Estragon-Senf selber machen: Würzig-frisch und ohne Zusätze
Senf gehört in (fast) jede Küche, doch industrielle Varianten enthalten oft unnötige Zusätze. Ein selbstgemachter Estragon-Senf bietet im Vergleich zu klassischem Tafelsenf eine besondere aromatische Tiefe. Denn die feine, anisartige Kräuternote des Estragons harmoniert perfekt mit der Schärfe der Senfsaat und veredelt zahlreiche Gerichte auf raffinierte Weise.
Rezept für Estragon-Senf
Schwierigkeit: Einfach30
Portionen5
Minuten20
kcalFür deinen selbstgemachten Estragon-Senf benötigst du nur wenige Basiszutaten, von denen du die meisten wahrschenlich schon im Vorratsschrank hast. Die Schärfe und die Intensität der Kräuter kannst du nach deinem persönlichen Geschmack variieren – durch die Auswahl des Senfmehls und die Menge des Estragons. Die Verwendung von fertigem Senfmehl macht die Herstellung besonders unkompliziert und garantiert eine feine, gleichmäßige Textur.
Zutaten
100 g Senfmehl (gelbes Senfmehl für milden, braunes für scharfen Senf oder eine Mischung)
80 ml Apfelessig (oder ein milder Kräuteressig)
60 ml Wasser
1-2 EL Honig oder Agavendicksaft
1 TL Salz
1-2 TL getrockneter Estragon (fein zerrieben)
Optional: Eine Prise Kurkumapulver für eine kräftigere gelbe Farbe
Zubereitung
- Flüssigkeiten mischen: Vermische den Essig, das Wasser, den Honig und das Salz in einer Schüssel, bis sich Salz und Süßungsmittel vollständig aufgelöst haben.
- Senfbasis anrühren: Gib das Senfmehl und den getrockneten Estragon zur Flüssigkeit. Rühre alles gründlich mit einem Schneebesen oder Löffel durch, bis eine homogene, glatte Masse ohne Klümpchen entsteht.
- Quellen lassen: Lass den Senf für ca. 4 bis 12 Stunden bei Zimmertemperatur in der Schüssel quellen. Dabei dickt die Masse deutlich nach. Sollte der Senf danach zu fest sein, rühre einfach tröpfchenweise noch etwas Wasser oder Essig unter.
- Reifen lassen: Fülle den Estragon-Senf in ein sauberes, sterilisiertes Schraubglas. Im Kühlschrank sollte er nun mindestens zwei bis drei Tage ziehen. Wichtig: Frisch angerührter Senf schmeckt oft sehr scharf oder leicht bitter. Die Aromen harmonisieren sich erst während der Reifezeit.
Lagerung und Haltbarkeit
Damit dein Senf lange aromatisch bleibt, bewahre ihn nach der ersten Reifezeit am besten immer kühl und dunkel im Kühlschrank auf. In einem sterilisierten, fest verschlossenen Glas ist der selbstgemachte Senf etwa drei bis sechs Monate haltbar. Achte zur Vermeidung von Verunreinigungen auf eine gute Hygiene. Und nutze für die Entnahme stets einen sauberen Löffel. Beachte, dass Senf mit der Zeit ganz natürlich an Schärfe verliert. Falls er dir zu mild wird, kannst du beim nächsten Mal einfach den Anteil an braunem Senfmehl erhöhen.
Wozu passt Estragon-Senf?
Dieser Senf ist die perfekte Ergänzung für helle Saucen, verfeinert Vinaigrettes und passt hervorragend zu Käseplatten oder Grillgemüse. Durch die Kombination aus Senföl und den ätherischen Ölen des Estragons wirkt er zudem verdauungsfördernd.
Tipp: Estragon kannst du wunderbar im Garten selber anbauen. Erfahre in einem eigenen Beitrag, wo sich das Kraut in einer Kräutermischkultur am wohlsten fühlt.
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Hast du schon einmal Estragon-Senf oder einen anderen Kräutersenf selber gemacht? Berichte uns in einem Kommentar davon!
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