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Eisenpfanne richtig einbrennen – für eine ungiftige, haltbare Antihaftbeschichtung
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Eine Eisenpfanne kann durch Einbrennen mit einer natürlichen und lange haltbaren Antihaftbeschichtung ausgestattet werden - viel besser als die gesundheitsschädliche Teflonpfanne!

Es gibt viele gute Gründe, eine Eisenpfanne (Guss- oder auch Schmiedeeisen) statt einer kurzlebigen Teflonpfanne zu verwenden. Sie ist langlebig, nahezu unverwüstlich und unterstützt sogar bei der Eisenversorgung.

Um die Antihafteigenschaften der unbeschichteten Eisenpfanne so zu verbessern, dass sie auch in diesem Punkt der teflonbeschichteten Pfanne nahekommt, kann sie direkt nach dem Kauf oder nach Bedarf immer mal wieder in ihrem langen Leben eingebrannt werden. Dafür wird die Pfanne mehrfach eingeölt und stark erhitzt. Das verbrannte Öl hinterlässt eine harte, glatte Schicht, die das Anhaften von Bratgut und gleichzeitig auch Rostbefall verhindert.

Am besten wird die so genannte Patina im Backofen hergestellt, aber auch auf dem Herd ist das Einbrennen möglich.

Eisenpfanne im Backofen einbrennen

Das Einbrennen einer Eisenpfanne, egal ob es sich um ein Modell aus Gusseisen oder eine schmiedeeiserne Pfanne handelt, gelingt im Backofen am besten, denn dabei wird eine besonders gleichmäßige Beschichtung erreicht. Das ist allerdings nur möglich, wenn die gesamte Pfanne aus Eisen besteht oder sich der häufig aus Holz oder Kunststoff bestehende Griff abnehmen lässt. Wenn nicht, kannst du die Pfanne auf dem Herd einbrennen.

Eine Eisenpfanne kann durch Einbrennen mit einer natürlichen und lange haltbaren Antihaftbeschichtung ausgestattet werden - viel besser als die gesundheitsschädliche Teflonpfanne!

Nicht nur Pfannen, auch gusseiserne Töpfe und Woks können durch Einbrennen mit einer Patina versehen werden.

Tipp: Leinöl hat eine optimale Zusammensetzung zum Einbrennen, aber auch andere Pflanzenöle sind geeignet. Gelegentlich wird dazu geraten, zum Einbrennen ein hoch erhitzbares Bratöl zu verwenden. Da das Öl aber verbrennen soll, um eine feste, unlösliche Schicht zu bilden, sind gerade hitzeempfindliche Öle wie Leinöl besser geeignet. Sie führen schneller zum gewünschten Ergebnis. Zum Einbrennen kannst du auch älteres Leinöl verbrauchen.

Eine Eisenpfanne kann durch Einbrennen mit einer natürlichen und lange haltbaren Antihaftbeschichtung ausgestattet werden - viel besser als die gesundheitsschädliche Teflonpfanne!

Bei einer neuen Pfanne kann es notwendig sein, Rückstände eines Korrosionsschutzes zu entfernen, der häufig aufgetragen wird, um das Rosten der Pfanne während des Transports zu verhindern. So gehst du dafür vor:

1. Die Pfanne mit Spülmittel und einem rauen Schwamm gründlich abschrubben oder in die Spülmaschine geben. Rost, der nach der Reinigung in der Spülmaschine eventuell an der Pfanne haftet, ist nur oberflächlich und kann leicht mit einem groben Schwamm abgerieben werden.

2. Vollständig trocknen lassen. Sicherheitshalber kann die Pfanne dafür kurz auf der Herdplatte erhitzt werden.

Dann geht es ans Einbrennen:

1. Etwas Öl in die trockene Pfanne geben und mit einem Tuch oder Pinsel gleichmäßig in und auf der Pfanne verteilen. Den Boden, der mit der Herdplatte in Kontakt kommt, aussparen.

2. Überschüssiges Öl mit Küchenkrepp oder einem trockenen Tuch sorgfältig abwischen. Das in den Poren der Pfanne verbleibende Öl reicht aus, um eine dünne Patina zu bilden.

Eine Eisenpfanne kann durch Einbrennen mit einer natürlichen und lange haltbaren Antihaftbeschichtung ausgestattet werden - viel besser als die gesundheitsschädliche Teflonpfanne!

