Zero Waste mit Katze: Miez braucht keinen Müll

Herkömmliche Produkte für Katzen sind alles andere als nachhaltig. Mit diesen Alternativen lebt dein Stubentiger umweltfreundlicher und gesünder.

Aufgrund ihres hohen Fleischkonsums und des anfallenden Verpackungsmülls für Futter und Co. gelten Katzen als wenig nachhaltige Haustiere. Deshalb machen sich immer mehr Katzenliebhaber Gedanken, wie sie die Ökobilanz ihres Stubentigers verbessern können. Immerhin leben fast 15 Millionen Katzen in Deutschland.

Dabei gibt es einige Bereiche, in denen Müllvermeidung oder sogar Zero Waste mit Katze durchaus möglich ist. Wir haben unsere besten Tipps und Ideen gesammelt.

Hinweis

Dieses Thema wird auf smarticular.net kontrovers diskutiert, und es gibt sehr viele verschiedene Meinungen, insbesondere zur Fütterung. Vertraue deshalb am besten nicht nur auf eine einzige Quelle, sondern sprich – insbesondere zur Fütterung deiner Katze – auch mit dem Tierarzt deines Vertrauens. Jedes Tier ist anders und hat andere Voraussetzungen und Ansprüche, deshalb gibt es keine ideale Standardlösung für alle Katzen. Wenn es deinem Tier gut geht, kann deine Herangehensweise so falsch nicht sein.

Katzenfutter: Großpackungen statt Einzelportionen

Bei der Auswahl des Katzenfutters spielen die Gesundheit des Tieres und seine Vorlieben eine ebenso wichtige Rolle wie die Ökobilanz. Dennoch hat man meist die Möglichkeit, allein durch Großpackungen statt Einzelportionen den Verpackungsmüll stark zu reduzieren.

BARF, die Fütterung mit frischem Fleisch, lässt sich in der Regel vollkommen verpackungsfrei realisieren.

Ob Trockenfutter als Ergänzungs- oder Alleinfuttermittel für das eigene Tier sinnvoll ist oder nicht, muss jeder selbst entscheiden, am besten in Rücksprache mit dem Tierarzt des Vertrauens. Wenn, dann sollte es ein hochwertiges Produkt sein, das in seiner komplexen Zusammensetzung an den Nährstoffbedarf des eigenen Tiers angepasst ist. Man findet es in einigen Unverpackt-Läden sogar komplett verpackungsfrei und kann es in selbst mitgebrachte Behälter abfüllen. So fällt gar kein Müll mehr an.

Herkömmliche Produkte für Katzen sind alles andere als nachhaltig. Mit diesen Alternativen lebt dein Stubentiger umweltfreundlicher und gesünder.

Wer eine Katze besitzt, die überwiegend Nass-Fertigfutter frisst, kann auf Futter im Glas zurückgreifen oder das Katzenfutter selbst herstellen. Auch bei Katzenleckerlies ist es sinnvoll, sie selbst zuzubereiten. Damit lässt sich nicht nur der anfallende Abfall reduzieren, man kann gleichzeitig dafür sorgen, dass nur hochwertige und gesunde Inhaltsstoffe enthalten sind.

Selbstgezogenes Katzengras

Katzengras lässt sich sehr einfach selber ziehen, das spart nicht nur Geld, sondern auch Müll – denn handelsübliches Katzengras wird in Plastiktöpfen verkauft. Es wächst so schnell, das man praktisch dabei zusehen kann, was für zusätzliche Motivation sorgt.

Katzengras lässt sich mit den passenden Samen ganz einfach selber anpflanzen - immer wieder neu und deshalb günstig und plastikfrei.

Biologisch abbaubare Katzenstreu

Das stille Örtchen gehört zu den Bereichen, wo am meisten Müll entsteht. Besonders umweltfreundlich lässt sich das Geschäft mit ökologischer Katzenstreu auf Basis pflanzlicher Fasern entsorgen. Eine plastikfreie Katzentoilette und eine Katzenstreuschaufel aus Metall und Holz sorgen dafür, dass auch langfristig keine problematischen Abfälle entstehen.

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Kratzbaum und Transportbox ohne Plastik

Herkömmliche Kratzbäume bestehen häufig aus Kunststoff und können am Ende ihrer Lebenszeit nur noch im Restmüll entsorgt werden. Mit etwas handwerklichem Geschick lässt sich eine dreidimensionale Spielwiese für Katzen auch selber bauen. Alternativ findet man plastikfreie Kratzbäume bei kleinen Manufakturen wie Schnurrwerk, wo ausschließlich natürliche Materialien verwendet werden.

