Hausmittel gegen Ohrenschmerzen – einfache Hilfe gegen die Beschwerden

Hausmittel gegen Ohrenschmerzen helfen unkompliziert, schnell und günstig - viel besser als Ohrentropfen und Medikamente aus der Apotheke!

Ohrentzündungen treten beispielsweise als Begleitung von Erkältungen und grippalen Infekten auf und bereiten oft plötzliche, starke Schmerzen. Aber auch durch Kälte oder Druck kann es zu Stechen und Pochen im Ohr kommen. Um die Beschwerden zu lindern, sind Ohrentropfen oder Medikamente meist nicht nötig, denn es gibt einfache und sehr wirksame Hausmittel gegen Ohrenschmerzen.

Was hilft gegen Ohrenschmerzen?

Die unangenehmen Beschwerden im Ohr lassen sich auf unterschiedliche Weise bekämpfen. Wärme lindert die Schmerzen. Entzündliche Prozesse werden durch antibakterielle und entzündungshemmende Mittel eingedämmt. Und durch abschwellende und schleimlösende Substanzen wird der Druck im Nasen-Rachenraum und im Mittelohr verringert. Er ist bei einer Erkältung oft gleichzeitig für eine verstopfte Nase und Beschwerden der Nebenhöhlen verantwortlich, die damit gleich mitbehandelt werden.

Hinweis: Wenn die Ohrenschmerzen anhalten oder sich verschlimmern, empfiehlt es sich – insbesondere bei Kindern – ärztliche Hilfe hinzuzuziehen.

Zwiebelsäckchen: Ohrentzündungs-Hausmittel

Ein beliebtes Hausmittel gegen erkältungsbedingte Ohrenschmerzen ist ein Zwiebelsäckchen. Die klein geschnittene und etwas zerdrückte scharfe Knolle verströmt entzündungshemmende, antibakterielle und abschwellende Dämpfe und wirkt schleimlösend. Die Anwendung, am besten über Nacht, ist ganz einfach und angenehm, sodass das Zwiebelsäckchen auch für Kinder geeignet ist.

Ein selbstgemachtes Zwiebelsäckchen gegen Ohrenschmerzen ist günstiger und schneller zur Hand als beispielsweise Ohrentropfen aus der Apotheke.

Heilsamer Senfumschlag aufs Ohr

Eine ähnliche Wirkung wie durch ein Zwiebelsäckchen lässt sich auch mit einem Senfumschlag erzielen, denn der vielseitige Senf besitzt desinfizierende und durchblutungsfördernde Eigenschaften. Dafür aus zwei bis drei Esslöffeln Senfmehl, das zum Beispiel in der Apotheke erhältlich ist, und warmem Wasser einen Brei anrühren und in die Mitte eines Stofftaschentuchs geben. Die Seiten des Tuchs darüberschlagen und das Päckchen dann etwa 10 bis 15 Minuten an das schmerzende Ohr halten.

Wärmendes Körnerkissen gegen Schmerzen

Ohrenschmerzen jeder Art lassen sich durch Wärme lindern. Ein Wärmekissen mit eher feinkörniger Füllung wie zum Beispiel Dinkel oder Leinsamen, passt sich dem Ohr gut an, hält die Wärme besonders lange und wirkt bis in die Tiefe, wo die Schmerzen herrühren. Wichtig ist dabei, dass Kissen nicht zu stark zu erhitzen, denn die Wärme soll möglichst über Stunden wirken und angenehm sein.

Tipp: Eine Rotlichtlampe besitzt eine ähnliche Wirkung wie das Wärmekissen, denn das langwellige Licht erwärmt tiefliegende Bereiche im Ohr besonders gut.

Kartoffelwickel für langanhaltende Wärme

Ein Kartoffelwickel hilft ebenfalls durch Wärme, die er besonders langsam und gleichmäßig abgibt. Dafür eine frisch gekochte Kartoffel zerdrücken, in ein Taschentuch einschlagen und bei Bedarf noch etwas abkühlen lassen, bis eine angenehme Temperatur erreicht ist. Dann den Wickel ans Ohr legen und einwirken lassen, bis die Wärme nachlässt.

Tipp: Warme und kalte Wickel und Auflagen helfen auch bei anderen Erkältungsbeschwerden wie Husten und Halsschmerzen.

Heilwolle-Auflage, nicht nur für Kinder

Auflagen aus Heilwolle sind ein besonders sanftes Hausmittel gegen Ohrenschmerzen und daher auch für kleine Kinder geeignet. Das enthaltene Wollfett, auch Lanolin genannt, besitzt eine entzündungshemmende und durchblutungsfördernde Wirkung, die die Beschwerden schnell beruhigt.

