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Leckere Resteverwertung für altes Brot: Obst- und Kirschmichel
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Schon wieder so viele Brotreste? Die musst du nicht wegwerfen. Verwende sie für ein leckeres Auflaufrezept mit Kirschen! Wie das geht, erfährst du hier.

Immer diese Brotreste. Manch einer liebt die Kanten oder Scherzerl, ein anderer verschmäht diese Randstücke. Aber nicht nur die werden häufig älter als erwünscht, manchmal bleiben auch noch einige Scheiben übrig. Was nun?

Es gibt viele Möglichkeiten, diese Brotreste trotz Härte weiter zu verwenden. Sie an Tiere zu verfüttern oder die Entsorgung in der Biotonne, sind aber nicht immer ratsam.

Schon zu Großmutters Zeiten wurden aus alten Broten neue, leckere Speisen. Auf die Schnelle gab es dann haltbare Zutaten wie Semmelbrösel oder Croutons. Auch in Herzhaftem wie Brotsuppe, Klöße, Knödelgröstl und Fleischpflanzerl (Frikadellen) fanden die Brotreste Verwendung. Es gibt auch reichlich Aufläufe, die du aus altbackenem Brot zaubern kannst.

Ich mag es aber etwas fruchtiger, deswegen wird aus meinen Brotresten oft ein Obstmichel. Was das ist und wie auch du Brotreste vor der Tonne bewahrst, zeige ich dir in diesem Beitrag.

Kirsch- und andere Obstmichel

Kirschen sind wegen ihres geringen Kaloriengehalts und der Inhaltsstoffe (reichlich Beta-Carotin, Vitamin C und Kalium) sehr gesund. Deswegen vereine ich sie mit meinen Brotresten zu einem schnell zubereiteten Ofenschlupfer, Kirschmichel oder Kirschplotzer. Das ist ein lockerer Brot-Auflauf, den du aus vielerlei Obst herstellen kannst und der nicht so süß schmeckt wie Gries- und Quarkaufläufe.

Für je 200 g altbackenes Weißbrot benötigst du:

  • 750 g frische Kirschen (alternativ 300-350 g abgetropft aus dem Glas)
  • 4 Eier
  • 250 ml Milch
  • 100 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • Butter und Semmelbrösel zum Ausfetten der Auflaufform
  • Puderzucker zum Bestreuen
  • 1 Auflaufform mit mindestens 1 ¼ Liter Fassungsvermögen

Schon wieder so viele Brotreste? Die musst du nicht wegwerfen. Verwende sie für ein leckeres Auflaufrezept mit Kirschen! Wie das geht, erfährst du hier.

Und so gehst du vor:

  1. Wasche und entkerne die Kirschen. Wenn dir das Entsteinen von Hand zu mühselig ist, kannst du einen Kirsch-Entsteiner verwenden, damit geht das ziemlich flott.
  2. Fette die Auflaufform und schwenke Semmelbrösel in der Form, so dass sie anhaften.
  3. Schneide das alte Brot in Würfel, gib diese Stücke in eine große Schüssel und lasse sie die Milch aufsaugen.
  4. Während die Milch einzieht, trennst du die Eier und schlägst das Eiweiß mit einer Prise Salz zu Eischnee auf. Stelle diese Masse zur Seite.
  5. Gib den Zucker und die Butter in die Küchenmaschine und schlage sie in 3-4 Minuten cremig, füge danach die vier Eigelb hinzu.
  6. Lasse diese Zutaten noch eine Weile in der Maschine weiterrühren, bis sie eine homogene Masse ergeben.
  7. Nach zirka 10 Minuten kannst du die Brotstücke zu einer Art Teig kneten. Dabei sollten kaum noch harte Krusten zu spüren sein.
  8. Rühre das eingeweichte Brot in die Eiermasse und hebe den Eischnee vorsichtig unter.
  9. Schichtweise wird nun zuerst ein Teil der Brotmasse in der Auflaufform verteilt und dann die Hälfte der Kirschen auf dieser Lage platziert. Decke die Kirschen mit einer weiteren Schicht der Brotmasse ab und lege die restlichen Kirschen obenauf. Verteile zum Abschluss einige Kleckse der Brotmasse auf den Kirschen, ähnlich wie bei einem Zupfkuchen.
  10. Im vorgeheizten Backofen wird der Kirschauflauf bei 175 °C (Gas Stufe 2) für 45 Minuten gebacken.
  11. Gib ein paar Butterflocken mit zwei Esslöffeln Zucker auf den Auflauf und lass ihn noch weitere 10 Minuten zu Ende backen.

Fertig ist dein leckerer und saftiger Kirschmichel! Er schmeckt sowohl warm als auch kalt mit etwas Puderzucker serviert.

Du kannst diesen süß-sauren Auflauf auch mit anderen Obstsorten wie Birnen, Äpfeln, Aprikosen und sogar Quitten machen.

Guten Appetit!

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Kennst du noch weitere Verwendungen für trockenes Brot? Vielleicht hast du auch Ideen für gewürzte oder dunkle Brote, dann teil diese bitte mit uns und anderen Lesern in den Kommentaren.