Auch für den Katzentransport muss man nicht zur klassischen Plastikbox greifen, sondern kann stattdessen eine Korbhöhle aus Weidenzweigen nutzen – ob das funktioniert, ist natürlich auch vom individuellen Tier abhängig, genau wie bei den anderen Tipps.

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Katzenspielzeug selber machen

Was uns gefällt, müssen Katzen noch lange nicht mögen. Wer hat es nicht schon erlebt, dass die schönen Katzenspielzeuge unbeachtet herumliegen, während sich der tierische Mitbewohner leidenschaftlich mit einem Wollknäuel oder einer leeren Klopapierolle beschäftigt?

Wer seiner Katze eine Freude machen möchte, kann zahlreiche Alltagsgegenstände zum Katzenspielzeug upcyceln. Spielspaß und Leckerlies in Einem bekommen Katzen mit einem Fummelbrett, dass sich aus umweltfreundlichen Materialien und Resten ebenfalls leicht selbst bauen lässt.

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Tierhaare loswerden ohne Fusselrolle

Kaum ein Katzenhalter dürfte um die regelmäßige Enthaarung seiner Möbel und Kleidung herumkommen. Dabei hinterlässt die klassischen Fusselrolle mit Einweg-Klebeband auf Dauer sehr viel Müll. Weitestgehend müllfrei lassen sich die Katzenhaare mit einem feuchten Handschuh oder speziellen Staubsaugeraufsatz für Tierhaare entfernen. Am besten funktionieren solche Modelle, in denen eine kleine Bürste rotiert und so sämtliche Haare aufnimmt. Oder man wählt eine plastikfreie, wiederverwendbare Fusselbürste.

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Tipp: Zahlreiche plastikfreie Alternativen zu Alltagsprodukten findest du in unserem Plastikfrei-ABC.

In unserem Buch haben wir viele weitere Ideen gesammelt, die Plastikverpackungen vermeiden helfen:

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Kennst du weitere Tipps für ein umweltfreundliches Katzenleben? Dann teile sie mit uns in den Kommentaren!

Noch mehr nachhaltige Themen kannst du hier nachlesen:

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34 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Ich wusste noch gar nicht, dass man Katzenfutter selbst herstellen kann. Wir haben gerade ein paar kleine Kätzchen bekommen. Unser Tierarzt für Geburtshilfe hat uns auch geraten am Anfang nur ganz langsam und mildes Futter zu geben. [Werbelink entfernt]

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  2. Ich war auch im falschen Artikel :) Ihr hattet aber auch einen, in dem ihr darauf eingegangen seid. Dennoch wäre eine kritische Anmerkung zu Trockenfutter angebracht, weil noch immer viele nicht hinterfragen, was sie lesen. LG

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    • Ich verstehe dein Anliegen, aber wenn wir das tun würden, täten wir genau das, was man dann zurecht kritisieren könnte: Wir geben Ernährungstipps, obwohl wir auf diesem Gebiet keine Fachleute sind.

      Ich denke, der oben eingefügte Hinweis ist für diejenigen Katzenhalter, die du in deinem Kommentar ansprichst, eine sinnvolle Anregung, sich bezüglich Katzenernährung ausführlich zu informieren. Nochmals liebe Grüße und danke für deine konstruktive Kritik, Sylvia

  3. Nicht jeder Raucher wird eine raucherassoziierte Erkrankung bekommen. Würdet ihr das Rauchen nun als gut bezeichnen? Bitte gebt nicht einfach Tipps zur Katzenernährung, denn damit kennt ihr euch noch nicht gut genug aus. Verweist für BARF auf Doreen Fiedler und dann können sich Interessierte gern selbst einlesen. LG

    Antworten
    • Hallo M, vielen Dank für deinen Kommentar. Wir geben ganz bewusst keine Tipps zur Katzenernährung. Davon steht auch nichts im Beitrag, genauso wenig findest du dort die Aussage, dass irgendeine Ernährungsform gut bzw. besonders empfehlenswert ist. Wir verweisen lediglich auf müllfreie Alternativen für jede Ernährungsform und betonen, dass die Gesundheit der Katze ebenso wichtig ist. Auch BARF ist nicht unumstritten, deshalb informiert sich ein verantwortungsvoller Besitzer am besten bei einem Tierarzt seines Vertrauens bzw. beschäftigt sich ausgiebig mit dem Thema Ernährung und richtet sich auch danach, was sein Tier individuell verträgt. Auch darauf haben wir bereits ganz oben im Text hingewiesen. Liebe Grüße Sylvia

