Soße andicken ohne Soßenbinder: diese Alternativen funktionieren genauso gut

Mit diesen Alternativen zu fertigem Soßenbinder lassen sich Soßen ebensogut andicken - ganz ohne Zusatzstoffe und in fast jedem Küchenschrank zu finden.

Für viele gehört Soßenbinder von Mondamin & Co. ganz selbstverständlich in die Küche. Dabei lässt sich auch ohne das Fertigprodukt Soße andicken und der Soßenbinder erstaunlich einfach durch viel bessere Alternativen zu ersetzen.

Anstatt zu den kleinen Kartons zum Binden heller oder dunkler Soßen, sämiger Suppen und Eintöpfe zu greifen, probiere es doch beim nächsten Mal mit einer der folgenden Zutaten als Soßenbinder-Ersatz! Du wirst überrascht sein, wie gut das Binden und Andicken damit gelingt. Nebenbei sparst du auch noch Geld und vermeidest künstliche Zusätze in deinen Speisen.

Soßen andicken mit Semmelbröseln

Einfache (selbst gemachte) Semmelbrösel funktionieren ausgezeichnet zum Binden. Rühre dazu ein bis zwei Esslöffel der Brösel in 250 Milliliter Kochflüssigkeit ein und lasse sie für zwei bis drei Minuten unter Rühren aufkochen.

Brösel aus dunklem Brot oder Vollkornbrot eignen sich ebenso gut wie helle Semmelbrösel. Für eine glattere Soße empfiehlt es sich, die Brösel zuvor im Mixer oder in einer Gewürzmühle zu feinem Pulver zu zerkleinern.

Mit diesen Alternativen zu fertigem Soßenbinder lassen sich Soßen ebensogut andicken - ganz ohne Zusatzstoffe und in fast jedem Küchenschrank zu finden.

Auf diese Weise kannst du auch gleich trockene oder alte Brotreste sinnvoll verwerten. Wirf den liegen gebliebenen Kanten nicht weg, sondern schneide ihn in Stücke und lass ihn richtig hart werden. Im Mixer wird daraus erstklassiger Soßenbinder – so vermeidest du auch noch Lebensmittelverschwendung und hast immer einen Soßenbinder-Vorrat im Haus.

Tipp: Für noch mehr Geschmack gib Gewürze und Kräuter hinzu, oder stelle gleich ein fertiges Instant-Soßenpulver daraus her!

Reis oder Reismehl als Soßenbinder

Du hast keine Semmelbrösel im Haus, dafür aber Reis? Dann verwende doch einfach die weißen Körnchen zum Binden! Gib dazu die benötigte Menge Reis (am besten funktioniert Milchreis) in den Mixer und mahle ihn zu feinem Reismehl. Eine größere Menge Reis kannst du auf diese Weise auch auf Vorrat zu Soßenbinder verarbeiten und in einem Schraubglas aufbewahren.

Zum Binden streue zwei bis drei Teelöffel des geschmacksneutralen Reismehls in 250 Milliliter Soße und lass sie aufkochen. Das Andicken dauert etwas länger, nach mindestens fünf Minuten sprudelndem Kochen ist die Soße gebunden. Mit fertigem Reismehl klappt es natürlich genauso.

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Speisestärke als Soßenbinder-Alternative

Die Hauptzutat in handelsüblichem Soßenbinder ist Speisestärke wegen ihrer Fähigkeit, Flüssigkeiten anzudicken und zu binden. Deshalb kannst du Stärke auch direkt als Bindemittel verwenden. Sie ist vor allem dann empfehlenswert, wenn die Soßengrundlage selbst schon reichlich Geschmack mitbringt. Verwende zwei bis drei Teelöffel der geschmacklosen Kartoffel- oder Maisstärke zum Binden von 250 Milliliter Flüssigkeit.

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Um Klümpchen zu vermeiden, wird das Pulver zunächst mit wenig Flüssigkeit zu einem glatten Brei vermengt und dann unter Rühren in die Soße gegeben. Nach zwei bis drei Minuten sprudelndem Kochen hat sie ihre Bindewirkung vollständig entfaltet.

Viele Fertigprodukte basieren auf den Eigenschaften von Speisestärke. Deshalb kannst du Puddingpulver, Tortenguss und Co. leicht selber machen und jede Menge Müll sparen.

