Briefumschläge aus Altpapier: 3 kreative Basteltechniken

Briefe, Glückwunschkarten und Geschenke werden schöner mit selbst gebastelten Umschlägen! So stellst du Umschläge aus Zeitungen, Karten und vielem mehr her!

Heute schreibt man selten noch einen Brief, denn zeit- und ressourcensparender geht es schließlich per E-Mail. Trotz dieses Wandels sind einige Briefe noch per Postversand unterwegs und benötigen ein passendes Briefkuvert:

  • Karten und Briefe für besondere Anlässe wie Einladungen, Glückwünsche, Weihnachtsgrüße, Gutscheine, Geldgeschenke und weitere Ideen
  • rechtliche Unterlagen mit Unterschrift

Anstatt langweilige Standardkuverts zu verwenden, kannst du umweltfreundliche und originelle Umschläge ganz einfach selber basteln. Geeignetes Recyclingmaterial aus Papierabfall findet sich praktisch überall. Möglichkeiten bieten sich viele, wie zum Beispiel:

  • einseitig bedrucktes Papier
  • Zeitungspapier
  • Werbeprospekte und Kataloge
  • alte Straßen- und Wanderkarten
  • bereits verwendetes Geschenkpapier
  • nicht mehr benötigte Notenblätter

Briefe, Glückwunschkarten und Geschenke werden schöner mit selbst gebastelten Umschlägen! So stellst du Umschläge aus Zeitungen, Karten und vielem mehr her!

Selbst gestaltete Briefumschläge herzustellen geht schneller als man denkt, macht Spaß und bereitet dem Adressaten sicher schon beim Öffnen Freude. Eben kein Nullachtfünfzehn-Kuvert von der Stange, sondern ganz individuell, wie der Inhalt selbst.

Hier folgen nun drei verschiedene Methoden zum Selberbasteln von Briefumschlägen, die du abhängig von der Verwendung nutzen kannst. Für eine Technik ist noch nicht einmal Klebstoff oder anderes Werkzeug notwendig. Lass Dich inspirieren!

1. Briefumschlag mit Vorlage im Poststandard

Dies ist sicher die einfachste Art für den Standardbriefumschlag zum Ausschneiden und Kleben. Gerade hier bieten sich dickere Seiten aus veralteten Materialien wie Atlas, ADAC- oder Wanderkarten und Kataloge an. Aber auch nicht mehr benötigte Notenblätter geben deinem Briefumschlag eine persönliche Note. Du benötigst:

So gehst du vor:

  1. Falls du die pdf-Datei als Vorlage verwendest, drucke und schneide sie aus. Ansonsten falte den vorhanden Briefumschlag vorsichtig auseinander.
  2. Drehe die schöne Seite des Recyclingpapiers nach unten und lege die Vorlage auf die nachher unsichtbare Fläche.
  3. Zeichne die Vorlagenumrisse ab und übertrage die Knickkanten, die in der pdf-Datei gestrichelt dargestellt werden.
  4. Schneide das Papier an der Außenlinie aus und falte die kleineren Ecken und das gekürzte Dreieck an der Knickkante nach innen.
  5. Als letzter Schritt werden die zusammenstoßenden Flächen mit Kleber verbunden und die letzte Ecke an der Knickkante umgefaltet.

Natürlich kannst du auch Umschläge in ganz anderen Maßen basteln. Falls du sie mit der Post versenden möchtest, solltest du dabei aber die vorgegebenen Mindest- bzw. Höchstmaße für Briefe beachten.

Beachte außerdem, dass die Deutsche Post für knallbunte und stark gemusterte Briefe ein erhöhtes Entgelt (Kompaktbrief anstatt Standardbrief) erhebt, falls diese aufgrund der Musterung nicht maschinell verarbeitbar sind. Ob der Brief mit Standardentgelt zugestellt wird oder nicht, hängt offenbar von der Tagesform der Mitarbeiter im Sortierzentrum ab. Um Überraschungen zu vermeiden, solltest du deshalb knallige Farben oder starke Muster bei Postversand vermeiden, oder aber ausreichend Porto für einen Kompaktbrief verwenden.

2. Briefumschlag aus Geldscheinen

Diese Art der Briefumschläge kannst du für Geldgeschenke und Gutscheinkarten effektvoll einsetzen. Neben einem Geldschein benötigst du dazu gegebenenfalls ein Lineal, Messer oder besser ein Falzmesser, damit saubere Knickkanten entstehen und die Geldscheine nicht beschädigt werden.

Und so wird der Briefumschlag aus einem Geldschein gebastelt:

  1. Drehe die schönere Seite des Geldscheins auf die Arbeitsfläche.
  2. Falte den Schein einmal zur Hälfte, so dass mehr oder weniger ein Quadrat entsteht. Der Falz sollte für den nächsten Schritt oben liegen.
  3. Die rechte Kante wird auf die linke Außenkante gefaltet und wieder aufgeklappt, um eine senkrechte Knicklinie in der Mitte zu erhalten.
  4. Als nächstes wird die obere linke Ecke mit ihrer oberen Papierkante bündig zur Mittellinie gefalzt. Verfahre ebenso mit der unteren rechten Ecke und deren unteren Papierkante. Im Optimalfall berühren sich die Spitzen, liegen aber nicht aufeinander.
  5. Die untere linke Ecke bringst du mit der Spitze zirka einen Zentimeter über die Mitte, so dass der Briefumschlag in den beiden unteren Ecken einen 90-Grad-Winkel zur Außenseite erhält und genügend Spitze zum Umfalten im 6. Schritt bleibt. Im Foto siehst du deutlich, dass der überlappende Teil an den unteren Ecken nicht identisch ist und bewusst so ausgeführt wurde.
  6. Falze die Spitze zirka einen Zentimeter um und klappe sie hinter die beiden anderen seitlichen Spitzen. Das ist der schwierigste Teil.
  7. Als letztes knickst du die vierte Ecke zum Verschließen des Umschlags um. Fertig ist dein kleines Geldschein-Kuvert.