3. Bei Bedarf die hitzeempfindlichen Teile abnehmen und die Pfanne in den kalten Backofen stellen.

4. Auf 250 °C erhitzen und ab Erreichen der Temperatur etwa eine Stunde lang einbrennen lassen.

5. Ausschalten und die Pfanne im Ofen auskühlen lassen.

Eine Eisenpfanne kann durch Einbrennen mit einer natürlichen und lange haltbaren Antihaftbeschichtung ausgestattet werden - viel besser als die gesundheitsschädliche Teflonpfanne!

Das Ergebnis ist eine dunklere, leicht glänzende Pfanne mit einer dünnen Patina. Um eine möglichst robuste und lange haltbare Beschichtung zu erhalten, kann der Einbrennvorgang mehrere Male (bis zu sechsmal) wiederholt werden. Eine aus mehreren dünnen Schichten aufgebaute Patina ist außerdem gleichmäßiger als eine dicke Ölschicht, die zudem häufig eine klebrige Oberfläche hinterlässt. Eine Auffrischung durch erneutes Einbrennen ist möglich.

Eine Eisenpfanne kann durch Einbrennen mit einer natürlichen und lange haltbaren Antihaftbeschichtung ausgestattet werden - viel besser als die gesundheitsschädliche Teflonpfanne!

Eisenpfanne auf dem Herd einbrennen

Wenn die Behandlung im Backofen nicht möglich ist, kann die Antihaftbeschichtung auch auf dem Herd hergestellt werden. Bei dieser Methode empfiehlt es sich, vorhandene Rauchmelder abzuschalten, die Fenster zu öffnen und die Dunstabzugshaube einzuschalten, da das Öl beim Erhitzen stark qualmt.

So wird’s gemacht:

  1. Ebenso wie bei der Backofenmethode bei einer neuen Pfanne einen eventuellen Korrosionsschutz entfernen.
  2. Die Innenseite der Pfanne einölen und mit Küchenkrepp oder einem Tuch auswischen.
  3. Die Pfanne auf eine Herdplatte stellen, die etwas größer oder im Idealfall genauso groß ist. Eine kleinere Herdplatte ist nicht empfehlenswert, da sonst die Gefahr besteht, dass sich die Pfanne durch ungleichmäßiges Erhitzen verzieht.
  4. Die Pfanne langsam, am besten stufenweise, bis zur höchsten Stufe erhitzen. Wenn das Öl beginnt zu rauchen, einige Minuten warten, dann ausschalten und die Pfanne auf der Platte auskühlen lassen.
  5. Einölen und Einbrennen bis zu sechsmal wiederholen, um eine robuste Patina zu erhalten.

Hinweis: Auf einem Gasherd ist ein langsames und gleichmäßiges Erhitzen der Pfanne schwierig, zudem könnte sich das hoch erhitzte Öl durch die Flammen entzünden. Daher ist das Einbrennen auf dem Gasherd nicht zu empfehlen.

Eisenpfannen im Alltag pflegen

Die Beschichtung verbessert sich in den ersten Wochen des Gebrauchs durch wiederholtes Erhitzen und weitere Fettzugabe noch weiter. Um den Vorgang zu unterstützen, ist es empfehlenswert, zunächst etwas mehr Öl zum Braten als gewohnt zu verwenden.

Zur Reinigung reicht es normalerweise völlig aus, die Pfanne nach der Benutzung nur mit Küchenkrepp auszuwischen. Sollten doch mal Essensreste anhaften, kann die Pfanne mit Salz und einer halbierten rohen Kartoffel abgerieben werden. Alternativ mit warmem Wasser einweichen und Reste mit einem Pfannenwender aus Holz entfernen.

Eine Eisenpfanne kann durch Einbrennen mit einer natürlichen und lange haltbaren Antihaftbeschichtung ausgestattet werden - viel besser als die gesundheitsschädliche Teflonpfanne!

Hin und wieder kann das Innere der Pfanne zur Pflege mit etwas Öl eingerieben werden.

Bei guter Pflege ist die eingebrannte Pfanne fast ewig haltbar. Wenn die Patina irgendwann doch beschädigt oder abgenutzt sein sollte, lässt sie sich genauso wie beim ersten Mal wieder neu herstellen. Ungleichmäßig abgenutzte Stellen am besten vorher mit einem rauen Schwamm oder einer Drahtbürste etwas angleichen.

Anregungen dafür, was du in deiner Pfanne alles zubereiten kannst, findest du in unserem Buchtipp:

Verwendest du auch eine Guss- oder Schmiedepfanne? Wie pflegst du sie, damit sie lange hält? Wir freuen uns über deinen Kommentar!

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