Grüner Punkt: Wofür er steht und Tipps zur Entsorgung

Zwei ineinander verschlungene Pfeile in unterschiedlichen Farben, die zusammen einen Kreis formen – oder auch einfach: Grüner Punkt – ein Zeichen, das in den vergangenen drei Jahrzehnten unzählige Male gedruckt wurde und nach wie vor auf Verpackungen zu finden ist. Doch was bedeutet es eigentlich genau und wie werden die Verpackungen entsorgt?
Grüner Punkt: Dafür steht er – und dafür nicht
Der Grüne Punkt ist ein geschütztes Markenzeichen und wurde 1991 als „Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland Gmbh“ ins Leben gerufen. Seit jenem Jahr sind Industrie und Handel dazu verpflichtet, Verpackungsmüll zur Weiterverwertung zurückzunehmen. Da es für Hersteller eher unpraktisch wäre, ihre Verpackungen einzeln einzusammeln, wurde mit dem Grünen Punkt ein Bindeglied zwischen Hersteller, Industrie und Verbraucher geschaffen, welches diese Aufgabe übernimmt.
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Entsorgung von Verpackungen mit dem Grünen Punkt
Wenn du eine Verpackung mit einem Grünen Punkt in den Händen hältst, bedeutet das für dich somit lediglich, dass diese (restentleert) in der getrennten Abfallsammlung zu entsorgen ist: In der Regel ist der grüne Punkt auf Materialien gekennzeichnet, die entweder für den gelben Sack/die gelbe Tonne, den Altglascontainer oder die Altpapiertonne bestimmt sind.
Da seit 2009 alle Verkaufsverpackungen, die an Endverbraucher gerichtet sind, zur Teilnahme am dualen System (das zweite Entsorgungssystem neben dem öffentlichen System) verpflichtet sind, ist es übrigens kein Muss mehr, den Grünen Punkt auf registrierten Verpackungen anzubringen. Mittlerweile gibt es neben Der Grüne Punkt zudem auch noch weitere Anbieter für diese Dienstleistung.
Müll richtig trennen
Ob nun mit oder ohne Punkt, die richtige Trennung von Abfällen ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Müll recycelt werden kann. Entscheidend für die Wahl der richtigen Tonne ist das Material: Hier findest du eine Übersicht darüber, was bei der Mülltrennung zu beachten ist und was wohin gehört. Du kannst dir auch praktische Schilder ausdrucken und diese an Mülleimer oder -tonne befestigen.
Zusätzlich ist es hilfreich, in den Abfallkalender und -ratgeber deiner Kommune (z.B. online oder übers Bürgeramt) reinzuschauen, da es von Ort zu Ort Unterschiede geben kann.
Tipp: Um die Umwelt zu schützen und gar nicht erst in die Verlegenheit zu kommen, die womöglich falsche “Tonnenentscheidung” zu treffen, ist es ratsam, Abfälle generell zu reduzieren. Ein paar Vorschläge zur Müllvermeidung im Alltag kannst du diesem Beitrag entnehmen.
Weitere Anregungen rund um das Thema Nachhaltigkeit findest du in unseren Büchern:
Wie sehen deine Erfahrungen mit dem Thema Mülltrennung aus? Hinterlasse uns dazu gerne einen Kommentar.
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Danke für die Information.
Unser Müllsystem muss dringend revolutioniert werden.
Wenn der Müll schon getrennt wird, warum ist dann die Recyclingquote nicht besser?
“Betrachtet man ausschließlich die Abfälle, die über den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne gesammelt werden, so werden 27 Prozent der Kunststoffabfälle in Deutschland wertstofflich recycelt.” (Quelle: NaBu)
Lange Jahre haben wir unseren Müll an ärmere Länder abgegeben.
Da liegt der vmtl. heute noch. Überall Müll-Mafia, auch direkt bei uns: Laut der aktuellen Schrot & Korn gibt es in Deutschland eine Masse großer illegaler Mülldeponien.
Müll vermeiden ist immer noch die beste Lösung!
Moin
Eines möcht ich zu den Verpackungen noch sagen.
Die sollten nicht nur leer, sondern auch gereinigt sein.
Wir machen alles sauber, was mit geringen Aufwand geht, der Rest in Restmüll.
Ich habe früher auch viel Folien im WRG in WÜ angeliefert,
die kamen auf den gleichen Haufen, wie die gelben Säcke.
Im Sommer war in dieser Halle immer ein bestialischer Verwesungsgestank.
Deshalb bitte Verpackungen reinigen, oder in Restmüll.