Für eine Auflage wird ein kleines Stück Heilwolle auf das betroffene Ohr gelegt und mit einer Mütze oder einem Schal fixiert. Alternativ ein kleines Knäuel nicht zu tief in den Gehörgang schieben. Die Heilwolle nach einigen Stunden Einwirkzeit entfernen.

Tipp: Die sanft wirksame Heilwolle hat sich auch als vielseitiges Heilmittel für Mutter und Baby bewährt. Durch ihre Fähigkeit, sehr viel Wasser aufzunehmen, ist sie besonders hilfreich bei einem wunden Babypopo.

Ätherische Öle gegen Ohrenschmerzen

Auch einige ätherische Öle gegen Erkältungsbeschwerden eignen sich zur Bekämpfung von Ohrenschmerzen. Beispielsweise Cajeput wirkt ähnlich wie Eukalyptusöl antibakteriell, antiviral und schmerzlindernd, ist aber etwas milder, sodass es auch für Kinder geeignet ist. Lavendelöl beruhigt und hemmt Entzündungen im Ohr.

Für die Anwendung gib 1-2 Tropfen eines Öls auf ein kleines Stück Heilwolle oder Watte, stecke sie als Pfropf locker in den Gehörgang. Am besten wirkt das ätherische Öl, wenn das Ohr zusätzlich durch eine Mütze oder einen Schal gewärmt wird.

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Tiefenwirksames Kamillendampfbad

Die Kamille, ein vielseitig verwendbares Kraut, wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und schmerzstillend. Mit einem Kamillendampfbad lassen sich die Wirkstoffe der Heilpflanze bis tief ins Ohr bringen. Dafür 2 EL Kamillenblüten in einem Liter Wasser aufkochen und fünf Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln lassen. Das Ohr anschließend etwa 10 Minuten lang so über den Topf halten, dass die Temperatur angenehm ist und die Dämpfe ins Ohr steigen.

Ohrenschmerzen vorbeugen

Husten, Schnupfen und Halsschmerzen ziehen oft auch noch Ohrenschmerzen nach sich. Daher ist es ratsam, erste Anzeichen eines Infektes frühzeitig zu behandeln, damit die quälenden Schmerzen gar nicht erst entstehen – am besten mit bewährten Hausmitteln gegen Erkältung.

Ergänzend hilft bei Infekten und entzündlichen Prozessen Ruhe und viel Schlaf, um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und so Ohrenschmerzen den Garaus zu machen.

Wer nach dem Schwimmbadbesuch unter Druckschmerzen leidet oder zu Ohrentzündungen durch eindringendes Wasser neigt, verwendet beim Schwimmen und Baden am besten Ohrstöpsel.

Ohrenschmerzen können nicht zuletzt durch eine falsche Reinigung der Ohren entstehen. Mit Wattestäbchen wird Ohrenschmalz häufig tiefer ins Ohr geschoben, sodass sich ein Pfropf bildet. Dieser führt nicht nur zu einer Verschlechterung des Hörvermögens, sondern bildet einen Nährboden für Keime, die wiederum schmerzhafte Ohrentzündungen verursachen können.

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Welches Hausmittel hilft dir bei Ohrenschmerzen? Teile deine Erfahrungen mit uns in einem Kommentar!

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2 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Die Zwiebelpäckchen sind tatsächlich äußert wirkungsvoll. Ich schneide die Zwiebel klein, packe sie in ein kleines Mulltuch (z.B. Babywaschlappen, ansonsten kann man solche Tücher auch wunderbar aus abgetragenen Baumwollunterhemden zurechtschneiden), binde es wie ein kleines Säckchen zusammen und halte das Ganze 1-2 Minuten über Wasserdampf (Topf oder Wasserkocher). So lösen sich die ätherischen Öle gut und das Päckchen wird auch angenehm warm. Meinem Sohn, der im Kleinkindalter eine Neigung zu Mittelohrentzündungen hatte, hat das bei akuten nächtlichen Ohrenschmerzen immer sehr effektiv und vor allem schnell geholfen. Natürlich ersetzt das Zwiebelpäckchen nicht den Besuch beim Arzt, aber es lindert schnell den akuten Schmerz.

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  2. Mein anthroposophische Hausarzt hat mir geraten, bei leichten Ohrenschmerzen immer wieder zu kauen, beziehungsweise auch mal ein Kaugummi zu kauen. Durch die Bewegung wird der Gehörgang durchblutet und die schädlichen Stoffe können besser abfließen. So habe ich ihn jedenfalls verstanden. Mir hat es geholfen.

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