Liebstöckelsalz selber machen – lecker und lange haltbar
Du liebst den herzhaften, tiefen Geschmack von Suppen, Eintöpfen und Saucen? Dann gibt es ein Kraut, das in deiner Küche absolut nicht fehlen darf: Liebstöckel – auch als „Maggikraut“ bekannt. Wer Liebstöckel im Garten oder auf dem Balkon hat, weiß: Im Frühjahr wächst die Pflanze oft schneller, als man hinterherkochen kann. Eine Möglichkeit, um das intensive Aroma für das ganze Jahr zu konservieren? Selbstgemachtes Liebstöckelsalz! Es schmeckt aromatisch-würzig, ist lange haltbar und lässt sich ähnlich vielseitig nutzen wie die beliebte Flüssiggewürze aus dem Handel.
Rezept für Liebstöckelsalz
Schwierigkeit: Einfach1
Portionen5
MinutenNeben frischem Liebstöckel benötigst du für die Herstellung von Liebstöckelsalz nur noch etwas Salz und einen guten Mixer. Die Verwendung von frischem Kraut hat den Vorteil, dass die ätherischen Öle und andere Aromastoffe direkt ins Salz übergehen. Wie du das Kräutersalz mit getrocknetem Kraut herstellst, erfährst du weiter unten.
Zutaten
50 g frischer Liebstöckel
200 g naturbelassenes Salz
Zubereitung
- Liebstöckelblätter putzen, bei Bedarf waschen und anschließend gründlich trocknen schleudern oder tupfen. Die Blätter von den harten Stielen zupfen.
- Das Kraut zusammen mit etwa einem Drittel des Salzes in den Mixer geben und kurz und kräftig durchmixen. Das restliche Salz unter die Kräuter-Salz-Paste rühren.
- Das noch feuchte, grüne Salz flach auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten. Für 1–2 Tage an einem warmen, schattigen Ort an der Luft trocknen. Gelegentlich mit einem sauberen Löffel durchrühren. Alternativ: Das Backblech bei 40 °C (Ober-/Unterhitze) in den Ofen geben und für 3 bis 4 Stunden. Währenddessen einen Kochlöffel in die Ofentür klemmen, damit die Feuchtigkeit abziehen kann.
- Wenn das Salz nach dem Trocknen etwas kompakt ist, einfach kurz mit einem Löffel durchrühen oder für wenige Sekunden erneut in den Mixer.
- Das fertige Liebstöckelsalz in saubere Bügel- oder Schraubgläser abfüllen.
Liebstöckelsalz verwenden
Kurz gesagt: Zu allem, was eine herzhafte Note verträgt. Es ist der absolute Gamechanger auf einem frischen Butterbrot, perfekt im Kartoffelsalat, als Basis für Suppen oder als schnelles Finish für Rührei oder Scrambled Tofu. Und in allen Rezepten, in denen flüssige Maggi-Würze verwendet wird.
Tipp: Auch die flüssige Maggi-Alternative kannst du selber machen!

Variante mit getrocknetem Liebstöckel
Alternativ lässt sich das Liebstöckelsalz auch mit bereits getrocknetem Liebstöckel herstellen. Dazu einfach mehrere Stängel getrocknetes Kraut und die gleiche Menge grobes Salz (gemessen am Gewicht) im Mörser (für eine kleine Portion) oder im Mixer (für größere Mengen) bis zum gewünschten Feinheitsgrad zerkleinern.
Lagerung und Haltbarkeit
Trocken und lichtgeschützt gelagert lässt sich das Kräutersalz nahezu unbegrenzt verwenden. Allerdings verliert es nach und nach einen Teil seines Aromas.
Tipp: In einem schönen Glasgefäß eignet es sich auch als schmackhaftes Mitbringsel aus der (Kräuter-)Küche.
Was machst du mit Gartenkräutern, die du nicht frisch verwerten kannst? Wir freuen uns auf deine Ideen und Rezepte!
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Mein Würzsalz ist leider nach kurzer Zeit etwas klamm geworden und verklumpt nun im Glas.
Ich vermute, die Stängel waren innen doch noch nicht ganz durchgetrocknet, habt ihr Lieben da vielleicht einen Tipp, wie man das besser prüfen kann?
