Backofen reinigen mit Hausmitteln – selbst bei hartnäckigen Verschmutzungen

Den Backofen zu reinigen mit Hausmitteln, ist selbst bei hartnäckigen Verkrustungen möglich. Hier erfährst du, welche sich eignen und wie sie angewendet werden.

Statt bei eingebrannten Essensresten zu einem aggressiven Backofenspray aus der Drogerie zu greifen, lassen sich selbst hartnäckige Verkrustungen im Backofen mit Hausmitteln reinigen. Das spart Verpackungsmüll und schont Umwelt und Geldbeutel gleichermaßen.

Backofen reinigen mit Natron

Eingebrannten Rückständen im Backofen kann man gleich mit mehreren Hausmitteln zu Leibe rücken. Besonders bewährt hat sich das vielseitige und preiswerte Natron in Kombination mit herkömmlichem Speisesalz. 

Benötigte Materialien:

Den Backofen zu reinigen mit Hausmitteln, ist selbst bei hartnäckigen Verkrustungen möglich. Hier erfährst du, welche sich eignen und wie sie angewendet werden.

Benötigte Zeit (mit eventuell zusätzlicher Einweichzeit): 40 Minuten.

So gehst du vor, um den Backofen mit Natron zu reinigen:

  1. Alle beweglichen Teile entfernen

    Zuerst alle losen Teile wie Grillrost, Backbleche und Co. aus dem Ofen herausnehmen sowie Krümel und andere grobe Verschmutzungen entfernen.

  2. Reinigungspaste herstellen

    Aus Natron, Salz und Wasser eine Paste herstellen und diese mit einem Tuch, einem Pinsel oder einer alten Zahnbürste auf die verschmutzten Stellen im Ofen auftragen. Dabei Heizstäbe und ggf. die Ofenrückwand aussparen, falls diese wie beim Umluftofen Öffnungen hat oder aus einem ungeeigneten Material besteht.Den Backofen zu reinigen mit Hausmitteln, ist selbst bei hartnäckigen Verkrustungen möglich. Hier erfährst du, welche sich eignen und wie sie angewendet werden.
    Tipp: Für eine bessere Haftung an den Seitenwänden sorgt zum Beispiel etwas Toilettenpapier, das mit der Paste getränkt und anschließend an die Seiten geklebt wird.

  3. Reinigungspaste einwirken lassen

    Die Backofentür schließen, damit die Paste nicht so schnell austrocknet, und das Gemisch für mindestens 30 Minuten, bei starken Verkrustungen auch länger, einwirken lassen. Um die Reinigungswirkung noch zu verstärken, den Backofen dabei auf 100 bis 120 °C (Umluft) aufheizen und abschalten, sobald die Paste trocken ist.

    Wichtig: Den Ofen währenddessen nicht unbeobachtet lassen, falls Toilettenpapier wie beschrieben verwendet wurde, denn das trocknende Papier könnte unter Umständen Feuer fangen!

  4. Verschmutzungen entfernen

    Den Ofen ggf. etwas abkühlen lassen und dann den Backofeninnenraum mit einem feuchten Tuch auswischen, bis Paste und Schmutz vollständig entfernt sind. Bei der Methode mit Wärme, zuerst die groben Reste zum Beispiel mit einem Kehrbesen entfernen und anschließend mit einem feuchten Tuch nachwischen.Den Backofen zu reinigen mit Hausmitteln, ist selbst bei hartnäckigen Verkrustungen möglich. Hier erfährst du, welche sich eignen und wie sie angewendet werden.
    Tipp: Mit einem selbst gemachten Backofenreiniger mit Natron, der sich auch auf Vorrat herstellen lässt, hast du eine wirkungsvolle Alternative zu aggressiven Produkten aus dem Handel schnell parat.

Weitere Hausmittel zur Backofen-Reinigung

Neben Natron eignen sich einige weitere Hausmittel, um den Innenraum des Backofens wieder zum Strahlen zu bringen.

Backofen reinigen mit Backpulver

Häufig findet man den Tipp, aus Backpulver und Wasser eine Paste anzurühren, diese auf die verkrusteten Stellen aufzutragen und für mindestens eine halbe Stunde einwirken zu lassen. Weil die Hauptzutat von Backpulver Natron ist, lassen sich mit dem preiswerteren Natron wie oben beschrieben ebenso gute Ergebnisse erzielen.

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Backofen reinigen mit Essig

Als umweltfreundlicher Helfer im Haushalt ist Essig ähnlich vielseitig wie Natron. Leichte Verkrustungen im Backofeninnenraum lassen sich mit Essig bzw. einem Teil Essigessenz und einem Teil Wasser entfernen.

Dazu den Essig bzw. die Essigessenz-Wasser-Mischung in eine hitzebeständige Schüssel oder Auflaufform geben und diese auf den Backofenboden oder auf ein eingeschobenes Backrost stellen. Den Backofen auf 100 bis 120 °C (Umluft) aufheizen und angeschaltet lassen, bis das Gemisch verdampft ist. Den Innenraum anschließend etwas abkühlen lassen und mit einem feuchten Tuch gründlich auswischen.

Den Backofen zu reinigen mit Hausmitteln, ist selbst bei hartnäckigen Verkrustungen möglich. Hier erfährst du, welche sich eignen und wie sie angewendet werden.

Backofen reinigen mit Zitronensäure

Auch Zitronensäure löst leichte und mittelschwere Verkrustungen auf Backofenboden und Wänden zuverlässig. Dazu den Saft von zwei Zitronen in eine ofenfeste Schüssel geben und etwa die gleiche Menge Wasser hinzufügen.