  4. Bitte, bitte gebt euren Katzen nie, auch wirklich nie! Trockenfutter. Katzen trinken als ehemalige Halb-Wüstenbewohner von Natur aus extrem wenig Wasser. Da hilft auch das Schälchen mit Wasser nichts, das man da hinstellen soll. Das funktioniert nur bei Hunden. Das gibt nur Nierenschäden!! Hier geht es zu einem Artikel über Niereninsuffienz: https://www.pernaturam.de/fuer-katzen/wissen-tipps/d-niereninsuffizienz-die-krankheit-an-der-die-meisten-katzen-sterben-1522884949
    Ich barfe seit Jahren, meine will glücklicherweise kein Dosenfutter mehr. Und es ist wirklich nicht schwer. Unter oben genanntem link findet sich auch eine Anleitung zum barfen. P.s. ich will gar keine Werbung machen. Bekomme auch nichts. Ich finde einfach nur, dass dort auf der Seite wirklich gut aufgeklärt wird.
    Wenn einem auch die Hühner- und Rinderhaltung nicht egal ist, geht es aber leider ans Geld. Gesunde Tiere brauchen nicht zum Tierarzt.

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  5. smarticular.net
    smarticular.net

    Liebe Smarties!
    Wir erkennen an, dass es gerade zum Umgang mit Katzen und anderen Haustieren sehr viele verschiedene Meinungen gibt, die sicherlich alle in bestimmter Weise ihre Berechtigung haben. Gleichzeitig stellen wir fest, dass es eine perfekte Standardlösung nicht gibt, die für alle Tiere gleichermaßen zutreffen würde. Darum haben wir den Beitrag entsprechend ergänzt und empfehlen allen Tierhaltern, sich selbst eingehend zu informieren, am besten über verschiedene Informationsquellen und in Rücksprache mit dem eigenen Tierarzt des Vertrauens.
    Selbstverständlich handelt es sich bei unseren Tipps um unsere eigenen Erfahrungen mit den beiden smarticular-Katzen, und andere Leserinnen und Leser können mit ihren eigenen Tieren ganz andere Erfahrungen gemacht haben.
    Liebe Grüße!

    Antworten
  6. ziggyzulfat

    Katzenstreu? Kaufen?
    Sandkastensand aus dem Baumarkt.25kg kosten zw. 2,50 und 3Euro.Einen Beutel Natron mit untermischen und fertig ist die Laube.Vielleicht noch ein paar Gräser,Stöckchen und Laub oben drauf. Einen Teller mit Kleingeld daneben nicht vergessen.man sollte da aber nicht zuviel erwarten… :-))

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  7. ziggyzulfit

    @N.O.
    meinst du dass man bei trofu von einem natürlichen reibungsprozess sprechen kann,so wie er beim kauen von mäusen stattfindet?
    ein trofu-pallet zerfällt und krümelt beim draufbeissen.durch speichel wird er klebrig und es bleiben rückstände in den zahnzwischenräumen und auf der zunge.putz sich die miez ,dann sieht man mit einer lupe winzige pallet-rückstände im fell.
    beim nassfutter ist es ganz ähnlich.ablagerungen an den reißzähnen werden nicht durch trofu reibung entfernt werden können,weil die katze nen brekkie mit den hinteren zähnen zerbeisst.
    blind vertrauen und glauben sollte man weder arzt noch internet.
    im netz kann man sich aber zusätzlich ratschläge,andere meinungen,möglichkeiten,tips+erfahrungen einholen.auch wenn man dem TA vertraut muß dessen meinung ja nicht richtig sein.es wird schon seinen grund haben warum trofu von vielen abgelehnt wird,ebenso wie etliche nassfutter mit fraglichen inhalt..der markt ist riesig und unüberschaubar.alles ist bunt.dosen,gläser,beutel.alles für den mensch doch nichts für die katz.man würde katzen wohl eher im supermarkt an der frischfleischtheke finden würden sie selbst einkaufen.oder tiefkühlmäuse aus der reptilienabteilung.die kriegen mäuse…
    bei der richtigen nahrung liegt es an dir,deiner bereitschaft und wertschätzung der katze gegenüber,ob du sie so gut es geht ihrer natürlichen mit der art gerecht werdenden verpflegung ernährst.
    die verantwortung liegt bei dir.