Danke und viele Grüße
Hallo, habe zum ersten mal das Maggi-Krautsalz gemacht und bin voll begeistert den es ist super zum würzen.Diese Idee ist einfach genial den ich habe es sonst im Winter abgeschnitten und entsorgt.
Wir ernten im Sommer die jungen, zarten Triebe und und frieren sie ein.
Es ist nicht nötig sie zu zerkleinern, nach dem Waschen nur abtropfen lassen und in Gefrierbeutel verpacken. Bei Bedarf den Beutel etwas zerreiben und schon kann man damit hervorragend würzen.
ich gebe zum Maggikraut noch Sellerie und Petersilie Blätter und klein gehackte Karotten dazu, seit ich das verwende kaufe wir keine Würfeln mehr, getrocknete Pilze würden vielleicht auch passen.
Die meisten Kräuter gehen bei mir getrocknet ins Glas. Von Oregano kann man ja eh nie genug haben ;-) ansonsten auch allerlei Kräutersalz, wobei mir der Anteil an Kräutern wichtiger als das Salz ist und dementsprechend auch die Menge Salz viel geringer ist. Salbei ist nach dem Oregano mein Liebling. Trocknet schnell in Streifen geschnitten auf einem Backblech ohne Hitzezufuhr an warmen Tagen. Spätestens nach 2 Tagen ist alles im Glas verräumt. Ich hab allerdings jedes Jahr einen hohen Bedarf an Tomaten-Salbeisoße, die ich auf die schnelle Methode einkoche. Dazu verwende ich nur die schmackhaftesten regionalen September Tomaten entweder aus dem Supermarkt oder am Wochenmarkt. Leider erfüllen meine eigenen 12 Tomatenstangen grad mal den Bedarf des Tages :-)
Wir nehmen nur noch Brennnesselsalz, natürlich selber gemacht ?
Ich habe gerade mein Kräutersalz gemacht: Knoblauch, Salbei, Thymian, Rosmarin und Pfeffer. Ich nehme es immer für Kartoffelecken aus dem Backofen oder Gemüse.
Basilikum, Schnittlauch und Petersilie habe ich eingefroren, Salbei und Pfefferminze hängen zum trocknen, ebenso die Zitronenverbene.
Außerdem liegt eine Portion Kräuterbutter in der Truhe.
Salz mit Liebstöckel werde ich wohl auch noch probieren.
Das klingt nach einer wunderbaren Mischung – wir haben sie alle da und probieren dieses Rezept gern aus. Dieser Sommer hat uns wirklich reichlich Garten- und Wildkräuter beschert :-) Liebe Grüße
liebstöckel- oder anderes kräutersalz
ich hacke die kräuter klein, vermische sie mit salz und trockne (mahle) dann erst. so zieht schon mal ein teil des kräuteraromas (-saft) in das salz über und geht nicht beim trocknen verloren.
oder ich mache eine kräuterpaste (wie pesto, jedoch ohne nüsse und käse)
Herstellung von industriellem Maggi, daß ganz und gar nichts mit Liebstöck(Levisticum officinale) zu tun hat. Sondern: Als Ausgangsstoff dienen Pflanzenproteine, früher aus Sojabohnen und Weizen, seit 2006 ausschließlich aus Weizen. Sie wurden ursprünglich durch Kochen in Salzsäure denaturiert und hydrolysiert und anschließend mit Natronlauge neutralisiert, wobei auch große Mengen Kochsalz entstehen. Heute wird diese Methode nicht mehr angewendet, stattdessen kommen enzymatische Hydrolyseverfahren zum Einsatz. Die entstandene Würze wird filtriert und durch Geschmacksverstärker wie Mononatriumglutamat, Aromastoffe und Salz ergänzt. Je nach Land können die Zutaten geringfügig variieren. Der umgangssprachlich wegen seines an Maggi-Würze erinnernden Geruchs auch „Maggikraut“ genannte Liebstöckel ist nicht enthalten.
Die ersten Kräuter im Jahr ist ja wohl der Bärlauch. Ich kann es kaum erwarten , wenn der Schnee weg ist und ich raus gehen kann zum sammeln. Dann wird Bärlauchsalz und Bärlauchpesto gemacht. Herrlich