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Die Heilkraft der Sonne – gespeichert im Johanniskraut
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Das Johanniskraut ist wunderschön und hilft dir den Sommer und die Sonne das ganze Jahr über zu genießen. Finde heraus wie!

Im Winter, wenn es dunkel und grau ist und die Tage kurz sind, habe ich oft Sehnsucht nach ein bisschen Sonne. Vielen geht es ähnlich und manche fahren in den Süden, um den Winter etwas abzukürzen, aber nicht für jeden ist dies möglich.

Ich hole mir gern mit dem Johanniskraut etwas Licht in den Winter, denn Johanniskraut besitzt die besondere Eigenschaft, das Licht der Sonne zu speichern.

Anwendungsgebiete

Johanniskraut ist in zahlreichen Arzneimitteln enthalten, vor allem in solchen, die gegen Depressionen und Angstzustände eingesetzt werden.

Äußerlich angewandt ist Johanniskrautöl eine wertvolle Hilfe bei Sonnenbrand und anderen Verbrennungen. Allerdings sollte man niemals mit Johanniskrautöl eingeriebene Körperstellen der Sonne aussetzen, da es die Lichtempfindlichkeit erhöht und es somit zu unangenehmen Hautrötungen kommen kann.

Sommerzeit – Sammelzeit

Das Johanniskraut wächst an sonnigen Gebüschrändern, in Steinbrüchen, an Bahndämmen und auf mageren Wiesen. Du erkennst das Kraut daran, dass die zarten Blüten eine färbende, rote Flüssigkeit abgeben.

Wenn du nicht sicher bist, hilft die Teilnahme an einer Wildkräuterwanderung oder ein detailliertes Wildkräuterbuch bei der Bestimmung.

Heilkräuter und Zauberpflanzen: zwischen Haustür und Gartentor
für Tolino:

Ich sammle dieses wunderbare Kraut im Juni und Juli und bereite mich auf die dunkleren Tage des Jahres vor, indem ich es folgendermaßen nutze:

Frisch geerntet kannst du es auch folgendermaßen benutzen:

  • Die Blüten sind eine schöne, gesunde und essbare Dekoration auf Salaten.
  • Das frische Kraut ist eine sehr gute Zutat für Würzöle.
Das Johanniskraut ist wunderschön und hilft dir den Sommer und die Sonne das ganze Jahr über zu genießen. Finde heraus wie!
von Holger Casselmann [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Johanniskrautöl leicht selbst herstellen

Johanniskrautöl kann man für viele Anwendungen kaufen, es ist aber gar nicht so schwer, das Öl selbst herzustellen.

Mit nur zwei Zutaten plus Sonnenlicht und etwas Geduld kannst du das Johanniskrautöl ganz einfach selbst herstellen. Du benötigst:

  • Johanniskraut, Blätter und Blüten
  • hochwertiges Öl (z.B. Bio-Olivenöl)
  • ein Schraubglas

So gehst du vor:

  1. Die Blätter und Blüten von den Stängeln abstreifen und grob schneiden.
  2. Ein Schraubglas zu drei Vierteln mit dem Kraut befüllen.
  3. Pflanzenöl darüber gießen, bis alles gut bedeckt ist.
  4. Sechs Wochen an einem sonnigen, warmen Ort ziehen lassen.
  5. Durch ein Sieb abseihen und das Öl an einem dunklen Ort oder in einer dunklen Flasche bei Zimmertemperatur aufbewahren.

So einfach fängst du das Sonnenlicht für den Winter ein, Sonnenlicht für Haut und Seele. Wenn du vom Johanniskraut begeistert bist, dann sieh dir dieses Pflanzenprofil auf kostbarenatur.net an.

Weitere Aufbewahrungsmethoden für Wildkräuter findest du in diesem Beitrag! Welche anderen Kräuter und Wildpflanzn im Juli gesammelt werden können, erfährst du hier.

Weitere Ideen für wohltuende Pflanzen aus der Natur findest du in unserem Buchtipp:

Kräuter & Gewürze als Medizin: Gesund und schlank mit Vitalkräften aus der Apotheke der Natur.

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Wie sind deine Erfahrungen mit Johanniskraut? Teile deine Tipps mit den anderen Lesern über die Kommentare.

  • Yvonne

    Das Johanniskraut (Hypericum perforatum) blüht von Juni bis
    August. Die Heilpflanze wächst als Strauch und wird zwischen 20 cm bis
    zu einem Meter hoch. Die Laubblätter sind elliptisch-eiförmig oder
    länglich. Die Laubblätter sind durchscheinend punktiert, wenn sie gegen
    das Licht gehalten werden. Daher stammt der Name perforatum – es
    scheint, als seien die Blätter punktiert. Gegen das Licht gehalten haben
    sie helle Pünktchen. Es sind Öldrüsen, die im Licht durchsichtig
    erscheinen.
    Man könnte das Kraut auch mit dem Jakobskreuzkraut verwechseln, das ist giftig! Also vorab sich informieren!

    Gepflückt werden nur die voll erblühten, aufgeschlossenen Blüten. Nicht
    die Knospen. Sie werden vorsichtig ab gezupft und in ein Glas oder in
    eine Papiertüte gegeben. Die Blüten sind relativ empfindlich, deshalb
    lohnt sich vorsichtiges Vorgehen. Auf keinen Fall wird die Pflanze
    herausgerissen oder sonstig beschädigt. Andere wollen sich an der
    schönen Pflanze auch noch erfreuen – wie Insekten beispielsweise.
    Oftmals wachsen an einem Standort mehrere Stauden, so dass gar nicht
    lange gesucht werden muss. Ein Marmeladenglas ist deshalb leicht mit
    Johanniskraut-Blüten gefüllt. Wer zum ersten Mal Rotöl herstellt, sollte
    auch zum Ausprobieren nur ein Glas verwenden und nicht gleich sämtliche
    Pflanzen abernten – andere wollen auch noch etwas!

    Die Johanniskrautblüten sollten in der Mittagszeit, bei voller Sonnenkraft geerntet werden.

    • Astrid

      Mit Verlaub gesagt, mit dem Jakobskreuzkraut ist diese Pflanze wohl kaum zu verwechseln. Und ich nehme pro Standort immer nur wenige Teile einer Pflanze, bedanke mich auch bei ihr, da bin ich sicher nicht die Einzige in diesem Forum. Da brauche ich keine zweimalige Belehrung in einem solch langen Kommentar; und wenn ich an weiteren Informationen zu einer Pflanze interessiert bin, schaue ich mir entsprechende Seiten im Netz an, dazu nutze ich nicht diese “Diskussionsplattform”.

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