffen habe ich zum 18. auch grade einen Hobel samt Seife und Pinsel geschenkt, damit er auf den Quatsch gar nicht erst reinfällt.

    • Maximilian Knap

      Danke für diesen schönen Bericht!! Mir geht es genauso – früher hat es mich schon vor der nächsten Rasur gegraust, die Mann natürlich so lange wie möglich hinausgezögert hat. Umso anstrengender war es dann, die Dreifachklingen mit Schutzbügeln waren ruck zuck verstopft und das ständige Auswaschen, Haare heraus fischen usw. mehr als langwierig. Nicht so mit dem Hobel, selbst nach einer Woche schafft er alles mühelos, und durch die geniale Konstruktion lässt er sich trotzdem (durch die Schlitze auf der Unterseite) problemlos ausspülen. Für eine Rasur muss ich den Hobel genau fünfmal ausspülen: Eine Wange rasieren – ausspülen, zweite Wange, ausspülen, Oberlippe bis Kinn – ausspülen, Hals eine Seite und dann die andere, fertig. Nie wieder etwas Anderes :-)
      LG Maximilian

    • Die haben jetzt schon Taschenlampen?? Das müsste ich vielleicht dann doch nochmal probieren ;)

  • Ena Verge

    Ich verwenden seit 3 Monaten den Merkur Rasierhobel (die Reiseversion) und bin sehr zufrieden damit. Die Reiseversion deshalb, weil ich mir nicht 2 Hobel zulegen wollte und nach einiger Recherche im Internet rausgfunden habe, dass man mit diesem einem Exemplar das Auslangen findet – er eine sich genauso für die tägliche @home Rasur! Natürlich dauert das Rasieren etwas länger, als man das von der Anwendung mit Einweg-Rasierern gewohnt ist, aber das ist es allemal wert! Nach kurzer “Umgewöhnungsphase” freue ich mich nun über die super-glatte Haut -ganz ohne Verpackungsmüll. Übrigens verwenden ich lediglich gewöhnlichen Seifenschaum..

    • Maximilian Knap

      Danke für diesen schönen Bericht! Normalen Seifenschaum verwenden wir auch oft, z.B. wenn man mal ein paar Tage unterwegs ist, denn das spart Gepäck und Müll :-) Für mich geht die Rasur (im Gesicht) inzwischen sogar deutlich schneller als mit den alten Mehrfachklingen, ganz einfach deswegen, weil ich den Rasierer nur drei- oder viermal auswaschen muss, was auch noch blitzschnell geht. Beim Mehrklingenrasierer mit Schutzbügeln hingegen verfangen sich Unmengen an Haaren zwischen den Klingen, er verstopft regelrecht und ich verbringe mehr Zeit mit dem Ausspülen als mit der eigentlichen Rasur.

  • larix

    Für die Entsorgung von Klingen. Die kleinen Plastikpackungen von Rasierklingen haben meistens auf der Rückseite einen Einschub für alte/gebrauchte Rasierklingen.

    • RD71

      Ich habe bei einer Erdnussdose den Deckel nicht ganz entfernt und ihn nach der Entleerung der Dose bis auf einen kleinen Spalt zurückgebogen. Das wird jetzt mein Klingengrab. Somit kann ich alles ohne Probleme zum recyceln geben, da Behälter und Inhalt aus Metall.

  • Liz Ho

    Ich habe lange überlegt, ob ich es wagen soll – bestimmt ein halbes Jahr. Nachdem ich mich dann mit meinem Systemrasierer geschnitten habe und danach mein Blick auf den Müllberg nach dem Klingenwechsel fiel, kaufte ich mir einen Hobel zu Weihnachten. Beine, Achseln, Bikinizone – alles kein Problem. Geschnitten habe ich mich bisher nur einmal beim Klinge entfernen – war unaufmerksam. Mein Mann rasiert sich nun auch damit und ist begeistert.
    Als Rasieröl davor und danach nutze ich einfach eure Körperbutter mit etwas mehr Teebaumöl (verwende ich auch als Deo). Dankeschön für die Inspiratione, die tollen Artikel und vielseitigen Rezepte :) :) :)

    • Danke für diese schöne Rückmeldung und den ausführlichen Kommentar! Schön, dass es für euch auf Anhieb so gut funktioniert – man wundert sich wirklich, wie man so lange mit dem überteuerten Plastikmüll leben konnte :-)

  • Gino Morelli

    Nicht, das ichh dafür Werbung machen wollte, aber Tatsache ist, das mit einer kleinen Bürste sich die Verstopfungen zwischen den Klingen, mit Leichtigkeit entfernen lassen. Gut, ich mache dies ein paar Mal schon während der Rasur. Auf keinen Fall eintrcknen lassen. Insofern, unabhängig vom Preis, tatsächlich mit Nachteilen verbunden.

