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8 vermeintlich gesunde Produkte und ihre besseren Alternativen
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Stärkt Actimel wirklich die Abwehrkräfte, können Bonbons gesund sein und macht Vitalis wirklich vital? Besser als die vermeintlich gesunden Produkte sind diese Alternativen!

Immer mehr Menschen wollen sich bewusst und vor allem gesund ernähren. Ein Trend, den die Lebensmittelindustrie längst entdeckt hat. Auf einer wachsenden Zahl von Produkten findet man prominent platzierte Hinweise, die ihre positive Wirkung auf unsere Gesundheit hervorheben: Vitamine beim Naschen, Abwehrkräfte im Joghurt oder ein gesunder Start in den Tag dank vitalstoffreicher Müslimischung … dabei sind viele dieser Produkte nicht gerade gesund, sondern stecken voller Zucker und künstlicher Zusätze. Für fast alle gibt es mindestens eine bessere und mitunter auch preiswertere Alternative!

1. ”Gesunde” Süßigkeiten – Vitamine beim Naschen?

In Bonbons und Gummibärchen finden sich künstliche Vitamine, um die eigentlich ungesunde “süße Sünde” ein bisschen gesünder erscheinen zu lassen. Wer träumt schließlich nicht davon, zu naschen und gleichzeitig noch etwas Gutes für seine oder die Gesundheit seiner Kinder zu tun?

Dabei ist man mit einer ausgewogenen Ernährung auch so schon mehr als ausreichend mit Vitaminen und Mineralien versorgt, ganz ohne Bonbons.

Eine wirklich gesunde Alternative zum Naschen ist (selbst gemachtes) Fruchtleder oder eine andere Alternative aus natürlichen Zutaten.

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2. Spezielle Kinderprodukte, zum Beispiel Fruchtzwerge

Während in früheren Zeiten die Kleinen etwa ab dem zweiten Lebensjahr wie selbstverständlich die selben Lebensmittel zu sich nahmen wie die Großen, gibt es inzwischen eine wachsende Zahl spezieller Kinderprodukte. Häufig mit dem Versprechen verbunden, den Nachwuchs beim Groß- und Starkwerden zu unterstützen. Fruchtzwerge sind ein prominentes Beispiel, das du vielleicht noch aus deiner eigenen Kindheit kennst. Neben Quark und Frischkäse enthält der kleine Portionsbecher (50 Gramm) auch stolze sechs Gramm Zucker (entspricht zwei Würfeln) und ist damit nicht unbedingt empfehlenswert.

Zwar wäre ein frisches Stück Obst die gesündeste Alternative. Wenn dein Kind aber auf seine Quarkmahlzeit besteht, kannst du eine zuckerarme Alternative auch leicht selber machen. Mische dazu einfach einen Teil naturbelassenen Frischkäse mit einem Teil Quark sowie etwas frischem oder tiefgekühltem Obst. Alle Zutaten in den Mixer und fertig ist die kleine Quarkmahlzeit.

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Tipp: Übrigens lassen sich die bei Kindern beliebten Quetschies ebenfalls leicht durch selbst gemachten Fruchtbrei im Mehrwegbeutel ersetzen.

3. Leistungssteigerung durch Dextro Energy

Im Sommer 2017 entschied der Europäische Gerichtshof, dass Dextro Energy nicht mehr mit den angeblich gesundheitlichen Vorzügen seiner Traubenzucker-Täfelchen werben darf. Zwar wirkt Zucker zweifellos kurzfristig belebend, aber genauso schnell sinkt der Blutzuckerspiegel auch wieder, und das sorgt für Heißhungerattacken und Unterzuckerung. Wer einen Energieschub braucht, kann genauso gut zu einer reifen Banane oder zu Trockenfrüchten wie Datteln greifen. Neben einem hohen Gehalt an natürlichem Fruchtzucker bringen sie viele Ballast- und Vitalstoffe mit, das macht sie unterm Strich erheblich gesünder.

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4. Actimel verleiht Abwehrkräfte wie anderer Joghurt auch

“Hat dein Immunsystem heute schon gefrühstückt” – so lautet ein von Danone vor einigen Jahren plakatierter Werbeslogan für das probiotische Joghurt-Getränk Actimel. Richtig ist, dass die in Actimel enthaltenen Joghurt-Bakterien das Immunsystem stärken können. Das tut ein herkömmlicher Naturjoghurt mit lebenden Milchsäurebakterien aber ebenso gut. Zusätzlicher Pluspunkt: Naturbelassener Joghurt ist zuckerfrei, enthält keine Zusatzstoffe und kostet zudem nur einen Bruchteil des Joghurtdrinks im Fläschchen. Noch dazu kannst du Naturjoghurt vermehren und so ganz leicht selber machen.

Tipp: Mit Hilfe sich selbst vermehrender Kefirknollen lässt sich ein probiotisches Milchgetränk ganz einfach selbst herstellen. Das spart Geld und zudem noch jede Menge Abfall.

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5. Light-Produkte – zum Beispiel Joghurt Dressing leicht

Light-Produkte enthalten zwar weniger Fett, dafür oft umso mehr Zucker oder Zuckerersatzstoffe, Salz und andere fragwürdige Zusätze. Schließlich fehlt mit dem Fett ein wichtiger Geschmacksträger, der durch möglichst preiswerte Alternativen ersetzt werden muss. Passendes Beispiel ist das “Joghurt Kräuter Dressing leicht” von Kühne, das zwar weniger Kalorien als ein klassisches Dressing enthält, dafür aber mehr Glukose-Fruktose-Sirup (ein in der Kritik stehendes Zuckerkonzentrat) und lediglich 1,2 Prozent Kräuter.

