Lecker wie vom Bäcker: Altes Brot nicht wegwerfen sondern auffrischen

Lecker wie vom Bäcker: Altes Brot nicht wegwerfen sondern auffrischenLecker wie vom Bäcker: Altes Brot nicht wegwerfen sondern auffrischen

Ich liebe frisch gebackenes Brot, am liebsten das aus dem selbst gemachten Backrahmen aus Holz. Das Problem: Brot und Brötchen bleiben nicht lange frisch, nach einem Tag ist die Knusprigkeit verflogen und der Genuss dahin.

Schuld daran ist die Feuchtigkeitsverteilung im Brot. Direkt nach dem Backen ist der Teig im Inneren noch feucht und fluffig. Die Kruste ist dagegen trockener und dadurch knusprig. Mit der Zeit gleicht sich der Wassergehalt aus, so dass das Innere zäh wird und die Kruste pappig.

Mit ein paar einfachen Tricks machst du sogar hartes Brot und Brötchen wieder genießbar und frisch. Selbst ein Fehlkauf beim Bäcker, wenn das Brot schon den ganzen Tag im Backregal lag und dann abends „sehr kross“ den Weg zu dir gefunden hat, ist so kein Problem mehr.

Pappige Brötchen und Brote wieder knusprig machen

So gehst du vor, wenn Backwaren vom Vortag pappig geworden sind.

Das Problem ist hier einfach nur die Feuchteverteilung: Innen zu trocken und außen zu feucht. Benetze die Brötchen von allen Seiten kurz mit Wasser, und lege sie sofort in den vorgeheizten Ofen oder auf den Toaster. Nach wenigen Minuten sind sie wieder knusprig und frisch wie vom Bäcker!

Der während des Backens entstehende Dampf wandert nach innen in den Teig und macht ihn wieder weich. Außen verdunstet das Wasser und macht die Kruste so wieder knackig.

Trockene und sogar steinharte Brötchen/Brote auffrischen

Wenn du einmal Brötchen oder ein ganzes Brot über Nacht an der Luft vergessen hast, funktioniert die vorherige Methode nicht mehr. Dem Teig fehlt zu viel Wasser, das durch bloßes Benetzen nicht mehr ergänzt werden kann.

Hier hilft eine andere Methode. Dafür benötigst du einen großen Topf, in den das ganze Brot locker hinein passt. Der Deckel muss komplett geschlossen werden können. So gehst du vor:

  1. Einen halben Zentimeter Wasser in den Topf füllen
  2. Einen kleinen Teller, Schüssel oder ähnliches hinein stellen
  3. Brot in den Topf legen, so dass es auf dem Teller liegt, aber nicht mit Wasser in Berührung kommt
  4. Herd anstellen und Wasser sanft erhitzen bis es dampft
  5. Auf sehr kleiner Stufe das Brot für 10 bis 15 Minuten im Dampf „schwitzen“ lassen
  6. Brot anschließend kurz auslüften

Fertig ist das aufgefrischte Brot!

Eine andere Möglichkeit besteht darin, das harte Backwerk in ein feuchtes Küchenhandtuch zu wickeln und bei ca. 150 Grad für 15-20 Minuten im Backofen zu erhitzen.

Bevor du Brot wegwirfst, lohnt sich das Probieren dieser Methode allemal. Wenn es gar nicht mehr lecker werden möchte – kein Problem, aus altem Brot lassen sich viele tolle Gerichte zaubern. Ein paar Anregungen findest du in unseren Buchtipps:


Hier findest du weitere gute Dinge die du mit altem Brot machen kannst, bevor du es wegwirfst. Nutze auch diese Tricks, damit dein Brot und Gebäck länger frisch bleibt.

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Welche weiteren Tipps hast du, um Lebensmittel vor der Mülltonne zu retten?

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29 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Falls mann die zeit hat, kann man auch einfach die trockenen Brötchen in ein nasses Handtuch, nicht mehr tropfenden, einwickeln und dann für ca 20 Minuten in den Kühlschrank legen. Danach einfach nochmal aufbacken. Schmecken wie frisch vom Bäcker. Mache ich immer so.

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    • smarticular.net

      Auch ein guter Tipp, vielen Dank dafür! Liebe Grüße

  2. Anja Wrankmore

    Bei uns gibts immer Armer Ritter. Einmal typisch, süß mit Brot/Brötchen aus Weißmehl in Milch/Ei-Mischung eingeweicht, gebacken und mit Zucker überstreut. Oder als herzhafte Variante mit dunkeln Backwaren, Mich/Ei-Mischung, etwas Käse und sonst alle Reste die der Kühlschrank hergibt.

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    • Maximilian Knap

      An die erinnere ich mich auch noch, müssen wir unbedingt mal wieder machen. Danke für den Tipp!

    • Das ist das beste, was man aus alten Brot und in Scheiben geschnittene Brötchen machen kann. Erspart den sauteuren Kuchen für den Sonntag Nachmittag

  3. Ich mache es immer so, dass ich das Brot ordentlich mit Wasser befeuchte (ich halte es kurz unters fließende Wasser) und backe es dann ca. 5 min. im Minibackofen auf. So wird es innen wieder weich und saftig und außen schön knusprig.