    • Maximilian Knap

      Stimmt, eine alte Zahnbürste hilft! So habe ich auch lange im Rasierkopf herumgestochert – rasieren, ausspülen, mit der Bürste nachhelfen, wieder ein bisschen rasieren – bis ich den Rasierhobel entdeckt habe. Seitdem ist das nervige Zukleistern der Klinge Geschichte.

  • Maju Maju

    Wenn es noch ein wenig umweltbewusster sein soll,kauft einen Alaunstein im Friseurgrosshandel!
    Nach der Rasur den Stein mit Wasser anfeuchten und über das Gesicht fahren,kostet nur ca.2,50€.Alaunstein ist ein Naturprodukt und frei von jeglichen Zusätzen.Er schützt vor Rasurbrand und wirkt antibakteriell.Die Haut wird adsdringiert.Mein
    Mann braucht ca.1Jahr bis er ihn aufgebraucht hat.

    • Marla

      Liebe Maju, vielen Dank für den großartigen Tipp! Das kennen wir auch noch nicht. Habe gelesen, dass sich damit auch kleinen Blutungen stillen lassen, was somit perfekt fürs Rasieren ist. Danke und ganz liebe Grüße!

  • Kai Schepers

    Ich habe als Teenager den Hobel meines Vaters übernommen, und natürlich auch gleich seine Anleitung dazu bekommen. Jetzt bin ich 52, und mir kommt nichts anders an meine Haut, außer Profi- Barbiere in entsprechenden Ländern . Seit vielen Jahren benutze ich einen Hobel, der mittels Drehrad am Griffende auf die jeweilige Bartlänge eingstellt werden kann ( weiß leider den Namen nicht ).

  • Reinhard Francan

    Der Argumentation kann ich mich nur anschließen. Ich selber nutze einen Rasierhobel von Simbatec, der z.B. in dem Testbericht unter http://www.mein-vollbart.de/feinste-solinger-rasierhobel/ beschrieben wird.

  • Nana

    Habe mich soeben das erste Mal mit dem billigen Plastikrasierer rasiert. Was soll ich sagen: ich weiß nicht, warum ich damals mit dem Rasierhobel meiner Mutter “gebrochen” habe. Damals waren wir noch unter den wenigen Frauen (franz. Familie, da ist das Rasieren unter Frauen schon vor 30 Jahren üblich gewesen), die sich rasierten, daher gab’s gar nix anderes. Warum nur habe ich den nicht einfach weiter genutzt? Na egal, morgen bringe ich die nicht angebrochene Packung Aufsätze für meinen Systemrasierer zurück. :)

  • Mim

    Auch wenn es heutzutage in der Stadt kaum mehr Drogerieen gibt, ein “schöner” Rasierhobel beim Kauf aber gerne in die Hand genommen werden will und Super- (und Drogerie-) Märkte nur 1 einfaches Plastik-Model im Sortiment haben, die Suche nach einem anständigen Gerät lohnt sich auf jeden Fall!

    Nach ersten, etwas endtäuschenden Erfahrungen mit dem W..-Plastik-Einheitsmodell habe ich mit (mangels Präsenthandels-Angebot leider im Internet, ich mag diese Bestell-Mentalität nicht so sehr) einen Parker-99R besorgt. Ein Unterschied wie Tag und Nacht! Schon wie der in der Hand liegt, und auch die nette Butterfly-Mechanik, aber erst die Rasur: dieses schabende Geräusch passt zum Gefühl auf der Haut, das sich schon deutlich gründlicher anfühlt, und dies auch ist! Insgesamt deutlich schneller, gründlicher und angenehmer als mit meinem Einstiegs-Hobel.

Die besten Tipps kostenlos per E-Mail Mach es wie 25.000 andere Leser und erhalte die besten Tipps und Tricks per Mail!
Wir senden niemals Spam und geben deine Daten niemals weiter. Du kannst dich jederzeit abmelden.