Mit einer selbst gemachten Salatkräutermischung schmeckt dein Salat nicht nur viel besser, du kannst auch alle unnötigen bis bedenklichen Inhaltsstoffe der Fertigprodukte meiden.

6. Müslimischung, die vital macht?

Das Angebot an Fertig-Müsli-Mischungen ist groß und die Produkte versprechen allesamt einen gesunden Start in den Tag. Schaut man genauer hin, enthalten die meisten vor allem eins: jede Menge Zucker!

Wenn du deinen Tag wirklich mit einem gesunden Frühstück beginnen möchtest, dann bereite deine Müsli-Mischung doch einfach selbst zu. Zum Beispiel Hafer-Knusper-Müsli aus nur drei Zutaten oder ein Früchte-Müsli mit Haferflocken und selbst getrockneten Früchten.

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7. Salate aus der Tüte

Wenn es schnell gehen muss, kommt ein fertig gewaschener und geschnittener Salat in der Tüte gerade recht. Das ist zwar bequem, unter Umständen aber alles andere als gesund. In untersuchten Stichproben wurde wiederholt eine erhöhte Keimbelastung der beliebten Vitaminquelle festgestellt. Kein Wunder, denn der aus den Schnittstellen austretende Zellsaft bietet einen idealen Nährboden für Erreger, die zum Beispiel Magen-Darm-Probleme auslösen können.

Wenn du auf deinen “Salat to go” nicht verzichten möchtest, kannst du dir einen Salat im Glas ganz einfach selbst mischen. Das geht bei guter Hygiene und richtiger Lagerung problemlos auch am Vorabend und sogar für einige Tage auf Vorrat.

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8. Funktionale Lebensmittel – zum Beispiel Becel pro.activ

Richtig bedenklich wird es, wenn Hersteller ihren Produkten medizinisch wirksame Stoffe zusetzen und auch noch damit werben. Wie bei der Diät-Halbfettmargarine pro.activ von Becel, deren enthaltene Pflanzensterine aktiv den Cholesterinspiegel senken sollen. Von den potenziellen Gefahren, die ein erhöhter Verzehr von Sterinen oder anderen hochkonzentrierten Wirkstoffen nach sich ziehen kann, erfahren die Verbraucher hingegen erst einmal nichts. Sterine stehen beispielsweise im Verdacht, sich in den Arterien abzulagern. Zudem hemmen sie die Aufnahme einiger Vitamine.

Wer sich ausgewogen ernährt, regelmäßig bewegt und keine individuelle Disposition für einen erhöhten Cholesterinspiegel mitbringt, kann auf derartige Produkte getrost verzichten. Bei Menschen, die bereits wegen eines erhöhten Cholesterinspiegels behandelt werden, ersetzt eine Margarine nicht die Behandlung durch einen Arzt.

Als Alternative kann in diesem Fall übrigens die ayurvedische Butteralternative Ghee geeignet sein, der ebenfalls eine cholesterinsenkende Wirkung zugeschrieben wird.

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Gesund von vermeintlich gesund unterscheiden

Wer regelmäßig unverarbeitetes Obst und Gemüse (am besten aus der Region) und vor allem frisch zubereitete Lebensmittel zu sich nimmt, kann auf als gesund beworbene Fertigprodukte leicht verzichten. Doch nicht immer ist es im Alltag möglich, Fertigprodukte vollständig zu meiden. Woran lassen sich ungesunde Lebensmittel trotz gegenteiliger Werbeversprechen erkennen?

Diese Tipps helfen:

  • Ein Blick auf die Zutatenliste ist meist aufschlussreicher als die groß aufgedruckten Werbeslogans auf der Vorderseite. Wenn im Kleingedruckten eine lange Liste zu finden ist oder viele Zutaten auftauchen, von denen du noch nie etwas gehört hast, lohnt sich kritisches Hinterfragen.
  • Finden sich Zucker oder Zuckeraustauschstoffe in der Zutatenliste? Wenn ja, an welcher Stelle bzw. wieviel Prozent macht der Zucker vom Gesamtprodukt aus? Je weiter vorne der Zucker steht, umso eher heißt es: Finger weg!
  • Immer mehr Hersteller werben mit Sätzen wie “frei von Zusatzstoffen, künstlichen Aromen, Geschmacksverstärkern und Konservierungsmitteln”. Achte auf das Kleingedruckte und überprüfe die Zutatenliste, statt dich auf Werbeaussagen zu verlassen. Hier findest du eine Übersicht mit mehr als 300 Lebensmittelzusatzstoffen sowie weiterführende Informationen bezüglich Einsatz und Bedenklichkeit.
  • Seit 2016 ist die Kennzeichnung der wichtigsten Nährwerte auf fast allen verpackten Lebensmitteln gesetzlich vorgeschrieben. Manche Hersteller versuchen über die Portionsangaben, Produkte gesünder erscheinen zu lassen, als sie wirklich sind. Auch hier empfiehlt es sich, im Zweifel genauer hinzuschauen und zu prüfen, ob angegebene Portionsgrößen realistisch sind.

Kennst du weitere Mogelpackungen der Lebensmittelindustrie? Wie wappnest du dich gegen die zweifelhaften Versprechen der Hersteller? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

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  • Marina Goebel

    Super Tipps, leider kann man nicht sagen das es gesund ist, da (nicht Tierfreundlich), da ständig diese Masse-Milchindustrie Werbung dabei ist, durch der Milch und Milch Produkte, wobei jetzt (auch für nicht Veganer) jedem BEKANNT ist oder sein sollte, dass mit der LÜGE der Milch und Milch Produkte… https://youtu.be/amVVuFviqkE

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