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Statt Tupperware: Die richtige plastikfreie Alternative für jeden Zweck
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Tupperware gilt als stabil und langlebig, besteht aber aus Kunststoffen auf Erdölbasis. Hier findest du für jeden Einsatzbereich eine nachhaltige Alternative!

Der Chemiker Earl S. Tupper gehörte zu den ersten, die Küchenutensilien aus dem Kunststoff Polyethylen auf den Markt brachten. Bis heute ist seine Tupperware aus vielen Haushalten nicht wegzudenken. Kein Wunder, schließlich sind die Produkte praktisch, stabil und meist auch langlebig. Eine Eigenschaft, die Tupperware ebenso wie andere Gegenstände aus Plastik aber auch zu einem wachsenden ökologischen Problem werden lässt, denn sie sind nicht biologisch abbaubar, und eine zunehmende Zahl ausgemusterter Plastikutensilien vermüllt unsere Umwelt und die Weltmeere.

Dabei ist es leicht möglich, vermehrt plastikfreie, umweltfreundliche Alternativen zu Tupper  zu verwenden. Für jeden Bereich, in dem die Behälter und andere Plastikutensilien in der Küche zum Einsatz kommen, gibt es zahlreiche, oft sogar preiswertere Alternativen ohne Plastik.

Wirf nichts weg, was noch gut ist: Das Material Plastik stellt an sich erst mal gar kein Problem dar und besitzt sogar viele positive Eigenschaften. Darum ist es auch nicht sinnvoll, funktionstüchtige Behälter und Utensilien aus Plastik zu entsorgen und gegen neue auszutauschen. Stattdessen ist es empfehlenswert, sie so lange wie möglich zu verwenden. Bei Neuanschaffungen empfiehlt es sich dagegen, vermehrt nach nachaltigeren Alternativen ohne Plastik Ausschau zu halten. Lediglich bei Gegenständen und Behältern aus bestimmten Kunststoffsorten, zum Beispiel solchen mit dem hormonell wirksamen Weichmacher Bisphenol A (BPA), ist es sinnvoll, sie sofort zu ersetzen. Denn beim Kontakt mit Lebensmitteln können chemische Stoffe übergehen, deren Auswirkungen auf die Gesundheit bis heute nicht vollständig erforscht sind.

1. Einfrieren im Glas statt in der Tupperdose

Häufig werden zum Einfrieren Tupperdosen verwendet, dabei funktioniert diese Form der Vorratshaltung ebenso gut mit Schraubgläsern, die in vielen Haushalten ohnehin regelmäßig übrig bleiben. Wer ein paar Kleinigkeiten beachtet, kann auch beim Einfrieren im Glas wenig falsch machen und die Gefahr eines Glasbruchs leicht vermeiden.

Beim Einfrieren von Lebensmitteln denkst du wahrscheinlich zuerst an Gefrierbeutel und Kunstoffbehälter. Es geht aber auch ohne - so funktioniert's!
von Frédérique Voisin-Demery [CC-BY-2.0]

2. Vorräte aufbewahren und frischhalten ohne Plastik

Seit Jahrzehnten werden Tupperdosen für die Aufbewahrung trockener Vorräte wie Mehl, Nüsse, Müsli und Co. sowie für die Lagerung von Essensresten im Kühlschrank verwendet. Für beide Anwendungsfälle gibt es jede Menge klassische aber auch innovative Alternativen, die in deiner Küche vielleicht einen Platz verdient haben.

Besonders preiswert ist die Vorratshaltung im Küchenregal mit leeren Schraubgläsern. Ebenso praktisch, gut stapelbar und dabei auch noch etwas fürs Auge sind Aufbewahrungsgläser mit Holz- oder Korkdeckeln wie diese. Der Vorteil von Glasbehältern ist zudem, dass sie transparent sind und der Inhalt gut sichtbar ist.

Für viele Küchengegenstände gibt es eine plastikfreie Alternative mit Emaille-Beschichtung! Sie sind robust, leicht zu reinigen und umweltfreundlicher als ihre Pendants aus Plastik oder Teflon.

Alternativ kannst du zu Vorratsdosen aus umweltfreundlichem Emaille, Keramik, Edelstahl oder Bambus greifen. Wer vor allem Wert darauf legt, dass kein Erdöl enthalten ist, findet mit Vorratsbehältern aus Bio-Kunststoff eine passende Lösung.

Auch zum Frischhalten im Kühlschrank haben sich Behälter aus Glas bewährt. Für eine kurze Aufbewahrungszeit reicht dagegen meist ein einfacher Teller oder eine Schale, die mit einem weiteren Teller abgedeckt wird.

