Rezept für regionalen Haselnussaufstrich ohne raffinierten Zucker

Haselnussaufstrich selber machen geht ganz einfach! Ein schnelles, regionales Rezept aus nur 4 Zutaten – ohne Palmöl & industriellen Zucker.

Nach vielen Experimenten ist diese Rezeptur entstanden: ein herrlich cremiger Haselnuss-Aufstrich aus wenigen, regional verfügbaren Zutaten. Das Beste daran: Auf Kakaopulver kann man im Grunde verzichten, denn für das typische, volle Aroma sind vor allem die gerösteten Nüsse verantwortlich.

Rezept für Haselnussaufstrich

Rezept für Haselnussaufstrich

Schwierigkeit: Einfach
Portionen

26

Portionen
Kalorien

130

kcal
Gesamtzeit

30

Minuten

Anders als herkömmliche Fertigprodukte kommt dieser selbstgemachte Haselnussaufstrich ganz ohne raffinierten Haushaltszucker aus. Die Zubereitung dauert nur wenige Minuten – gesund, einfach und richtig lecker.

Tipp für perfekte Streichfähigkeit: Da der Aufstrich auf Butterbasis beruht, härtet er im Kühlschrank aus. Nimm das Glas einfach 10 bis 15 Minuten vor dem Frühstück heraus. Wenn du möchtest, dass die Creme auch direkt aus dem Kühlschrank streichzart bleibt, ersetze bei der Zubereitung 20 bis 30 g der Butter durch ein geschmacksneutrales Raps- oder Sonnenblumenöl.

Zutaten

  • 200 g Haselnusskerne

  • 250 g zimmerweiche Butter (oder eine feste Pflanzenmargarine für eine vegane Variante)

  • 3–4 EL flüssiger Honig vom regionalen Imker (alternativ Zuckerrübensirup oder Apfeldicksaft)

  • 1 Prise Salz

  • Optionale Zutaten zum Verfeinern
  • 1–2 EL Bio-Kakaopulver oder heimisches Carobpulver (für eine schokoladige Note)

  • Mark einer halben Vanilleschote

  • Ein kleiner Spritzer Zitronensaft (hebt den nussigen Geschmack hervor)

Zubereitung

  • Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze anrösten, bis sie duften und die braunen Häutchen leicht aufplatzen. Wer möchte, rubbelt die bitteren Häutchen anschließend mit einem sauberen Küchentuch ab. Die Nüsse vollständig abkühlen lassen.
  • Die abgekühlten Nüsse in einem leistungsstarken Mixer oder einer Küchenmaschine möglichst fein mahlen.
  • Die weiche Butter in eine Rührschüssel geben und mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine hell und cremig aufschlagen.
  • Gemahlene Haselnüsse, Honig, Salz und eventuelle Wunschzutaten zur Butter geben und alles gründlich verrühren.
  • Wer eine samtig-feine Konsistenz ohne Stückchen bevorzugt, püriert die Masse nochmals kurz mit dem Pürierstab durch.
  • Den fertigen Aufstrich in saubere, ausgekochte Schraubgläser füllen und gut verschließen.

Tipp

Dieses Rezept und viele andere mehr findest du auch in unserem Buch:

Fertig ist dein regionaler Haselnussaufstrich! Am zweiten Tag schmeckt er oft noch besser, wenn die Aromen der gerösteten Haselnüsse voll durchgezogen sind.

Lagerung und Haltbarkeit

Selbstgemachter Haselnussaufstrich enthält keine künstlichen Konservierungsstoffe, hält sich bei richtiger Handhabung aber überraschend lange:

  • Im Kühlschrank aufbewahren: Verschließe die Gläser luftdicht und lagere sie im Kühlschrank. Da das Rezept kein Wasser enthält und geröstete Nüsse sowie Honig von Natur aus haltbar sind, bleibt der Aufstrich gekühlt mindestens zwei bis drei Wochen frisch.
  • Saubere Entnahme beachten: Verwende für jede Portion immer einen frischen, sauberen Löffel und niemals das bereits belegte Frühstücksmesser. So verhinderst du, dass Krümel oder Keime in das Glas gelangen, die Schimmel verursachen könnten.
  • Einfrieren auf Vorrat: Wenn du nicht täglich süß frühstückst oder größere Mengen auf einmal zubereitest, lässt sich der Haselnuss-Aufstrich problemlos einfrieren. Fülle ihn dazu portionsweise in kleine Schraubgläser (etwa zu drei Vierteln füllen, damit das Glas nicht platzt). Im Tiefkühlfach hält er sich mehrere Monate und taut bei Zimmertemperatur in etwa einer Stunde streichfähig auf.