    Antworten
  8. Puhh,

    diesen Artikel finde ich nicht gut. Vieles wurde hier ja schon genannt.

    Und Trockenfutter gehört in keinem Napf! Wer sivh damit auseinander gesetzt hat, weiß warum.
    Man kann gut Barfen und beim Fleischer kann man ja Dosen dafür nehmen. Das würde ich als Tipp mit geben.

    Antworten
  9. Liebe Leute, ich schaetze diese Seite sehr, aber ich frag mich, wer den Artikel geschrieben hat? Sicher nicht jemand, der Katzen hat oder hatte. Der Tipp mit dem Weidenkorb ist voellig daneben. Die Ausbruchsgefahr ist sehr gross und die Katze ist nur sehr stressrein und vor allem beim Tierarzt wieder rauszukriegen.
    auch ein lapidares: Katzenfutter kann man ja auch selber kochen und auch die Leckerlis, dann weiss man auch was drin ist, ist voellig ungeignet. Katzen haben einen speziellen Naehrstoffbedarf und man muss sich sorgfältigst informieren, bevor man das Katzenfutter komplett selbst macht.
    Ich weiss, das haben schon andere hier geschrieben, aber es ist mir ein Beduerfnis, es auch noch mal zu sagen. Der Artikel ist verantwortungslos und es ist mir ein Raetsel, was sich Autor oder Autorin dabei gedacht haben. Man kann nicht alles mal kurz im Internet zusammenklauben, manchmal braucht es echte Recherche und Fachwissen fuer einen guten Artikel. Wirklich aufgebracht, Daniela

    Antworten
    • Ich habe mich jetzt durch den Artikel und die Kommentare gelesen und kann die Aufregung nicht so ganz nachvollziehen. Da wird gegen Trockenfutter gewettert, obwohl im Text gar nicht empfohlen wird, Trockenfutter zu verwenden, sondern einfach nur erklärt wird, was man bei verschiedenen Ernährungsgewohnheiten der Katzen machen kann, um Müll zu vermeiden. Und offensichtlich gibt es nach wie vor reichlich Katzenbesitzer, die Trockenfutter füttern. Das kann ja kaum die Schuld dieses einen Artikels sein ;-)

      Ich lese aus dem Artikel vor allem heraus, dass man auch mit Katze Müll vermeiden kann und dass es auch bei der Tierhaltung sinnvoll ist, Dinge zu hinterfragen und selbst zu machen, statt einfach nur “Fertigzeug” zu kaufen. Was ist daran verkehrt? Selbstverständlich muss man sich dann informieren und nicht irgendwas zusammenmischen oder die Katze mit Dingen spielen lassen, die gefährlich sind. Das steht da aber ja auch gar nicht.

      Zum Thema: Eine Freundin von mir nutzt einen Weidenkorb, hat aber für “brenzlige Situationen” noch eine Plastikbox. Ist auch eine Möglichkeit. Kommt eben wie so oft auf den individuellen Fall und das Tier an. Wer hier kommentiert und Kritik übt, könnte ja einfach mal Alternativvorschläge machen. Damit wäre unsicheren Katzenbesitzern sicher mehr gedient, als damit die Autorin anzugreifen.

      Ich fand die Anregungen, auch aus den Kommentaren, jedenfalls interessant und habe etwas dazu gelernt. Danke!

  10. Also. Ich bin vom Fach und Weidekörbe etc. sind für renitente Tiere absolut ungeeignet! Eine Katze, die Panik vor dem Tierarzt hat und die man gewaltsam aus dem Weidenkorb holen muss, wird zusätzlich unnötig gestresst und ist eine große Gefahr für den/die TFA (Tierärztliche/r Fachassistent/in)! Solche Tiere müssen in eine Box, die man so öffnen kann, dass man das Tier für sich selbst und alle anderen gefahrlos herausnehmen kann. (Toplader, oder Boxen, die man mittels Schrauben öffnen kann.) Das vermeidet vor allem bei der Katze Stress und verstärkt somit nicht noch mehr die Abwehr gegen den Tierarzt. Bitte immer auch bei ökologischen Varianten an die Seele des Tieres denken!

