Die Heilkraft der Sonne – gespeichert im Johanniskraut

Das Johanniskraut ist wunderschön und hilft dir den Sommer und die Sonne das ganze Jahr über zu genießen. Finde heraus wie!

Das Johanniskraut scheint die Fähigkeit zu besitzen, das Licht der Sonne zu speichern. Deshalb eignet es unter anderem dazu, die trübe Stimmung an grauen Wintertagen zu vertreiben. Aber auch viele andere Beschwerden können mit der starken Heilpflanze gemildert werden. Wie du Johanniskraut am besten sammelst und für deine Gesundheit einsetzt, erfährst du hier.

Anwendungsgebiete

Johanniskraut ist Bestandteil zahlreicher Arzneimittel, insbesondere solcher, die gegen Depressionen oder Angstzustände eingesetzt werden. Das im Johanniskraut enthaltene Hypericin und Hyperforin vermehrt im Gehirn die verfügbaren Botenstoffe und Neurotransmitter. So wirkt das Kraut auf natürliche Weise gegen Niedergeschlagenheit, Stimmungstiefs, Erschöpfung und die Folgen leichter Depressionen. Auch bei Wochenbett- und Winterblues kann es Linderung verschaffen.

Zu diesem Zweck können zwei bis drei Tassen Johanniskrauttee täglich getrunken werden. Alternativ empfiehlt es sich, eine Tinktur mit Johanniskraut anzusetzen.

Hinweis: Bei einer Wochenbettdepression oder anderen schwerwiegenden psychischen Erkrankungen ist eine Selbstbehandlung mit Johanniskraut nicht zu empfehlen. In diesen Fällen solltest du unbedingt einen Arzt konsultieren!

Das Johanniskraut ist wunderschön und hilft dir den Sommer und die Sonne das ganze Jahr über zu genießen. Finde heraus wie!

Äußerlich als Ölauszug angewendet, kann Johanniskraut Sonnenbrand und leichte Verbrennungen lindern. Allerdings wird die Haut durch das Öl vorübergehend lichtempfindlicher und sollte deshalb nach der Behandlung nicht der Sonne ausgesetzt werden.

Die entzündungshemmenden, erneuernden und wundheilenden Wirkstoffe machen Johanniskrautöl zu einem nützlichen Hausmittel gegen Narben und Dehnungsstreifen.

Johanniskraut richtig ernten

Johanniskraut bevorzugt magere, sonnige Standorte wie Wiesen, Wegränder oder Bahndämme. Mit seinen goldgelben Blüten, die von Juni bis Juli in voller Pracht stehen, ist die bis zu einen Meter hohe Pflanze leicht zu erkennen. Zerreibe eine Blüte zwischen den Fingern um zu prüfen, ob es sich um das echte Tüpfel-Johanniskraut handelt. Wenn eine rote Flüssigkeit austritt, dann ist es echt. Andere Johanniskrautarten zu verwenden, ist ebenfalls möglich, allerdings enthalten sie weitaus weniger Wirkstoffe.

Tipp: Wenn du bei der Pflanzenbestimmung unsicher bist, hilft dir die Teilnahme an einer geführten Wildkräuterwanderung.

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Geerntet wird das Kraut am besten an einem trockenen, sonnigen Tag. Schneide die Stängel mit voll aufgeblühten Blüten im oberen Viertel ab und binde sie zu Sträußen zusammen. Sie sollten nicht dicker sein, als eine Hand problemlos umfassen kann. Die Sträuße werden kopfüber an einem sonnigen Ort zum Trocknen aufgehängt. Sobald das Kraut gut getrocknet ist, werden Blätter und Blüten von den Stielen gestreift und können zur Aufbewahrung in leere Schraubgläser gegeben werden.

Das Johanniskraut ist wunderschön und hilft dir den Sommer und die Sonne das ganze Jahr über zu genießen. Finde heraus wie!

Johanniskrautöl selbst herstellen

Hochwertiges Johanniskrautöl ist im Bioladen oder online erhältlich. Mit wenig Aufwand und etwas Geduld kann es auch selbst hergestellt werden – am besten mit einem Basisöl, das genau zu deinem Hauttyp passt.

