Bröselknödel selber machen: Perfekte Verwertung für Semmelbrösel
Altbackenes Brot gehört zu den Lebensmitteln, die in der Küche besonders häufig im Müll landen. Dabei lässt sich daraus mit wenigen Handgriffen praktisches und vielseitiges Paniermehl (Semmelbrösel) selber machen. Zusammen mit ein paar weiteren Zutaten zauberst du daraus eine nahrhafte, traditionelle Spezialität aus der österreichischen und bayerischen Küche: Bröselknödel. Als wärmende Suppeneinlage an kühlen Tagen oder als Beilage zu Pilz- und Gemüsegerichten sind sie die ideale Möglichkeit, vorhandene Reste sinnvoll und schmackhaft aufzubrauchen.
Rezept für Bröselknödel
Schwierigkeit: Einfach4
Portionen265
kcal35
MinutenDieses einfache Grundrezept verwandelt trockene Semmelbrösel und alltägliche Vorräte in lockere, herzhafte Knödel. Es gelingt mit wenigen Handgriffen, lässt sich nach Geschmack mit saisonalen Kräutern verfeinern und beweist, wie unkompliziert und schmackhaft nachhaltige Resteküche im Alltag sein kann.
Zutaten
150 g Semmelbrösel
50 g weiche Butter (alternativ pflanzliche Margarine)
2 Eier
100 ml lauwarme Milch (oder ungesüßter Haferdrink bzw. Gemüsebrühe)
1 kleine Zwiebel
2 EL fein gehackte Petersilie
1 Msp. frisch geriebene Muskatnuss
Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Etwas Pflanzenöl oder Butter zum Anbraten
Zubereitung
- Zwiebel schälen, sehr fein würfeln und in einer Pfanne mit etwas Fett bei mittlerer Hitze glasig dünsten.
- Semmelbrösel in eine Rührschüssel füllen und die gedünsteten Zwiebeln zusammen mit der weichen Butter dazugeben.
- Eier verquirlen, mit der lauwarmen Milch vermischen und über die Bröselmischung gießen.
- Petersilie, Muskatnuss, einen Teelöffel Salz sowie frisch gemahlenen Pfeffer hinzufügen.
- Alle Zutaten mit den Händen oder einem Kochlöffel gründlich zu einem formbaren Teig verkneten.
- Die Masse abgedeckt für 10 bis 15 Minuten ruhen lassen, damit die Brösel ausreichend Flüssigkeit binden. Sollte der Teig danach noch zu trocken sein, esslöffelweise Milch nachgießen; ist er zu weich, noch etwas Semmelbrösel einarbeiten.
- Mit angefeuchteten Händen walnuss- bis tischtennisballgroße Knödel formen und dabei darauf achten, dass die Oberfläche glatt und rissfrei bleibt.
- Einen großen Topf mit gesalzenem Wasser oder einer kräftigen Gemüsebrühe zum Kochen bringen und die Temperatur anschließend so weit reduzieren, dass die Flüssigkeit nur noch siedet.
- Die Knödel vorsichtig hineingleiten lassen und für 10 bis 12 Minuten bei schwacher Hitze gar ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen.
- Mit einem Schaumlöffel herausheben, kurz abtropfen lassen und servieren.
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Tipp: Hier findest du weitere Ideen, wie du Semmelbrösel verwerten kannst.
Bröselknödel servieren und kombinieren
Mit diesen abwechslungsreichen Ideen zieht der unkomplizierte Resteküchen-Klassiker ganz einfach in deinen Speiseplan ein.
- Klassisch in klarer Brühe: Die heißen Knödel direkt in einer kräftigen, selbst gekochten Gemüsebrühe servieren. Mit frischem Schnittlauch oder Liebstöckel bestreuen.
- Als Beilage zu Waldpilzen: Zu gebratenen Champignons oder einem sämigen Pfifferling-Rahmgulasch servieren. Die fluffige Textur der Knödel nimmt sämige Saucen besonders gut auf.
- Als Einlage für cremige Herbstsuppen: In sämigen Gemüsesuppen sorgen die Bröselknödel für Biss und eine nahrhafte Komponente.
- Auf Wirsing- oder Spinatgemüse: Ein warmes Bett aus Rahmspinat oder geschmortem Wirsinggemüse auf Tellern anrichten, zwei bis drei Knödel daraufsetzen und mit Röstzwiebeln vollenden.
- Als Knödelgröstl am nächsten Tag: Übrig gebliebene, abgekühlte Knödel in dicke Scheiben schneiden, in einer Pfanne mit etwas Fett goldbraun anbraten und wahlweise mit verquirltem Ei stocken lassen oder zu einem knackigen Blattsalat servieren.
Haltbarkeit und Lagerung
Damit kein Bissen verschwendet wird, lassen sich Bröselknödel problemlos aufbewahren oder auf Vorrat vorbereiten:
- Im Kühlschrank: Bereits gegarte Knödel vollständig abkühlen lassen und in einem luftdicht verschlossenen Behälter aufbewahren. Sie halten sich so problemlos zwei bis drei Tage. Zum Wiedererwärmen kurz in siedender Brühe ziehen lassen oder in Scheiben geschnitten anbraten.
- Roh einfrieren (empfohlen): Die ungekochten, fertig geformten Knödel mit etwas Abstand zueinander auf einem Teller oder Brettchen für etwa zwei Stunden im Tiefkühlfach anfrieren. Sobald sie fest sind, in eine Gefrierdose oder ein Schraubglas umfüllen. So kleben sie nicht zusammen und lassen sich einzeln entnehmen. Bei Bedarf tiefgefroren direkt in das siedende Wasser geben; die Garzeit verlängert sich um etwa drei bis vier Minuten.
- Gekocht einfrieren: Auch übrig gebliebene, bereits gegarte Knödel lassen sich gut einfrieren. Nach dem Auftauen eignen sie sich besonders gut für Aufläufe oder als gebratenes Knödelgröstl. Tiefgekühlt behalten die Knödel bis zu drei Monate lang ihren vollen Geschmack und ihre Konsistenz.
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