Butter selber machen – kinderleicht, ohne Verpackungsmüll

Statt sie zu kaufen, lässt sich Butter selber machen. Alles, was du dafür brauchst, ist Sahne, die es auch in Pfandflaschen gibt - ganz ohne Verpackungsmüll.

Wer gelegentlich Schlagsahne zubereitet, hat bestimmt schon einmal Butter selbst gemacht, quasi aus Versehen. Denn wenn Sahne zu lange geschlagen wird, trennen sich wässrige und fettige Bestandteile in Buttermilch und Butter auf.

Ein guter Grund, um Butter selber zu machen, ist die Vermeidung von Verpackungsmüll. Denn selbst Bio-Butter ist immer in ein Stück Folie oder Papier eingewickelt. Wer die Butter selbst herstellt und dafür Sahne aus der Pfandflasche benutzt, kann diesen Abfall ganz leicht einsparen. Hinzu kommt, dass frische Butter auch noch viel besser schmeckt.

Butter selber machen aus Sahne

Um deine eigene Butter herzustellen, brauchst du nichts weiter als Schlagsahne mit einem Fettanteil von mindestens 30 Prozent – am besten aus ökologischer Erzeugung und in der Pfandflasche. 

So einfach wird aus Sahne Butter:

  1. Schlagsahne in ein Schraubglas oder einen anderen gut verschließbaren Behälter geben. Achte darauf, dass ungefähr zwei bis drei Zentimeter Platz bleiben. Fest zuschrauben und kräftig schütteln. Nach einer Weile trennt sich die Butter von der Buttermilch. So lange weiter schütteln, bis ein unregelmäßiger Butterklumpen und dünnflüssige Buttermilch übrig sind. Alternativ die Sahne mit einem Handrührgerät so lange aufschlagen, bis der gleiche Effekt eintritt.
    Statt sie zu kaufen, lässt sich Butter selber machen. Alles, was du dafür brauchst, ist Sahne, die es auch in Pfandflaschen gibt - ganz ohne Verpackungsmüll.
  2. Die Masse in ein Sieb geben und die Buttermilch auffangen. Sie kann noch vielfältig genutzt werden – mehr dazu weiter unten.
  3. Um die restliche Buttermilch zu entfernen, den Butterklumpen unter laufendem Wasser abspülen und dabei leicht mit den Händen kneten. So lange auswaschen, bis eine kompakte Masse entstanden ist.
    Statt sie zu kaufen, lässt sich Butter selber machen. Alles, was du dafür brauchst, ist Sahne, die es auch in Pfandflaschen gibt - ganz ohne Verpackungsmüll.
  4. Die selbst gemachte Butter in ein keimfreies Schraubglas oder ein anderes passendes Gefäß füllen. Um eine schöne Form zu erhalten, kannst du sie auch erst in eine Silikonform drücken und im Kühlschrank fest werden lassen.
    Statt sie zu kaufen, lässt sich Butter selber machen. Alles, was du dafür brauchst, ist Sahne, die es auch in Pfandflaschen gibt - ganz ohne Verpackungsmüll.

Die übrig gebliebene Buttermilch lässt sich noch vielseitig verwenden, zum Beispiel um luftig-lockere Brötchen ohne Hefe zu backen, Crème fraîche selber zu machen oder für eine selbst angerührte Gesichtsmaske.

Tipp: Die Butter aus eigener Produktion ist eine wunderbare Grundlage für Kräuterbutter, Wildkräuterbutter, Bärlauchbutter oder für eine regionale Nusscreme als Alternative zu Nutella!

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Butter selber machen aus Milch 

Wenn du beim Herstellen der Butter noch etwas näher am Ursprung ansetzen möchtest, kannst du auch Sahne gewinnen aus naturbelassener frischer Milch, die am besten direkt vom Bauernhof oder von einer Milchtankstelle stammt (findest du zum Beispiel hier). 

Einfach die Milch in ein hohes Gefäß gießen und bei Zimmertemperatur ungefähr zwölf Stunden stehen lassen. Dabei setzt sich eine dünne Schicht Sahne ab, die du abschöpfen und den oben beschriebenen Schritten entsprechend weiterverarbeiten kannst.

Wenn du auf Milchprodukte weitestgehend verzichten möchtest, dann probiere unsere vegane Butter, diverse veganen Brotaufstriche oder diesen veganen Joghurt aus Cashewnüssen.

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Hast du ein Lieblingsrezept für Kräuterbutter? Teile es in den Kommentaren!

Weiter praktische Tipps und Ideen gibt es hier:

Statt sie zu kaufen, lässt sich Butter selber machen. Alles, was du dafür brauchst, ist Sahne, die es auch in Pfandflaschen gibt - ganz ohne Verpackungsmüll.

