Seifenreste verwerten statt wegwerfen – für Kosmetik, zum Putzen & mehr

Seifenreste verwerten statt wegwerfen! Mit diesen Tipps kannst du auch kleine Seifenstücke restlos verbrauchen. Das schont den Geldbeutel und die Umwelt.

Wer feste Seife zum Händewaschen und Duschen verwendet, kennt sie: Seifenreste, die zu klein sind, um sie weiter zu nutzen, aber auch viel zu schade, um sie wegzuwerfen. Statt die kleinen Überbleibsel einfach zu entsorgen, lohnt es sich, sie zu sammeln, denn Seifenreste lassen sich noch auf vielfältige Weise verwenden und weiterverarbeiten.

Ob in selbst gemachter Kosmetik, als mildes Putzmittel oder als Grundlage für neue Seife – mit diesen Tipps kannst du sämtliche Seifenreste verwerten, die in deinem Haushalt anfallen. 

Seifenreste im Seifensäckchen aufbrauchen

Wer seine Seifenreste ohne mehr oder weniger aufwändige Weiterverarbeitung aufbrauchen möchte, kann sie einfach in ein engmaschiges Seifensäckchen stecken. Darin lassen sich auch kleine Seifenstücke aufschäumen und restlos verbrauchen.

Tipp: Statt ein fertiges Produkt zu kaufen, lässt sich ein Seifensäckchen aus Wollresten einfach selber häkeln oder stricken.

Seifenreste verwerten statt wegwerfen! Mit diesen Tipps kannst du auch kleine Seifenstücke restlos verbrauchen. Das schont den Geldbeutel und die Umwelt.

Aus Seifenresten neue Seife machen

Was liegt näher, als aus gesammelten Seifenresten einfache neue Seife zu machen? Das erfordert nur wenige Handgriffe, und außer etwas Wasser werden keine weiteren Zutaten gebraucht.

Benötigte Zeit: 15 Minuten.

So wird aus Seifenresten neue Seife hergestellt:

  1. Seifenreste zerkleinern

    Seifenreste mit einer Küchenreibe oder einem Mixer zerkleinern. Die so entstandenen Seifenflocken zusammen mit ein wenig Wasser in eine Schüssel geben.

  2. Seifenreste einschmelzen

    Seifenreste im Wasserbad bei geringer Temperatur schmelzen. Bei Bedarf vorsichtig noch etwas Wasser hinzufügen. Das Seifengemisch sollte nicht zu weich werden, sondern eine Konsistenz erreichen, die vergleichbar mit weicher Butter ist.

  3. Neue Seifen gießen

    Das Seifengemisch in bereitgestellte Formen gießen – zum Beispiel in Seifenformen aus Silikon oder in Muffinförmchen. Die Seifenstücke in der Form für einige Tage aushärten lassen.

Experimentierfreudige können die eingeschmolzene Seife vor dem Gießen noch mit etwas Seifenfarbe, ein paar getrockneten Kräutern oder Blütenblättern, einigen Tropfen ätherischen Öls oder etwas hautpflegendem Pflanzenöl aufpeppen. 

Seifenreste verwerten statt wegwerfen! Mit diesen Tipps kannst du auch kleine Seifenstücke restlos verbrauchen. Das schont den Geldbeutel und die Umwelt.

Flüssigseife selber machen mit Seifenresten

Statt Flüssigseife als Fertigprodukt zu kaufen, kannst du aus Seifenresten und Wasser eine einfache Flüssigseife selber machen und nach Geschmack hautpflegende Zutaten ergänzen. 

Tipp: Ohne Zugabe eines Konservierungsmittels ist die selbst gemachte Flüssigseife allerdings nur begrenzt haltbar. Alternativ kannst du eine Flüssigseife mit Schmierseife selber machen, die aufgrund ihres hohen pH-Werts auch ohne Zusätze lange haltbar ist. 

Flüssige Handseife kannst du ganz einfach selber machen mit Schmierseife, Öl und Wasser - haltbar, pflegend und effektiv. Wie es geht, erfährst du hier.