Tipp: Genauso lecker ist übrigens selbst gemachte Maronencreme, ein süßer Esskastanien-Aufstrich.

Viel Spaß beim Naschen und Ausprobieren!

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23 Kommentare
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  1. GloryFanGG

    Das Rezept werde ich auf jeden Fall ausprobieren. Ich glaube, mit einer Prise Zimt und etwas Orangenschale verfeinert wird das ein richtig winterlicher Genuss fürs Adventsfrühstück.

    Antworten
  2. Hallihallo,
    Warum ist denn der Aufstrich im Kühlschrank nur 5 Tage haltbar?
    Es werden ja ausschließlich haltbare Zutaten verwendet.
    Viele Grüße Sabine

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Verarbeitete Butter ist leider nicht sehr lange haltbar, sie enthält bis zu 16 % Wasser und wird zudem (genauso wie die Haselnüsse) bei Luftkontakt mit der Zeit ranzig. Daher empfehlen wir in diesem Fall, den Aufstrich innerhalb einiger Tage zu verbrauchen. Alternativ könnte man ihn für eine längere Haltbarkeit portionsweise einfrieren.
      Liebe Grüße

  3. Ich hab´s acuh ausprobiert und war mit dem Ergebnis auch sehr zufrieden. Allerdings ist die Creme schon nach einigen Tagen schimmlig geworden, obwohl ich sie im Kühlschrank aufbewahrt habe. Hat jemand eine Idee, woran das liegen kann?
    Danke, Karin

    Antworten
    • Hallo Karin, das ist so per Ferndiagnose schwer zu sagen. Grundsätzlich ist der Aufstrich durch den geringeren Zuckergehalt im Vergleich zu Nutella und Co. nicht sehr lange haltbar. Wenn du ihn nicht so schnell verbrauchen kannst, wäre es vielleicht eine Lösung, einen Teil nach der Zubereitung einzufrieren. Liebe Grüße Sylvia

    • Danke, Sylvia für den Tip. ich bin davon ausgegangen, dass eigentlich keine schimmelbildenden Zusätze verwendet werden und ein hoher Fettgehalt auch noch schützt. Das mit dem Zucker hatte ich nicht bedacht!

  4. Ivy Weigart

    Unkompliziert und super lecker. Danke

    Antworten
  5. s.klaninger

    Sehr lecker!! Ich habe noch ein bisschen Tonkabohne hineingerieben und eine Spur Vanille dazugegeben! Göttlich!!!!
    nächsts Mal probiere ich es mit Fair trade entduftetes Kokosfett…

    Antworten
  6. Karin Mann

    Hallo, habe heute das Rezept nachgekocht. Ich habe die Hasselnüsse nach dem Rösten sehr lange in meiner Küchenmaschine gemahlen, bis ein Mus entstanden ist. Ich habe nur die Hälfte der Butter dazugegeben, das war ausreichend, Konsistenz war super! Allerdings war meinem Mann das “Nutella” nach Zugabe des Honigs nicht süß genug und ich habe noch zu Staubzucker vermahlenen Birkenzucker dazu gegeben. Interessanterweise hat sich ein Teil als flüssiges Fett am Boden abgesetzt und die restliche Masse is daduch jetzt sehr fest. Weiß jemand, warum das so ist. Liegt es am
    Birkenzucker oder würde diese Trennung bei jedem Zucker stattfinden?

    Antworten
  7. Sehr tolles Rezept! Hab es auch gleich ausprobiert. Anstatt Butter habe ich allerdings Rapsöl verwendet – das hat keinen Eigengeschmack. Wegen meiner Nussalergie röste ich die Nüsse nach dem Mahlen (Allergene vertragen keine Hitze)
    Ich könnte mich reinlegen ;)
    Jetzt geh ich definitiv im Herbst Haselnüsse sammeln!

    Antworten
  8. An Marla

    Danke für den Tipp. Die Idee von Mundraub ist genial. Ich habe in meinem Freundenskreis schon öfter von so etwas geredet. Leider wohne ich im Waldviertel, wo das Internet noch nicht flächendeckend durchgedrungen ist, oder den Menschen das teilen einfach nicht wichtig ist.
    Mir tut jedes Mal das Herz weh, wenn ich Obstbäume sehen, wo die Früchte am Boden verfaulen, weil es ja viel einfacher ist, wenn man das Obst im Supermarkt kauft, als evtl. etwas angeschlagenes im eigenen Garten zusammenzuklauben. Wenn wir Apfelsaft pressen, fahren wir zu allen möglichen Leuten, die froh sind, wenn irgendjemand die Äpfel nutzt. Leider wüsste ich jetzt keinen Platz, den ich auf Mundraub teilen könnte.

