Wärmekissen nähen – als Nackenkissen, gegen Bauchweh und zum Kuscheln

Ein Kirschkernkissen oder Körnerkissen lässt sich ganz einfach selber nähen. Es wärmt bei Bauchweh oder einem verspannten Nacken und ist auch zum Kuscheln sehr angenehm.
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Ein Kirschkernkissen oder Körnerkissen ist eine Wohltat bei Bauchweh, Muskelkater, Gelenkschmerzen oder auch nur zum Kuscheln. Wenn du das Wärmekissen selber nähst, kannst du Farbe, Form und Füllung selbst bestimmen, sodass es ein individuelles Geschenk ergibt für jemanden, der ein bisschen Wärme gebrauchen kann – zum Valentinstag, Geburtstag, zu Weihnachten oder einfach so!

Wärmekissen selber nähen

Ein mit Körnern oder selbst gesammelten Obstkernen gefülltes Wärmekissen ist viel angenehmer als eine wassergefüllte Wärmflasche, denn es gibt seine Wärme langsam und gleichmäßig ab. Nach dem Auskühlen fühlt es sich außerdem nicht unangenehm kalt an.

Je nach Füllung kann das Kissen als entspannendes Nackenkissen oder heilsames Gelenkkissen besonders geeignet sein. In einem zusätzlichen Beitrag erfährst du, welche Eigenschaften verschiedene Kerne oder Getreidekörner als Kissenfüllung haben, und welche sich wann am besten eignen.

Tipp: Ein kleines Körnerkissen kann auch als Füllung in den Bauch einen selbst gemachten 2D-Stofftiers eingenäht werden.

Um ein Wärmekissen in der Größe 24 x 36 Zentimetern zu nähen, benötigst du:

  • zwei 24 x 37 cm große Stoffstücke für das Innenkissen, zum Beispiel Reste eines Baumwollhemdes
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  • ein 25 x 38 cm großes Stück Stoff für die Vorderseite der Kissenhülle, zum Beispiel von einem alten Frotteehandtuch oder Sweatshirt
  • ein 25 x 21 cm und ein 25 x 36 cm großes Stück Stoff für die Rückseite der Kissenhülle, die eine Öffnung zum Einlegen des Innenkissens bekommt – der Stoff kann der gleiche wie für die Kissenvorderseite sein oder auch abweichen
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  • ca. 1 kg Dinkelkörner, Kirschkerne, Traubenkerne oder eine andere Füllung deiner Wahl (je nach Wunsch und Art der Füllung kann etwas weniger oder auch mehr notwendig sein)

Tipp: Die Länge der Stoffstücke für die Rückseite kannst du je nach vorhandenem Stoff auch etwas ändern, jedoch so, dass sie zusammen eine Länge von 57 Zentimetern ergeben. Dann befindet sich die Öffnung später mehr oder weniger versetzt von der Kissenmitte.

So entsteht das Innenkissen:

  1. Die beiden Stoffstücke für das Innenkissen aufeinander legen, mit Nadeln feststecken und mit der Nähmaschine mit einem Zentimeter Abstand zum Rand  zusammennähen. Dabei eine etwa zehn Zentimeter lange Wendeöffnung belassen.
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  2. Das Innenkissen wenden und Kerne oder Körner einfüllen. Nicht zu stark füllen, um ein Kissen zu erhalten, das flexibel ist und sich gut an die Körperform anpasst.
  3. Die Wendeöffnung zunähen. Das kannst du entweder mit der Maschine machen, indem du die Stoffkanten nach innen klappst und die Öffnung knapp entlang der Stoffkante zunähst. Oder verschließe die Lücke per Hand mit einem Überwendlingsstich. Dann ist die Wendeöffnung später nicht mehr zu sehen.

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Dann kannst du dich an die Kissenhülle machen:

  1. Die Stoffe für die Rückseite an jeweils einer der kurzen Kanten einen knappen Zentimeter breit umschlagen und bügeln. Dann noch einmal einen Zentimeter umschlagen und bügeln.
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  2. Die umgeschlagenen Kanten jeweils mit geradem Stich festnähen.
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  3. Das 25 x 38 Zentimeter große Stoffstück für die Vorderseite quer und mit der schönen Seite nach oben auslegen. Dann das kürzere Stoffstück für die Rückseite mit der schönen Seite nach unten auf den Stoff für die Vorderseite legen: bündig zur rechten Seite und mit der umgenähten Kante zur Kissenmitte hin ausgerichtet. Dann das längere Stoffstück bündig zur linken Seite darauflegen. Die Stoffstücke mit Nadeln feststecken.
  4. Die Kissenhülle rundherum mit einem Zentimeter Abstand zur Kante zunähen.
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  5. Durch die Öffnung auf der Rückseite wenden. Das Innenkissen am besten schon beim Wenden in das Kissen einlegen, das geht am einfachsten.
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Damit ist dein Wärmekissen fertig zur Verwendung!

Wärmekissen anwenden

Erhitze das Kissen vorsichtig auf der Heizung oder für etwa 10 bis 15 Minuten im Backofen bei einer Temperatur von maximal 100 °C. Auch in der Mikrowelle lässt sich das Kissen bei circa 600 Watt für ein bis zwei Minuten aufheizen. Überprüfe die Temperatur sicherheitshalber zwischendurch, indem du das Kissen herausnimmst und etwas aufschüttelst. Das Kissen soll angenehm warm, aber nicht heiß sein. Bei starker Überhitzung könnte die Füllung sogar Feuer fangen!