Mit Seifenwasser aus Seifenresten putzen

Seife reinigt nicht nur die Haut, sie kann auch auf vielfältige Weise als umweltfreundliches Reinigungsmittel im Haushalt genutzt werden. Allerdings eignen sich zum Putzen vor allem nicht überfettete Kernseifen.

Tipp: Hier erfährst du alle wichtigen Unterschiede zwischen Kernseife, Naturseife, Schmierseife und anderen Seifen.

Kleine Seifenreste kannst du einfach bis zur gewünschten Konsistenz in Wasser auflösen und das so entstehende Seifenwasser anstelle eines herkömmlichen Reinigers verwenden. Alternativ lässt sich mit einer kleinen Menge Seife, etwas Natron und einem Spritzer Zitronensaft ein vielseitiger Allzweckreiniger selbst herstellen.

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Peeling mit Seifenresten herstellen

Mit Seifenresten lassen sich auch wunderbare Peeling-Bars mit Zucker selber machen. Wer den Duft von Kokos mag, verwendet alternativ dieses Rezept für Peelingseife mit Kokosöl und Kokosflocken.

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In unseren Büchern findest du zahlreiche Tipps, die helfen, Müll und Fertigprodukte zu vermeiden:

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Kennst du weitere Ideen und Rezepte mit Seifenresten? Dann freuen wir uns, wenn du sie in einem Kommentar mit uns teilst!

Mehr lesenswerte Themen gibt es hier:

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25 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Seifen-Tipps: Generell Seifen immer abspülen und abtropfen und auf eine Art Rost legen, damit sie nicht in einer Schale in Wasserlache aufweicht und sich in kürzester Zeit weil weich aufbraucht.

    Seifen und Kerzen halten länger, wenn man sie auf Vorrat kauft und je länger sie aufbewahrt werden, desto länger kann man sich damit waschen – bzw. brennen die Kerzen. Je frischer und weicher sie sind, desto schneller verbraucht.

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  2. Ich nehme ein Strumpfsöckchen (die man auch bekommt, wenn man im Schuhgeschäft keine Strümpfe anhat und Schuhe probieren will) und fülle Seifenreste da hinein und knote es einfach zu. Das benutzen wir zum Händewaschen. Danach kurz abspülen und ausdrücken.

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    • Ich habe mir Seife zum einschmelzen gekauft, die Seifenreste klein gehackt, in Formen verteilt und mit der flüssigen Seife aufgegossen. Sieht ganz toll aus und man hat neue große Seifenstücke. Optimalerweise ein paar Monate liegen und durchtrocknen lassen.

  3. Ich benutze für die Seifenreste das Säckchen in dem Knoblauch verpackt ist. Geht wunderbar. Zum schrubben von Angepapptem benutze ich ein Stück von dem Sack, indem Kartoffeln verpackt sind. Ich meine die festen Säcke. Das schmeißt man normalerweise weg, so hat noch eine Verwendung. Nur noch zur Anmerkung: ich baue Knoblauch und Kartoffeln selber an. Manchmal reicht es nicht und dann wird mal gekauft, also nur Ausnahne.

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  4. Aurorajolanda

    Anstatt ein Säckchen zu häkeln, nehme ich ein Schmuck Säckchen aus Organza Stoff, welches ich sowieso schon daheim hatte.
    Meine Mum hat die alte Seife früher in die Waschmaschine zu der Wäsche gelegt und dafür weniger Waschmittel verwendet.

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  5. Bettina R aus G

    Die Vorschläge sind mir alle viel zu kompliziert. Ich pappe die Reste einer Seife immer auf das neue Seifenstück. So wird jede Seife zu 100 % verwendet und es bleibt nichts übrig.

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    • Genau!!
      So mache ich das auch.
      Einfach und effektiv.

