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Biodünger und natürlicher Pflanzenschutz dank Ringelblumen-Jauche
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Warum teure Dünger, Unkrautvernichter und Insektizide kaufen, wenn du stattdessen natürlichem kostenlose Ringelblumen-Jauche selber machen kannst!

Die robuste, bienenfreundliche Ringelblume wächst ohne großes Zutun und sät sich selbst aus, sodass jedes Jahr mehr der orangefarbenen Blüten im Garten oder auf dem Balkon blühen. Dabei sieht die auch Calendula genannte Heilpflanze nicht nur schön aus, sondern lässt sich zu Wund- und Heilsalbe und Hydrolat verarbeiten und sogar als pflanzliches Antibiotikum anwenden.

Auch direkt im Garten können sich überzählige Ringelblumen nützlich machen! Du kannst sie zu Jauche verarbeiten und deine Kräuter und Gemüse mit Hilfe der in den Blüten enthaltenen ätherischen Ölen und sekundären Pflanzenstoffen vor einem Krankheitsbefall schützen und gleichzeitig ihr Wachstum anregen. So sparst du teure Düngemittel, Unkrautvernichter und Insektizide und stärkst deine Pflanzen auf natürliche Weise.

So wird die Ringelblumen-Jauche angesetzt

Um eine Jauche aus Ringelblumen anzusetzen, benötigst du Folgendes:

  • Ringelblumenblüten und -blätter (aber keine Blüten, die schon reife Samen entwickelt haben)
  • abgestandenes Wasser oder Regenwasser
  • Eimer oder Kübel aus Kunststoff, Steingut oder Emaille – Metall ist ungeeignet, da sich bei der Gärung pflanzenschädigende Stoffe aus dem Metall lösen können
  • Stock zum Umrühren
  • eventuell Gesteinsmehl zur Vermeidung unangenehmer Gerüche (gibt es auch im Baumarkt)

Warum teure Dünger, Unkrautvernichter und Insektizide kaufen, wenn du stattdessen natürlichem kostenlose Ringelblumen-Jauche selber machen kannst!

Da sich bei der Jauche-Herstellung Pflanzenmaterial geruchsintensiv zersetzt, ist es ratsam, sie im Freien herzustellen.

So wird’s gemacht:

1. Den Behälter etwa zur Hälfte mit Blättern und Blüten füllen und regengeschützt, aber möglichst sonnig aufstellen.

2. Mit Wasser auffüllen. Etwa zehn Zentimeter Platz zum Rand lassen, da die Jauche beim Gären aufschäumt.

3, Den Behälter zudecken, jedoch nicht luftdicht abschließen. Zudem empfiehlt es sich, den Stock zum Umrühren in der Jauche stehen zu lassen, sodass hineingefallene Tiere herausklettern können.

4. Um die Gärung zu beschleunigen, täglich umrühren. Wenn die Jauche beginnt unangenehm zu riechen, hilft es, etwas Gesteinsmehl darüberzustreuen.

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5. Nach zwei bis drei Wochen hört die Jauche auf zu schäumen und ist gebrauchsfertig.

Zum Gießen je nach Nährstoffbedarf mit zehn bis zwanzig Teilen Wasser auf einen Teil Jauche verdünnen. Die Jauche kann bis zum Ende der Saison verwendet werden. Im Herbst werden Reste am besten auf den Komposthaufen gekippt.

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Pflanzen stärken mit (Ringelblumen-)Jauche

Ringelblumenjauche dient nicht nur als Biodünger, sie ist auch geeignet zur ökologischen Bekämpfung von Schädlingen und zur allgemeinen Kräftigung von Kräutern und Gemüse, insbesondere Tomaten und Kohl.

Die hilfreichen Pflanzenjauchen lassen sich aus den unterschiedlichsten Pflanzen herstellen. Häufig verwendet werden Brennnesseljauche zur Düngung und Unkrautbekämpfung sowie Jauche aus Ackerschachtelhalm als biologisches Mittel gegen Pilzerkrankungen.

Weitere natürliche Methoden, deine Pflanzen zu düngen und zu schützen, findest du in unserem Buchtipp:

Welche pflanzlichen Mittel verwendest du, um deine Pflanzen ganz ohne künstliche Düngemittel zu stärken und zu schützen? Wir freuen uns über Anregungen von dir in einen Kommentar!

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