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Was reift wann – regionales Obst und Gemüse im März
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März – dieser Monatsname klingt wie Musik in unseren Ohren: Der März ist astronomisch gesehen der erste Frühlingsmonat, der Monat, in dem uns die ersten Boten des Frühlings anlachen, Weidenkätzchen und Schneeglöckchen, Primeln und Krokusse. Sie alle stecken ihre Köpfchen der Sonne entgegen und kündigen uns das Erwachen der Natur an. Da freuen wir uns natürlich auch auf so manche frische, grüne Pflanzen, die unseren winterlichen Speiseplan ein wenig auflockern und uns frische Vitamine bescheren.

Allerdings müssen wir auf die im Herbst ausgesäten oder gepflanzten Sorten noch ein wenig warten, dafür belohnt uns aber die Natur mit frei wachsenden Delikatessen, die wir jetzt überall in freiem Feld sammeln und uns schmecken lassen können.

Regionales Gemüse im März

Auch wenn die Strahlen der Sonne schon das Erdreich erwärmen und die ersten Blüten ihre Köpfe gen Himmel recken, Erträge aus der regionalen Landwirtschaft sind noch nicht sehr üppig. Auch im März überwiegt Wintergemüse und Kost aus dem Gewächshaus.

Genieße noch einmal das vortreffliche Rosenkohl-Rezept aus unserem Dezember Beitrag oder knabbere an diesen Grünkohlchips. Darüber hinaus sind Wirsing, Sellerie, Poree, Pastinaken, Schwarzwurzeln und Champignons regional erhältlich.

Aus Gewächshäusern gibt es vielleicht schon den ersten Kohlrabi, Radieschen und Tomaten.

Die Natur sprießt, aber die regionale Ausbeute an Gemüse und Obst ist noch sehr überschaubar. Finde heraus, was du trotzdem regional und saisonal findest.
von Pen Waggener [CC-BY-2.0]
Besonders jung und frisch sind Spinat und Feldsalat aus dem Freiland erhältlich, so wie auch das erste Grün von Zwiebeln, Knoblauch und Schnittlauch.

Viele Kräuter sind auch leicht auf der Fensterbank anzubauen und beginnen mit den längeren Tagen wieder verstärkt zu wachsen. Hier findest du wichtige Gründe, warum du gerade der Petersilie etwas mehr Beachtung schenken und sie vielleicht sogar daheim anbauen solltest.

Regionales Obst im März

Leider gibt es im März noch keine frischen regionalen Obsstsorten, daher müssen wir immer noch auf das Obst aus dem Wintervorrat und die importierten Südfrüchte zurückgreifen.

Die Natur sprießt, aber die regionale Ausbeute an Gemüse und Obst ist noch sehr überschaubar. Finde heraus, was du trotzdem regional und saisonal findest.
von woodleywonderworks [CC-BY-2.0]

Vitamine aus der Natur

Einen Mangel an frischen Vitaminen kannst du aber vielleicht durch ein paar wilde Schätze aus der Natur kompensieren. Um diese Jahreszeit finden sich viele kleine Vitalstoffquellen, wie zum Beispiel Ahornkeimlinge, Bärlauch, Scharbockskraut und Huflattich.

Mehr zu den Wildpflanzen im März findest du in diesem Beitrag. Besonders interessant sind die bald stark wachsenden, jungen Birkenblätter!

Der Bärlauch ist ein Renner unter dem frischen Grün im März. Du kannst ihn zu dieser Jahreszeit an vielen Stellen in der Natur sammeln. Dabei solltest du nur Zweierlei beachten:

  1. Niemals in der Nähe von Straßen pflücken, weil sich Auto-Abgase in den ersten zarten Blättern absetzen
  2. Beim Sammeln sehr vorsichtig sein, damit du ihn nicht mit den giftigen Blättern der Maiglöckchen, Herbstzeitlosen oder des Aronstabs verwechselst! Es gibt aber zum Glück eine sehr sichere Methode, um das zu vermeiden. Reibe die Blätter zwischen den Fingern und wenn sie leicht nach Zwiebeln oder Knoblauch riechen, dann hast du den Bärlauch vor dir. Beachte aber, dass die Finger nach kurzer Zeit den Knoblauchgeruch annehmen und dieses Unterscheidungsmerkmal nicht mehr ganz so zuverlässig ist. Nutze die zuerst gesammelten Pflanzen, um andere Pflanzen zu vergleichen und zu identifizieren.

