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Wunderlauch – 3 Rezepte für den Berliner Bärlauch
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Der aromatische Wunderlauch besitzt eine ganze Reihe heilkräftiger Eigenschaften. Wie du ihn für das ganze Jahr konservieren kannst, erfährst du hier.

Der Wunderlauch, auch “Berliner Bärlauch” oder “Seltsamer Lauch” genannt, kommt ursprünglich aus dem Kaukasus. Hierzulande ist der Verwandte des Bärlauchs überwiegend in Berlin und dessen Umland zu finden.

Das aromatische Wildkraut schmeckt nicht nur überaus köstlich, mit einem feinen, besonders milden Knoblaucharoma, es ist auch reich an Vitaminen und kann helfen, den Körper nach dem Winter mit ausreichend Vitalstoffen zu versorgen. Die Pflanze kann zwischen März und Mai geerntet und komplett verarbeitet werden. Wie du das Aroma und die gesundheitsfördernde Kraft des Berliner Lauchs konservieren kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

Von März bis Mai ist Wunderlauchzeit

Geschmacklich erinnert er an Knoblauch, hinterlässt aber keine berüchtigte “Knoblauchfahne”. Er kann genauso verwendet werden wie sein Verwandter, der Bärlauch, und hat ein etwas milderes Aroma.

Je nach Standort kann man die schmalen, grünen Blätter von März bis in den Mai hinein entdecken und ernten. Es ist empfehlenswert, die Blätter noch vor der Blüte zu ernten, weil sie danach an Aroma verlieren.

Der aromatische Wunderlauch besitzt eine ganze Reihe heilkräftiger Eigenschaften. Wie du ihn für das ganze Jahr konservieren kannst, erfährst du hier.

Alle Bestandteile des Wunderlauchs – Blätter, Blütenknospen und Zwiebeln – sind essbar. Wunderlauch kann von anderen, zum Teil giftigen Pflanzen leicht durch seinen typischen Knoblauchgeruch unterschieden werden. Er hat zudem schmalere Blätter als der Bärlauch. Weitere Erkennungsmerkmale des Bärlauch und seiner giftigen Doppelgänger findest du hier.

Wunderlauch-Pesto

Ein fein-würziges Pesto aus Wunderlauch passt wunderbar zu Pasta, Salaten oder als Aufstrich bzw. Dip zu Brot und Gemüse. Wenn das Pesto immer mit Öl bedeckt ist, hält es sich problemlos mehrere Monate.

Folgende Zutaten werden für etwa 400 g Pesto benötigt:

Der aromatische Wunderlauch besitzt eine ganze Reihe heilkräftiger Eigenschaften. Wie du ihn für das ganze Jahr konservieren kannst, erfährst du hier.

So gehst du vor:

  1. Wunderlauch waschen, abtrocknen und grob zerkleinern.
  2. Die Hälfte des Wunderlauchs, Nüsse, Salz, Öl und Parmesan in einen Standmixer geben. Alternativ kann auch ein Pürierstab verwendet werden.
  3. Die Masse etwas zerkleinern. Dann den Rest hinzugeben und weiter mixen, bis eine homogene Masse entsteht.
  4. In saubere Gläser abfüllen, beschriften und verschließen.

Beachte: Durch die Zugabe von Parmesan verkürzt sich die Haltbarkeit enorm. Für eine möglichst lange Haltbarkeit ist es empfehlenswert, den Parmesan erst bei Verwendung frisch über das Gericht zu geben.

Der aromatische Wunderlauch besitzt eine ganze Reihe heilkräftiger Eigenschaften. Wie du ihn für das ganze Jahr konservieren kannst, erfährst du hier.

Wunderlauch-Butter

Für köstliche, gesunde Wunderlauch-Butter benötigst du nur Butter und Wunderlauch. Nimm die Butter am besten schon mehrere Stunden vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank, damit sie weich wird. Du kannst Butter auch leicht selbst herstellen.

Schneide den Wunderlauch in feine Streifen oder zerkleinere ihn mit einem Wiegemesser so fein wie möglich. Verrühre die Butter mit dem Lauch, bis er sich gut verteilt hat. Nach Belieben kannst du den Aufstrich zum Schluss salzen.

Tipp: Für besonders feine Wunderlauch-Butter den gehackten Lauch in einen Messbecher geben und mit einem Pürierstab pürieren. Die Butter in einem Topf bei geringer Hitze schmelzen lassen und dann langsam unter Rühren zum Lauch geben, bis eine homogene Masse entsteht.

Der aromatische Wunderlauch besitzt eine ganze Reihe heilkräftiger Eigenschaften. Wie du ihn für das ganze Jahr konservieren kannst, erfährst du hier.

Wunderlauch-Öl

Wunderlauch-Öl ist eine weitere gute Möglichkeit, das einzigartige Aroma und die Knoblauchnote des Berliner Lauchs lange zu konservieren. Dafür benötigst du nichts weiter als Wunderlauch und Pflanzenöl ohne intensiven Eigengeschmack. Schneide die gewaschenen und trocken getupften Blätter in grobe Stücke und gib sie in ein Schraubglas. Bedecke sie vollständig mit Pflanzenöl (auf 100 g Wunderlauch benötigst du etwa 400 bis 500 ml Öl) und verschließe das Glas. Nun das Öl an einem lichtgeschützten Ort für zwei bis drei Wochen ziehen lassen. Gelegentlich leicht schwenken, um Schimmelbildung vorzubeugen. Anschließend kann das Öl abgeseiht und in Flaschen gefüllt werden.

Wunderlauch-Öl eignet sich als Salatdressing oder zum Marinieren von Gemüse, Fisch oder Fleisch. Lichtgeschützt gelagert hält es sich problemlos mehrere Monate bis hin zu einem Jahr. Sauberes Arbeiten ist für eine lange Haltbarkeit allerdings essentiell. Du kannst dich bei der Haltbarkeit am Ablaufdatum des verwendeten Öls orientieren.

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Wächst der Seltsame Lauch vielleicht auch in deiner Nähe, wie verwendest du ihn? Teile deine Rezepte und Tipps mit anderen Lesern unter diesem Beitrag!

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