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14 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Ich mache schon länger Butter selber. Ich hol mir allerdings Biosahne im Becher, da bei der keine Stabilisatoren drin ist. Allerdings muss man schauen, denn auch Biosahne hat das Zeug zum Teil. Die Buttermilch nehmen wir in den Kaffee. Ich nehm immer 400 gr Sahne, ergibt 200 gr Butter. Ich wasche sie nicht und stell sie nur in den Küchenschrank. Da hält sie mindestens 1 Woche (älter ist sie nie geworden, meist schon vorher verputzt) und ist immer wunderbar fluffig. Da schmeckt mir sogar Butter. Und ich salze sie immer bisschen, da mein Mann das gerne mag. LG Heike

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  2. Hatte auch mal ne Zeit selber Butter hergestellt und diese mit Rapsöl verfeinert, dann war sie auch schön streichfähig.
    Schade fand ich, dass aus 250ml Sahne nur ca. 80g Butter rauskam. Sehr ergiebig ist das nicht…wobei sie super schmeckte….nur frage ich mich dann an dieser Stelle, ob sich der ganze Aufwand dann lohnt, wenn dabei so wenig Butter bei rumkommt.
    Dachte damals, dass es auch unter Umständen billiger sei, als welche zu kaufen. Aber wenn man den Preis für die Sahne berechnet um nachher 250g Butter rauszukriegen, komme ich fast auf denselben Preis wie gekaufte Butter. Hatte dann auf selber Butter herstellen verzichtet. Wobei es mit Sicherheit eine super Sache für Kinder ist, selber mal Butter herzustellen, um so die Entstehung von Butter nahezubringen :-)

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    • Hallo, Butter selber zu machen, ist sicherlich kein Projekt, um ganz viele Müll einzusparen, auch Geld spart man nicht wirklich. Aber es macht Spaß und ist – wie du auch schreibst – interessant für Kinder. Und auch wenn sehr viel weniger Butter aus der Milch entsteht, lässt sich ja auch die Buttermilch wie oben beschrieben noch nutzen. Also verschwendet wird nichts. Liebe Grüße Sylvia

  3. Nette Spielerei, aber ist euch schon mal aufgefallen, dass auf der Pfandflasche für die Sahne ein Deckel drauf ist?
    Schon mal den Deckel und eine Buttereinpackfolie gewogen?

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Die Entscheidung liegt natürlich bei jedem selbst, aber wir können nur sagen, Probieren lohnt sich 🙂💚
      Die kleinen Blechdeckel lassen sich übrigens wunderbar recyceln, während das mehrlagige Alufolie-Papier-Gemisch eigentlich nur noch in der Müllverbrennungsanlage enden kann.
      Liebe Grüße

  4. Gibt es irgendeine Verwendungsmöglichkeit für die übrig gebliebene Buttermilch?

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  5. Warum sollte ich das machen, es gibt doch schon Biobutter zu kaufen

    Antworten
    • Hallo Karina, unsere Rezepte sind immer Anregungen, kein Muss ;) Wer Butter selber machen möchte, weiß was drin ist und spart auch noch zusätzliche Verpackung. Selber machen macht auch noch Freude. Aber dafür musst du dich nicht für die Butter entscheiden, wir haben viele Beiträge, von denen du dich inspirieren lassen kannst. Liebe Grüße!

    • Hallo, das würde mich auch interessieren. So trinken mag ich sie auch nicht… LG Monika

  6. Knoblauch, Salz und Pfeffer sind eigentlich schon ausreichend. Mit Schnittlauch sieht es schon ganz nett aus, aber wenn man noch ‘ne Prise Curry dazugibt ist in dich die Kräuterbutter irre.

    Antworten
    • Hallo Silke, danke für deine Ergänzung. Da bekommt man direkt Lust, loszulegen :-) Liebe Grüße Sylvia

  7. Maximilian Knap

    Yay das kannst du laut sagen :-)

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    • Mareike S

      Man kann die Milch auch mit einem Pürierstab bearbeiten und das geht nicht ganz so arg in die Arme 😉

    • Silke
      Machen wir schon länger, aus der Buttermilch werden dann Drinks gemixt, als Backzutat für Brot verwendet oder ich kipp sie mir ins Badewasser. Wobei die selbst hergestellte Buttermilch mit der im Geschäft nicht zu vergleichen ist!
      Gekauft wird nur Sahne die frei von Stabilisatoren ist, also Bio Sahne.
      Die Butter kann man dann mit vielen verschiedenen Zutaten kreieren, Chilibutter, Tomatenbutter, Walnussbutter, Kräuterbutter……
      wünsche gutes gelingen 😋

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