    Das Nassfutter aus dem Glas fand leider selbst meine sonst alles fressende Katze so ekelhaft, dass sie lieber vor dem vollen Futternapf verhungert wäre – ja, Katzen können sowas. Hier kann nur der Katzenhalter darauf zurückgreifen, dessen Tier dieses Futter frisst. Und ich habe meine Katze direkt vom Welpenalter an versucht an dieses Futter zu gewöhnen, da gab es nix anderes vorher, das den Geschmackssinn beeinflusst hätte. Es ist eben individuell wie bei uns Menschen, wer was mag und was nicht.

    Trockenfutter ist KEINE Zahnsteinprophylaxe, da es zu hart ist, Punkt. Die Katze hat spitze Zähne, die das Pellet beim drauf beißen direkt zerknackt, sodass kein Abrieb erfolgt. Wer Fleisch isst und ab und an Gulasch kocht, der kann der Katze die flachsigen Stücke vom Rind (niemals vom Schwein – Hund und Katze dürfen bitte nie rohes Schweinefleisch bekommen!!) geben, oder auch die Sehnen vom Geflügel, da die Katze hier kauen/nagen muss und alleine das sorgt für den nötigen Zahnabrieb. Ansonsten wurde Zähne putzen schon erwähnt (tolerieren halt nur sehr wenige Katzen), es gibt inzwischen auch Zusätze fürs Wasser, das erstaunlich gut akzeptiert wird bei den Tieren und gegen die Neubildung von Zahnstein hilft.
    Vergessen darf man eines nicht: bereits vorhandener Zahnstein lässt sich nur mittels Ultraschallreinigung unter Narkose entfernen und nicht wegputzen oder durch die tollsten Futtermittel entfernen. Das geht nicht, das Zeug heißt nicht umsonst “Stein”. Wir Menschen müssen auch ab und an zur Zahnreinigung, das ist nix anderes.
    Es gibt extra Trockenfutter, das für den Zahnabrieb sorgt, dessen Pellets sind etwas größer und weicher, sodass der Zahn eindringen kann und ein gewisser Abrieb gegeben ist. Aber auch hier wird nichts entfernt, das bereits da ist und die Zusätze lassen solche Futtermittel unter ökologisch lebenden Menschen schon sehr fragwürdig erscheinen.

    Selbstgemachte Spielzeuge dürfen unter keinen Umständen mit langen Fäden o.ä. sein, da die Katze diese verschlucken kann und im schlimmsten Fall dann eingeschläfert werden muss, da sich Wolle und Fäden um den Darm schlingen können. Dies passiert leider häufiger als man meinen mag.

    Eine ökologische Lebensweise ist großartig, aber allzu leichtfertig darf man gerade bei unseren Katzen nicht damit umgehen. Diese Tiere haben ein sehr sensibles Nährstoffbedürfnis und sind vielen Gefahren ausgesetzt, die wir meistens erst dann erkennen, wenn es bereits zu spät ist (Pflanzen, Kippfenster, Waschmaschinen, Wolle usw.). Daher im Zweifel bitte immer erst mit dem Tierarzt des Vertrauens reden und nicht auf Tipps aus Internetforen und -plattformen verlassen. Die Rechnung zahlt am Ende nämlich das Tier.

    Antworten
    • Genau – es hängt vom Tier ab, deshalb sind Verallgemeinerungen (genau wie deine) fehl am Platz. Unsere Katze liebt ihren Korb. Andere kommen mit einem Korb genauso wenig klar wie mit einer Plastikbox. Unsere Katze hatte noch nie Zahnstein, weil wir von Anfang an auf die tierärztliche Empfehlung vertraut haben und Feuchtfutter mit Trockenfutter abwechseln.
      Für selbst gemachte Spielzeuge gelten die selben Vorsichtsregeln wie für gekaufte. Warum sollte man das selbst gemachte jetzt verteufeln??
      Und dass man nicht einfach unreflektiert Informationen aus dem Internet übernimmt, sondern sein eigenes Gehirn einschaltet und im Falle eines Haustiers auch die Meinung vom Tierarzt des persönlichen Vertrauens berücksichtigt, ist doch wohl eine Selbstverständlichkeit.
      LG

