Kombifutter für Groß und Klein: Was können Babys von der Familienkost mitessen?

Für Babys unter einem Jahr selbst zu kochen, bedeutet meist jede Menge zusätzliche Arbeit. Dabei kann es so einfach sein mit der richtigen Familienkost: Kombifutter für alle!
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In gängigen Beikostplänen liest man meist die Empfehlung, Kinder spätestens um den ersten Geburtstag herum an die Familienkost zu gewöhnen. Doch solange für das Baby immer extra etwas zubereitet werden muss, bedeutet das auf Dauer jede Menge zusätzliche Arbeit in der Küche. Dabei kann es so einfach sein: Mit “Kombifutter-Rezepten” fürs Baby und die ganze Familie!

Geeignete und ungeeignete Familienkost

Je nach Entwicklung zeigen Babys etwa zwischen dem fünften und dem siebten Lebensmonat Interesse am Essen der Erwachsenen. Mit Einführung der sogenannten Beikost – also Mahlzeiten, die neben den Milchmahlzeiten gegeben werden – stehen plötzlich Obst, Gemüse, Getreide und eventuell Fleisch auf dem Speiseplan.

Dabei wird schon längst nicht mehr nur Brei empfohlen, sondern auch breifreie Kost, genannt Baby led weaning, mit der das Kind spielerisch und im eigenen Tempo passende Obst- und Gemüsesorten und später auch Getreidesnacks entdecken kann. Alles eigentlich Lebensmittel, die die ganze Familie sowieso schon isst!

Aber es gibt einige Lebensmittel, die nicht ganz ungefährlich sind für das Baby:

  • zu viel Salz kann Babys Nieren belasten
  • kleine, unzerkleinerte Lebensmittel wie Erbsen, Mais, Nüsse, Trauben, Rosinen bergen eine Verschluckungsgefahr
  • Salat oder nur grob zerkleinerte Kräuter können am Gaumen hängen bleiben
  • Zucker oder Zuckerzusätze wie Glukose, Fruktose, Maltodextrin, aber auch unverdünnte Fruchtsäfte sind unnötige Fruchtzuckerbomben für Kinder
  • rohe tierische Produkte wie Rohmilchkäse, rohe Eier, roher Fisch oder rohes Fleisch bergen eine lebensbedrohliche Salmonellen- und Bakteriengefahr
  • Honig bringt die Gefahr des Säuglingsbotulismus, ausgelöst durch Bakterien
  • Alkohol, Koffein, Teein sind für Baby ebenfalls tabu

Nur weil das Baby diese Lebensmittel besser noch nicht vorgesetzt bekommt, heißt das nicht, dass die ganze Familie darauf verzichten muss. Sie werden einfach extra gereicht und können von jeder oder jedem individuell hinzugefügt werden. Goldene Regel für die Familienkost: Gewürzt (insbesondere gesalzen) wird erst auf dem Teller.

Für Babys unter einem Jahr selbst zu kochen, bedeutet meist jede Menge zusätzliche Arbeit. Dabei kann es so einfach sein mit der richtigen Familienkost: Kombifutter für alle!

Familienkost-Rezepte für den Beikoststart (5.-7. Monat)

Die Beikost dient am Anfang vor allem dem Entdecken verschiedener Lebensmittel und des eigenen Geschmackssinns. Dafür ist es völlig ausreichend, einige wenige Gemüsehappen zu reichen, die sowieso Bestandteil des Familienessens sind. Als Nachtisch kann eine kleine Portion weiches Obst wie Birne, Banane oder je nach Saison Erdbeeren oder auch andere Beeren gegeben werden, um mit deren Vitamin C eine optimale Eisenaufnahme zu gewährleisten.

