Balsamico-Creme selbst herstellen – das Rezept für Genießer

Handelsübliche Crema di Balsamico ist kostspielig und fast nur in Plastikflaschen zu finden. Dabei ist es ganz leicht deine individuelle Creme zuzubereiten!

Wer viel frisches Gemüse und Salate isst, wird das wunderbare Aroma reichhaltiger Öle und Essige zu schätzen wissen. Ich verwende gern Balsamico-Creme, die mit ihrem fruchtigen, süß-säuerlichen Geschmack allen Salaten den letzten Schliff verleiht und auch optisch eine Augenweide ist. Nun ist es aber gar nicht so leicht, ein Produkt ohne Plastik-Flasche zu finden, zudem ist handelsübliche “Crema di Balsamico” auch noch recht kostspielig.

Zum Glück ist es gar nicht so schwer, diese köstliche Würze selbst herzustellen. Das Ergebnis kommt dem Original sehr nahe und eignet sich sogar als edles Geschenk, wenn man es in dekorativen Flaschen abfüllt.

Rezept für Balsamico-Creme

Abgesehen von den folgenden Zutaten brauchst du lediglich etwas Geduld. Je nach gewählten Ausgangsprodukten kannst du so unzählige, immer neue Varianten kreieren, die man so im Handel nicht findet. Bestimmt ist auch für deinen Geschmack eine besondere Mischung dabei. Das wird benötigt:

  • 500 ml Fruchtsaft (für helle Crema: Birne, Apfel, Quitte; für dunkle Crema: Trauben, Johannisbeeren, Pflaumen, Brombeeren usw.)
  • 500 ml Essig (am besten selbst gemachten Kräuteressig oder hausgemachten Apfelessig. Alternativ auch Rotweinessig, Weißweinessig, Balsamico-Essig oder anderen Obstessig, aber keine Essig-Essenz!)
  • 1-2 EL Rohzucker oder besser noch Honig (für eine liebliche Note)
  • Zusätzliche Gewürze nach Belieben, z.B. Zimt, Nelken, Anis, Kardamom oder auch herzhafter mit Chili, Muskat oder Thymian
  • Flaschen zur Aufbewahrung

So wird die Balsamico-Creme eingekocht:

  1. Alle Zutaten in einen großen, flachen Topf füllen (mit großer Oberfläche geht das Einkochen schneller).
  2. Kurz aufkochen und dabei ausgiebig rühren, dann die Wärme so weit reduzieren, dass die Mischung nur noch am Siedepunkt zieht, aber nicht mehr sprudelnd kocht.
  3. Ohne Deckel leise köcheln lassen und gelegentlich umrühren, während die Balsamico-Creme für die nächsten 1-2 Stunden langsam reduziert.
  4. Nach etwa einer Stunde feste Gewürze wie z.B. Nelken herausfischen, solange die Mischung noch flüssig genug ist.
  5. Damit nichts anbrennt weiterhin gut umrühren, bis die gewünschte, sirupartige Konsistenz erreicht ist.
  6. Den Topf vom Herd nehmen, etwas abkühlen lassen und in die vorbereiteten Flaschen füllen.
  7. Beschriften nicht vergessen und genießen!

Probiere es doch einfach mal aus, ich bin sicher, du wirst genauso begeistert sein wie wir! Kleine, klare Öl-Flaschen mit z.B. 250 ml Volumen sind ideal zur Aufbewahrung und helfen unnötige Verpackungen und Müll zu vermeiden.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen!

Handelsübliche Crema di Balsamico ist kostspielig und fast nur in Plastikflaschen zu finden. Dabei ist es ganz leicht deine individuelle Creme zuzubereiten!

Lass uns gerne wissen, was deine Lieblingskreation ist. Wir freuen uns auch über neue Ideen und Anregen von dir zum Thema selbstgemachter Speisegewürze.

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4 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Sabine Sybille

    Hallo miteinander!
    Ich habe gerade Daniela klatts Beitrag gelesen. Kann man da auch Gelierzucker nehmen um die Creme einzudicken. Ich habe kein Pfeilwurzmehl Zuhause und möchte es nicht unbedingt wegen 1 Essl. besorgen.
    Die zweite Frage bezieht sich auf den Essig selbst. Versuche mit Mispeln Essig herzustellen. Ich habe aber leider nur ca 350 Gramm! Es würde mich interessieren a) ob man verschiedene Obstarten mischen kann und b) ob man vielleicht über mehreren Tage Obst und Obstreste dazu geben kann. Bei uns fällt selten 1 Kilogramm Obst und Obstreste auf einmal an.Danje im Voraus.

    Antworten
    • Marla

      Liebe Sabine, du kannst auch Gelierzucker zum Eindicken benutzen, Stärke funktioniert auch. Die Obstsorten zu mischen sollte auch kein Problem darstellen. Nur mit dem späteren Hinzugeben wäre ich vorsichtig, weil es womöglich die Gefahr der Verkeimung erhöht. Wir haben es noch nicht probiert und wissen auch nicht, ob dies nicht vielleicht sogar den Gärprozess stört. Aber wenn du Lust hast, kannst du es ja einfach mal probieren. Liebe Grüße!

  2. Daniela Klatt

    Soeben ausprobiert. Sehr lecker geworden!
    Aus 1/2 l Traubensaft und 1/2 l naturtrübem Apfelessig gibt es nach einer wirklichen langen Köchelzeit von etwa 1,5 std. etwas weniger als 1/4 l Crema die Balsalmico. Da wir es gerne noch ein wenig sirupartiger wollten, habe ich mit Pfeilwurzmehl angedickt, das hat sehr gut funktioniert (etwas mehr als 1/8 TL am Ende der Kochzeit) Außerdem habe ich 3 EL braunen Zucker genommen anstatt 1-2 EL.
    Beim ersten Mal ist mir leider das ganze angebrannt, weil ich nicht aufgepasst habe und die Temperatur zu hoch war.

    ABER: man braucht schon eine Menge Energie, um dies herzustellen. Ich weiß nicht so recht, ob sich dann der Aufwand ökologisch rentiert. Zugegebenermaßen weiß man, was drin ist! Und man sollte unbedingt eine größere Menge zubereiten – vielleicht ein schönes Weihnachtsgeschenk?

    Nächstes Mal bereite ich das zu, wenn NICHT alle Familienmitglieder zuhause sind und fragen, was denn hier so komisch riecht ;-)

    Antworten
    • Cl Lu

      :-D bei ersten mal ist es mir auch so was von angebrannt. Ist schon ein Jahr her. Hab danach erstmal den Topf retten müssen und das Sodarezept einem echten Härtetest unterzogen. Der Topf ist wieder im Einsatz.

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