    • Bitte genau lesen: wenn die Katzen renitent ist, ist der Korb nichts. Die Katzen, die freiwillig aus dem Korb beim Tierarzt klettern, dürfen ihn gerne haben – ich habe für meine Katzen immer die Weidenkörbe genutzt und es lief prima, weil sie völlig entspannt sind bei Tierarzt. Aber wenn du einmal mit Lederhandschuhen und Handtuch vor einem Weidenkorb standest, in dem ein fauchendes und spuckendes Tier sitzt, dann wirst du diese Körbe hassen – bei DIESEN Tieren. Immer genau lesen bitte. Denn so ein Tier ist in der Lage den Helfer und oder Arzt übel zu verletzen und selbst wenn es unfallfrei aus dem Korb geholt wird, kann man es kaum noch guten Gewissens impfen oder behandeln. Ein so gestresster Organismus verstoffwechselt Medikamente nämlich ganz anders und z. T. wesentlich schlechter.

      Gekauftes Spielzeug mit Fäden und Bändern oder Plastik und Giftstoffen in der Farbe usw. ist genauso brandgefährlich und führte schon oft genug dazu, dass wir Tiere einschläfern mussten – ich habe nie gesagt, dass das besser sei, ich habe gesagt man solle aufpassen und ggf. mit dem Tierarzt reden.

      Zitat N.O.: “Und dass man nicht einfach unreflektiert Informationen aus dem Internet übernimmt, sondern sein eigenes Gehirn einschaltet und im Falle eines Haustiers auch die Meinung vom Tierarzt des persönlichen Vertrauens berücksichtigt, ist doch wohl eine Selbstverständlichkeit.”
      Das lässt mich nur noch müde lächeln. Frag jeden Arzt/Tierarzt, jeden Klempner etc. – inzwischen wird den Meinungen im www – vor allem in Foren – weit mehr Vertrauen entgegen gebracht als der fundierten Aussage des studierten/gelernten Fachmenschen. Dr. Google ist nicht umsonst ein stehender Begriff unter ärztlich tätigen Personen.

      Und auch dein Beitrag zeigt, dass du nicht in Ruhe gelesen und reflektiert hast, sondern einfach gegenschießt. Das beweist alles.

    • smarticular.net
      smarticular.net

      Ihr Lieben,
      das ist doch kein Grund sich zu streiten :-) Wie immer gilt auch hier: eine perfekte Lösung für alle gibt es nicht, und es liegt bei jeder Tierhalterin und jedem Tierhalter, sich selbst ausreichend zu informieren zum Wohlergehen des eigenen Lieblings. Eine Website kann dabei genauso wenig vollumfänglich aufklären wie ein Kommentar auf eben dieser. Natürlich gibt es stets Ausnahmen, und natürlich sollte man die besonderen Umstände und Bedürfnisse des eigenen Tiers berücksichtigen.
      Unsere Auflistung ist wie alle smarticular-Beiträge als Anregung gedacht, sich mehr mit dem Thema auseinanderzusetzen, denn Müllvermeidung ist auch im Alltag mit Katz und Hund möglich.
      Liebe Grüße und allen ein schönes Wochenende!

  11. Wollewobb

    Unsere Katzen bekommen immer frische, trockene Sägespäne … diese fallen bei uns reichlich an. Wenn wir “holzen”, es ist egal ob es von der Kettensäge kommt oder aus der Kreissäge. Außerdem riechen diese oft nach “Wald”, Kiefern und Fichtenspäne bringen da einen guten Geruch ins Katzenheim.

    Antworten
  12. Hallo, zu dem Trockenfutterthema wurde ja schon alles gesagt, mir ist dieser Satz aufgestoßen: “Auch für den Katzentransport muss man nicht zur klassischen Plastikbox greifen, sondern kann stattdessen eine Korbhöhle aus Weidenzweigen nutzen.” Die Teile sind hübsch anzusehen und als Schlafhöhle in der Wohnung auch super, aber für Tierärzte ein Alptraum! Schonmal versucht, so ein Teil zu reinigen, wenn es vor Angst vollgepieselt wurde? Oder eine völlig verängstigte Katze in der Tierarztpraxis aus so einem Korb zu holen, wenn sie sich mit allen Vieren gegen den Ausgang stemmt?

