Stressball selber machen – so geht’s auch plastikfrei, ohne Luftballon

Einen Stressball selber machen, um Ärger bei der Arbeit oder zu Hause einfach wegzukneten - mit dieser Anleitung geht’s plastikfrei, ganz ohne Luftballon!

Einen Stressball selber machen und bei Ärger und Anspannung kneten – das ist bestimmt sozialverträglicher, als sich an Kollegen oder dem Partner abzureagieren ;-) Handelsübliche Knautschbälle bestehen aber meist aus Plastik und auch Anleitungen zum Selbermachen erfordern meist einen Luftballon als elastische Außenhülle. Ein Stressball lässt sich jedoch auch ganz einfach plastikfrei herstellen.

Plastikfreien Stressball selber machen 

Eigentlich ist ein solcher Stressball ja ein Antistressball, denn durch das Kneten in der Hand lassen sich physische und psychische Anspannungen einfach abarbeiten. Dieser plastikfreie Ball ist zwar von der Haptik etwas anders als ein dehn- und knautschbarer Stressball, lässt sich jedoch ebenfalls ausgezeichnet kneten und hilft so beim Entspannen.  

Ein kleiner Ball aus Stoff wie dieser wird am besten aus sechs Segmenten genäht. Mit unserem Schnittmuster kannst du sie ganz einfach zuschneiden.

Benötigte Materialien für einen Stressball mit acht Zentimetern Durchmesser:

Einen Stressball selber machen, um Ärger bei der Arbeit oder zu Hause einfach wegzukneten - mit dieser Anleitung geht’s plastikfrei, ganz ohne Luftballon!

Tipp: Mit Jerseystoff von einem alten T-Shirt oder Sweatshirt wird die Stoffhülle besonders elastisch. Fester Webstoff, etwa von einem ausgedienten Hemd, ist aber ebenfalls geeignet und lässt sich einfacher verarbeiten. Damit ist der Stressball sogar für Nähanfänger geeignet.

Benötigte Zeit: 30 Minuten.

So einfach lässt sich der Stressball selber machen:

  1. Segmente vorbereiten

    Das Schnittmuster sechsmal auf den Stoff übertragen und entlang der durchgezogenen Linie ausschneiden. Wenn du verschiedene Stoffreste verwenden möchtest, kannst du zum Beispiel jeweils drei aus dem gleichen Stoff ausschneiden, sodass ein gestreifter Ball entsteht.Einen Stressball selber machen, um Ärger bei der Arbeit oder zu Hause einfach wegzukneten - mit dieser Anleitung geht’s plastikfrei, ganz ohne Luftballon!

  2. Zwei Ballhälften herstellen

    Zwei (verschiedenfarbige) Segmente mit den schönen Seiten aufeinanderlegen und bei Bedarf feststecken. Dann mit einem Zentimeter Abstand zum Rand an der rechten Seite zusammennähen. Dabei jeweils einen Zentimeter Abstand zu den Spitzen lassen.

    Die Segmente an der offenen Kante etwas aufklappen. Unter das rechte Segment ein weiteres (andersfarbiges) Stoffstück legen, sodass die schönen Seiten aufeinanderliegen, und ebenfalls rechts mit einem Zentimeter Abstand zum Rand und zu den Spitzen zusammennähen. Aufgefaltet ergeben die drei zusammengenähten Segmente bereits eine Hälfte des Balls.

    Die zweite Ballhälfte ebenso nähen wie die erste.Einen Stressball selber machen, um Ärger bei der Arbeit oder zu Hause einfach wegzukneten - mit dieser Anleitung geht’s plastikfrei, ganz ohne Luftballon!

  3. Hälften zusammennähen

    Eine der Hälften mit der Außenseite nach außen klappen und in die andere Hälfte legen, sodass die schönen Seiten innen liegen und die Ränder und Segmentspitzen genau aufeinandertreffen. Die Kugelhälften mit einem Zentimeter Abstand zum Rand bis auf eine Wendeöffnung von etwa vier Zentimetern zusammennähen.

    Die Spitzen, an denen alle Stoffstücke aufeinandertreffen, noch einmal auf Lücken kontrollieren und bei Bedarf per Hand mit Nadel und Faden verschließen. Dann durch die Öffnung auf rechts krempeln.Einen Stressball selber machen, um Ärger bei der Arbeit oder zu Hause einfach wegzukneten - mit dieser Anleitung geht’s plastikfrei, ganz ohne Luftballon!

  4. Ball füllen und verschließen

    Die Stoffhülle mithilfe eines Trichters mit Getreide füllen – je nach Belieben und Handgröße darf es etwas mehr oder weniger sein. Damit sich der Stressball gut kneten lässt, empfiehlt es sich jedoch, ihn nur ungefähr zur Hälfte zu befüllen. Am besten vorsichtig “probekneten”, um die ideale Füllmenge zu ermitteln.

    Dann den Stressball mit Nadel und Faden verschließen, am besten mit dem Matratzenstich, der für eine unsichtbare Naht sorgt. Wie das geht, kannst du in unserem Beitrag zur Reparatur von Kinderkleidung oder noch genauer in diesem Video sehen.Einen Stressball selber machen, um Ärger bei der Arbeit oder zu Hause einfach wegzukneten - mit dieser Anleitung geht’s plastikfrei, ganz ohne Luftballon!

Damit ist dein Stressball fertig und bereit, jede Menge Stress, Wut und Ärger abzufangen! Besonders beruhigend wirkt der Ball, wenn du ihn vor der Verwendung zusätzlich mit etwas ätherischem Lavendelöl beträufelst.

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Tipp: Der Stressball lässt sich auch auf der Heizung oder im Ofen aufwärmen und als Mini-Wärmekissen verwenden – zum Beispiel für kalte Hände oder gegen Ohrenschmerzen.

Weitere Ideen, was sich aus Stoffresten herstellen lässt, findest du in unserem Upcycling-Nähbuch:

Auch aus Lebensmittelresten kannst du noch so Einiges zaubern:

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Weitere Ideen, die für Entspannung sorgen:

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3 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Schöne Idee. Trotzdem möchte ich anmerken, dass Luftballons nicht aus Plastik, sondern Latex hergestellt werden. Dieses ist das natürliche Syrup des Gummibaumes, der zur Ernte nur angeritzt wird und das Latex dann raustropft. Latexballons sind sogar biologisch abbaubar.
    Aus Plastik und somit umweltschädlich sind allerdings die Folienballons, die man typischerweise auf dem Jahrmarkt mit Helium befüllten kauft. Bitte nicht verwechseln.

    Antworten
    • Hallo Sandra,
      die Abbaubarkeit der Ballons ist nur ein Aspekt des Umweltproblems. Leider zersetzen sich auch Latexballons erst nach einiger Zeit, sodass sie trotzdem eine Gefahr für Tiere darstellen. Es empfiehlt sich, Reste von Latexballons einzusammeln und sie nicht fliegen zu lassen.
      Liebe Grüße!

  2. pfraenkli

    Vor 40 Jahren habe ich mir einen effektiven Stressball gemacht: auf einen grünen Tennisball ein Gesicht mit Filzstift gemalt, den Mund mit einem scharfen Messer aufgeschnitten und einen kleinen roten, länglichen Luftballon hineingeklebt. Beim Zusammrendrücken kam e raufgeblasen und bleckend als rote Zunge aus dem Mund.

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