Makramee für Anfänger: Die wichtigsten Makramee-Knoten leicht erklärt

Makramee-Knoten werden aus rein natürlichen Materialien geknüpft. Die wichtigsten Knoten lernst du hier in dieser einfachen Makramee-Anleitung für Anfänger!

Makramee-Knoten lassen sich unter anderem aus rein natürlichen Materialien knüpfen. Und als Werkzeuge brauchst du nichts weiter als die bloßen Hände. Das macht die uralte Knüpftechnik zu einem sehr einfachen und nachhaltigen Hobby, mit dem sich sinnvolle Dinge wie Kissenbezüge, Schlüsselanhänger und vieles mehr knüpfen lassen.

Die wichtigsten Grundknoten für fast jedes Projekt lernst du hier in dieser einfachen Makramee-Anleitung für Anfänger.

Makramee-Knoten knüpfen: Das Zubehör

Makramee-Knoten sind nicht nur etwas für Dekobegeisterte, sondern lassen sich auch zu richtig sinnvollen Dingen wie einem selbst geknüpften Einkaufsnetz, einer Makramee-Blumenampel, Teppichen, Lampenschirmen, Kissen und vielem mehr verknüpfen.

Das alles brauchst du, um Makramee-Knoten zu knüpfen:

  • dickes oder dünnes Garn, je nach Projekt
  • Aufhängung, z.B. ein gespanntes Stück Garn, trockene Äste aus der Natur oder auch ein Kleiderbügel oder Kleiderständer
  • scharfe Schere
  • Holzperlen, Ringe (optional)

Makramee-Knoten werden aus rein natürlichen Materialien geknüpft. Die wichtigsten Knoten lernst du hier in dieser einfachen Makramee-Anleitung für Anfänger!

Das Garn zum Knüpfen findest du entweder in deiner Wollrestekiste oder du nutzt selbst hergestelltes Textilgarn aus einem alten T-Shirt. Auch auf speziell zu diesem Zweck hergestelltes Makramee-Garn aus dem Handel lässt sich zurückgreifen. Das gibt es hier oder hier zum Beispiel auch aus recycelter Baumwolle, die aus Abfällen der Textilindustrie und aus Alttextilien gewonnen wird.

Je nach Art des Projekts sind zwei bis sechs Millimeter starke Schnüre empfehlenswert. Dünneres Garn eignet sich am besten für feingliedrigen Schmuck oder einen Makramee-Schlüsselanhänger (siehe Anleitung weiter unten). Für größere Projekte wie einen Wandbehang oder eine Blumenampel eignen sich die stärkeren Sorten besser.

Ob es gedrehtes oder geflochtenes Garn sein soll, ist hauptsächlich eine Geschmacksfrage: Gedrehtes Garn lässt sich besser auskämmen (für puschelige Enden), aber geflochtenes Garn kann für den Anfang besser geeignet sein, weil es weniger ausfranst.

Der Ankerknoten: Für den Anfang

Nahezu jedes Projekt beginnt mit einem Ankerknoten, weil die Schnüre mit diesem an der Aufhängung befestigt werden. Lege dafür die Mitte eines Fadens als Schlaufe über die Aufhängung und ziehe die beiden Enden hindurch. Je mehr Fäden du auf diese Weise nebeneinander an einer Aufhängung befestigst, umso mehr Fäden zum Arbeiten sind vorhanden.

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Der Spiralknoten: Für Wellenformen

Für den Spiralknoten oder auch Wellenknoten genannt, benötigst du vier Fäden. Die zwei äußeren bilden dabei die Arbeitsfäden (für die Knoten, im Bild rot und gelb) und zwei Fäden bilden das Trägermedium (die Füllerfäden, im Bild weiß). Die zwei losen Fäden rechts und links im Bild werden nicht benötigt und wurden nur für die bessere farbliche Darstellung angeknotet.

So geht’s:

  1. Den rechten Arbeitsfaden (rot) nach links über beide Füllerfäden und unter den linken Arbeitsfaden legen.
  2. Den linken Arbeitsfaden unter den Füllerfäden hindurchführen und durch die Schlinge des ersten Arbeitsfadens nach vorn ziehen. Der ursprüngliche linke Arbeitsfaden ist nun der neue rechte Arbeitsfaden.
  3. Die Arbeitsfäden festziehen und beide Schritte immer wieder wiederholen. Es entsteht ein gedrehter Strang.