3. Alternativen zum Abdecken: Teller, Bienenwachstücher und Stoffhauben

Apropos abdecken – auch zu diesem Zweck gibt es reichlich plastikfreie Alternativen. Neben dem oben genannten Teller sind das zum Beispiel (selbst gemachte) Bienenwachstücher, die sich jeder Form anpassen, oder (selbst genähte) Abdeckhauben aus Stoff, die Salate oder Kuchen zum Beispiel beim Picknicken ebenso gut schützen wie ein Tupper-Produkt.

Waschbare Abdeckhauben als nachhaltige Alternative zu Frischhaltefolie selber nähen - mit Schritt-für-Schritt-Anleitung und Tipps fürs Stoffrecycling.

4. Plastikfreie Brotdosen und Snackboxen für unterwegs

Sogar unterwegs lässt sich leicht auf Plastikdosen à la Tupper verzichten. Für trockene Speisen findet man praktische und spülmaschinengeeignete Brotboxen aus Edelstahl wie diese. Feuchtes und Flüssiges kann auslaufsicher in Schraub- oder Bügelgläsern transportiert werden.

Kinderprodukte sind zu teuer und ungesund? Gib deinem Kind lieber eine Lunchbox mit gesunden Zutaten mit in die Schule oder in die Kita.

Für größere Portionen oder Mahlzeiten mit Beilagen kann der sogenannte Henkelmann, auch unter dem Namen Tiffin-Box bekannt, zum Einsatz kommen. In übereinander gestapelten Behältern können damit mehrere Komponenten oder auch Hauptspeise und Nachtisch platzsparend transportiert werden.

Für den Durst unterwegs gibt es ebenfalls zahlreiche nachhaltige Alternativen, zum Beispiel gut verschließbare Trinkflaschen aus Glas oder Edelstahl.

5. Backen ohne Tupperware

Silikonformen und Backunterlagen sind zwar leicht zu reinigen und sparen als Alternative zu Einweg-Backpapier zumindest eine Menge Müll ein. Wer lieber ganz ohne Kunststoffe backen möchte, für den bieten sich stattdessen Backformen aus Emaille, Edelstahl oder Glas an. Nach Großmutters Vorbild eingefettet, lässt sich das Backgut fast ebenso gut lösen wie aus einer Silikonform.

6. Putzen ohne Kunstfaser und Mikroplastik

Tupper-Fans kennen die Putztücher und Lappen aus Kunstfaser. Sie mögen praktisch und effektiv sein, setzen aber beim Waschen Mikroplastik frei, das im Klärwerk nicht vollständig herausgefiltert werden kann, und belasten die Umwelt damit unnötig.

Mit einem selbst gemachten Schwamm aus Paketschnur oder Handtuchstoff werden Abwasch, Küche & Co. genauso sauber – ganz ohne ökologische Nebenwirkungen.

Einweg-Spülschwämme und -lappen verursachen viel Müll. Stattdessen kannst du alte Handtücher upcyceln und daraus Spüllappen ganz einfach selber nähen!

7. Plastikfreies Mikrowellengeschirr

Mikrowellengeschirr aus Plastik? Muss nicht sein, denn auch dafür gibt es hochwertige Alternativen aus Glas und Keramik, die bei guter Pflege wahrscheinlich nur einmal im Leben angeschafft werden müssen.

8. Länger frisches Brot ohne Tupper

Tupperdosen sind nicht atmungsaktiv, weshalb das darin gelagerte Brot schnell pappig wird. Dagegen kommen Tontöpfe und Brotkästen aus natürlichen Materialien mit wenig oder ganz ohne Plastik aus und sorgen für eine optimale Lagerung, die das Brot weder hart noch labberig werden lässt.

Tupperware gilt als stabil und langlebig, besteht aber aus Kunststoffen auf Erdölbasis. Hier findest du für jeden Einsatzbereich eine nachhaltige Alternative!

9. Küchenhelfer aus Holz, Edelstahl und Co.

Pfannenwender, Kochlöffel, Sieb und Co. bestehen inzwischen nicht nur bei Tupper fast ausschließlich aus Kunststoff. Dabei gibt es für nahezu jedes Produkt eine Alternative aus natürlichen Materialien, die mindestens ebenso stabil und langlebig ist. Zum Rühren und Wenden haben sich Küchenhelfer aus Holz bewährt. Dosenöffner und Knoblauchpresse findet man auch aus Edelstahl. Messbecher aus Glas sehen noch nach Jahren aus wie neu, und Küchensiebe aus Emaille halten bei guter Pflege quasi ewig.

Tupperware gilt als stabil und langlebig, besteht aber aus Kunststoffen auf Erdölbasis. Hier findest du für jeden Einsatzbereich eine nachhaltige Alternative!

In unseren Buchtipps kannst du mehr über ein Leben ohne Plastik erfahren:

Hast du Tupperware und andere Kunststoffbehältnisse bereits durch bessere Alternativen ersetzt? Wir freuen uns auf deinen Erfahrungsbericht!

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