    Antworten
    • Das macht nichts, von Mundraub gibt es jetzt sogar die Idee, die essbare Landschaft selbst zu pflanzen. Stecklinge kann man von Beerensträuchern gut schneiden und dann verpflanzen. Nicht jeder Steckling wird etwas, aber mit etwas Glück wachsen dann dort bald kostenlose Beeren :) Ganz liebe Grüße!

  9. Ich bin voll für regional und probiere auch alles mögliche aus, damit ich keine weitgereisten Produkte verwende. Ich frage mich nur, wo eure Haselnüsse herkommen. In Österreich gibt es so viel ich weiß nur einen Haselnussbauern und der hat noch keine recht große Ernte. Ich werde daher das Rezept mit Walnüssen produzieren, die sind aus Omas Garten.

    Antworten
  10. Anne Rabisselbaum

    Es gibt eine palmölfreie Haselnusscreme bei Aldi. (für Faule) ;-)

    Antworten
  11. Dr.Kreativ

    Also ich mache schon länger meine Bionella/ Nutella selber!

    200g Haselnüsse
    (rösten, dann Malen)
    200g Datteln
    (mit Wasser bedeckt einweichen und mit dem Wasser mit
    den Haselnüssen Pürieren)
    4 Esslöffel Kokosöl
    (im Wasserbad Schmelzen und ein rühren/ Pürieren)
    4 Esslöffel RohKakao / Kakao
    (Ich mische für das Aroma 2 EL Roh und 2 EL
    Backkakao. Oder mehr nach geschmack!)
    Vanille Mark/ halbe Vanille Schote

    Vegan, Zuckerfrei, wenig Fett und lecker Fluffig locker. Da das zuvor geschmolzene Kokosöl beim Pürieren wieder abkühlt erhält diese Variante eine Mousige Luftige Konsistenz. Achtung macht Süchtig!! Den Zähnen schadet es auch nicht so sehr. ;-P

    Antworten
    • Maximilian Knap

      Das klingt auch nach einem schönen Rezept, das wir unbedingt probieren müssen. Allerdings wollten wir in diesem Fall ja auch importierte Zutaten verzichten und nur regional verfügbare verwenden :-) Liebe Grüße!

  12. Stefan Brandauer

    Basisrezept + Kakao nachgekocht, hat gut funktioniert, ABER:
    – wenig streichfähig, wenn dem Kühlschrank entnommen; falsche Butter?
    – sehr nussig bzw. vermisse ich den schokoladigen Geschmack von Nutella, davon ist der Aufstrich doch relativ weit entfernt
    – kein Problem mit Butter, ich weiss ja nicht, wie das jenseits des Weisswurstäquators ist, aber gequälte Kühe? Jedenfalls nicht im Salzburger Land, Niederösterreich oder Bayern (kenne viele Milchbauern, allesamt äusserst engagiert und fürsorglich, gequält kommt mir da keine Kuh vor); ausserdem wird ja in Europa der MilchÜBERschuss mit Millionen und Milliarden gefördert, folglich ist die aufgewandte Milchmasse eher weniger das Problem ^^

    Antworten
  13. Almut Elster

    Es ist ja wieder eine tolle Idee, dieser süße Aufstrich aus regionalen Zutaten. Nur die Butter gefällt mir gar nicht. Butter ist ein super unökologisches Lebensmittel, weil rieisig viel Milch (von meist doch gequälten Kühen benötigt wird). Gibt es dazu vielleicht noch eine ökologische und gesunde Alternative? Das wäre super!

    Antworten
    • Maximilian Knap

      Hallo Almut, wir experimentieren auch mit weiteren Zusammensetzungen, regionales Sonnenblumenöl wäre zum Beispiel eine Idee. Konsistenz und Geschmack sind damit natürlich anders, vielleicht stoßen wir noch auf eine richtig schöne, empfehlenswerte Mischung. Liebe Grüße!

  14. Daniela Kratzer

    Warum Butter? Kokosöl ist doch viel gesünder!

    Antworten
    • Maximilian Knap

      Die Idee ist ja, einen Aufstrich aus regionalen Zutaten herzustellen – Kokosnüsse sind bei uns (leider noch) die Ausnahme… wir haben aber auch schon andere Rezepte mit Kokosöl ausprobiert, schmecken tut es. Liebe Grüße!

    • Daniela Kratzer

      Ja stimmt, zwar regional, aber auch nicht unbedingt gesünder. Dieser Aspekt sollte auch hier nicht vergessen werden. LG

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