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All diese Dinge sind zu wertvoll für die Tonne!
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Wohin mit dem Müll? Mit diesen Tipps kannst du noch mehr Produkte und Materialien als bisher einer sinnvollen Verwertung zuführen.

Auch wenn immer mehr Menschen durch verpackungsfreies Einkaufen oder einen minimalistischen Lebensstil der Wegwerfgesellschaft den Rücken zukehren, landen nach wie vor beträchliche Mengen wertvoller Ressourcen im Restmüll und enden in der Verbrennungsanlage. Zwar wird die bei der Müllverbrennung freiwerdende Energie immerhin noch zur Stromerzeugung genutzt. Jedoch könnten die wertvollen Ressourcen weit sinnvoller genutzt werden, als sie einfach nur zu verbrennen, und die dabei entstehenden giftigen Abgase und Restschlacken sind auch wenig umweltfreundlich und müssen aufwändig gefiltert oder deponiert werden. Deshalb macht es Sinn, möglichst viele Produkte und Materialien einer wirklich sinnvollen Verwertung zuzuführen. Die folgenden Tipps und Adressen helfen dabei, deine Restmülltonne (fast) überflüssig zu machen!

Wertvolle Ressource statt Müll!

Zero-Waste-Pioniere wie Bea Johnson oder Shia Su machen es vor: Ihr Restmüll eines gesamten Jahres passt in ein Einmachglas. Um das zu schaffen, bedarf es einer Strategie, die Abfall gar nicht erst entstehen lässt, zum einen durch Reduzierung des Konsums und die Nutzung von Mehrweg- statt Einweg-Produkten. Zum anderen durch einen veränderten Umgang mit überflüssig gewordenen Dingen, die sich häufiger als man denkt noch einer sinnvollen Wieder- bzw. Weiterverwendung zuführen lassen, statt wertvolle Ressourcen in der Müllverbrennung zu vergeuden.

Deshalb überlege ich inzwischen bei jedem Gegenstand, ob ihn vielleicht noch jemand anderes gebrauchen könnte und lege ihn im Zweifel lieber in eine Givebox, statt ihn wegzuwerfen. Auch viele vermeintlich schlecht recycelbaren Abfälle können wiederverwertet und sogar für einen guten Zweck eingesetzt werden.

Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung führt dich von der Idee bis zum dauerhaften Betrieb einer “Givebox” zum kostenlosen Tauschen, Schenken und Teilen.

Korken als Rohstoff

In Familien mit Kindern werden Korken vielleicht noch zum Basteln weiter verwendet. Viel zu oft enden sie aber in der Abfalltonne. Dabei ist Kork ein besonders vielseitiges und leicht recycelbares Naturmaterial und deshalb viel zu schade für den Müll. Ausgediente Korkverschlüsse lassen sich zu einem umweltfreundlichen Granulat verarbeiten, das als ökologisches Dämmmaterial beim Hausbau Verwendung findet.

Die Initiatoren der KORKKampagne haben sich deshalb zum Ziel gesetzt, einen wachsenden Teil der 1,2 Milliarden Flaschenkorken, die jährlich allein in Deutschland anfallen, zu sammeln und zu recyceln. Über eine Suchfunktion auf der Projektseite findest du eine Sammelstelle in deiner Stadt.

Wohin mit dem Müll? Mit diesen Tipps kannst du noch mehr Produkte und Materialien als bisher einer sinnvollen Verwertung zuführen.

Leere Druckerpatronen und alte Handys

Leere Druckerpatronen landen aus Unwissen oder Bequemlichkeit allzu häufig im Restmüll, dabei sind die Hersteller verpflichtet, ihre ausgedienten Produkte zu recyceln. Auf den Webseiten der Firmen finden Verbraucher deshalb entsprechende Rücksendeetiketten, so dass für sie keinerlei Kosten entstehen.

Mit den leeren Patronen noch etwas Gutes tun kannst du mit dem Recycling-Projekt Der Sammeldrache. Die Initiative der Alba Group belohnt Kindergärten und Schulen für das Sammeln leerer Druckerpatronen und alter Handys mit Punkten, die gegen Buntstifte, Bücher oder Spielgeräte eingetauscht werden können.

Alte Schuhe

Während alte Kinderkleidung in der Verwandtschaft oder auf Flohmärkten in aller Regel noch einen dankbaren Abnehmer findet, sieht das bei gebrauchten Schuhen meist anders aus. Auch wenn sie eigentlich noch tragbar wären, landen sie aus Mangel an Alternativen häufig ebenfalls im Restmüll.