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Der Kreuzknoten: Für fast alle Flächen

Der am häufigsten verwendete Knoten für flächige Muster ist der Kreuzknoten. Er beginnt genau wie der Spiralknoten (siehe Anleitung oben), setzt sich aber ab Schritt 3 in entgegengesetzter Richtung fort, sodass keine Spirale, sondern ein gerader Strang entsteht. Auf diese Weise liegt der gelbe Faden immer vorn und der weiße immer hinten.

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Kreuzknoten lassen sich entweder direkt untereinander knoten oder versetzt, indem ein Füller- und ein Arbeitsfaden zusammen mit zwei neuen Fäden von rechts oder links die Grundlage für einen neuen Kreuzknoten bilden. Neue Fäden lassen sich einfach rechts oder links vom vorhandenen Arbeitsstück an der Aufhängung befestigen und an beliebiger Stelle dazunehmen oder weglassen.

So entstehen webartig versetzte Flächen, die auch breiter (wenn die Anzahl der Kreuzknoten von Reihe zu Reihe zunimmt) oder schmaler werden können (wenn die Anzahl der Kreuzknoten abnimmt).

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Der Rippenknoten: Für Abschlüsse und Linien

Rippenknoten eignen sich, um geknüpfte Flächen quasi einzurahmen oder auch für senkrechte, waagerechte oder schräge Linien innerhalb eines Musters. Dabei wird ein Trägerfaden straff gehalten und ein Arbeitsfaden parallel darum herumgeknotet – wie einzelne “Rippen”.

Je nachdem, in welche Richtung die dadurch entstehende Linie verlaufen soll, werden nach rechts oder nach links gerichtete Rippenknoten geknüpft.

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So wird ein nach links gerichteter Rippenknoten geknüpft:

  1. Den äußersten linken Faden als Trägerfaden nach rechts spannen, je nach Wunsch entweder waagerecht, diagonal oder senkrecht.
  2. Der zweite Faden von links ist der erste Arbeitsfaden: Lege ihn von hinten nach vorn um den Trägerfaden nach oben und links von ihm wieder nach hinten unten.
  3. Führe denselben Arbeitsfaden nun wieder von hinten nach vorn um den Trägerfaden nach oben, diesmal aber rechts neben der ersten entstandenen Schlaufe nach unten. Ziehe das Ende von hinten durch die zweite Schlaufe, sodass das Ende dieses Arbeitsfadens zwischen den parallel liegenden Schlaufen unten herausragt.
  4. Schritt 2 und 3 mit allen Fäden rechts der entstehenden Knoten wiederholen, bis die rippenartige Linie abgeschlossen ist.

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Nach rechts gerichtete Rippenknoten werden genauso geknüpft, nur exakt spiegelverkehrt. Das heißt, der Trägerfaden ist der äußerste rechte Faden und der zweite Faden von rechts der erste Arbeitsfaden.

Der Wickelknoten: Zum Bündeln

Am Ende einer Arbeit kann es vorkommen, dass mehrere Fäden gebündelt werden müssen. Sie lassen sich mit einem Wickelknoten fest zusammenbinden. Nimm dafür ein etwa 30 Zentimeter langes Stück Schnur zur Hand – je nach Stärke der zu bündelnden Fäden und nach gewünschter Länge der Wicklung auch mehr oder weniger.

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Gehe für einen Wickelknoten wie folgt vor:

  1. Eine lange Schlaufe parallel zu den zu bündelnden Enden legen, sodass das kurze Ende des Wickelfadens oben herausschaut und das lange Ende von oben beginnend gleichmäßig um das Bündel gewickelt werden kann.
  2. Nach mehreren Umwicklungen das Fadenende durch die unten noch herausschauende Schlaufe ziehen. Anschließend das andere Fadenende, das oben herausschaut, nach oben ziehen, sodass die Schlaufe unter den Wicklungen verschwindet.

Tipp: Wenn du noch Garn übrig hast, aber keine Lust mehr auf Makramee-Knoten, dann versuche dich doch einmal an unserer Anleitung zum Fingerstricken. Damit lassen sich beispielsweise Geschenkbänder ohne Plastik selber machen.

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Welche Dinge hast du schon dank der Makramee-Knoten herstellen können? Teile deine Projektideen gern in einem Kommentar unter dem Beitrag!

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