Hast du dich je gefragt, warum er Bärlauch heißt? Ganz einfach, wenn die Bären aus ihrem Winterschlaf erwachen und wieder Kräfte sammeln müssen, finden sie in den Wäldern diesen Lauch als erste frische Pflanzen, die sie verspeisen können. Und was für die Bären gut ist, kann auch für uns wertvoll sein.

Der Bärlauch ist die erste Pflanze für eine reinigende Frühjahrskur. Seine Heilkraft ist dem Knoblauch fast gleichzusetzen, er enthält viel Vitamin C, bindet in sich Gifte und Fette aus dem Blut, den Venen, Darm und Magen und leitet sie aus dem Körper. Für eine solche Kur ist die frische Pflanze am besten geeignet. Du kannst mit Bärlauch Salate, Suppen, Pesto oder Brotaufstriche mit frischem Käse zubereiten.

Hier ist mein Lieblings-Rezept für ein leckeres Bärlauchpesto. Dafür benötigst du:

  • 100 g Bärlauch
  • 30 ml Olivenöl
  • 20 g Parmesan
  • 20 g geriebene Nüsse, Mandeln oder Pinienkerne
  • Salz und Pfeffer
Alles mit dem Stabmixer zu einer dicken Paste mixen und dann auf Spaghetti, in Suppen oder Saucen oder einfach auf eine Scheibe Brot geben.

Ein weiteres Elixier ist die Bärlauchtinktur. Fülle eine Flasche bis oben mit kleingeschnittenen Bärlauchblättern und gib 40-prozentigen Wodka oder auch Korn hinzu. Lasse die Tinktur drei Wochen an einem sonnigen Ort reifen.

Anschließend kannst du sie durchseihen und in dunkle Flaschen abfüllen. Mit dieser Tinktur, die besonders für ältere Menschen empfehlenswert ist, kannst du deinen ganzen Organismus regenerieren und vielen Krankheiten wie zum Beispiel hohem Blutdruck und Darmbeschwerden vorbeugen. Viermal täglich werden dazu zehn bis fünfzehn Tropfen der Tinktur mit Wasser eingenommen.

Viele weitere Informationen und Anregungen zum Bärlauch findest du hier.

Mit Bärlauch zauberst du leckere und gesunde Gerichte. Gesammelt oder selbst angebaut, ist Bärlauch eine günstige Zugabe zu deinen Speisen.

Noch eine höchst gesunde, wohlschmeckende und kostenlose Frühlingspflanze ist die Brennnessel. Die heilenden Eigenschaften dieser Pflanze kann man gar nicht alle aufzählen. Unter anderem beschert sie uns die folgenden Heilwirkungen:

  • dient zur Blutreinigung
  • stärkt die Bauchspeicheldrüse
  • senkt den Blutzucker
  • hilft bei Blasenentzündungen
  • stimuliert den Darm
  • hilft bei allgemeiner Müdigkeit und Eisenmangel

Schon aus dieser Liste siehst du, dass auch die Brennnessel für eine reinigende Frühjahrskur wie geschaffen ist. Das Rezept ist einfach. Übergieße einen Löffel voll Brennnesselblätter mit einer Tasse kochendem Wasser, lasse sie fünf Minuten lang ziehen und trinke diesen Tee in kleinen Schlucken. Diese Kur kannst du zwei- bis dreimal am Tag für ungefähr drei Wochen anwenden, danach fühlt sich dein Körper fast wie neu geboren.

Mehr Informationen und Rezepte zur Brennnessel findest du in diesem Beitrag.

Ärgerst du dich über wild wuchernde Brennnesseln in deinem Garten? Mach was nützliches draus: Natürlichen Dünger für deine Pflanzen. Wir zeigen dir wie!
von Ben Oswald [CC-BY-2.0]
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