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Die Schüssel mit Zitronensaft auf den Backofenboden oder in der Mitte des Ofens auf ein Ofengitter stellen. Den Backofen auf 100 bis 120°C (Umluft) aufheizen und angeschaltet lassen, bis das Zitronenwasser vollständig verdampft ist. Sobald der Ofen nur noch warm ist, die gelösten Rückstände mit einem Lappen entfernen.

Backofen reinigen mit Soda

Soda ist ein einfaches Reinigungsmittel mit starker Wirkung, das du unter anderem auch für die Backofenreinigung verwenden kannst. Gib dazu einen Teelöffel Waschsoda in einen Viertelliter heißes Wasser und trage die Sodalösung auf die verschmutzten Stellen des Backofens auf. Lasse die Mischung für mindestens eine halbe Stunde einwirken und wische anschließend mit einem feuchten Lappen nach.

Backofenfenster reinigen

Auch auf dem Backofenfenster sammeln sich oft hartnäckige Rückstände an, die sich nicht einfach wegwischen lassen. Sie können ebenfalls mit der oben beschriebenen Natronpaste entfernt werden. Alternativ eignen sich ein Ceranfeldschaber, ein (selbst gemachtes) Scheuerpulver oder Holzasche, zum Beispiel vom Kamin oder Kachelofen, um das Backofenglas von Verunreinigungen zu befreien.

Ein effektives Scheuermittel kannst du mit nur drei einfachen Hausmitteln schnell und für wenig Geld selber herstellen! Das Rezept ist genial einfach.

Backofen sauber halten im Alltag

Ein paar einfache Maßnahmen im Alltag machen aufwändige Reinigungsaktionen überflüssig: Ausreichend große Back- und Auflaufformen sorgen dafür, dass nichts überläuft. Ein zusätzliches Backblech in der untersten Schiene oder eine hitzebeständige Ofeneinlage schützen ebenfalls und können für eine leichte Reinigung herausgenommen werden. 

Wenn grober Schmutz nach jedem Backvorgang entfernt wird, brennt er gar nicht erst so stark ein. Bei einer Neuanschaffung reduziert ein Gerät mit PerfectClean-Oberfläche oder Pyrolyse-Funktion den Reinigungsaufwand.

Wie du mit wenigen Hausmitteln (fast) eine ganze Drogerie ersetzen kannst, erfährst du in unseren Büchern:

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Mit welchen Hausmitteln hast du bei der Backofen-Reinigung die besten Ergebnisse erzielt? Wir freuen uns auf deine Erfahrungen in einem Kommentar!

Mehr nützliche Tipps und leckere Rezepte gibt es hier zu entdecken:

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5 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Danke für die Tipps. Allerdings: Habt ihr euch schon mal damit beschäftigt, wie viel Energie so eine Pyrolyse-Reinigung benötigt? Nachhaltigkeit geht anders – warum wird hier so ein Backofen empfohlen?

    Antworten
    • Hallo Inga, Pyrolyse wird als eine Möglichkeit unter mehreren genannt. Es stimmt, die Funktion verbraucht vergleichsweise viel Strom. Selten angewandt und wenn Ökostrom genutzt wird, ist sie aber immer noch die bessere Alternative als ein Backofenreiniger mit umweltschädlichen Inhaltsstoffen. Liebe Grüße Sylvia

  2. HOTTITOTTI

    ist ja gut und recht. ich habe das problem nicht so intensiv, da ich einen pyrolythischen backofen habe. ich verwende *das krematorium* allerdings sparsam, weil es stromintensiv ist, und reinige kleine verunreinigungen kurz nach dem backvorgang.
    was mich aber dringend interessiert: wie reinigt man ebenso einfach die verchromten teile??? – welche man vor dem pyrolyse-vorgang herausnehmen muss. diese teile, die ekligen gitterstäbe sind unerhört aufwändig zu reinigen, viel aufwändiger als ein simpler backofen.
    und es ärgert mich, dass im neuen backofen noch viel mehr solche teile zu entfernen sind. einmal mehr musste ich feststellen, dass backofen-designer noch nie selber einen solchen geputzt haben. sonst hätten sie nicht neuerdings noch mehr hürden eingebaut…
    es ist offensichtlich, dass nicht technisch bessere lösungen getroffen wurden, sondern definitiv auf die herstellungskosten gedrückt wurden, um die preisspanne zu erhöhen…
    so, nun bin ich kurzfristig meinen frust losgeworden.
    aber ich möchte wirklich wissen, ob mir jemand tipps bringt, wie ich die verchromten gitter bis in die ecken einfacher putzen kann – ohne meine fingernägel zu ruinieren und an meinen händen schwimmhäute entstehen zu lassen…
    besten dank im voraus für jegliche putz-unterstützung!

    Antworten
    • Hallo für Backofengitter, Spüle, Waschbecken u. ä. benutze ich den weißen “Stein”. Eine Art feste Scheuer-/Poliermasse. Auch unter “Eurocleaner” oder glaube ich Wiener Stein bekannt. Hat einen Gewissem Abperleffekt muss man hinterher nur trocken bis feucht abwischen, sonst bleibt ein weißer Belag.

    • Petraenfrance
      Petraenfrance

      Ich benutze immer einen „Stahlschwamm“, heißt auch „Edelstahl-Topfreiniger“. Die Dinger sind wirkungsvoll und leben ewig.
      LG

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