    Antworten
    • Hallo Eva, danke für deinen Kommentar und den berechtigten Einwand. Wir freuen uns über jede konstruktive Kritik. Die Entscheidung, was er von den Vorschlägen sinnvoll findet und was nicht, muss am Ende jeder für sich treffen. Liebe Grüße Sylvia

      Ps: Ein Tipp aus unserer Redaktion mit eigener Erfahrung: Ein Handtuch im Weidenkorb kann größere Katastrophen auch verhindern helfen.

  13. Hallo liebe alle,
    Holzpellets sind großartig. Weniger Geruch, biologisch abbaubar, weniger Müll und kostengünstiger. Wer sich zu den Holzpellets aus seiner alten Katzentoilette eine gepimpte Variante macht, kann mit Hilfe eines Siebverfahrens das alte Streu, welches sich bei Feuchtigkeit in Spähe zersetzt, einfach absieben.
    VORSICHT: Einige Katzen reagieren ALLERGISCH auf das feine Holz.

    Liebe Grüße

    Antworten
    • Hallo Arnolds, danke für deinen Kommentar. Wie geht das denn mit der “gepimpten Variante”? Liebe Grüße Sylvia

    • Liebe Sylvia,
      man benötigt dafür zwei Katzenkloböden. In eine bohrt man viele kleine Löcher, genau so groß, dass die Pellets nicht durch die Löcher passen. Die Böden sollten aber nicht aufeinanderliegen, sondern etwas Abstand im Innenbereich für den entstandenen Müll bereithalten. Dann Pellets in den oberen Boden reinstreuen. Die durch Feuchtigkeit zersetzten Pellest kannst du dann raussieben (am besten, wenn es nicht ganz frisch ist, sondern etwas angetrocknet). Größere Geschäfte muss man allerdings mit der Schaufel wegmachen.
      Wir haben dafür alte Ikea-Kisten (die flachen) von dem Regal Trofast genommen, den Abstand haben wir durch Filzgleiter an den Ecken der Kisten erhöht.
      Ansonsten kann man eine Toilette mit Siebeinsatz kaufen. Hier ein Video, was meine Welt zum Thema “Katzentoilette” absolut bereichert hat. https://www.youtube.com/watch?v=LhgynG941D8 (zwar auf Englisch, aber gut verständlich bzw. die Bilder erklären sich von selbst in den meisten Fällen).

      Meld dich gern bei weiteren Fragen. Im Notfall fotografiere ich unsere Variante einmal :) Ich bin nämlich super zufrieden damit. Nachteil neben den auftretenden Allergien: Unsere Fellnasen können dann nicht mehr im Streu scharren und aus der Toilette gefallene Pellets lassen sich nicht so gut mit dem Staubsauger einfangen. Liebe Grüße

    • Hallo Arnolds, vielen Dank für die ausführliche Beschreibung und das Video. Ich selbst habe zwar keine Katze, aber bestimmt ist das für den einen oder anderen Katzenbesitzer, der hier mitliest interessant. Schöne Grüße Sylvia

  14. Das mit der Zahnsteinreinigung durch Trockenfutter ist mittlerweile auch wiederlegt. Fragt man Tierärzte mit dem Zusatz Zahntierarzt, teilen die einem auch mit, daß das einzige was hilft regelmäßiges Zähneputzen ist. Und wie sehr ein Tier an sich dazu neigt, ist halt auch Veranlagung.

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Da haben wir andere Erfahrungen gemacht und füttern – auf Anraten mehrerer Tierärzte – gemischt. Unseren beiden Katzen wurden noch nie die Zähne geputzt (sie würden es nicht zulassen), und dennoch hatten sie noch nie ein bisschen Zahnstein, der bei reiner Nassfütterung häufig anzutreffen ist.
      Liebe Grüße

    • Solange euer Tierarzt kein Zahntierarzt ist, würde ich wenig auf die Meinung geben, und wie gesagt wie stark Tier zu Zahnstein neigt, ist sehr unterschiedlich. Also habt ihr einfach nur Glück, nichts anderes.

    • @crane bist du Zahntierarzt?

  15. Wer mal ein wenig Wasser ins Trockenfutter gegeben hat, merkt, dass das überhaupt nichts mit Zahnsteinentfernung zu tun hat. Es entsteht eher ein klebriger Brei, meist noch zuckerhaltig, der alles andere als zahngesund ist.

