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5 Wege, um defekte Geräte sinnvoll und kostenlos zu recyceln
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Viele Dinge, die im Hausmüll landen, enthalten giftige Stoffe, aber auch wertvolle Ressourcen. Mit diesen Tipps kannst du dafür sorgen, dass sie bestmöglich weiterverwertet werden.

Wohin mit dem alten Handy oder der defekten elektrischen Zahnbürste? Vor dieser Frage stand wahrscheinlich jeder von uns schon einmal. Häufig werden nicht mehr funktionsfähige Elektrogeräte, leere Batterien oder Leuchtmittel im Restmüll entsorgt, wodurch wertvolle Ressourcen verschwendet und Giftstoffe freigesetzt werden, die unserer Umwelt schaden. Dabei enthalten viele Altgeräte noch wertvolle Stoffe wie Edelmetalle oder Seltene Erden, die mithilfe moderner Recyclingverfahren wiederverwendet werden könnten.

Mit den folgenden Tipps kannst du defekte Geräte einer sinnvollen Wiederverwertung zuführen – das geht meistens sogar kostenlos!

1. Kaputtes kostenlos reparieren lassen

Bevor ein defektes Gerät entsorgt wird, empfiehlt es sich zu prüfen, ob es nicht doch noch repariert werden kann. Bei Geräten, für die es keine Reparaturwerkstätten gibt oder eine kommerzielle Reparatur zu teuer wäre, kann ein Repair Café in deiner Umgebung die richtige Anlaufstelle sein. Ehrenamtliche Helfer mit Spaß am Reparieren arbeiten dort gemeinsam daran, vielen Dingen des Alltags zu neuem Leben zu verhelfen.

Viele Dinge, die im Hausmüll landen, enthalten giftige Stoffe, aber auch wertvolle Ressourcen. Mit diesen Tipps kannst du dafür sorgen, dass sie bestmöglich weiterverwertet werden.

2. Kostenloses Recycling mit der Post

Wenn sich ein Gegenstand nicht mehr reparieren lässt, muss er noch lange nicht in die Restmülltonne – in immer mehr Fällen darf er das auch gar nicht. Denn das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) schreibt vor, dass Elektronikgeräte so entsorgt werden müssen, dass möglichst viele Stoffe recycelt werden.

Was viele nicht wissen: Kleingeräte mit bis zu einem Kilogramm Gewicht, die in einen Maxibrief passen, können per Post kostenlos an das Recyclingzentrum gesendet werden.

Einfach die Electronic-Versandmarke herunterladen, ausdrucken, aufkleben und die Sendung in den nächsten Postkasten werfen. Das funktioniert in der Stadt genauso wie auf dem Land, wo es meist weniger Angebote für sinnvolles Recycling gibt, und kostet dich gerade mal einen Briefumschlag.

Viele Dinge, die im Hausmüll landen, enthalten giftige Stoffe, aber auch wertvolle Ressourcen. Mit diesen Tipps kannst du dafür sorgen, dass sie bestmöglich weiterverwertet werden.

Vom defekten Kopfhörer über Kabel, Festplatte bis hin zur Elektrozahnbürste können zahlreiche Dinge auf diesem Weg recycelt werden. Hier findest du eine Liste der Gegenstände, die angenommen werden.

3. Händler (auch online) sind zur Rücknahme verpflichtet

Um die Recyclingquote zu erhöhen und wertvolle Rohstoffe für die Weiterverwendung zurückzugewinnen, sind stationäre Händler und Online-Shops mit einer Verkaufsfläche bzw. Lager- und Versandfläche von mindestens 400 Quadratmetern gesetzlich dazu verpflichtet, Altgeräte kostenlos zurückzunehmen und fachgerecht zu verwerten.

Viele Dinge, die im Hausmüll landen, enthalten giftige Stoffe, aber auch wertvolle Ressourcen. Mit diesen Tipps kannst du dafür sorgen, dass sie bestmöglich weiterverwertet werden.

Dabei wird zwischen kleinen Haushaltsgegenständen und großen technischen Geräten unterschieden: Kleingeräte, die an keiner Seite länger sind als 25 Zentimeter, dürfen in haushaltsüblichen Mengen einfach beim nächsten Händler abgegeben werden. Größere Altgeräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke oder Fernseher können beim Neukauf eines typgleichen Geräts direkt ausgetauscht werden, damit der Handel es dem fachgerechten Recycling zuführt.

Auch Online-Händler sind zur Rücknahme alter Geräte verpflichtet, allerdings können sie selbst festlegen, auf welche Weise sie Altgeräte entgegennehmen, zum Beispiel durch die Einrichtung stationärer Rücknahmestellen oder auf dem Postweg.

4. Sammelstellen für Problemstoffe

Nicht nur Elektrogeräte müssen vom Handel zurückgenommen werden, sondern auch andere Gegenstände, die nicht in die Restmülltonne gehören. Dazu gehören zum Beispiel Batterien, Akkus und Energiesparlampen. In jedem größeren Supermarkt findet man deshalb kostenlose Sammelbehälter. Alternativ kannst du sie auch beim städtischen Wertstoffhof abgeben.

Tipp: Das Unternehmen TerraCycle hat sich auf “das Recyceln des Nicht-Recycelbaren“ spezialisiert und bietet immer wieder unterschiedliche Recycling-Programme kostenlos an. Wer nicht selbst am Programm teilnehmen möchte, findet auf einer Karte Annahmestellen in seiner Stadt – zum Beispiel für leere Quetschiebeutel oder verbrauchte Schreibwaren.

Darüber hinaus kann man kostenpflichtig eine Zero-Waste-Box bestellen, in der so gut wie alles einer fachgerechten Verwertung zugeführt werden kann. So ist es möglich dafür zu sorgen, dass das Einweggeschirr der letzten Party, die alten Schuhe oder leere Shampooflaschen und Cremedosen recycelt werden, statt in der Restmülltonne zu landen.

5. Defekte Geräte an Bastler weitergeben

Manche Dinge funktionieren zwar nicht mehr richtig, könnten aber vom versierten Bastler wieder fit gemacht werden. Wenn es kein Repair-Café in deiner Nähe gibt und du auch sonst keine Möglichkeit hast, einen Gegenstand reparieren zu lassen, lohnt es sich herauszufinden, ob er noch für Bastler interessant sein könnte. Hobbybastler sind immer wieder auf der Suche nach Elektrogeräten, die sie mit Ersatzteilen versorgen, die es neu vielleicht gar nicht mehr gibt. Mit einer kostenlosen Kleinanzeige oder in einer Nachbarschaftsplattform findest du womöglich noch jemanden, der für deinen vermeintlichen Abfall eine sinnvolle Verwendung hat.

Der beste Müll ist allerdings immer noch der, der gar nicht erst entsteht. Wie du Müll vermeiden kannst, erfährst du in unseren Buchtipps:

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