Folgendes wird benötigt:

  • frische Blätter und Blüten des Johanniskrauts
  • Pflanzenöl, wie zum Beispiel Olivenöl
  • leeres Schraubglas
  • Gläser oder besser Braunglasflaschen zur Aufbewahrung des fertigen Öls

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So gehst du vor:

  1. Blätter und Blüten von den Stielen streifen und in ein Schraubglas geben.
  2. Pflanzenöl darüber gießen, bis das gesamte Kraut gut bedeckt ist.
  3. Sechs Wochen an einem sonnigen Ort ziehen lassen, dabei gelegentlich schütteln.
  4. Durch ein feines Sieb oder eine ausgediente Feinstrumpfhose abseihen und in dunklen Flaschen bei Zimmertemperatur aufbewahren.

Bezüglich der Haltbarkeit des Johanniskrautöls kannst du dich am ursprünglichen Verfallsdatum des verwendeten Basisöls orientieren. Durch Zugabe einiger Tropfen Vitamin-E-Öl (Tocopherol) lässt sich die Haltbarkeit verlängern, denn es zögert das Ranzigwerden hinaus.

Tipp: Du kannst den Ölauszug auch weiterverarbeiten zu einer selbst gemachten Johanniskrautsalbe.

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10 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Hallo,
    Seit Jahren verwende ich nur die Blüten für Johanniskrautöl auf Olivenölbasis und bin eigentlich damit zufrieden. Aber nachdem ich die Kommentare gelesen habe, überlege ich, ob es besser waere, die Blaetter auch hinzuzunehmen. Hat jemand mehr Erfahrung damit ? Danke.

    Antworten
  2. Wir haben immer ein Fläschchen Johanniskraut Öl in der Nähe des Küchenherdes :-), auch im Urlaub. Es hilft unschlagbar bei Verbrennungen, es gibt keine Blasen und heilt schnell ab. Am nächsten Tag ist meist nichts mehr von der Verbrennung zu merken. Sensationell finde ich.

    Antworten
  3. Hallo,

    Wird die Haut durch Einnahme des Tees auch lichtempfindlicher?
    Oder nur durch Nutzung des Öls?

    Viele Grüße!

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Für diese Wirkung ist eine höhere Konzentration der Wirkstoffe erforderlich, die nur durch Anwendung auf der Haut erreicht wird, aber nicht bei innerlicher Anwendung als Tee.
      Liebe Grüße

    • Ich habe seit über 16 Jahren Erfahrung mit der äußerlichen Anwendung mit dem aufgesetzten Johanniskrautöl ( auf Olivenölbasis), deshalb möchte ich mal mit einem Mythos aufräumen. Ich wende es auf Grund eines Buches von der sehr erfahreneden Kräuterfrau Susan S. Weed aus dem Buch ” Brustgesundheit und Brustkrebs” an. (wobei ich es nur als Nachschlagewerk nutze) . Susan S. Weed benutzt das Johanniskrautöl äußerlich als Sonnenschutzmittel!!!! Johanniskraut innerlich!! angewendet macht die Haut lichtempfindlich, weshalb es gut im Winter gegen den Winterblues eingenommen werden kann, aber damit habe ich keine Erfahrung. Ich benutze es seit ca. 16 Jahren als Sonnenschutzmittel und habe gute Erfahrungen damit, allerdings habe ich eine schnell bräunende Haut und gewöhne meine Haut jedes Jahr langsam an die Sonne. Und die Susan S. Weed hat die Erfahrung gemacht, dass je länger sie es anwendet es immer besser wirkt. Also von Jahr zu Jahr… Für Menschen mit heller Haut oder welche die nur selten in der Sonne sind wird es nichts sein. Und in der ersten Zeit, wenn man es ausprobiert sollte man nur kurz in die Sonne damit, weil es keinen Sonnenschutzfaktor hat. Nur einmal in der Zeit hatte ich einen heftigen Sonnenbrand – nach einem völlig verregneten Frühjahr haben wir an dem 1. super heißen Frühsommertag Kohl auf dem Acker gesetzt und ich hatte meine Haare hochgesteckt und mit dem Rücken zur Sonne gearbeit… und ich hatte fast einen Sonnenstich plus superverbrannt, abends mit Johanniskrautöl eingerieben und nächsten Tag war fast nichts mehr davon zu sehen und keine Haut die abblätterte!!! Also als Aftersun und bei Verbrennungen auch sehr gut geeignet. Was ich mit dieser Geschichte aufzeigen will, ist das sich jeder erstmal langsam jedes Jahr neu an die Sonne gewöhnen muß, vor allem weil die Sonne immer früher im Jahr schon sehr heiß scheint. Dies hatte ich leider nach dem verregneten Frühjahr nicht bedacht…
      Wer es ausprobieren möchte, sollte vielleicht im zeitigen Frühjahr damit beginnen, und nicht in diesem Jahr sammeln, das Öl ansetzen und im Spätsommer damit beginnen, wenn die Sonne noch sehr steil steht.
      Außerdem ist das Johanniskrautöl gut bei Muskelkrämpfen (alle 5-15min einreben und mehr trinken) und bei Nervenschmerzen. Außerdem hat es einen gewissen Anti-Aging Efekt auf die Haut oder läßt sie mit der Zeit frischer aussehen- zumindestens ab einen gewissen Alter…
      So das war mein erster Beitrag bei smartikular und ich hoffe, ich nicht die Edikette verletzt mit meinen langen Kommentar. Es spiegeln einfach nur meine persönlichen Erfahrungen wider.

