Cold Brew: So gelingt der kalt gebrühte Kaffee ohne Maschine, auch auf Vorrat

Für kalt gebrühten Kaffee, auch Cold Brew genannt, braucht es nur Kaffeebohnen und Wasser. Für den vollen Kaffeegeschmack ohne extra Zubehör!

Kalt gebrühter Kaffee? Das klingt erst einmal widersprüchlich! Aber tatsächlich ist es möglich, das Koffein und die Aromen auch aus den Kaffeebohnen zu lösen, ohne sie mit kochendem Wasser zu überbrühen – und das sogar viel schonender und mit einem deutlich bekömmlicheren Endprodukt: Cold Brew.

Die kalt gebrühte Kaffeespezialität bietet sich besonders als Grundlage für verschiedenste Eiskaffeevariationen an und ist deswegen vor allem im Sommer beliebt. Wie Cold Brew Coffee ohne spezielles Zubehör hergestellt wird, erfährst du in diesem Beitrag.

Cold Brew selber machen

Cold Brew Coffee lässt sich am besten als Kaffeekonzentrat herstellen, das im Kühlschrank aufbewahrt wird und mehrere Tage hinweg eine köstliche Grundlage für heiße sowie eiskalte Kaffeevariationen bietet. So ist es auch nicht schlimm, dass der kalt gebrühte Kaffee deutlich länger braucht, um zubereitet zu werden, als heiß gebrühter.

Für etwa einen Liter Cold Brew Coffee werden benötigt:

  • 100-200 g Kaffeebohnen
  • 1 L Wasser

Hinweis: 200 Gramm Kaffeebohnen auf einen Liter Wasser ergeben ein Konzentrat. Mit 100 Gramm hergestellt, kann der Cold Brew Coffee auch pur oder auf Eis getrunken werden.

So lässt sich Cold Brew Coffee zubereiten:

  1. Kaffeebohnen etwas gröber als sonst mahlen. Dafür ist nicht zwangsläufig eine Kaffeemühle mit verstellbarem Mahlgrad notwendig, ein handelsüblicher Mixer oder Multizerkleinerer bekommt die Bohnen auch klein.
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  2. Die grob gemahlenen Kaffeebohnen in eine Kanne mit großer Öffnung oder ein ähnliches Gefäß geben und mit kaltem oder maximal zimmerwarmem Wasser aufgießen. Mit einem Löffel kräftig umrühren, abdecken und an einem kühlen Ort oder im Kühlschrank 12 bis 24 Stunden ziehen lassen.
  3. Die gut durchgezogene Kaffeemischung über einen (Mehrweg-)Kaffeefilter, einen (selbst genähten) Nussmilchbeutel oder Ähnliches abgießen und den gefilterten Kaffee auffangen.
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  4. Der selbst hergestellte Cold Brew Coffee kann sofort getrunken werden – zum Beispiel mit Eiswürfeln und einem gesunden Süßungsmittel deiner Wahl – oder in eine ausgekochte Flasche abgefüllt und verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Wurden 200 Gramm Kaffeebohnen verwendet, ist ein Konzentrat entstanden, das im Verhältnis 1:2 mit heißem oder kaltem Wasser aufgegossen einen starken beziehungsweise im Verhältnis 1:3 aufgegossen ein mildes Kaffeegetränk ergibt.
    Für kalt gebrühten Kaffee, auch Cold Brew genannt, braucht es nur Kaffeebohnen und Wasser. Für den vollen Kaffeegeschmack ohne extra Zubehör!

Selbst hergestellter Cold Brew Coffee hält sich im Kühlschrank bis zu zwei Wochen. Gieße ihn zum Beispiel mit selbst gemachter Mandelmilch auf, serviere ihn mit einem  Klecks (Kokos-)Sahne oder genieße gleich ein paar Mandelplätzchen aus Mandeltrester dazu, die sich aus den Resten der Mandelmilchherstellung zubereiten lassen.

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Die Vorteile von Cold Brew Coffee

Wenn die Zubereitung und vor allem die Dauer der Zubereitung auf den ersten Blick auch etwas ungewöhnlich erscheinen mag, so hat Cold Brew Coffee doch eine ganze Menge nicht von der Hand zu weisende Vorteile.