Briefe, Glückwunschkarten und Geschenke werden schöner mit selbst gebastelten Umschlägen! So stellst du Umschläge aus Zeitungen, Karten und vielem mehr her!

Hinweise:

  • Damit der Umschlag auch zusammenhält, ist auf eine feste Faltung zu achten.
  • Vom Hunderter bis zum Fünfer Euroschein kannst du die Briefumschläge ineinander stecken.
  • Diese Anleitung ist auch bei anderen Papieren und Formaten nutzbar. Wenn du größere Papierstücke als Ausgangsmaterial verwendest und die Ecken dabei überlappen, entsteht durch Zusammenkleben sogar ein posttauglicher Briefumschlag.

Die besten Tipps kostenlos per Mail

3. Origami-Kuvert ohne Kleber

Bei dieser Methode wird nur gefaltet. Die Endform unterscheidet sich vom gewöhnlichen Briefkuvert durch zwei fehlende Ecken und einen diagonalen Öffnungsschlitz. Für einen Standardbrief zum Versand durch die Deutsche Post ist diese Faltmethode leider ungeeignet, weil die Post aus irgendeinem seltsamen Grund nur rechteckige Briefe befördert.

Für den Origami-Umschlag benötigst du:

  • Papier im Rechteckformat
  • optional: Lineal, Messer oder Falzmesser bzw. Falzbein

Das Origami-Kuvert entsteht durch folgende Faltungen:

  1. Lege das rechteckige Papier mit der kürzeren Seite nach oben auf die Arbeitsfläche.
  2. Falte das Blatt einmal in der Mitte, indem du die kürzere, oben liegende Kante auf die untere Kante klappst, und löse diese vorher leicht gezogene Faltung wieder auf. Dieser Knick dient nur als Bezugspunkt der Mittellinie für den weiteren Schritt.
  3. Die obere rechte und untere linke Ecke werden nun zur eben erzeugten Mittellinie geknickt, so dass die obere bzw. untere Außenkante an der Mittelfalzlinie anliegt. Es entsteht bei beiden Ecken ein Dreieck.
  4. Die noch nicht geknickten Außenkanten faltest du parallel bündig bis zur Dreiecksseite. Dabei verläuft der Knick in das zuvor entstandene Dreieck. An dieser Überlappung entsteht ein weiteres kleines Dreieck, das als Lasche dient.
  5. Knicke die obere linke Ecke stoßgenau auf die gegenüberliegende Lasche, um sie anschließend in die Lasche einzustecken. Verfahre mit der rechten unteren Ecke ebenso. Fertig ist dein Origami-Kuvert.

Briefe, Glückwunschkarten und Geschenke werden schöner mit selbst gebastelten Umschlägen! So stellst du Umschläge aus Zeitungen, Karten und vielem mehr her!

Hinweise:

  • Zu Gestaltungszwecken kannst du jedes Rechtecksformat verwenden.
  • Der resultierende Umschlag ist ungefähr halb so lang und halb so breit wie das ursprüngliche Blatt. Berücksichtige, dass sich das Innenmaß um die beiden Ecken in Höhe und Breite veringert.
  • Sollte der zu Inhalt trotz richtiger Größe wegen der Eckfalzungen im Briefschlitz nicht einschiebbar sein, öffne die Faltungen, lege den Inhalt hinein und wiederhole exakt die vorherigen Knicke.

Briefe, Glückwunschkarten und Geschenke werden schöner mit selbst gebastelten Umschlägen! So stellst du Umschläge aus Zeitungen, Karten und vielem mehr her!

Vielleicht interessieren dich auch weitere Tipps zum Thema Recycling:

Kennst du noch andere Bastelanleitungen für Kuverts? In den Kommentaren kannst du diese, ebenso wie deine Erfahrungen, für andere Leser hinterlassen. Wir beantworten auch gerne Fragen zum Thema.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Bisher 4.8 von 5 Punkten.
(103 Bewertungen)

4 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Helga Dobberstein

    Solche Briefumschläge mache ich schon seit Jahrzehnten selbst. Habe immer große Bögen mit weißen Adressaufklebern da. Wenn die auf die bunten Umschläge geklebt werden, gibt es keine Probleme beim Postversand. Aufkleber mit dem Absender kommen auch noch links oben in die Ecke.

    Antworten
  2. Marlies Schneider

    So schönes Altpapier, mit Noten und Stadtplan, habe ich leider nie. Darum schaut das bei mir nie so aus.

    Antworten
    • Ich werde es mal mit Kalenderblättern testen. Habe noch welche von letztem Jahr rumliegen und bald gibt es ja Nachschub :)

  3. Tolle Idee, die ich bei Gelegenheit nutzen werde. Danke.

    Antworten

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.