
Handschuhe, Stulpen, Mütze nähen aus einem alten Pullover
Statt einen alten Pullover zu entsorgen, lässt er sich noch vielseitig weiterverarbeiten – zum Beispiel zu tollen Winteraccessoires! Aus dem warmen Strickstoff kannst du zum Beispiel Handschuhe, Stulpen und eine Mütze nähen.
Statt die wärmenden Kleidungsstücke aus Garn selber zu stricken oder zu häkeln, kommst du durch das Pullover-Upcycling ruckzuck zu warmen Ohren und Händen. Alles, was du dafür brauchst, sind eine Schere, eine Nähmaschine und nur wenige Minuten Zeit.
Mütze nähen aus altem Pullover
Als Nähanfänger nimm dir am besten zunächst diese Mütze vor. Sie lässt sich mit nur einem einzigen Schnitt und einer Naht ganz einfach herstellen. Sollte die Naht etwas schief werden, ist das nicht schlimm, denn das Material ist ja dehnbar.
Dafür benötigst du Folgendes:
- einen alten Pullover (am einfachsten verarbeiten lässt sich ein Sweatshirt oder ein Fleecepulli)
- eine passende Mütze als Schablone, alternativ dein Kopfumfangmaß
Benötigte Zeit: 10 Minuten.
So entsteht eine Mütze aus deinem alten Pullover:
- Mützenform aufzeichnen
Den Pulli auf links wenden und so ausbreiten, dass die Bündchen am unteren Rand genau aufeinanderliegen. Die Schablonen-Mütze am unteren Rand anlegen und die Form mit einem Zentimeter Nahtzugabe auf den Pullover übertragen.
Falls du keine Mütze als Schablone zur Hand hast, miss deinen Kopfumfang an der Stelle, an der der Rand der Mütze sitzen soll, und zeichne die Hälfte dieses Maßes als Breite der Mütze am unteren Rand des Pullovers auf. Je nachdem, ob die Mütze eher stramm oder locker sitzen soll, kannst du die Breite etwas variieren. Verbinde die Linien oberhalb des Bündchens mit einem Halbkreis oder einer anderen Mützenform.
Tipp: Zeichne die Mütze am besten genau mittig oder möglichst nah an einer Seitennaht des Pullovers auf, sodass genug Stoff übrig bleibt, um auch noch Handschuhe daraus zu schneidern. - Form ausschneiden
Vorder- und Rückenteil der vorgezeichneten Form mit einigen Stecknadeln vor dem Verrutschen sichern und beide Lagen entlang der angezeichneten Linie ausschneiden.
- Mütze nähen
Vorder- und Rückseite mit geradem Stich und einem Zentimeter Abstand zur Kante zusammennähen. Anschließend wenden.
Schon ist die Upcycling-Mütze bereit, deine Ohren zu wärmen!
Tipp: Wenn du ein altes, zerschlissenes Kapuzensweatshirt besitzt, kannst du daraus auch eine Schalmütze nähen.
Stirnband für warme Ohren
Um ein Stirnband zu nähen, benötigst du nur Reste eines alten Sweatshirt oder Pullovers sowie dein Kopfumfangmaß. Wenn du fein gestricktes Material verwendest, brauchst du die Schnittkanten nicht zu säumen, da sie nicht aufribbeln.
Gehe so vor:
- Den Pullover auf links drehen und ein Rechteck aufzeichnen, das so breit wie dein halbes Kopfumfangmaß und zum Beispiel acht Zentimeter hoch ist.
- Vorder- und Rückseite mit Nadeln fixieren und zusammen entlang der vorgezeichneten Linien ausschneiden.
- Die kurzen Kanten jeweils mit einem Zentimeter Abstand zur Kante zusammennähen. Auf Wunsch können die langen Schnittkanten noch mit einem Zickzackstich versäubert werden. Das Stirnband dann wenden.
Da das fertige Stirnband etwas kleiner ist als der Kopfumfang, sitzt es angenehm fest am Kopf und rutscht nicht herunter.
Wenn du einen grob gestrickten Pullover für das Stirnband verwenden möchtest, empfiehlt es sich, den Stoff doppelt zu nehmen und die Schnittkanten zu vernähen, damit der Stoff sich nicht auftrennt. Schneide dafür zwei doppelt so breite und zwei Zentimeter höhere Stoffstücke aus dem Pullover und verarbeite sie so, wie in der Anleitung für den Schlauchschal beschrieben.
Armstulpen aus Pulloverärmeln
Sogar ganz ohne Nähen lassen sich Stulpen aus einem Pullover herstellen. Schneide dafür einfach die Ärmel in der gewünschten Länge ab. Wie auch beim Stirnband können die Schnittkanten offen bleiben oder auf Wunsch mit einem Zickzackstich versäubert werden.
Dann mit den weiten Öffnungen voran über die Unterarme ziehen und die Wärme genießen. Besonders weite Pulloverärmel lassen sich auch als Beinstulpen verwenden.
Tipp: Besonders gut geeignet für Armstulpen ist ein eingelaufener Wollpullover, aus dessen verfilztem Gewebe sich noch viele weitere nützliche Dinge schneiden lassen.
Handschuhe aus Pulloverresten
Hast du noch einen Pullover übrig oder reichen die Reste des Pullis, aus dem du die Mütze ausgeschnitten hast? Dann nähe doch Fausthandschuhe daraus!
So wird’s gemacht:
- Hände abzeichnen
Den Pullover auf links wenden. Die Hände nacheinander so auf den Pullover legen, dass die Handgelenke auf dem unteren Bündchen des Pullovers liegen, und, je nach Handform und gewünschter Lockerheit, mit einem bis zwei Zentimetern Zugabe abzeichnen. - Formen ausschneiden
Die Stofflagen innerhalb der Umrisse mit Nadeln zusammenheften und entlang der aufgezeichneten Linien ausschneiden. - Stoff zusammennähen
Die Handschuhe rundherum mit einem Zentimeter Abstand zur Kante zusammennähen. Im Anschluss wenden.
Wenn du möchtest, kannst du deine neuen Handschuhe sogar Smartphone-kompatibel machen. Dank all deiner neuen Winteraccessoires steht einem langen Winterspaziergang nun nichts mehr im Weg, denn damit bleiben Hände, Arme und Ohren warm.
Noch mehr Ideen findest du in unserem Beitrag zum Upcycling von Textilien und in unserem Buch:
Hast du weitere Upcycling-Ideen für winterliche Kleidungsstücke? Teile deine Kreationen in den Kommentaren!
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