    • Liebe Gisela, im Gegenteil wir freuen uns sehr über persönliche Erfahrungsberichte und geteiltes Wissen. Vielen Dank dafür und einen herzlichen Gruß Sylvia

  4. Ich liebe Johanniskraut! Aber… Leute die allopatische Medikament nehmen, auch die antibabypille, sollen kein Johanniskraut nehmen (Wahrscheinlich . Diese Pflanz speilt mit unsere Leber und die chemische Medikament können in ein unberechenbar Art reagiert.
    Erklaerrung auf Deutsch: https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/wechselwirkung-johanniskraut-kann-medikamente-unwirksam-machen-a-862945.html

    Antworten
    • Hallo Nadie, vielen Dank für dein Feedback und die Ergänzung. Liebe Grüße Sylvia

  5. Das Johanniskraut (Hypericum perforatum) blüht von Juni bis
    August. Die Heilpflanze wächst als Strauch und wird zwischen 20 cm bis
    zu einem Meter hoch. Die Laubblätter sind elliptisch-eiförmig oder
    länglich. Die Laubblätter sind durchscheinend punktiert, wenn sie gegen
    das Licht gehalten werden. Daher stammt der Name perforatum – es
    scheint, als seien die Blätter punktiert. Gegen das Licht gehalten haben
    sie helle Pünktchen. Es sind Öldrüsen, die im Licht durchsichtig
    erscheinen.
    Man könnte das Kraut auch mit dem Jakobskreuzkraut verwechseln, das ist giftig! Also vorab sich informieren!

    Gepflückt werden nur die voll erblühten, aufgeschlossenen Blüten. Nicht
    die Knospen. Sie werden vorsichtig ab gezupft und in ein Glas oder in
    eine Papiertüte gegeben. Die Blüten sind relativ empfindlich, deshalb
    lohnt sich vorsichtiges Vorgehen. Auf keinen Fall wird die Pflanze
    herausgerissen oder sonstig beschädigt. Andere wollen sich an der
    schönen Pflanze auch noch erfreuen – wie Insekten beispielsweise.
    Oftmals wachsen an einem Standort mehrere Stauden, so dass gar nicht
    lange gesucht werden muss. Ein Marmeladenglas ist deshalb leicht mit
    Johanniskraut-Blüten gefüllt. Wer zum ersten Mal Rotöl herstellt, sollte
    auch zum Ausprobieren nur ein Glas verwenden und nicht gleich sämtliche
    Pflanzen abernten – andere wollen auch noch etwas!

    Die Johanniskrautblüten sollten in der Mittagszeit, bei voller Sonnenkraft geerntet werden.

    Antworten
    • Mit Verlaub gesagt, mit dem Jakobskreuzkraut ist diese Pflanze wohl kaum zu verwechseln. Und ich nehme pro Standort immer nur wenige Teile einer Pflanze, bedanke mich auch bei ihr, da bin ich sicher nicht die Einzige in diesem Forum. Da brauche ich keine zweimalige Belehrung in einem solch langen Kommentar; und wenn ich an weiteren Informationen zu einer Pflanze interessiert bin, schaue ich mir entsprechende Seiten im Netz an, dazu nutze ich nicht diese “Diskussionsplattform”.

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