Cold Cream selber machen – der bewährte Schutz für trockene Haut

Cold Cream selber machen: Das bereits seit dem Altertum bewährte Rezept mit Bienenwachs ist ganz einfach und pflegt trockene und beanspruchte Haut.

Cold Cream ist keine neue Idee aus den USA, sondern wurde bereits im Altertum entwickelt. Die fettreiche Schutzcreme pflegt trockene und raue Haut mit nur drei natürlichen Bestandteilen. Statt eine zutatenreiche Hautpflege unter diesem Namen in der Drogerie zu kaufen, lässt sich eine einfache Cold Cream selber machen – ohne Verpackungsmüll und unnötige Inhaltsstoffe.

Cold Cream selber machen

Bereits im zweiten Jahrhundert mischte der griechische Arzt Galenos eine pflegende Creme aus Bienenwachs, Olivenöl, Wasser und Rosenextrakt. Durch das enthaltene Bienenwachs entmischt sich die relativ feste Creme nicht, sodass keine Emulgatoren notwendig sind.

Der englische Name rührt von dem kühlen Gefühl her, das die wasserhaltige Creme auf der Haut hinterlässt. Da die Mischung zugleich sehr fettreich ist, pflegt sie die Haut auch bei kalten Temperaturen. Der Name passt also gleich doppelt!

Für eine kleine Menge der klassischen Cold Cream brauchst du nur:

Tipp: Die Wirkstoffe der Rose sorgen in diesem Rezept nicht nur für angenehmen Duft, sondern wirken auch beruhigend und entzündungshemmend auf die Haut.

Um aus den Zutaten eine Cold Cream selber zu machen, benötigst du außerdem ein Schraubglas oder einen Glastiegel mit etwa 100 Milliliter Fassungsvermögen, einen kleinen Becher und einen Stab-Milchschäumer.

Tipp: Damit die Hautpflegecreme nicht vorzeitig verdirbt, empfiehlt es sich, vor der Zubereitung Gefäße und Werkzeuge zu desinfizieren.

So wird die Cold Cream zubereitet:

  1. Öl und Bienenwachs in das Glasgefäß geben, das Rosenwasser in den Becher.
  2. Beide Gefäße im Wasserbad vorsichtig erhitzen, bis das Wachs geschmolzen ist, anschließend aus dem Wasserbad nehmen.
    Cold Cream selber machen: Das bereits seit dem Altertum bewährte Rezept mit Bienenwachs ist ganz einfach und pflegt trockene und beanspruchte Haut.
  3. Das Rosenwasser unter Rühren mit dem Milchschäumer nach und nach zum Wachs-Öl-Gemisch geben. Dann hin und wieder kurz rühren, bis die Masse erkaltet und eine feste Konsistenz entsteht.

Die Creme am besten im Kühlschrank aufbewahren. Dort hält sie sich einige Wochen lang, ohne Kühlung nur etwa eine Woche.

Tipp: Das in der Zutatenliste empfohlene Rosenwasser ist mit Alkohol konserviert, der die Haltbarkeit unterstützt. Wenn du beispielsweise selbst hergestelltes Rosenwasser oder alternativ ein Hydrolat oder Wasser verwendest, ist die Haltbarkeit wahrscheinlich kürzer als angegeben. Neben Alkohol gibt es jedoch noch weitere Hilfsstoffe, mit denen sich die Cold Cream länger haltbar machen lässt. Ergänze bei der Zubereitung zum Beispiel  Vitamin E, damit das Öl nicht ranzig wird.

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Cold Cream selber machen: Das bereits seit dem Altertum bewährte Rezept mit Bienenwachs ist ganz einfach und pflegt trockene und beanspruchte Haut.

11 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Christina

    Hallo ihr Lieben,
    Ich mache die selbe Cold Cream seit einigen Jahren schon, sie steht oft einige Wochen bis 1-2 Monate bei uns bei ca. 20 Grad im Bad und hält dort problemlos. Ist wirklich eine super einfache super reichhaltige Creme gerade für trockene Haut. Ich gebe oft noch einige Tropfen Teebaum- oder Lavendelöl hinzu (vor allen wenn ich nur normales Wasser nehme) lg

    Antworten
  2. Hallo,
    gibt es eine Erklärung, warum Rosenwasser für dieses Rezept geeignet ist, normales Wasser bzw. destilliertes Wasser jedoch nicht? Kann ich beispielsweise ein selbst hergestelltes Rosmarinhydrolat verwenden?
    Danke und liebe Grüße

    Antworten
    • Hallo Sandra,
      du kannst auch normales oder destilliertes Wasser, nach Wunsch ergänzt um ätherische Öle, sowie Hydrolate für dieses Rezept verwenden. Das Originalrezept wird allerdings mit Rosenwasser zubereitet, das aufgrund seiner beruhigenden und entzündungshemmenden Wirkung besonders gut geeignet ist.
      Liebe Grüße!

    • Hallo Annette,
      danke für deine Antwort.
      Ich hatte Zweifel, weil in einem Kommentar weiter unten folgende Antwort von Smarticular gegeben wurde:

      “Im Prinzip ginge das schon, allerdings ist dann eine zusätzliche Konservierung unerlässlich.”

      Gibt es einen Grund, warum bei Rosenwasser keine zusätzliche Konservierung notwendig ist, bei normalem / destilliertem Wasser aber schon? Oder bezog sich das auf die Verwendung von Kamillentee in dem anderen Kommentar?

      Vielen Dank!

    • Hallo Sandra,
      das im Beitrag verlinkte und andere im Handel erhältliche Rosenwässer sind bereits konserviert, sodass die Haltbarkeit wie angegeben ist. Wenn du Wasser oder ein selbst gemachtes Hydrolat verwendest, ist die Creme nicht so lange haltbar, sodass sich eine Konservierung empfiehlt, es sei denn, du verbrauchst die Creme innerhalb weniger Tage. Wir haben das im Text auch nochmal eindeutiger formuliert.
      Liebe Grüße!

  3. Bei ernsthaft kalten Temperaturen verwendet ihr diese Creme aber bitte nicht! Wasser gefriert dann in/auf der Haut und kann Frostschäden verursachen.

    Antworten
  4. Hallo Jell,
    am besten gibst du 0,5 bis maximal 3 % der Gesamtmenge an Vitamin E hinzu, um das Öl in der Cold Cream länger haltbar zu machen. Das heißt für dieses Rezept etwa 10 bis maximal 50 Tropfen. Das Rosenwasser im Rezept besitzt außerdem bereits eine leicht antibakterielle Wirkung. Mehr zur Konservierung von Pflegeprodukten findest du im verlinkten Beitrag: https://www.smarticular.net/diy-natur-kosmetik-laengere-haltbarkeit/
    Liebe Grüße!

    Antworten
  5. Liebes Smarticular Team, kann ich statt Rosenwasser auch Wasser nehmen und ein paar Tröpfchen ätherisches Öl und wenn ja welches? Oder auch nur Wasser? Dann destilliertes oder geht auch abgekochtes oder Tee ( zum Beispiel Kamille)?
    Liebe Grüße
    Andrea

    Antworten
  6. Wieviel Vitamin E sollte hinzugefügt werden, damit die Creme haltbar wird?

    Antworten

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