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    • Falsch, denn dadurch erhöhst du die ohnehin von aussen angesaugte Flüssigkeit und dein Brot ist danach geeignet Wände einzuschmeissen

  4. Sternchen0903

    Ehrlich gesagt, ich habe es nicht geglaubt. Ich dachte, es sei ein Tip, der wie viele andere, die so im Netz kursieren, klappen soll, es aber nicht tut. Brötchen befeuchten und aufbacken, kenne ich schon lange, das Ergebnis ist nicht immer toll bzw. hält es nicht lange und das Gebäck wird kurz später steinhart. Um so mehr war ich erfreut, dass mein „gedampftes“ Brot wieder wie frisch gebacken geschmeckt hat und die Feuchtigkeit ein paar Tage gehalten hat.

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    • Maximilian Knap

      Toll, dass es für dich so gut funktioniert :-) die Befeuchtungsmethode funktioniert recht gut bei kleineren Brötchen, aber bei halben bis ganzen Broten versagt sie kläglich, dazu braucht es schon die Koch-Methode mit viel Dampf ;-)

  5. iknowiknowiknow

    Oder Knödel draus machen. Oder Semmelbrösel -> Schnitzel

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  6. So heute war das alte Roggenmischbrot aus dem Backrahmen dran :-) ist super geworden
    Dann ist mir noch ein Tipp eingefallen: Steinaltes Weißbrot in Milch oder Wasser einweichen, auspressen und vermantscht mit Hackfleisch mit Zwiebeln, Salz Pfeffer, Knoblauch, Majoran und Ei zu Fleischpflanzerl / Frikadellen formen, ausbraten. Fertig! Tipp mit Wasser werden sie noch lockerer.

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  7. Uschi Kruse

    Darf ich bitte das Rezept bekommen ?ich hier aus dem Norden kenne das Rezept nicht.

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  8. Sandra Lehmeier

    Hallo ihr lieben… hier ist meine Geschichte…

    Fast genau vor einen Jahr habe ich mit 63 kg Körpergewicht (bei 160cm Größe)
    meine Höchstgrenze und Seelisch meinen tiefsten tief punkt erreicht.
    Hatte sehr starke Körperliche Probleme die waren… Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, einschlafen der Hände und Arme, Kopfschmerzen, sehr starkes Sodbrennen, schlapp und müde, Lustlosigkeit und fühlte mich einfach nicht mehr wohl in meinem Körper.

    Doch dann bin ich auf die Stoffwechselkur gestoßen und habe in 42 Tagen 12Kg abgenommen und mir geht es jetzt wieder viel besser.
    Ich bin wie ein kleiner DURACEL Hase, voller Energie und meine Körperlichen und Seelischen Beschwerden sind wie weggeblasen.

    Auf diesen weg möchte ich Euch sagen, wagt auch ihr diesen Schritt wie ich und auch schon viele andere in gewagt haben.

    Liebe Grüße Sandra Lehmeier

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    • Bei 160cm und 63 kg gibt’s keine deiner genannten Symptome.Die sind dann eher psychischer Natur. Wie wäre es, bei diversen Dingen, einfach nein zu sagen. anstatt seine Ernährung vollständig umzustellen? Mal etwas auf dem Teller, der doch wohl hoffentlich ausgewogen gefüllt ist, etwas liegen zu lassen. Und nu wiegst 51 kg. Passt jetzt wieder in Kleidergrösse 38 und meinst es liegt an der Stoffwechselkur. Naja, jedem das Seine

  9. Anita Kremser

    überhaupt als einfrauhaushalt hab ich immer das problem mit lebensmitteln hab leider auch keinen gefrierfach in meinem kühlschrank. diese großpackungen sind auch billiger,, aber da schmeiss ich im endeffekt dann auch geld weg.

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  10. Anita Kremser

    aufbacken tu ich auch bevor ichs weghhau nur wirds innerhalb weniger minuten wirds dann wieder hart. werd mal den tip mit dem küchentuch oder den dampf probieren

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  11. Elvira Speck

    Ich hebe es für Semmeln Knödel auf

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  12. Katrin Held

    unsere hühner mögen eingeweichtes altes brot und legen brav super eier :-)

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  13. Juliane Hain

    Wir haben Hasen und Schafe-die finden trockenes altes Brot lecker…

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  14. Bei uns wird meistens das draus: Weißbrotwürfel in der Pfanne mit wenig Fett anbrutzeln und zum Salat oder in die Suppe geben. Auflauf von Tomaten-Mozzarella-Weißbrot (senkrecht geschichtet) mit Olivenöl und Oregano, Bruscetta oder gebratene Semmelknödelschreiben mit oder ohne Speck. Bei dunklem Brot kneife ich immer. Werde da dann mal Euren Tipp anwenden.

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  15. Gibt ja auch die guten alten Semmelknödel :)

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  16. Maximilian Knap

    Erika van Gorkom Gern :-)

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  17. Erika van Gorkom

    Maximilian Knap schreib, ob es geschmeckt hat – ist ein richtig gutes Winteressen

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  18. Maximilian Knap

    Tolles Rezept, danke für den Tipp! Wird probiert :-)

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  19. Erika van Gorkom

    Aufgeschmolzene Brotsuppe: Brot in dünne Scheiben schneiden, zusammen mit Zwiebeln in einer Pfanne knusprig rösten, in die Suppe geben, Grünzeug drüber – lecker

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    • Schwabe?? Die machen ja auch Eierpfannkuchen ohne Zucker, damit sie diese am nächsten Tag in die Suppe hauen können

  20. Manuela Dietrich

    Altes Brot wird bei mir nicht weggeworfen. Ich mach aus Brot und Brötchen Paniermehl.

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    • Das habe ich aufgegeben, da Brot und Brötchen Heute vom Bäcker schneller schimmeln als sie trocken werden. Da kauf ich doch lieber 1 kg Paniermehl zu 90Cent

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