Das Sammelprojekt SHUUZ nimmt gut erhaltene Schuhe ab einer Menge von fünf Kilogramm entgegen und kümmert sich um die sinnvolle Weiterverwertung. Im Gegenzug erhalten die Spender einen Geldbetrag, den sie an eine Bildungseinrichtung weiterleiten können.

Wohin mit dem Müll? Mit diesen Tipps kannst du noch mehr Produkte und Materialien als bisher einer sinnvollen Verwertung zuführen.

Alte Kleidung

Dass alte Kleidung nicht in den Müll gehört, dürfte inzwischen jedem bekannt sein. Wenn du einige Dinge beachtest, ist sie in der Altkleidersammlung sehr viel besser aufgehoben. Falls du ganz genau wissen möchtest, was mit deiner Spende passiert und wem sie zugute kommt, kannst du dich zudem über die Möglichkeiten für lokale Spenden in deiner Umgebung informieren.

Tipp: Nicht mehr tragbare Kleidung und Stoffreste müssen ebenfalls nicht in die Tonne. In diesem Beitrag findest du zahlreiche Ideen, wie du alte Stoffe sinnvoll weiter verwerten kannst.

Wohin mit dem Müll? Mit diesen Tipps kannst du noch mehr Produkte und Materialien als bisher einer sinnvollen Verwertung zuführen.

Kerzenreste

Wer kennt sie nicht, die halb abgebrannten Kerzen von Geburtstagsfeiern oder dem alljährlichen Adventskranz? Statt sie wegzuwerfen, kannst du Wachsreste entweder selbst noch einmal verwerten oder an die Kerzenmanufaktur SinnLicht spenden. Dort werden sie recycelt und zu neuen Kerzen gegossen. Als Dank für die Spende geht ein Euro pro verkaufter Kerze an eine gemeinnützige Einrichtung.

Kaputte Elektrogeräte

Seit Juli 2016 sind Elektronikhändler gesetzlich verpflichtet, alte und defekte Geräte zurückzunehmen. Auf diese Weise sollen möglichst viele Produkte recycelt werden. Wer sich den Weg zum Ladengeschäft sparen möchte, kann sich über die Website der Deutschen Post ein Versandetikett herunterladen und ausdrucken. Damit lassen sich alte Handys, Computerteile, leere Druckerpatronen und anderer kleiner Elektroschrott bequem und kostenlos über den nächsten Briefkasten ins Recyclingsystem zurückführen.

Tipp: Nicht alle defekten Elektrogeräte müssen ersetzt werden. Repair-Cafés helfen dir dabei, Geräte selbst zu reparieren und neben Abfall auch noch jede Menge Geld für die Neuanschaffung zu sparen.

Wechselnde Recyclingprogramme von TerraCycle

Das Unternehmen TerraCycle wurde 2001 in den USA von einem Studenten gegründet und sammelt und verwertet inzwischen weltweit große Mengen schwer recycelbaren Abfalls. Dafür initiiert TerraCycle wechselnde Recyclingprogramme und führt die gesammelten Materialien einer sinnvollen Weiternutzung zu. So wurden in der Vergangenheit unter anderem Zigarettenstummel, Deodosen und Kaffeekapseln aufbereitet und zu neuen Produkten verarbeitet. Zum Zeitpunkt meiner Recherche können zum Beispiel an Stränden angeschwemmtes Hartplastik, leere Quetschie-Beutel (die du übrigens auch leicht durch Mehrwegbeutel ersetzen kannst) und alte Stifte kostenlos an TerraCycle abgegeben werden.

Wohin mit dem Müll? Mit diesen Tipps kannst du noch mehr Produkte und Materialien als bisher einer sinnvollen Verwertung zuführen.

Wer mitmachen möchte, findet aktuelle Informationen auf der Website von TerraCycle und kann sich dort für die Teilnahme registrieren. Weil sich die Sammlung aber erst bei größeren Mengen lohnt, richtet sich das Projekt primär an Firmen und andere größere Einrichtungen. Als zusätzlichen Anreiz erhalten fleißige Sammler Punkte, die sie gegen eine Spende für eine gemeinnützige Institution einlösen können. Vielleicht lässt sich ja die Schule deines Kindes oder dein Arbeitgeber von einer Teilnahme an den TerraCycle-Programmen überzeugen!

Wohin mit dem Müll? Mit diesen Tipps kannst du noch mehr Produkte und Materialien als bisher einer sinnvollen Verwertung zuführen.

Viele weitere Tipps, wie du den Müll in deinem Alltag reduzieren kannst, findest du in unseren Buchtipps:

Wie sorgst du dafür, dass deine Restmülltonne kaum noch geleert werden muss? Wir freuen uns auf weitere Ideen in einem Kommentar unter diesem Beitrag!

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