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Alternativ kannst du das Kissen auch als Kühlkissen verwenden. Lege es einfach für einige Stunden in den Kühlschrank, bevor du Beulen, Prellungen oder Kopfschmerzen damit linderst.

Tipp: Auch ein duftendes Kräuterkissen lässt sich ähnlich wie dieses Wärmekissen herstellen. Es wird jedoch nicht erwärmt, sondern wirkt durch die in den Kräutern enthaltenen oder auf die Füllung getropften ätherischen Öle.

Herzkissen nähen

Ein Wärmekissen lässt sich in beliebiger Form und Größe herstellen. Es empfiehlt sich jedoch, es nicht zu kleinteilig zu gestalten, damit sich die Füllung im fertigen Kissen frei bewegen kann und eine flexible Form ermöglicht. Für ein herzförmiges Kissen, das etwa 27 Zentimeter hoch und 30 Zentimeter breit ist, benötigst du:

  • zwei jeweils 28 x 31 cm große Stoffstücke für das Innenkissen, zum Beispiel von einem ausgedienten Herrenhemd
  • ein 29 x 32 cm großes Stoffstück für die Vorderseite der Kissenhülle, zum Beispiel Handtuch- oder Sweatshirtstoff
  • ein 18 x 32 cm und ein 21 x 32 cm großes Stoffstück für Rückseite der Kissenhülle samt Öffnung, durch die das Innenkissen eingelegt werden kann
  • etwa 750 g Füllmaterial, z.B. Dinkel oder Kirschkerne

Das Herzkissen wird, bis auf die Formgebung, ähnlich hergestellt wie das rechteckige Wärmekissen:

  1. Die Stoffstücke für das Innenkissen aufeinander legen, feststecken und eine Herzform ausschneiden. Falls du das nicht freihändig machen möchtest, kannst du ein entsprechend großes Herz aus Papier ausschneiden und es als Schablone auf den Stoff legen.
  2. Die ausgeschnittenen Stoffherzen kannst du wiederum als Schablone für den Stoff der Kissenhülle verwenden: Dafür den Stoff der Vorderseite mit einem Zentimeter Zugabe zum Stoff des Innenkissens ausschneiden.
  3. Für die Rückseite die beiden Stoffstücke überlappend aufeinander legen, sodass ein 29 x 32 Zentimeter großes Rechteck entsteht. Die Stoffe ebenfalls mit einem Zentimeter Abstand zum Stoffherz ausschneiden.
    Ein Kirschkernkissen oder Körnerkissen lässt sich ganz einfach selber nähen. Es wärmt bei Bauchweh oder einem verspannten Nacken und ist auch zum Kuscheln sehr angenehm.
  4. Die Stoffstücke für das Innenkissen mit Nadeln feststecken und mit einem Zentimeter Abstand zum Rand und einer etwa zehn Zentimeter langen Wendeöffnung zusammennähen.
    Ein Kirschkernkissen oder Körnerkissen lässt sich ganz einfach selber nähen. Es wärmt bei Bauchweh oder einem verspannten Nacken und ist auch zum Kuscheln sehr angenehm.
  5. Durch die Öffnung wenden und mit Kernen oder Körnern füllen.
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  6. Wendeöffnung zunähen.
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  7. Die sich überlappenden Kanten der Stoffstücke für die Rückseite säumen: Die gerade Kante des einen Stoffs gegenüber von der Herzspitze erst einen knappen Zentimeter weit umschlagen und bügeln, dann nochmals einen Zentimeter umschlagen und bügeln. Ebenso die Kante des anderen Stoffs gegenüber der Herzrundungen doppelt umschlagen und bügeln. Die umgebügelten Kanten jeweils festnähen.

    Tipp: Wähle für die beiden Rückseitenteile am besten solche Stoffstücke aus, die bereits einen Saum an der zukünftigen Öffnung haben, wie etwa die Ränder eines alten Frotteehandtuchs. Dann kannst du dir das Säumen der Stoffe sparen.

  8. Vorder- und Rückseitenteile der Kissenhülle mit ihren schönen Seiten aufeinander legen, feststecken und mit einem Zentimeter Abstand zum Rand rundherum zunähen.
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  9. Durch die Öffnung wenden. Dabei das Innenkissen gleich mit einlegen.

Fertig ist dein wärmendes Herzkissen!
Ein Kirschkernkissen oder Körnerkissen lässt sich ganz einfach selber nähen. Es wärmt bei Bauchweh oder einem verspannten Nacken und ist auch zum Kuscheln sehr angenehm.
Ein Mini-Kirschkernkissen lässt sich auch aus einem alten Waschlappen nähen.

Weitere Ideen, wie du Stoffreste upcyceln kannst, findest du in unserem Buchtipp:

Bei welchen Beschwerden oder Wehwehchen hilft dir ein Wärmekissen? Wir freuen uns über einen Kommentar von dir unter diesem Beitrag!

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2 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Mit Erbsen, Linsen oder Raps gefüllt eignen sich solche Kissen auch als Kühlkissen.

    Antworten
  2. Charlotte

    Ich wärme mein Dinkelkissen in meiner großen, dickbodigen Cromargan-Pfanne auf: Pfanne gut warm machen, Kissen rein, Hitze stark zurückstellen und Deckel drauf.
    Nach einer Minute wenden. Geht leider nicht in der gusseisernen Pfanne mit Patina.
    Bisschen tricky, dass es wirklich warm wird aber auch nicht anfängt zu brennen!!!!
    Das ist immer der einzige Moment, wo ich unsere Mikrowelle vermisse.

    Antworten

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