Quittengelee selber machen – feiner Genuss aus drei Zutaten
Unter den vielfältigen Quitten-Rezepten gehört Quittengelee zu den besonders feinen Genüssen. Denn es wird aus dem gefilterten Fruchtsaft der süß-aromatischen Herbsfrüchte hergestellt. Als Aufstrich passt es zu Brötchen, Hefegebäck und Croissants. Es schmeckt aber auch zu Käse oder als süße Ergänzung zu herzhaften Gerichten – zum Beispiel als Alternative zu eingekochten Preiselbeeren.
Rezept für Quittengelee
Schwierigkeit: Einfach30
Portionen1
Stunde20
Minuten48
kcal9
Stunden20
MinutenDa Quitten bereits vergleichweise viel Pektin enthalten, lässt sich ein Quittengelee auch ohne Gelierzucker herstellen. Das natürliche Geliermittel steckt vor allem in den Kerngehäusen. Deshalb werden diese im ersten Schritt der Zubereitung mitverarbeiten. Die Zutaten ergeben etwa 500-600 g Quittengelee.
Zutaten
1 kg Quitten
270 g Zucker
1-2 EL Zitronensaft
Zubereitung
- Quittensaft herstellen
- Quitten vierteln, die Kerngehäuse herausschneiden und die Kerne aus den Gehäusen entfernen. Durchgeschnittene Kerne wegwerfen, unverletzte Kerne aufheben für das dritte Rezept in diesem Beitrag.
- Das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden. Die Kerngehäuse, in denen das meiste Pektin enthalten ist, in einen kochfesten Nussmilchbeutel oder ein Stück anderen Naturstoff einschnüren und zu den Würfeln geben.
- Die Quittenwürfel mit den verschnürten Kerngehäusen in einem Topf knapp mit Wasser bedecken und etwa 45 Minuten lang kochen, bis das Fruchtfleisch weich ist. Die Hitze abschalten und den Topf mit dem gesamten Inhalt ein paar Stunden stehen lassen – am besten über Nacht. So haben Pektin und Aromastoffe mehr Zeit, in die Flüssigkeit überzugehen.
- Den Saft abseihen, dabei das Fruchtfleisch nur sanft ausdrücken, damit die Flüssigkeit klar bleibt. Das Päckchen mit den Kerngehäusen entfernen. (Wirf das Fruchtfleisch nicht weg, du kannst es im nächsten Rezept noch weiterverarbeiten!)
- Quittengelee zubereiten
- Den Quittensaft zusammen mit Zucker und Zitronensaft in einem Topf zum Kochen bringen und etwa 20 Minuten leicht köcheln lassen. Eine Gelierprobe zeigt, ob das Gelee schon fest genug ist: Einen Tropfen der Flüssigkeit auf einen kalten Teller geben und abkühlen lassen. Wird der Tropfen fest, ist das Gelee genug eingekocht.
- Das heiße Gelee in sterilisierte Schraubgläser abfüllen und diese sofort schließen.
Tipp
- Statt des Gelees lässt sich auch ganz einfach eine Quittenmarmelade zubereiten. In diesem Rezept wird das Fruchtfleisch nicht herausgefiltert, sondern nach dem Kochen fein püriert.
Fertig ist das köstliche Gelee, das sich bei sauberer Arbeitsweise mindestens bis zur nächsten Quittensaison hält. Verwende es zum Beispiel auch, um in der Adventszeit köstlich-zarte Linzer Plätzchen zu füllen.
Tipp: Aus der Kochflüssigkeit wird Quittensaft statt Gelee, wenn du sie mit etwa der Hälfte des im Rezept angegebenen Zuckers und ohne Zitronensaft kurz aufkochst und in saubere Flaschen abfüllst.
Aus dem übrig bleibenden Fruchtfleisch kannst du nun gleich noch Quittenbrot herstellen.
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Wozu genießt du Quittengelee am liebsten? Hinterlasse uns einen Kommentar unter dem Beitrag!
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