    • ja das mach ich auch so. und wunder mich immer, warum die Leute 1. überhaupt so viele seifenreste haben und 2. so zeitaufwendige Sachen damit machen…

  6. Bei mir muss alles einfach und effektiv sein. Ihr kennt doch sicher die kleinen dauerverwendbaren Säcke für Obst/Gemüse, die man z.B. bei Lidl für 49 Cent kaufen kann? Es gibt sie auch teurer, klar. Ich habe meine Seifenreste in so einen Beutel gefüllt, dann den Beutel so abgeschnitten, dass ich ihn bequem mit einem Band zubinden konnte, und zack! war der Seifensack fertig. Er hat durch das Material des Säckchens noch eine leichte Massage-Wirkung. Den Rest des Säckchen kann man unten zusammennähen und als weiteres Seifensäckchen benutzen. Ganz praktisch!

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  7. Kleine, also wirklich kleine, Seifenreste gebe ich in ein Marmeladenglas, gieße etwas Wasser dazu, schüttele kräftig und nehme einen Schubs davon zum Spülen. Wenn man nur wenig Wasser dazugibt, hält sich das auch problemlos. Gläser sollte man damit aber nicht spülen, wenn man nicht polieren will.
    Darüber hinaus reibe ich die Seifenstückchen und nutze sie mit ein bisschen Soda als Waschmittel. Da wir mit Regenwasser waschen brauche ich auch keinen Entkalker. Alles wird vorher in heißem Wasser gut aufgelöst und auf die Wäsche gegossen, dann gibt es auch keine Seifenverkrustungen im Zulauf.

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  8. Ich reibe die Seifenreste fein auf einer alten Küchenreibe. Einen Teelöffel voll gibt einen seidenweichen Schaum auf den Händen.. in Coronazeiten kann man schön lange damit „ spielen“… Schaum schlagen.. eine wahre Achtsamkeitsübung.

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  9. Das ist doch nichts neues. Das haben wir schon vor 40 50 Jahren gemacht. Das ist keine neue Erfindung

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    • smarticular.net
      smarticular.net

      Es sagt doch niemand, dass es neu ist – schön wäre allerdings, wenn es auch heute wieder mehr Menschen so machen 🙂
      Liebe Grüße

  10. Helle Seifenreste sind die bessere Schneiderkreide. Präzisere Striche, haftet zuverlässig am Textil und verschwindet beim Waschen garantiert. Hatte mir mal eine alte Schneiderin empfohlen, ich kann es nur bestätigen.
    Viele Grüße

    Antworten
    • Hallo Fawkes,
      super Tipp! Vielen Dank für deine Ergänzung.
      Liebe Grüße!

    • Super Tipp, vielen Dank! Das probiere ich aus. Ärgere mich schon immer über die flüchtige Schneiderkreide 😜

  11. Hi, hab das ausprobiert, aber die zerkleinerten Seifenreste schmelzen nicht. Eine Std. im Wasserbad, eher heißer als empfohlen (weil Gasherd). Was tun? Danke!

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    • Hallo bakachan,
      das ist merkwürdig. Was ist das denn für eine Seife?
      Lieben Gruß
      Heike

    • genau das ist auch mein Problem ,ich habe so viele Seifen von einer Bekannten bekommen ,sie hatte die immer bei der Wäsche liegen,aber ich bekomme sie nicht geschmolzen ,sind einfach nur klumpig.

    • smarticular.net
      smarticular.net

      Bei solchen Seifen hilft es, sie vorher mit einer Küchenreibe fein zu reiben, sodass sich die einzelnen Flocken besser/schneller auflösen. Manchmal dauert es trotzdem eine Weile. Dann hilft es, zu warten und die Mischung immer mal wieder umzurühren (muss dabei nicht weiter erhitzt werden).
      Liebe Grüße

  12. Also ein Peeling mit Zucker oder Kokosflocken im Gesicht ist schon alles andere als mild und gesund für die Haut… Aber mit Seife? Hell No!
    Maximal für den Körper, keinesfalls fürs Gesicht!!

    Antworten
    • Hallo Nicole,
      das kommt sicher auf den Hauttyp und den Seifenrest an. Aber das muss ja ohnehin jeder Mensch für sich selbst entscheiden.
      Liebe Grüße
      Heike

  13. Verwundert

    Also ich hatte noch nie Seifenreste. Das liegt daran, dass ich die alte Seife immer an das neue Stück dranklebe (beide Stücke naß machen, kurz andrücken, trocknen lassen) und somit restlos aufbrauche.

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