Ingwerkekse backen: Rezept für weiche Plätzchen mit sanftem Spice
Wenn die kühle Jahreszeit beginnt, sorgt der Duft von frisch gebackenen Plätzchen für Gemütlichkeit. Statt klassische Butterkekse oder Schoko-Cookies zu backen, probiere doch auch einmal saftig-aromatische Ingwerkekse! Sie überzeugen durch einfache, natürliche Zutaten und verbinden die sanfte Schärfe der gesunden Knolle mit der karamelligen Süße von Rohrohrzucker und Apfelkraut.
Rezept für Ingwerkekse
Schwierigkeit: Einfach24
Portionen110
kcal20
MinutenDie typisch weiche Konsistenz dieser Ingwerkekse entsteht durch das Zusammenspiel von Zucker und zähflüssigem Sirup. Da Originalrezepte meist sehr süß sind, lässt sich der Zuckergehalt hier problemlos nach Geschmack reduzieren. Auch die Menge des Ingwers lässt sich anpassen. Für die richtige Bindung und eine tiefe Geschmacksnote sorgt regionales Apfelkraut statt Zuckerrohrmelasse.
Zutaten
280 g Mehl (Weizenmehl Type 405 oder Dinkelmehl Type 630)
160 g weiche Butter (oder pflanzliche Margarine für eine vegane Variante)
80–100 g Rohrohrzucker
80 g Apfelkraut (alternativ heimischer Zuckerrübensirup)
1 Ei oder eine passende Ei-Alternative (z. B. 1 EL geschrotete Leinsamen und 3 EL Wasser)
1 bis 2 TL Ingwerpulver oder 1–2 EL frisch geriebener Ingwer
1 TL Natron
1 TL gemahlener Zimt
½ TL gemahlene Nelken
1 Prise Salz
Zubereitung
- Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei Backbleche mit einer Dauerbackfolie auslegen oder leicht einfetten.
- Bio-Ingwer mitsamt der Schale gründlich waschen und auf einer Küchenreibe sehr fein zu Mus reiben. Konventionellen Ingwer schälen und dann ebenso verfahren.
- Mehl, Natron, Zimt, Nelkenpulver und das Salz in einer Schüssel gleichmäßig vermengen.
- Weiche Butter zusammen mit dem Rohrohrzucker in einer separaten Schüssel schaumig rühren.
- Ei (oder den Leinsamen-Ei-Ersatz), das Apfelkraut und den geriebenen Ingwer zur Butter-Zucker-Masse geben und zu einer glatten Creme verrühren.
- Mehl-Gewürz-Mischung schrittweise dazugeben und nur so lange unterheben, bis ein gleichmäßiger, formbarer Teig entsteht.
- Aus dem Teig walnussgroße Kugeln formen. Optional Teigkugeln in Rohrohrzucker wälzen, sodass sie leicht gezuckert sind.
- Die Kugeln mit ausreichend Abstand zueinander auf die vorbereiteten Backbleche setzen, da der Teig durch das Natron beim Backen auseinanderläuft.
- Im vorgeheizten Ofen 8 bis 10 Minuten backen, bis die Ränder leicht gebräunt sind.
- Die Bleche aus dem Ofen nehmen, die Kekse fünf Minuten auf dem heißen Blech ruhen und anschließend auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
Tipp
- Wenn bei der Zubereitung von Ingwersaft, Ingwersirup oder einem Ginger Bug Ingwertrester übrig bleibt, kannst du diesen statt frischen Ingwer verwenden.
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Haltbarkeit und Lagerung
Damit die Ingwerkekse lange saftig und weich bleiben, empfiehlt sich die Aufbewahrung in einer luftdichten Blechdose. Sollte das Gebäck nach einigen Tagen doch etwas fester werden, einfach ein kleines Stück Bio-Apfelschale mit in die Dose legen, um die nötige Feuchtigkeit zurückzugeben (die Schale alle zwei Tage erneuern).
Warum Apfelkraut die beste Wahl ist
Für Ingwerkekse wird ein dickflüssiger, dunkler Sirup benötigt, damit der Teig nicht zerläuft und die Plätzchen ihre charakteristische Farbe erhalten. Apfelkraut ist hierfür die ideale heimische Zutat: Das zähe Kraut bringt genau die richtige Konsistenz mit und verleiht dem Gebäck eine angenehm fruchtige Tiefe, die hervorragend mit der Ingwerschärfe harmoniert.
Tipp: Du findest Apfelkraut in gut sortierten Supermärkten (bei den Marmeladen) oder auch online.
Frischer Ingwer oder Gewürzpulver?
Beides lässt sich verwenden. Während getrocknetes Ingwerpulver dem Gebäck eine gleichmäßige Schärfe verleiht, bringt frischer Ingwer zusätzlich eine spritzig-fruchtige Note in den Teig. Um das Pulver durch die frische Wurzel zu ersetzen, einen Teelöffel Ingwerpulver durch etwa einen Esslöffel fein geriebenen Ingwer austauschen.
Ingwerkekse variieren
Das Grundrezept ist wandlungsfähig und lädt zum Experimentieren ein. Je nachdem, was der Vorratsschrank gerade hergibt oder welche Geschmacksrichtung du bevorzugst, lässt sich der Teig mit wenigen Handgriffen abwandeln. So entstehen immer wieder neue Geschmacksvarianten:
- Ingwer-Zitrone: Den feinen Abrieb eines Viertels einer Bio-Zitrone direkt mit in die Mehlmischung geben, um die spritzige Note des frischen Ingwers zu unterstreichen.
- Kandierter Ingwer: Zusätzlich 15 g feingehackten kandierten Ingwer unter den Teig heben für mehr Biss und eine Extraportion aromatische Schärfe.
- Schoko-Ingwer: 15 g feingehackte Zartbitterschokolade (mindestens 70 % Kakaoanteil) unterrühren. Das herbe Schokoladenaroma harmoniert ideal mit der Wärme der Gewürze.
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