    Antworten
    • Hallo, danke für deinen Kommentar. Im Beitrag steht ganz bewusst, dass die Gesundheit der Katzen genauso wichtig ist wie die Müllvermeidung und es werden beide Ernährungsformen aufgegriffen. Gerade weil es uns nicht darum geht, eine Ernährungsempfehlung zu geben, sondern weil wir für beide Varianten Ideen zeigen wollen, wie man Müll sparen kann. Wir sind keine Experten für Katzenernährung – diesbezüglich lässt man sich am besten von einem Tierarzt beraten. Liebe Grüße Sylvia

  16. Sebastian S.

    Wer würde die Gesundheit seiner Katze aufs Spiel setzen, nur um dadurch ein wenig Müll einzusparen? Trockenfutter ist für Katzen ungeeignet, da diese als Wüstentiere ihren Flüssigkeitshaushalt fast ausschließlich über die Nahrung auffüllen und fehlende Flüssigkeit zu chronischen Nierenschäden führen können.

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Hallo Sebastian,
      vielen Dank für deinen Kommentar, und deine Meinung respektieren wir natürlich. Allerdings obliegt es einem jeden Tiehalter selbst, sich – am besten in Abstimmung mit dem Tierarzt – für die beste Fütterungsvariante oder den Futtermix zu entscheiden. Viele Tierärzte sehen nämlich zumindest eine teilweise Gabe von Trockenfutter als sehr sinnvoll an, unter anderem deshalb, weil dadurch die Gefahr von Zahnstein ganz erheblich reduziert wird. Letztlich muss aber jeder selbst abwägen – und darum geht es im Beitrag ja nicht.
      Liebe Grüße

    • ziggyzulfit

      sorry,aber hast du in der wüste schon mal eine katze gesehen?wobei ich nicht weiß,ob es möglicherweise eine art gibt die aus der wüste stammt.aber da sie anatomisch super fürs klettern und balancieren ausgerüstet scheinen,sind katzen wald und baumbewohner.auf dem speiseplan steht alles was so in bäumen,büschen und wiesen lebt.aber auch gräser,kräuter,kleine blätter und kleine holzstückchen,um erbrechen zu können.
      trockenfutter ist nicht nur ungeeignet,sondern absolut sinnlos.
      die tierärzte,die es empfehlen haben meistens verträge mit eben solchen herstellern.
      zu erkennen an den werbeaufstellern die in den praxen (gut sichtbar) rumstehen.
      tierärzte haben meistens keinen plan davon,weil es nicht zum studium gehört und vertrauen sie natürlich den herstellern,die ihnen die praxiseinrichtung finanziert haben.
      vertrauen ist da oft völlig fehl am platz.was leider an fehlender kommunikation auf augenhöhe liegt und wie man mit den katzen umgeht.da mangelt es einfach an sensibilität,wissen und zeit.
      wer zahnstein hat kann ja mal ausprobieren ob trockenfutter hilft.
      stellt euch mal vor,dass ein zahnarzt euch empfiehlt,dass kartoffelchipps geeignet sind gegen euren zahnstein…
      die natürliche zahnreinigung bei katzen passiert beim kauen von mäusen(fell) und vogelfedern.
      bei whg.katzen:rohe, große fleischstücke von huhn,pute,ganz,ente,lachs und schrimps sind super und man reduzier müll.
      selber machen is am besten.und mal ehrlich,dass meiste nassfutter stinkt zum himmel verfault.
      die verpackungen sind mit parabenen behandelt und müssen nicht angegeben werden.

    • Achso und der Meinung von „ziggyzulfit“ in einem Web-Kommentar kann man jetzt automatisch mehr Vertrauen schenken als dem eigenen, langjährig für das Wohlergehen unserer Katze sorgenden Tierarztes? Wir füttern gemischt, und unserem Tiger geht es trotz hohen Alters blendend. Sicher mag es auch unter Ärzten schwarze Schafe geben, und nicht jedes Futter ist von gleicher Qualität. Was den Zahnstein betrifft: Unsere Katze hat keinen. Was nicht daran liegt, dass das Futter ihn entfernen würde (wenn Zahnstein da ist, ist es schon zu spät, wie beim Menschen). Sondern dass er durch die natürliche Reibung gar nicht erst entsteht. In der Natur fressen Katzen zum Beispiel ganze Vögel und Mäuse mit Haut und Haar, einschließlich der festeren Bestandteile, wodurch entsprechende Reibung entsteht, und weshalb wilde Katzen auch keinen Zahnstein bekommen, Katzen als Haustiere (ohne Trockenfutter!) schon.

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