Rhabarber-Limonade selber machen – frisch oder mit Sirup
Statt an warmen Tagen zu überzuckerten Limonaden aus dem Supermarkt zu greifen, die oft lange Transportwege hinter sich haben und mit künstlichen Aromen versetzt sind, lässt sich im Frühling eine herrlich spritzige Rhabarber-Limonade ganz einfach selbst herstellen. Das schmeckt nicht nur viel intensiver, sondern du bestimmst auch selbst, wie viel Süße im Glas landet.
Mit unserem einfachen, aber originellen Rhabarber-Rezept zauberst du im Handumdrehen einen erfrischenden Frühlings-Drink. Und kannst sogar noch die Reste lecker verwerten.
Rezept für frische Rhabarber-Limonade
Schwierigkeit: Einfach12
Portionen26
kcal1
Stunde10
MinutenDas Rerzept ergibt ca. 500 ml Konzentrat und reicht für mehrere Portionen Rhabarber-Limonade). Die Kalorienangabe bezieht sich auf eine Variante mit wenig Zucker.
Zutaten
500 g Rhabarber
500 ml Wasser
50–80 g Zucker oder ein alternatives Süßungsmittel wie Ahornsirup
Saft von 1 Bio-Zitrone
Optional 1 Stück frischer Ingwer oder ein paar Stängel frische Minze oder Zitronenmelisse
Zubereitung
- Den Rhabarber gründlich waschen und die Enden sowie holzige stellen abschneiden. Junge, zarte Rhabarberstangen zu Beginn der Saison müssen kaum geschält werden. Je weiter die Saison fortschreitet, desto dicker wird die Schale und desto mehr Oxalsäure lagert sich dort ab. Spätestens ab Mitte Juni solltest du die Stangen daher immer gründlich schälen. Am 24. Juni (Johannistag) endet die Rhabarber-Saison traditionell, da der Oxalsäuregehalt danach zu hoch wird. Den Rhabarber in etwa ein bis zwei Zentimeter große Stücke schneiden.
- Die Rhabarberstücke zusammen mit dem Wasser, dem Zucker (und optional dem Ingwer oder ein paar Minzblättern) in einen Topf geben. Einmal aufkochen lassen und dann bei mittlerer Hitze ca. 10 bis 15 Minuten sanft köcheln lassen, bis der Rhabarber komplett weich zerfallen ist.
- Den Topf vom Herd nehmen. Ein feines Sieb über eine Schüssel hängen und die Masse hineingießen. Den Saft gut abtropfen lassen. Die Rhabarber-Reste im Sieb nicht wegwerfen. Weiter unten findest du Tipps, wie du sie noch verwenden kannst.
- Den aufgefangenen Rhabarbersaft abkühlen lassen und anschließend den frisch gepressten Zitronensaft unterrühren. Der Zitronensaft sorgt nicht nur für ein tolles Aroma, sondern stabilisiert auch die leuchtende Farbe.
- Zum Servieren ein Glas mit Eiswürfeln füllen, nach Geschmack 3–4 Esslöffel des abgekühlten Rhabarber-Konzentrats hineingeben und mit spritzigem Mineralwasser aufgießen. Mit einem Halm und frischer Minze dekorieren. Fertig ist der ultimative Frühlingsgruß!
Tipp
- Am besten eignen sich rote Sorten wie Holsteiner Blut, da sie der Limonade eine wunderschöne rosa Farbe verleihen und milder im Geschmack sind.
Das fertige Rhababerkonzentrat hält sich in einer keimfreien Flasche im Kühlschrank ein paar Tage, sollte aber zügig aufgebraucht werden.
Schnelle Rhabarberlimonade mit Sirup
Wenn du regelmäßig Rhabarber-Limonade trinken oder einen Vorrat für mehrere Monate anlegen möchtest, lohnt es sich, mit unserem Rezept für Rhabarbersirup ein länger haltbares Konzentrat für den Vorratsschrank zuzubereiten. Damit lässt sich blitzschnell eine brickelnde Limonade mischen.

Rhabarber-Reste verwerten
Beim Abseihen bleibt das weich gekochte Fruchtfleisch im Sieb zurück. Es wäre viel zu schade für die Biotonne! Da es bereits angenehm süß-sauer ist, kannst du es wunderbar weiterverwenden:
- Schnelles Rhabarber-Kompott: Rühre das Fruchtfleisch einfach unter Naturjoghurt, Haferbrei (Porridge) oder Milchreis.
- Rhabarber-Aufstrich: Püriere die Masse noch einmal ganz fein. Sie schmeckt fantastisch als fruchtiger, frischer Brotaufstrich für das nächste Frühstück.
- Für saftige Kuchen und Muffins: Du kannst das Fruchtfleisch unter den Teig von Rührkuchen oder Muffins heben. Es macht das Gebäck unglaublich saftig.
Warum Rhabarber so gesund ist
Rhabarber schmeckt nicht nur herrlich erfrischend, sondern ist auch richtig gesund. Er ist kalorienarm und liefert Vitamin C, Vitamin K und wichtige Mineralstoffe wie Kalium und Mangan sowie verdauungsfördernde Ballaststoffe.
Wichtig: Rhabarber enthält Oxalsäure, die vor allem in den Blättern (die giftig sind und nicht verzehrt werden sollten), aber auch in geringeren Mengen in den Stangen steckt. Wer empfindlich auf Oxalsäure reagiert (z.B. wegen Nierensteinen), sollte Rhabarber nur in Maßen verzehren und die Limonade am besten mit calciumreichen Speisen kombinieren.
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Hast du schon einmal Rhabarber-Limonade selber gemacht? Wir freuen uns auf deinen Kommentar unter diesem Beitrag!
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