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Soßen andicken mit rohen Kartoffeln

Eine weitere Soßenbinder-Alternative zum Selbermachen sind rohe Kartoffeln, die ebenfalls reichlich Stärke enthalten. Reibe dafür eine mittelgroße Kartoffel möglichst fein und lass den Brei für einige Minuten im eigenen Saft stehen. Rühre ihn anschließend in die Soßengrundlage ein und lass alles mindestens eine Minute lang kochen.

Ein klassischer Soßenbinder: Mehlschwitze

Ganz traditionell kannst du auch eine Mehlschwitze (Roux) aus Butter und Mehl zum Andicken von Soßen verwenden. Für 500 Milliliter Soße benötigst du 30-40 Gramm Butter und 30-40 Gramm Mehl. Ohne Butter lässt sich auch eine vegane Mehlschwitze zubereiten.

Aus nur zwei Zutaten lässt sich eine Mehlschwitze selber machen, die einen Soßenbinder mit allerlei Zusatzstoffen überflüssig macht.

Mehlschwitze auf Vorrat herstellen

Von der fertigen Mehlschwitze kannst du auch gleich eine größere Menge herstellen und hast so immer einen preiswerten Vorrat des selbst gemachten Bindemittels.

Gib dafür die “angeschwitzte” Mehl-Butter-Mischung in eine Silikonbackform oder auch auf Backpapier und lass sie erkalten. Reibe sie anschließend mit einer Küchenreibe, so erhältst du portionierbare Fertig-Mehlschwitze, die im Kühlschrank einige Wochen lang haltbar ist. Die kalte Mehlbutter kann, anders als frische Mehlschwitze, auch direkt in heiße Kochflüssigkeit eingerührt werden.

Soße andicken: Weitere Tipps

Manchmal braucht es aber auch gar kein weiteres Bindemittel. Wenn sowieso reichlich gehaltvolle Kochflüssigkeit vorhanden ist, zum Beispiel bei Schmorgerichten, dann kannst du sie auch unter sanftem Köcheln um ein Drittel oder mehr reduzieren, um eine sämige und besonders kräftige Soße zu erhalten.

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Hast du Semmelbrösel, Reismehl & Co. als Soßenbinder ausprobiert? Welche Variante hat dich am meisten überzeugt? Wir freuen uns auf deine Ergänzungen und Anregungen in den Kommentaren!

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8 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Eine Frage, würde das statt mit Stärke auch mit Johannisbrotkernmehl gehen? Versuchen gerade so viel wie möglich daheim sinnvoll zu ersetzen und haben uns gefragt ob das nicht auch geht da es ja auch für zb den Sahnesteifersatz angegeben wird.

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  2. In asiatischen Gerichten eignet sich auch Erdnussbutter zum andicken.

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  3. Speisestärke bitte immer kalt anrühren, sonst gibt es unangenehme Klümpchen. Etwas Mehl in einem Schüttelbecher AUF einen Schuss Wasser gegeben und kräftig geschüttelt, geht ebenfalls gut. Wozu Mondamin den Soßenbinder erfunden hat, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben.

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  4. roflol12345

    meine mama hat nie soßenbinder benutzt, sondern immer mitgeschmortes gemüse, zwiebeln oder backobst einfach mitpüriert

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  5. Yvonne Reinecker

    Ich mußte euren Artikel ein paar Mal lesen, bis ich drauf gekommen bin warum ohne Mondamin.

    Ich bin mit Mondamin (der Speisestärke) zum Soßen binden und zum Kuchen backen aufgewachsen.
    Das Mondamin auch fertigen Soßenbinder herstelkt, ist mir erst nach eurem Artikel hier aufgefallen… ??

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  6. Speisestärke ist bei mir immer der Quasistandard zum Binden. Auch die roh geriebene Kartoffel funktioniert wunderbar. Wenn man eine Schmorbraten o.Ä. zubereitet ist in der REgel auch immer Röstgemüse (Karotten, Sellerie, Lauch, …) dabei. Dieses, in der Schmorflüssigkeit püriert, gibt der Sauce eine schöne Konistenz und gleichzeitig Geschmack. Vielleicht nicht das komplette Gemüse pürieren, sondern erstmal nur einen Teil, damit die Konsitenz nicht zu breiig wird.

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  7. Soßenbinder kann man auch aus ganz normalem Mehl machen. Einfach das Mehl ohne Fett in der Pfanne bräunen. Kann, ohne anrühren, in heiße Flüssigkeiten eingerührt werden und ist in einem fest verschlossenen Glas lange haltbar. Das Mehl nicht zu dunkel bräunen, sonst wird es bitter.

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