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Die Gemüsehappen für Babys lassen sich wie folgt zubereiten:

  1. Gemüse in gut zu greifende Stücke schneiden und mit wenig Wasser bei mittlerer Hitze dampfgaren, bis es eine Festigkeit erreicht hat, bei der man es gerade am Gaumen zerdrücken kann.
  2. Etwas beiseite tun für das Baby. Das Gemüse kann jetzt einfach mit einer Gabel zerdrückt, einem Teelöffel hochwertigem Rapsöl vermischt (für die Aufnahme fettlöslicher Vitamine) und vom Nachwuchs gelöffelt werden. Oder das Baby bekommt je nach Entwicklung die Gemüsehappen direkt gereicht und kann versuchen, sie selbst mit den Händen zum Mund zu führen.
  3. Mit dem Rest des Gemüses wird das Familienessen zubereitet: eine leckere Pastasoße zum Beispiel oder One-Pot-Pasta, Gemüsesuppe, lauwarme Salate auf Getreidebasis, Brotaufstriche oder was auch immer dir einfällt. Hier findest du unsere liebsten Familienkost-Rezepte für den Beikoststart.

Tipp: Aus dem Kochwasser des Gemüses lässt sich mithilfe einer Mehlschwitze hervorragend eine helle Sauce zubereiten.

Für Babys unter einem Jahr selbst zu kochen, bedeutet meist jede Menge zusätzliche Arbeit. Dabei kann es so einfach sein mit der richtigen Familienkost: Kombifutter für alle!

Wenn du das Gemüse für das Baby und das Familienessen zeitgleich zubereiten beziehungsweise schon am Vortag vorbereiten möchtest, mach dir einfach folgende Idee zunutze: Die Babyreste von heute sind die Grundlage des Familienessens für morgen!

Während die großen Geschwister beispielsweise den Tisch mit den am Vortag zubereiteten Speisen decken, kannst du in der Küche das Babygemüse garen und die Gemüsesauce, den Brotaufstrich, die Suppe oder den Salat als Grundlage für das Familienessen morgen vorbereiten.

Familienkost-Rezepte ab dem 8. Monat

Nach einem geglückten Beikoststart und je nachdem, wie gut die Hand-Mund-Koordination deines Kindes schon ausgereift ist, können um den achten Lebensmonat herum auch Brot, Nudeln, Reis oder anderes weich gekochtes Getreide auf dem Speiseplan stehen.

Um die Auswahl an Lebensmitteln zum Frühstück, zum Mittagessen, zum Abendbrot und auch zu kleinen Zwischenmahlzeiten der ganzen Familie zugänglich zu machen, ist ein wenig Kreativität gefragt. Weiche und wenig gewürzte Kost, die sich gut häppchengerecht anbieten lässt, ist dabei von Vorteil. Hier findest du unsere liebsten Familienkost-Rezepte für Familien mit einem Baby ab 8 Monaten.

Falls du noch auf der Suche nach mehr Rezepten für die breifreie Babyernährung bist, sind folgende Bücher sicher interessant für dich:

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Welches Gemüse mag dein Baby am liebsten, und wie bereitest du es zu? Teile deine Erfahrungen gern in einem Kommentar unter dem Beitrag!

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2 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Schöne Zusammenfassung. Doch eine Anmerkung zu Baby led weaning.
    Damit ist nicht breifrei gemeint. Es bedeutet, dass das Kind selbst entscheidet, wann es wie viel der angebotenen Nahrung zu sich nimmt bzw. Wie schnell oder langsam es von reiner milchnahrung zu „erwachsenenkost“ übergeht.
    Ob das nahrungsangebot in Form von Fingerfood oder als Brei angeboten wird, ist dabei unerheblich. Sogar füttern ist im Rahmen von blw möglich, vorausgesetzt, die Signale des Kindes, ob es einen weiteren Löffel will oder nicht, werden ernstgenommen und ohne „Überredungsversuche“ akzeptiert.
    Manche Kinder möchten sogar gefüttert werden, weil ihr Bedürfnis nach neuer Nahrung den motorischen Fähigkeiten diese aufzunehmen vorangeht. Und das muss dem Angebot von Fingerfood, mit der Möglichkeit, neue Texturen von Nahrung zu erkunden, ja nicht im Wege stehen.

    Antworten
    • smarticular.net

      Damit hast du Recht, und genau das ist mit „auch breifreie Kost“ im Beitrag gemeint: die Abkehr von dem Glauben, dass Babys neben der Muttermilch nur Brei zu sich nehmen sollten.
      Liebe Grüße

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