Kalt statt heiß gebrühten Kaffee zu trinken, lohnt sich unter anderem, weil:

  • … er weniger Säure- und Bitterstoffe enthält, aber dennoch den vollen Kaffeegeschmack mitbringt. Manche sagen, er sei sogar deutlich aromatischer als heiß gebrühter Kaffee.
  • … er gerade für Menschen mit einem empfindlichen Magen eine bekömmliche Alternative bietet. Mit “Cold-Brew-Kaffee” kann Sodbrennen vorgebeugt werden.
  • … er auch ohne eine besondere Maschine und, wenn man möchte, sogar ganz ohne Elektroenergie hergestellt werden kann. Gerade auf Reisen ist das ein besonderer Pluspunkt.
  • … er bereits kalt ist und deshalb eine perfekte Grundlage für Eiskaffee an heißen Tagen bietet, ohne erst abkühlen zu müssen.
  • … er im Gegensatz zu kaltem Kaffee (im klassischen Sinne), bei dem durch Oxidation die enthaltenen Kaffeeöle schnell ranzig werden, nicht schal schmeckt.
  • … er lange haltbar und somit auf Vorrat herstellbar ist. Wer regelmäßig Kaffee trinkt, profitiert sicher davon, immer etwas Cold Brew im Kühlschrank zu haben. Sobald sich dein Vorrat im Kühlschrank dem Ende zuneigt, kann quasi über Nacht ein neuer Cold Brew hergestellt werden. So ist es auch nicht schlimm, dass die Herstellung so lang dauert.
  • … er kann mit Eis serviert oder heiß, also mit heißem Wasser aufgegossen, getrunken werden. Die Möglichkeiten zum Mixen von Kaffeegetränken sind besonders vielseitig.

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Welche Kaffeemischgetränke hast du schon ausprobiert? Wir freuen uns über lauter delikate Rezeptideen in den Kommentaren unter dem Beitrag!

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8 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Kann ich für die Herstellung auch gleich gemahlenen Kaffee nehmen? Warum muss ich frische Bohnen nehmen und warum dürfen diese nicht so fein gemahlen werden?

    Antworten
    • Hallo orfe1975,

      frisch gemahlener Kaffee ist einfach aromatischer. Kommen gemahlene Kaffeebohnen in Kontakt mit Sauerstoff, werden sie ranzig. Beim Heißbrühen verliert sich dieser leicht ranzige Geschmack wieder, beim Kaltbrühen aber nicht. Deswegen sind frisch gemahlene Bohnen die bessere Wahl.

      Der Mahlgrad entscheidet darüber, wie gut die Inhaltsstoffe gelöst werden. Sind die Kaffeebohnen zu fein gemahlen, verdichtet sich das Pulver am Grund des Gefäßes, in dem der Cold Brew Coffee zubereitet wird, und der Kaffee wird zu schwach.

      Eventuell ließe sich dieses Problem beheben, indem du frisch geöffneten gemahlenen Kaffee verwendest und du beim Ziehenlassen von Zeit zu Zeit umrührst, um die verdichtete Kaffeeschicht am Boden aufzulockern.

      Viel Erfolg beim Ausprobieren!

      Liebe Grüße
      Lisa

  2. MartinEbenhoeh
    MartinEbenhoeh

    stimmt es, dass man aus der gleichen Menge Bohnen bei dieser Methode weniger aus den Bohnen rausholt, als heißgebrüht?
    Wäre ev. gut zu wissen, wenn man sich das von der Energiebilanz her anschauen möchte , also mehr Bohnen (Anbau, Transport) mit null Energie bei der Zubereitung vs weniger Bohnen, die dafür heißes Wasser brauchen.

    Antworten
    • Christian Ott

      Hi MartinEbenhoeh,
      die Menge der Bohnen ist Geschmackssache. Als Dosierempfehlung für heiß gebrühten Kaffee habe ich auf die Schnelle 6-8g pro 100ml gefunden, bzw. 60-80g pro Liter.
      Dieser Artikel hier schreibt, dass bei 100g Kaffeebohnen ein starkes und bei 66g Kaffeebohnen ein mildes Getränk erreicht wird. Ich denke, hierbei nimmt sich die Art der Zubereitung nicht so viel.

      Eine Anmerkung noch: Wenn es um die aufputschende Funktion von Koffein geht:
      Je nachdem, wie lange du den Cold Brew Ansatz stehen lässt, wird sich mehr Koffein lösen.

      Liebe Grüße

    • Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Üblicherweise malen wir für 1 Liter Kaffee in unserer Frenchpress ungefähr 35g Bohnen (und der Kaffee wird schon stark).
      Ich habe jetzt Mal einen Cold Brew mit 100g auf 1 Liter angesetzt und bin gespannt wie stark dieser wird und ob ich das Ergebnis eventuell noch strecken kann. Wenn nicht, dann lohnt sich dieses Verfahren leider nicht für uns, denn knapp das dreifache an Kaffee zu verbrauchen sehe ich nicht ganz ein, sowohl ökologisch als auch ökonomisch.

  3. Ich habe frisch gemahlene Bohnen eines guten Marken-Kaffees 100% Arabica genommen. Ich bin platt, schmeckt erstens wie Espresso und zweitens wesentlich intensiver als gebrühter, gekühlter Kaffee. Super Tipp!
    Vielen Dank
    Gruß
    Volker

    Antworten
  4. Ist vielleicht eine doofe Frage: Kann ich auch Espresso-Kaffeebohnen nehmen?

    Antworten

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